DE19117C - Neuerung in der Herstellung von Drahtbürsten - Google Patents

Neuerung in der Herstellung von Drahtbürsten

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DE19117C
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Firma FERD. kobisch's nachf. in Dresden
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46BBRUSHES
    • A46B7/00Bristle carriers arranged in the brush body
    • A46B7/04Bristle carriers arranged in the brush body interchangeably removable bristle carriers

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  • Brushes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 9: Borstenwaarenfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Februar 188a ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf die Befestigung von elastischen, Drahtnägel als Borsten tragenden Gummiplatten auf Einlagen, welche behufs der erleichterten Reinigung in den Rücken von Kopf bürsten nur eingelassen werden.
Nach vorliegender Weise, deren Erfolg theils in einer gröfseren Ausnutzung der Elasticität der Gummiplatte, theils in der Steigerung derselben durch die Federkraft von Metallzungen, theils aber auch in der Möglichkeit besteht, die Reinigung der Gummiplatten gebrauchter Bürsten bequemer und mit weniger Kosten als bisher vorzunehmen, erfolgt die Befestigung der genannten Gummiplatte auf der Einlage.
Die Einlage bildet eine von einem Metallrahmen umgebene Holzscheibe B, Fig. 3, von der Form des Ausschnittes b des Bürstenrückens A, Fig. i. Sie wird so tief in den Bürstenrücken eingelassen, dafs ihre obere Fläche in die Ebene a, Fig. 1, des Bürstenrückens fällt; der obere Rand des mit ihr in den Bürstenrücken eingelassenen Metallrahmens C, Fig. 2, ragt aber über diese Ebene hervor und ist gezahnt.
Jeder Zahn bildet eine federnde Zunge c, Fig. 2.
Alle Zungen des Rahmens werden nach innen gebogen, Fig. 5, und der Rahmen erhält unterhalb ein Paar Lappen dd, Fig. 2, welche umgebogen werden, wenn; die Holzscheibe B, Fig. 2, in den Metallrahmen hineingelegt worden ist, Fig. 5.
Die erwähnte, die Drahtnägel als Borsten tragende Gummiplatte ist der Holzscheibe entsprechend begrenzt und rund an ihrem Rande mit einem Gummiwulst e, Fig. 4, versehen. Die Mitte der Gummiplatte D ist schüsselartig mittelst Holz- oder Pappunterlagen emporgetrieben und mit den Drahtnägeln besetzt, Fig. 6.
Diese Gummiplatte wird auf die Holzscheibe B, Fig. 6, gelegt, hierauf wird der Metallrahmen über die Holzscheibe gesteckt; die Zähne greifen dann über den Wulst e, und die Lappen d werden nun umgebogen (s. Fig. 7). Die Drahtnägel tragende Gummiplatte wird dadurch an der Einlage befestigt, ohne an dieselbe genagelt, genietet, genäht, geklebt oder mit derselben irgendwie anders verbunden zu sein. Daher läfst sich auch diese Befestigung durch Aufbiegen der Lappen d d leicht und ohne Beschädigung irgend welcher Theile lösen, wenn es gilt, die Bürste nach ihrem Gebrauch zu waschen.
Jeder Theil des erwähnten Wulstes e, welcher zwischen zwei Zungen C1 <r2, Fig. 5, zu liegen kommt, kann sich frei ausdehnen, wenn er durch den Gebrauch der Bürste auf Elasticität in Anspruch genommen wird; aber auch jede Zunge giebt einem Zuge etwas nach, und so wird erst das den Drahtnägeln mangelnde elastische Nachgeben der Borsten bei dem Gebrauch einer Kopfbürste vollkommen ersetzt:
Statt den Wulst an der Gummiplatte herzustellen, kann man ihn auch an der Holzscheibe anbringen. In Fig. 8 ist eine mit einem Wulst/ versehene Holzscheibe B dargestellt. Auf ihr befindet sich eine Gummiplatte ohne Randwulst, und die Zungen des Rahmens greifen über ihren durch den Wulst/ der Holzscheibe emporgehobenen glatten Rand hinweg.
Wird eine etwas stärkere Gummiplatte gewählt, so drücken sich die federnden Zungen
des Metallrahmens in die Platte ein, wodurch die Herstellung des Wulstes erspart bleibt (s· Fig. 9).
Auch kann eine Rinne g, Fig. io und ii, oder eine Reihe von Vertiefungen h, Fig. 12 und 13, auf der Holzscheibe hergestellt werden, in welche die Gummiplatte von den Zungen eingedrückt wird.
An solchen Drahtkopf bürsten, bei welchen die Stahldrahtbürste von einem Borstenkranz umgeben ist, werden die Borstenbüschel, wenn man die hier beschriebene Befestigungsweise der Gummiplatte anwendet, aufserhalb des Rahmens in den Bürstenrücken gesetzt (s. Fig. 14).
Jedoch besitzen die Stahldrahtbürsten durch den angewendeten metallenen, polirten und vernickelten Befestigungsrahmen schon verkäuflicheres Aussehen (s. Fig. 15 und 16), ohne die Nachtheile einer blinden Verkleidung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, eine Metalldrähte als Borsten tragende elastische Gummiplatte auf einer Einlage des Bürstenrückens mittelst eines Metallrahmens mit federnden Zungen, wie beschrieben und in Fig. 7, 8, 9, 10 und 13 dargestellt, zu befestigen, sowie die nach diesem Verfahren dargestellten Bürsten.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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