DE1908015B2 - Verfahren zum abroesten von kies und schwefelkieskonzentraten - Google Patents

Verfahren zum abroesten von kies und schwefelkieskonzentraten

Info

Publication number
DE1908015B2
DE1908015B2 DE19691908015 DE1908015A DE1908015B2 DE 1908015 B2 DE1908015 B2 DE 1908015B2 DE 19691908015 DE19691908015 DE 19691908015 DE 1908015 A DE1908015 A DE 1908015A DE 1908015 B2 DE1908015 B2 DE 1908015B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roasting
fluidized bed
gravel
burn
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19691908015
Other languages
English (en)
Other versions
DE1908015A1 (de
Inventor
AUa N.; Borisow Wasilij M.; Wasiljew Boris T.; Sipow Emmanuil I.; Moskau; Korenberg Jakow G. Dolgoprudnyj; Feldman Wladimir G.; Kuur Wjatscheslaw P.; Ust-Kamenogorsk; Denisow Ewgenij I. Uwarowo; Ternowskaja (Sowjetunion)
Original Assignee
Nautschno-issledowatelskij institut po udobrenijam i insektofungizidam im. prof. Semojlowa J.W., SSSR, Moskau
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nautschno-issledowatelskij institut po udobrenijam i insektofungizidam im. prof. Semojlowa J.W., SSSR, Moskau filed Critical Nautschno-issledowatelskij institut po udobrenijam i insektofungizidam im. prof. Semojlowa J.W., SSSR, Moskau
Priority to DE19691908015 priority Critical patent/DE1908015B2/de
Publication of DE1908015A1 publication Critical patent/DE1908015A1/de
Publication of DE1908015B2 publication Critical patent/DE1908015B2/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • C22B1/10Roasting processes in fluidised form
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L55/00Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
    • F16L55/16Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders
    • F16L55/168Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders from outside the pipe

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crucibles And Fluidized-Bed Furnaces (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abrösten von Kies und Schwefelkonzentraten und liegt somit auf dem Gebiet der Verarbeitung von sulfidischen Erzen.
Für die Behandlung von festem, feinteiligem Schüttgut findet das Wirbelschichtverfahren in breitem Maße in der Weise Anwendung, daß die Prozesse der Wechselwirkung der Schüttgutteilchen mit dem Gasstrom in einer Wirbelschicht erfolgen, die bei Geschwindigkeiten des Gasstromes entsteht, die im Bereich unterhalb der ersten kritischen Geschwindigkeit der »Verflüssigung« (oberhalb des Wirbelpunktes) und unterhalb der zweiten kritischen Geschwindigkeit der Wirbelschichtbildung (der Schwebegeschwindigkeit) liegen.
Ein bekanntes Verfahren zum Abrösten von Kies in einer Wirbelschicht wird ebenfalls bei einer Geschwindigkeit des Gasstromes durchgeführt, die im Bereich oberhalb der ersten kritischen Geschwindigkeit und unterhalb der zweiten kritischen Geschwindigkeit der Wirbelschichtbildung liegt Der Röstprozeß wird bei Temperaturen von 700 bis 800° C und einer Konzentration an Schwefligsäureanhydrid von 14 bis 15% durchgeführt Die sich bildenden Röstgase, die eine Temperatur von 850 bis 900° C aufweisen, weil der Kiesschwefel über der Schicht nachverbrennt, werden zum Abkühlen in Abhitzkessel geleitet.
Bei dem bekannten Verfahren wird feinteiliger Kies abgeröstet mit Korngrößen von ungefähr 1 bis 0,001 mm, wobei die Fraktionen unter 0,1 mm mit 80 bis 90 % überwiegen. Damit auch die größeren Fraktionen mit Teilchendurchmessern von 1 bis 03 mm, d. h. mit einem mittleren Schwebedurchmesser von 04 bis 0,6 mm aufgewirbelt werden (»Kochen«), ist eine Geschwindigkeit des Gasstromes notwendig, die bei den gegebenen Arbeitsbedingungen etwa 1 m/s beträgt. Der Nachteil dieses bekannten Verfahrens besteht darin, daß unter diesen Bedingungen 90 bis 95 %
ίο Abbrand ausgetragen werden, der zum Teil nicht ausgebrannten Schwefel enthält, welcher in dem über der Wirbelschicht liegenden Raum des Ofens nachbrennt und die Temperatur der Röstgase auf 850 bis 900° C erhöht
Die Austragung dieser beträchtlichen Menge an Abbrand aus dem Ofen beschleunigt den Verschleiß, führt zur Verstopfung der Abhitzekessel, bewirkt eine Temperaturerhöhung der Röstgase am Austritt aus dem Ofen und macht es darüber hinaus notwendig, den Ofenumfang zu vergrößern, da das Brennen im schwebenden Zustand beträchtlich länger dauert als das Brennen in der Wirbelschicht. Dies ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, daß in der Wirbelschicht die Konzentration der festen Teilchen über eine Tonne je Kubikmeter Schicht beträgt, während in dem Raum über der Schicht die Konzentration der Teilchen selbst bei vollständigem Austragen des Abbrandes aus der Schicht in der Größenordnung von 350 bis 380 g/m3 liegt.
Außerdem sei hervorgehoben, daß über die gesamte Höhe der Wirbelschicht die relative lineare Geschwindigkeit zwischen den Teilchen des Abbrandes und dem Gas geringer als die Schwebegeschwindigkeit der »siedenden« Teilchen ist, während sie im Raum über der Wirbelschicht der Schwebegeschwindigkeit de- ausgetragenen Teilchen gleich ist. Bei einer Temperatur von 700 bis 800° C in der Wirbelschicht brennen somit während des Verbleibens der Teilchen in dieser Schicht, dessen Dauer ungefähr der Verweilzeit des Gases gleich ist, d. h. innerhalb einer Sekunde, etwa 90 % des Schwefels aus; der in der Wirbelschicht nicht ausgebrannte Schwefel — etwa 10 % — brennt in dem über der Wirbelschicht befindlichen Raum innerhalb von 6 bis 7 Sekunden nach, wodurch ein entsprechendes Volumen des über der Wirbelschicht befindlichen Ofenraumes erforderlich ist.
Der bei dem Abrösten nach dem bekannten Verfahren anfallende Schwefelkiesabbrand enthält unlösliche Oxide der Buntmetalle und kann ohne
Vorbehandlung, z. B. durch chlorierendes Rösten, in der Hüttenindustrie zum Überführen der Buntmetalle in die
löslirhe Form und anschließende Entfernung derselben nicht verwendet werden.
Unter den genannten Bedingungen des Abröstens
beträgt die Konzentration des Schwefels in der Wirbelschicht nur Bruchteile eines Prozents, während die Konzentration des Schwefels in dem aus dem Ofen ausgetragenen Staub (90 bis 95 Vo des gesamten Abbrandes) 1,2 bis 13% beträgt, was faktisch dem allgemeinen Grad des Ausbrennens des Schwefels aus dem Kies entspricht und seinen Verlust beim Abrösten bestimmt
Eine Steigerung der Brenntemperatur über 800° C erhöht die Brenngeschwindigkeit nicht wesentlich, kann aber zum Zusammenbacken des Materials führen. Im Falle einer Erniedrigung der Brenntemperatur sinkt die Geschwindigkeit während die Zeitdauer, die für das Ausbrennen des Schwefels bis zu einem angestrebten
Grad erforderlich ist, entsprechend anwächst So dauert bei einer Temperatur von 4700C das Ausbrennen von 98 % und mehr des Schwefels langer als eine Stunde. Hierin liegen die Gründe, weshalb das Abrösten beim bekannten Verfahren bei einer Temperatur von 700 bis 8000C durchgeführt wird.
Es wäre jedoch von großem Interesse, den Prozeß des Röstens von Kies und Schwefelkieskonzentraten bei niedrigeren Temperaturen durchzufahren, v/eil dann die Notwendigkeit entfällt. Abhitzekessel zu verwenden. Die Durchführung eines solchen Prozesses in einem konventionellen Ofen mit Wirbelschicht und bei Geschwindigkeiten unterhalb der Schwebegeschwindigkeit erfordert aber eine Vergrößerung des Ofenrauminhaltes proportional zu der bei niedrigeren Temperaturen verlängerten Brenndauer, was praktisch unmöglich ist
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Abrösten von Kies und Schwefetkieskonzentraten in der Wirbelschicht anzugeben, bei dem die maximal mögliche Menge der beim Rösten entwickelten Wärme unmittelbar in der Wirbelschicht verwertet wird, die Verweilzeit von Abbrand in der Wirbellschicht verlängert und dadurch dessen vollständiges Nachbrennen in der Wirbelschicht gewährleistet wird, die Hauptmenge an Abbrand unmittelbar aus der Wirbelschicht herausgeleitet werden kann und der Gehalt des Röstgases an Staub, das in den Abhitzekessel geleitet wird, herabgesetzt wird, so daß damit der gesamte Röstprozeß intensiviert und vereinfacht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Verfahren zum Abrösten von Kies und Schwefelkieskonzentraten erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Abrösten bei einer Geschwindigkeit des Gasstromes im Ofen oberhalb der zweiten kritischen Geschwindigkeit der Wirbelschichtbildung bei einer Übersättigung des Gasstromes an Abbrand durchgeführt wird.
Vorteilhafterweise wird die Übersättigung lies Gasstromes an Abbrand durch das Zurückleiten des aus dem Ofen ausgetragenen Abbrandes in die Wirbelschicht erzeugt.
Das Zurückführen des ausgebrachten Abbrandes in die Wirbelschicht führt zu einer Übersättigung des Gasstromes an feinen Teilchen bis zu einer Größe, die die maximale pneumatische Beförderungsfähigkeit des Gasstromes bei dessen vorgegebener Geschwindigkeit kennzeichnet Das Austragen des Abbrandes aus der Wirbelschicht in die Gasphase wird dadurch bedingt, daß die Geschwindigkeit des Gasstromes in dem Ofen die Schwebgeschwindigkeit der Abbrandteilchen übersteigt. Solange im Ofen so viel Teilchen von Abbrand vorhanden sind, wie der Gasstrom mitschleppen kann, kommt es zu keinem Ausfallen der Abbrandteilchen auf die Herdfläche und der Ofen arbeitet wie ein pneumatisches Förderrohr mit maximal möglicher Absättigung des Gasstromes an Teilchen infolge deren Rückführung in die Wirbelschicht. Werden einem solchen an Abbrand abgesättigten System fortlaufend neue Mengen kleiner Abbrandteilchen zugeführt, die sich durch das Abrösten von zugeführtem Kies bilden, so kommt es zur Erscheinung der Übersättigung und dazu, daß auf dem Rost (die Herdfläche) des Ofens Teilchen ausfallen, die infolge der genannten Übersättigung durch den Gasstrom nicht mitgeschleppt werden können. Die auf das Ofengitter ausgefallenen Abbrandteilchen können bei den genannten linearen Geschwindigkeiten sich nicht im F'.uhezustand befinden und bilden eine Wirbelschicht, in der sich der mittlere Teilchendurchmesser infolge der Rückführung feiner Fraktionen ums 4- bis 5fache vermindert und die Teilchen bei Geschwindigkeiten »sieden«, die um das 10- bis 20fache deren Schwebegeschwindigkeit übersteigen. Die Rückführung des Abbrandes, die ein solches künstlich erzwungenes »Sieden« der feinen Abbrandteilchen (bei Geschwindigkeit des Gasstromes in dem Ofen, die über den Schwebegeschwindigkeiten der Teilchen liegen) erzeugt kann z. B. mittels einen Staubabscheiders verwirklicht werden, der die Hauptmenge (etwa 90 %) des aus dem Ofen herausgetragenen Abbrandes auffängt und ihn in die Wirbelschicht zurückleitet. Die in dem Staubabscheider nicht aufgefangenen kleinsten Teilchen (in einer Menge von etwa 10 %) werden aus dem Staubabscheider mit dem Röstgas ausgetragen. Somit wird die Hauptmenge des sich beim Abrösten von Kies bildenden Abbrandes (gegen 90 %) aus der Wirbelschicht des Ofens ausgetragen.
Der oben beschriebene hydrodynamische Zustand der Wirbelschicht, bei dem die relative Geschwindigkeit der Bewegung der Teilchen und des Gasstromes stark anwächst, fuhrt zu einer starken Steigerung der Geschwindigkeit der Stoffaustauschprozesse.
Dadurch übersteigt der Grad des Ausbrennens von Schwefel 98% selbst bei einer Temperatur von 550', wobei das Brennen vollständig in der Wirbelschicht endet und die Temperatur am Austritt aus dem Ofen der Temperatur der Wirbelschicht gleich ist.
Eine Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, das Abrösten bei einer Temperatur von 450 bis 580° C vorzunehmen, wodurch das Zusammenbacken der Teilchen vollständig verhindert und praktisch die gesamte überschüssige Wärme in der Wirbelschicht maximal, d. h. ohne Anordnung von Abhitzekesseln, verwertet wird. Es ist ferner möglich, das Verfahren mit entsprechender optimaler Temperatur von 580 bis 700° bei der Herstellung von sulfatiertem Abbrand anzuwendti!. Solcher Abbrand eignet sich für die unmittelbare naßmetallurgische Verarbeitung mit dessen anschließender Verwertung im Eisenhüttenwesen.
Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird das Abrösten bei einer Temperatur von 700 bis 900° C mit einer Sauerstoffüberschußzahl im Wind nicht höher als 1,04 durchgeführt In diesem Falle erhält man den Abbrand in Form von Magnetit, ier nach der Durchführung der Magnetscheidung bis 63 bis 67 % mit Eisen angereichert wird und als Rohstoff für das Eisenhüttenwesen dienen kann. Zur Steigerung der Konzentration des Schwefligsäureanhydrids in dem Röstgas kann jede der beschriebenen Varianten unter Verwendung von an Sauerstoff angereichertem Wind durchgeführt werden.
Die Durchführung des Abröstens von Kies nach dem erfindungsgemäßen Verfahren macht es möglich, ein hochintensives Abrösten feindisperser Materialien durchzuführen, und eröffnet reale Wege zur Lösung des Problems der Verwertung von Pyritabbrand in der Metallurgie, dessen Menge ständig und stark entsprechend der Zunahme der Schwefelsäureproduktion ansteigt.
Zur Erläuterung der Erfindung werden nachstehend Ausführungsbeispiele angeführt.
Beispiel 1
Flotationsschwefelkies: mit einem Teilchendurchmesser von 0,07 bis 0,08 mm mit einem Schwefelgehalt von 38 bis 50 % und einer Feuchtigkeit bis 6 % gelangt in einen Ofen mit einem Flächeninhalt von 20 m2.
Die Luft zum Rösten des Kieses wird in einer Menge von 19 000nm3/h durch ein Druckgebläse dem Ofen zugeführt Das Abrösten wird bei einer Temperatur von 580° C durchgeführt Die Konzentration des Schwefligsäureanhydrids (SO2) wird auf 14,5 % gehalten.
Das sich im Prozeß des Abröstens von Kies bei einer Temperatur von 580° C bildende Schwefeldioxid gelangt mit dem aus der Schicht ausgetragenen Abbrand in die Rückführungsstaubabscheider. Der in den Rückführungsstaubabscheidern aufgefangene Abbrand wird in die Wirbelschicht zurückgeleitet und das von dem Abbrand befreite Röstgas mit einer Temperatur von 580" C zur Abkühlung einem hinter den Rückführungsstaubabscheidern angeordneten Abhitzekessel zugeführt IJ
Das auf eine Temperatur von 450° C abgekühlte Röstgas wird zur Weiterverarbeitung für die Herstellung von Schwefelsäure geleitet
Die vorgegebene Brenntemperatu. im Ofen von 580° C wird dadurch erreicht, daß in der Wirbelschicht *> Verdampfungs- und Dampfüberhitzungskühlelementen angeordnet sind, die zusammen mit dem Abhitzekessel, der nach den Rückführungsstaubabscheidern angeordnet ist, ein einheitliches Kesselsystem mit natürlichem Kreislauf der Dampf-Wasser-Emulsion bilden.
Bei einer Brenntemperatur von 580° C werden in der Wirbelschicht gegen 90% überschüssiger Verbrennungswärme des Kieses entnommen.
Beim Zurückleiten des aus dem Ofen ausgetragenen Abbrandes wird eine Übersättigung des Gasstromes durch diesen erreicht, und die Konzentration des Abbrandes im Gas vor dem Rückführungsstaubabscheider beträgt gegen 5 kg/m3 Gas, während die mittlere Teilchengröße in der Wirbelschicht gleich 0,08 mm wird. Die Schwebegeschwindigkeit der Teilchen solcher Größe beträgt 0,07 m/s. Die lineare Geschwindigkeit des Gases in der Wirbelschicht beträgt gegen 1 m/s. Folglich »sieden« die Teilchen in der Wirbelschicht bei einer Geschwindigkeit, die deren Schwebegeschwindigkeit um das 15fache übersteigt. Infolge stark angewachsener relativen Geschwindigkeit zwischen dem Gas und den Teilchen kommt es zu einem intensiven Rösten des Kieses und das Ausbrennen des Schwefels erfolgt praktisch vollständig (bis 98 %) in der Wirbelschicht.
Deshalb ist die Temperatur des Gases über der Wirbelschicht gleich der Temperatur des Gases in der Schicht, d. h. sie beträgt 580° C Aus der Wirbelschicht des Ofens werden bis 90 % des sich beim Abrösten von Kies bildenden Abbrandes, d. h. gegen 140 Tonner· in 24 Stunden, entfernt. Gegen 10% des sich bildenden Abbrandes, der in dem Rückführangsstaubabscheider nicht aufgefangen wird, entsprechend einer Konzentration im Gas von 35 bis 50 g/m3, werden mit dem Röstgas in den hinter dem Staubabscheider angeordneten Abhitzekessel ausgetragen.
Beispiel 2
Der Röstprozeß von Flotationskies wird wie in dem Beispiel 1 beschrieben durchgeführt, die Brenntemperatur wird jedoch auf etwa 630° C und die Konzentration des Schwefligsäureanhydrids auf 10 bis 12% gehalten. Dabei wird Kies mit einem Gehalt an Schwefel von 48 bis 49 % und Beimengungen von Kupfer und Zink von jeweils 0,5 % zugeführt in dem sich bildenden Abbrand kommt es zum Ausbrennen des Schwefels zu 98 bis 99 % und der Sulfatierungsgrad von Kupfer- und Zinkbeimengungen erreicht 80 bis 85 %. Somit enthält der anfallende sulfatierte Abbrand 60 bis 63 % Eisen, weniger als 0,1 % Kupfer und 0,1 % Zink und eignet sich zur unmittelbaren metallurgischen Verarbeitung unter dessen weiterer Verwendung im Hochofenprozeß.
Beispiel 3
Einem Ofen, der auch einen Rückführungsabscheider aufweisen kann und unter den in dem Beispiel 1 beschriebenen hydrodynamischen Verhältnissen betrieben wird, wird zum Abrösten Flotationskies zugeführt, in dem der Gehalt an Kupfer und Zink jeweils unter 0,1 % liegt und der Schwefelgehalt 40 bis 42 % beträgt. Das Abrösten erfolgt bei einer Temperatur von 800° C mit einer Sauerstoffüberschußzahl von 1,03 in dem Sauerstoff-Luft-Gemisch, das zum Abrösten zugeführt wird, wodurch die Herstellung von Schwefeldioxyd mit einer Konzentration von 15,3 % ermöglicht wird. Dabei erhält man einen Abbrand, in dem das Eisen in Form von Magnetit vorliegt. Der aus dem Ofen austretende Abbrand wird abgekühlt und kann unmittelbar zur Magnetscheidung geleitet werden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Abrösten von Kies und Schwefelkieskonzentraten in der Wirbelschicht, dadurch gekennzeichnet, daß das Abrösten bei einer Geschwindigkeit des Gasstromes im Ofen oberhalb der zweiten kritischen Geschwindigkeit der Wirbelschichtbildung bei einer Übersättigung des Gasstromes an Abbrand durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersättigung durch das Zurücklei ten des aus dem Ofen ausgetragenen Abbrandes in die Wirbelschicht erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur vollständigen Vermeidung des Zusammenbackens und zur maximalen Verwertung der überschüssigen Wärme in der Wirbelschicht des Abrösten bei einer Temperatur von 450 bis 580° C durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von sulfatiertem Abbrand das Abrösten bei einer Temperatur von 580 bis 700° C durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Abbrand in Form von Magnetit das Abrösten mit einer Sauerstoffüberschußzahl in dem Wind nicht über 1,04 bei einer Temperatur von 700 bis 900° C durchgeführt wire1.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von mit Schwefeligsäureanhydrid hochkonzentriertem Gas das Abrösten unter Verwendung von an Sauerstoff angereichertem Wind oder in technisches!! Sauerstoff durchgeführt wird.
DE19691908015 1969-02-18 1969-02-18 Verfahren zum abroesten von kies und schwefelkieskonzentraten Ceased DE1908015B2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691908015 DE1908015B2 (de) 1969-02-18 1969-02-18 Verfahren zum abroesten von kies und schwefelkieskonzentraten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691908015 DE1908015B2 (de) 1969-02-18 1969-02-18 Verfahren zum abroesten von kies und schwefelkieskonzentraten

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1908015A1 DE1908015A1 (de) 1970-09-03
DE1908015B2 true DE1908015B2 (de) 1977-04-07

Family

ID=5725561

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691908015 Ceased DE1908015B2 (de) 1969-02-18 1969-02-18 Verfahren zum abroesten von kies und schwefelkieskonzentraten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1908015B2 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE1908015A1 (de) 1970-09-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3879706T2 (de) Vorrichtng und verfahren zur behandlung von verfahrensgasen.
DE2629743C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines vorreduzierten Produkts
DE69615344T3 (de) Verfahren zum behandeln von ofenabgas mittels chlorbypass und vorrichtung dafür
DE4131962C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von heissen Gasen mit Feststoffen in einem Wirbelbett
EP0222452B1 (de) Verfahren zur Reduktion von höheren Metalloxiden zu niedrigen Metalloxiden
DE3220609C2 (de)
DD247700A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von eisenschwammpartikeln und fluessigem roheisen
DE2253074C3 (de) Verfahren zur pyrometallurgischen Behandlung von Feststoffen
EP0003853B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Konvertierung von NE-Metallsulfidkonzentraten
DE3039854C2 (de)
DE2161411B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum reduzieren des alkaligehalts von zementklinker
DE1224933B (de) Verfahren zur Herstellung von Roestblende
DE1205022B (de) Verfahren und Anlage zum magnetisierenden Roesten von nichtmagnetischem Eisenerz
DE1921710A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verkokung von Braunkohle,insbesondere von Rohbraunkohle
DE1907204A1 (de) Verfahren zur pyrometallurgischen Behandlung von sulfidischen Eisenerzen oder Eisenerzkonzentraten
DE1908015B2 (de) Verfahren zum abroesten von kies und schwefelkieskonzentraten
DE2627060A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum reinigen des abgases eines blasenkupferofens
DE2852964A1 (de) Verfahren und anlage zur reduktion von erzen
DE3639343A1 (de) Verfahren und anlage zur pyrometallurgischen verhuettung von feinverteilten materialien
DE2010872B2 (de) Verfahren zur pyrometallurgischen Behandlung von sulfidischen Eisenerzen oder Eisenerzkonzentraten
DE2629414A1 (de) Verfahren zur herstellung von gruenkugeln aus eisen enthaltendem, in trockenem zustand gesammeltem abgasdunst von stahlschmelzoefen
DE938544C (de) Verfahren zur Gewinnung schwefeldioxydhaltiger Gase
DE2812869B2 (de) Verfahren zum Suspensionsschmelzen von eisenhaltigem Sulfidkonzentrat
DE2006945A1 (en) Cyclone refining of iron sulphide ores and concentrates
EP0149865B1 (de) Verfahren zum Trocknen von sulfidischen Erzen durch direkten Kontakt mit heissen Trocknungsgasen

Legal Events

Date Code Title Description
8235 Patent refused