DE1908273C3 - Verfahren zum Lagenwickeln von Spulen mit Draht kleinsten Querschnittes sowie Wickeldorn zur Ausübung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Lagenwickeln von Spulen mit Draht kleinsten Querschnittes sowie Wickeldorn zur Ausübung des VerfahrensInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Lagenwickeln von Spulen mit einem Draht kleinsten
Querschnittes auf einen Wickeldorn einer Wickelmaschine, wobei man beim Wickeln der Spule den Draht
frei über einen mit der Wickelscheibe verbundenen Drahtführer laufen läßt und dabei den Vorschub der
Wickeischeibe in der jeweiligen Wickelrichtung der durch die vorgelegte Windung geführten Wickelebene
des Drahtes nacheilen läßt; ferner bezieht sich die Erfindung auf einen Wickeldorn zur Ausübung des
Verfahrens.
Zum Herstellen von Präzisionsspulen aus Drähten kleinsten Querschnittes ist es üblich, einen Rillendorn zu
verwenden, auf welchen die erste Lage der Spule gelegt wird. Rillendorne zum Wickeln von Drähten mit einem
sehr kleinen Durchmesser, z. B. von 0,05 mm sind sehr empfindliche Teile, denn die Rillentiefe beträgt in
diesem Falle kaum mehr als 0,01 mm. Eine weitere Schwierigkeit besteht auch darin, daß derartig dünne
isolierte Drähte beim Wickelvorgang leicht reißen oder beim Abnehmen der gewickelten Spule vom Rillendorn
die Isolierung des Wickeldrahtes beschädigt wird. Verwendet man einen glatten Wickeldorn bzw.
Wickelkern, so ist es schwierig, während des Wickelvorganges diese Windungen gleichmäßig und hinreichend
fest am Wickeldorn anzulegen; nach dem Wickeln muß die Spule ohne Deschädigung ihrer inneren Windungen
vom Wickeldorn abziehbar sein. Es wurde daher schon vorgeschlagen (US-PS 30 63 136), den Wickeldorn mit
einer aus einem nicht haftenden Material gefertigten Buchse bzw. einem Ring zu überziehen; während des
Wickeins wird der Draht mit einem haftenden Harz überzogen, so daß die Spulenwindungen beim Wickeln
hinreichend festliegen. Nach erfolgtem Wickelvorgang wird der Ring mit der Spule vom Wickeldorn
abgezogen, worauf sodann das »Ausbacken« der Spule erfolgt. Aber auch hier besteht die Gefahr, daß beim
späteren Abziehen des Ringes die inneren Lagen der
Spulen beschädigt werden.
Zum Festlegen der ersten Wickellage des Wickeldrahtes auf einen Spulenkörper wurde ferner vorgeschlagen
(DT-Gbm 17 24 466) letzteren entweder mit feiner Aufrauhung oder mit netzartigen Unebenheiten
zu überziehen. Dadurch wird bewerkstelligt, daß auch bei Verwendung von nicht mit Klebstoff beschichteten
Spulenkörpern die gewickelte Spule einen sicheren mechanischen Halt findet Indessen sind die so auf einen
Spulenkörper aufgebrachten Spulen nach erfolgtem Wickelvorgang nicht mehr vom Spulenkörper zu
trennen.
Anstelle eines Klebers und/oder einer Aufrauhung ist es bekannt (DT-Gbm 17 48 687), auf einen aus einem
schlecht klebbaren Kunststoff gebildeten Spulenkörper ein Klebeband mit beidseitiger Klebeschicht aufzubringen;
auf die außenliegende Klebeschicht des Klebebandes wird sodann die Spule gewickelt. Dadurch wird eine
Haft- bzw. Verbindungsfläche geschaffen, auf der die erste Wicklungsschicht der zu wickelnden Spule einen
sicheren Halt findet. Auch hier bleibt die gewickelte Spule fest mit dem Spulenkörper verbunden.
Beim Wickeln von homogenen Präzisionsspulen arbeitet man gemäß einem älteren Patent (19 07 922)
derart, daß man den Draht bei umlaufender Wickelscheibe über einen mit der letzterem verbundenen
Drahtfühi-ungsteil leitet. Zur Erzeugung von gleichmäßigen Wicklungslagen ist der Di-ahtführungsteil als hart
verchromter, polierter Zylinder gebildet, über den der Draht frei läuft. Während des Wickeins der Spule eilt
der Vorschub der Wickelscheibe in der jeweiligen Wickelrichtung der durch die vorgelegte Windung
geführten Wickelebene des Drahtes nach. Dieses Verfahren hat sich bewährt; indessen kann es; auch hier
vorkommen, daß der nur einen geringen Querschnitt aufweisende Draht beim Wickeln von Präzisionsspulen
auf dem Wickeldorn keinen sicheren Halt findet. Wie erkannt wurde, ist dies darauf zurückzuführen, daß beim
Spulenwickeln die Drahtspannung geringfügig schwankt, und zwar bedingt durch ein Flattern bzw.
Schwingen des Wickeldrahtes in der Wickelebene. Die einzelnen Windungen liegen daher etwas lose am
Wickeldorn. Beim Wickeln der zweiten und nachfolgenden Lagen verschieben sich die erstgelegten Windungen,
so daß die Windungen der nachgelegten Lagen nicht mehr in einer gemeinsamen, der jeweiligen Lage
zugeordneten Zylinderebene liegen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, unter Nutzung der im älteren Patent beschriebenen
Arbeitsweise die beim Lagenwickeln von Spulen mit einem Draht kleinsten Querschnittes auftretenden
Nachteile zu vermeiden sowie den Arbeitsaufwand zur Herstellung der Spulen vergleichsweise gering zu
halten. Gemäß der Erfindung verfährt man beim Lagenwickeln der Spulen derart, daß man vor dem
Wickeln der Spule den Wickeldorn mit einer den Draht haftend haltenden Folie belegt und auf diese Folie den
Draht wickelt, nach erfolgtem Wickeln der Spule, letztere mitsamt der Spule vom Wickeldorn abzieht und
in einem nachfolgenden Arbeitsgang die Folie von der Spule entfernt.
Das erfinderische Verfahren ermöglicht ein recht genaues Legen der ersten Lage der Spule, ohne
Anwendung eines mit Rillen versehenen Wickeldornes und ist zum automatischen Wickeln von Spulen gut
geeignet. Die den Draht haftend haltende Folie verhindert ein seitliches Versetzen der Windungen beim
Legen der ersten Spulenlage, wobei letztere sodann die
Rillenführung für die zweite Lage und somit auch die Basis für die weiteren Lagen darstellt. Vorzugsweise
besteht die den Draht haftend haltende Folie aus einer mit einem Kleber versehenen Folie bzw. einem
entsprechenden Folienband. Der Kleber auf der Folie s verhindert ein Rutschen der Windungen während des
Wickeins der Spule. Anstelle είΐ.ςτ Klebefolie kann auch
eine aufgerauhte, dem Rutschen des Drahtes entgegenwirkende Folie verwandt werden. Eine derartige Fo'ie
besteht vorzugsweise aus Kunststoff, deren Oberfläche chemi ,ch oder mechanisch aufgerauht ist.
Der zur Ausübung des Verfahrens dienende Wickeldorn besteht aus einem Wickelkern und diesen
begrenzenden Flanschen. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die zur Aufnahme der
Spulenwicklung dienende Folie am Wickelkern mittels eines angelegten Vakuums gehalten.
Die Folie ist nur einseitig mit einer klebenden Schicht versehen, und zwar nur auf der d^r Spulenwicklung
zugewandten Seite; sie ist daher leicht vom Wickeldorn abzuziehen. Beim Wickeln der Spule wird indessen die
Folie durch das angelegte Vakuum fest am Wickeldorn gehalten. Der Wickelkern ist hohl ausgebildet und
besitzt Saugluftleitungen, die unter der Folie ausmünden. Nach dem Wickeln der Folie wird das Vakuum
aufgehoben, so daß nunmehr die Folie mit der Spule ohne Schwierigkeiten vom Wickeldorn bzw. -kern
abziehbar ist. Nach dem Ausbacken der gewickelten Spule wird die Folie von der Spule getrennt.
In der Zeichnung ist als Beispiel ein zur Durchführung
des Verfahrens dienender Wickeldorn schemalisch und vergrößert dargestellt.
Gemäß Fig. 1 ist auf einem aus dem Wickelkern 1
und den Flanschen 2 und 3 bestehenden Wickeldorn eine Folie 4 gelegt, auf welcher wiederum die ersten
Windungen 5 einer Spule liegen. Wie bekannt, besitzt der Flansch 2 einen Drahteinlaufschlitz 6, durch welchen
der Wickeldraht 5' derart geführt ist, daß sich die erste Wicklungslage gegen die Stirnfläche 7 des vorgenannten
Flanschteiles schmiegt. Zwischen den beiden Stirnflächen 7 und T ist das Wickelfenster » IV« gelegen,
dessen Größe sich aus der Anzahl der Windungen und dem Durchmesser des Drahtes ergibt.
Wie insbesondere aus Fig.2 hervorgeht, trägt der
Folienstreifen 4 eine äußere Klebeschicht 8, in welcher sich die Windungen 5 des Drahtes beim Wickelvorgang
einbetten. Die maximale Stärke der auf die Folie aufgetragenen Klebeschicht »S« soll nicht stärker sein
als ein Sechstel des Drahtdurchmessers bzw. das durch eine Windung verdrängte Volumen Fi darf höchstens so
groß sein wie der ausgesparte Raum Fi zwischen zwei
bündig liegenden Windungen. Wird die Klebeschicht stärker gewählt, so können die einzelnen Windungen
nicht bündig gegeneinanderliegen. Wie ersichtlich trägt der Wickelkern 1 eine axial verlaufende Bohrung 9, von
welcher radial verlaufende Kanäle 10 ausgehen. Die Bohrung 9 steht über eine Flanschbohrung 11 in
Verbindung mit einer Saugleitung 12 mit einem federbelasteten Saugkopf 13. Beim Einschwenken des
Wickeldornes in die gezeigte Wickellage lastet der Saugkopf gegen die Mündung 11' der Flanschbohrung.
Durch das hierbei in den Kanälen 10 entstehende Vakuum wird die Folie 4 während des Wickelvorganges
hinreichend fest am Wickelkern 1 gehalten. Der Folienstreifen 4 mit dem Kleber 8 ist an den beiden
Rändern frei vom Kleber. Das Einlegen des Folienstreifens und das Abziehen der fertigen Spule ist somit nicht
erschwert. Der Kleber verhindert ein Wegrutschen der Windungen beim Wickeln der ersten Lage. Der
Vorschub der Wickelscheibe bzw. des Drahtes ist während des Wickeins der Spule so gehalten, daß er der
jeweils gelegten Wicklung nacheilt. Der zu wickelnde Draht 5 läuft frei über den nicht gezeigten Drahtführer,
so daß bei umlaufender Wickelscheibe keine Störungen auftreten können und sich somit Windung an Windung
legt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Lagenwickeln von Spulen mit einem Draht kleinsten Querschnittes auf einen s
Wickeldorn einer Wickelmaschine, wobei man beim Wickeln der Spule den Draht frei über einen mit der
Wickelscheibe verbundenen Drahtführer laufen läßt und dabei den Vorschub der Wickelscheibe in der
jeweiligen Wickelrichtung der durch die vorgelegte Windung geführten Wickelebene des Drahtes
nacheilen läßt, dadurch gekennzeichnet, daß man vordem Wickeln der Spule den Wickeldorn
(1) mit einer den Draht (5') haftend haltenden Folie (4) belegt und auf diese Folie den Draht wickelt, nach
erfolgtem Wickeln der Spule letztere mitsamt der Folie vom Wickeldorn abzieht und in einem
nachfolgenden Arbeitsgang die Folie von der Spule entfernt.
2. Wickeldorn zum Wickeln von vorzugsweise homogenen Spulen mit einem Draht kleinsten
Querschnittes, bestehend aus einem Wickelkern und diesen begrenzenden Flanschen, zur Durchführung
des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (4) am Wickelkern (1)
mittels eines angelegten Vakuums gehalten ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908273 DE1908273C3 (de) | 1969-02-19 | Verfahren zum Lagenwickeln von Spulen mit Draht kleinsten Querschnittes sowie Wickeldorn zur Ausübung des Verfahrens | |
| CH201570A CH502685A (de) | 1969-02-19 | 1970-02-12 | Verfahren zum Lagenwickeln von Spulen mit einem Draht kleinsten Querschnittes sowie Wickeldorn zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908273 DE1908273C3 (de) | 1969-02-19 | Verfahren zum Lagenwickeln von Spulen mit Draht kleinsten Querschnittes sowie Wickeldorn zur Ausübung des Verfahrens |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908273A1 DE1908273A1 (de) | 1970-12-03 |
| DE1908273B2 DE1908273B2 (de) | 1976-07-29 |
| DE1908273C3 true DE1908273C3 (de) | 1977-03-17 |
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