DE1908368C - Matrize fur ein Gerat zum Eintreiben von Befestigungsmitteln - Google Patents
Matrize fur ein Gerat zum Eintreiben von BefestigungsmittelnInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Matrize für mindestens eine Stufe ausgebildet ist, deren Überein
Gerät, das zum Eintreiben von Befestigungs- gänge der konkaven und/oder konvexen Fläche im
mitteln, insbesondere für Heftklammern oder Nägel, im wesentlichen angepreßt sind,
dient und deren durch das Werkstück hindurch- Die Stufen führen die angespitzten Enden in die
tretende Enden umbiegt. 5 gewünschte Biegerichtung bzw. verhindern ein Aus-
Der Austreibstößel eines solchen Gerätes wird brechen der Enden in die falsche Richtung,
durch einfache manuelle Krafteinwirkung, durch Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Untereine von Hand vorgespannte Druckfeder, durch ansprächen 2 bis 6 gekennzeichnet. Die Erfindung einen Elektromagneten oder vorzugsweise durch wird an Hand von Ausführungsbeispielen näher er-Drucklufteinwirkung bewegt; er erfaßt das Befesti- »o läutert. Es zeigt
durch einfache manuelle Krafteinwirkung, durch Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Untereine von Hand vorgespannte Druckfeder, durch ansprächen 2 bis 6 gekennzeichnet. Die Erfindung einen Elektromagneten oder vorzugsweise durch wird an Hand von Ausführungsbeispielen näher er-Drucklufteinwirkung bewegt; er erfaßt das Befesti- »o läutert. Es zeigt
gungsmittel und treibt es in Papierlagen, Kartonagen, F i g. 1 ein Eintreibgerät mit Druckluftbetätigung,
Kunststoffplatten od. dgl. Wenn die Länge des Be- Fig. 2 ein Teilschnitt in Richtung A-A von
festigungsmittels, insbesondere die Länge der Sehen- Fig. 1,
kel der bekannten U-förmigen Heftklammer, größer Fig. 3 zwei mit einer Heftklammer geheftete
ist als die Gesamtdicke des zusammenzuheftenden 15 Platten, wobei die Schenkelenden in das Heftgut
Materials, muß das freie Ende außerhalb des Heft- eindringen,
gutes mindestens in eine Ebene parallel zur untersten Fig. 4 einen Teilschnitt wie in Fig. 2. jedoch mit
Schicht des Heftgutes umgebogen werden, um die versetzter Matrize,
Heftung zu sichern und um Veirletzungen zu ver- Fig. 5 eine Heftung wie in Fig. 3, wobei jedoch
meiden. Die Schenkelenden der Klammer können ao an einem der Schenkel Biegefehler wegen der ver-
dazu aufeinander zu oder voneinander fort gebogen setzten Matrize auftreten,
werden. Fig. 6 einen Querschnitt in RichtungA-A durch
Bei einem bekannten Gerät der eingangs genannten eine stark vergrößert dargestellte Matrize,
Art ist zu diesem Zweck eine Matrize vorgesehen, die F i g. 6 a einen zum Schnitt der F i g. 6 senkrech-
halbkreisförmige Ausnehmungen hat und beim Heft- »5 ten Schnitt durch die Matrize,
Vorgang unterhalb der Austrittsöffnung des Schußka- F i g. 7 eine mit einem Mittelsteg versehene Ma-
nals angeordnet ist, so daß das Werkstück (Heftgut) trize nach Fig. 6,
zwischen Austrittskopf und Matrize liegt. Bei Ver- Fig. 8 einen Querschnitt in Richtung/1-Λ durch
Wendung von Heftklammern sind entsprechend der eine stark vergrößert dargestellte zweite Ausfüh-
zwei Schenkel jeweils zwei Ausnehmungen für die 3° rungsform der Matrize,
beiden möglichen Biegearten vorgesehen: je nach Fig. 8a einen zum Schnitt der Fig. 8 senk-
Stellung dieser Ausnehmungspaa-e mit Bezug auf rechten Schnitt durch die Matrize in Fig. 8 und
den Schußkanal werden die Schenkel aufeinander Fig. 9 eine mit Außenstegen versehene Matrize
zu oder voneinander fort gebogen; unter Umständen nach der Fig. 8.
werden sie so weit umgebogen, daß die Schenkel- 35 Bei Betätigung des Drückers 1 des in Fig. 1
enden von unten in das Heftgut eindringen. Um ein gezeigten druckluftbetriebenen Eintreibgerätes für
gleichmäßiges und ungestörtes Umbiegen der beiden Heftklammem wird die Obet^ite eines Kolbens 2
freien Schenkelenden zu gewährleisten, müssen die über ein nicht dargestelltes Ventil mit Druckluft
Matrizenausnehmungen mit Bezug auf den Eintreib- beaufschlagt. Ein am Kolben befestigter Eintreibstößel bzw. den Schußkanal genau ausgefluchtet sein. 40 stößel 3 schlägt die vorderste der Heftklammern 4
Bei einer geringen Verschiebung einer Matrizenaus- durch das aus Platten 5 und 6 bestehende Heftgut,
nehmung gegenüber einem Schenkel der aus dem An einem schwenkbar am Gerätegehäuse angelenkten
Schußkanal austretenden Klammer wird das freie Bügel 7 ist eine Matrize 8 befestigt, die mit Ausneh-Ende
des Schenkels nicht in der gewünschten Form mungen 9 oder Überhöhungen 10 versehen ist.
umgebogen, und bei größeren Fluchtungsfehlern 45 Bei der bekannten Ausführungsform sind die Auswährend des Verformungsvorganges verkrüppelt es. nehmungen 9 vt/e'i halbkreisförmige Vertiefung-n Bei Nägeln genügt eine Umbiegeausnehmung auf (F i g. 2) mit glatten Flächen, d. h. die Spurlinie der der Matrizenplatte, aber auch diese muß mit Bezug Ausnehmungen bei einem Schnitt in Eintreibstöße'-auf den Austreibstößel ausgerichtet sein, wenn es ebene durch die Ausnehmungen 9 besitzt einen stetinicht zu Verkrüppelungen kommen soll. 50 gen Verlauf. Die Schenkel 4 a der Klammer 4 stoßen
umgebogen, und bei größeren Fluchtungsfehlern 45 Bei der bekannten Ausführungsform sind die Auswährend des Verformungsvorganges verkrüppelt es. nehmungen 9 vt/e'i halbkreisförmige Vertiefung-n Bei Nägeln genügt eine Umbiegeausnehmung auf (F i g. 2) mit glatten Flächen, d. h. die Spurlinie der der Matrizenplatte, aber auch diese muß mit Bezug Ausnehmungen bei einem Schnitt in Eintreibstöße'-auf den Austreibstößel ausgerichtet sein, wenn es ebene durch die Ausnehmungen 9 besitzt einen stetinicht zu Verkrüppelungen kommen soll. 50 gen Verlauf. Die Schenkel 4 a der Klammer 4 stoßen
Bei Massenfertigung solcher Eintreibgeräte mit in die Ausnehmungen9 vor, die in der Fig. 2 so
Umbiegematrizen erweist es sich als schwierig und angeordnet sind, daß bei richtiger Ausfluchtung der
kostspielig, die mit den Ausnehmungen versehene Matrize 8 mit Bezug auf den Eintreibstößel 3 die
Matrize in der für ein gleichmäßiges, nicht verkrüp- freien Enden der Schenkel gleichmäßig aufeinander
pelndes Umbiegen nötigen genauen Ausfluchtung 55 zu gebogen werden, dann so umgelenkt werden, daß
mit Bezug auf die Fluchtlinie des Eintreibstößels sie in die Platte6 eintreten (Fig. 3). Bei einer
zu befestigen. kleinen Verschiebung der Matrize 8 gegenüber dem
zu falschem Umbiegen oder Verkrüppeln des fie· pelt, so daß eine sichere Verbindung der Platten 5
festigungsmittels führen können und daher die Ma- und 6 nicht möglich ist.
trize ohne besondere Genauigkeit an dem Eintreib- F i g. 6 zeigt einen Schnitt in Stößelebene durch
gerät befestigt werden kann. eine Matrize 8 nach der Erfindung, die mit einer
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch 65 konkaven Ausnehmung versehen ist. Die Ausnehgelöst, daß die den Klammern oder Nägeln züge- mung wird vorzugsweise durch drei Flächen bewandte Seite der Matrize eine konkave und/oder grenzt: durch zwei senkrecht zur Matrizenplattenkonvexe Fläche aufweist und daß auf diese Fläche ebene und nach Befestigung am Gerät parallel zur
Stößelebene verlaufende Wände 11 und durch eine
konkave Fläche 12, die senkrecht zur Ebene des Stößels 3 verläuft (Fig. 6 a), Die Fläche 12 besteht
aus einem glatten Bodenabschnitt 12 a und aus zwei zur Plattenebene aufsteigenden Seitenabschnitten S
12 b. Die Seitenabschnittc sind mit Stufen 13 versehen, die der Konkavform der Fläche 12 angepaßt
sind und die mit den angespitzten Enden der Schenkel 4 α zusammenarbeiten und bei Fluchtungsfehlern
ein Ausbrechen der Enden aus der vorgegebenen Biegerichtung verhindern, das falsches Umbiegen
und Verkrüppeln der Klammer verursachen kann. Die in Fig. 6 gezeigte Matrize biegt die Schenkelenden
aufeinander zu, läßt sie aber nicht von unten her in das Heftgut eindringen.
Sollen die Enden mit dieser Stufenmatrize so umgelegt werden, daß die Schenkel in das Heftgut eindringen,
muß eine Matrize 8 verwendet werden (Fig. 7), bei der in der Mitte der Ausnehmung ein
innerer Steg 14 angeordnet ist, dessen Konkavflächen ao jedoch nicht stufenförmig, sondern möglichst glatt
ausgebildet sind.
Fig. 8 zeigt einen Schnitt in Stößelebene durch eine Matrize 8 nach der Erfindung, die mit einer
konvexen Überhöhung 10 versehen ist. Die Überhöhung wird vorzugsweise von drei Flächen begrenzt:
durch zwei senkrecht zur Plattenebene und nach Befestigung der Matrize am Gerät parallel zur
Stößelcbene verlaufende Wände 15 und durch "ine Konvexfläche 16, die senkrecht zur Ebene des Stößels
verläuft (F i g. 8 a). Diese Fläche besteht aus einem glatten Gipfelabschnitt 16 α und aus zwei zur Plattenebene
abfallenden Seitenabschnitten 16 b. Die Seitenabschnitle sind mit Stufen 17 versehen, die der
Konvexform der Fläche 16 angepaßt sind und die mit den Enden der Schenkel 4 α zusammenarbeiten
und bei 1 luchrungsfehlern ein Ausbrechen der Enden verhindern. Die in Fig. 8 gezeigte Ma.iize biegt die
Schenkel voneinander fort, läßt sie aber nicht von unten her in das Heftgut eindringen.
Sollen Klammerende mit dieser Stufenmatrize so umgelegt werden, daß die Schenkelenden in das
Heftgut eindringen, muß eine Matrize 8 verwendet werden (Fig. 9), bei der am Rande der Überhöhung
parallel zu den Stuten zwei Außenstege 18 angeordnet sind, deren Konkavflächen jedoch nicht
stufenförmig, sondern möglichst glatt ausgebildet sind.
Bei Nägeln als Befestigungsmittel finden jeweils die Hälften der mit Bezug auf die Fig. 6, 7, 8 und 9
beschriebenen Matrizen Verwendung.
Claims (6)
1. Matrize für ein Gerät, das zum Eintreiben von Befestigungsmitteln, insbesondere für Heftklammern
oder Nägel, dient und deren durch das Werkstück hindurchtretende Enden umbiegt, dadurch gekennzeichnet, daß
die den Klammern oder Nägeln (3) zugewandte Seite der Matrize (8) eine konkave und/oder konvexe
Fläche aufweist (12; 16) und daß auf dieser Fläche mindestens eine Stufe (13; 17) ausgebildet
ist, deren Übergänge der konkaven und/oder konvexen Fläche im wes.Glichen angepaßt sind.
2. Matrize nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave und/oder konvexe
Fläche (12; 16) und die Stufen (13; 17) mit der Ebene des Eintreibstößels (3) des Eintreibgerätes
bzw. der Hauptebene des Befestigungsmittels (4) einen Winkel von im wesentlichen 90° bilden.
3. Matrize nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Fläche (12) im
Bereich (12 α) des mit Bezug auf die Matrizenebene tiefsten Punktes nicht mit Stufen versehen
ist.
4. Matrize nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Fläche
(12) in der Mitte ihres stufenlosen Bereiches (12) mit einem parallel zu den Stufen (13) sich erstreckenden
Steg (14) versehen ist, dessen konkave Wände glatt sind.
5. Matrize nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die konvexe Fläche (16) im
Bereich (16 a) des mit Bezug auf die Matrizenebene höchsten Punktes nicht mit Stufen versehen
ist.
6. Matrize nach einem der Ansprüche 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die konvexe
Fläche (16) an ihren Rändern mit parallel zu den Stufen (17) sich erstreckenden Stegen (18)
versehen ist, deren konkave Wände glatt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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