DE188649C - - Google Patents

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DE188649C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/21Presses specially adapted for extruding metal
    • B21C23/211Press driving devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)
  • Extrusion Of Metal (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ Λ£ 188649 KLASSE 7b. GRUPPE
ARNOLD SCHWIEGER in BERLIN und Firma R. & G. SCHMÖLE in MENDEN i.W.
oder aus vollen Blöcken.
Zusatz zum Patente 167392 vom 29. November 1903. \V
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juni 1904 ab. Längste Dauer: 28. November 1918.
Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung der durch das Patent 167392 geschützten hydraulischen Presse, mittels welcher Rohre und Stangen aus hohlen oder vollen Blöcken hergestellt werden sollen. Nach dem Hauptpatent soll der den hohlen Preßstempel durchdringende Dorn mittels eines besonderen hydraulischen Zylinders mit Kolben unabhängig vom Preßstempel vorbewegt werden, wobei die Einstellung des Dornes durch auf die hintere Verlängerung desselben aufgesetzte Stellmuttern, die als Anschläge zur Begrenzung der Vorbewegung des Dornes bestimmt sind, geregelt werden.
Nach vorliegender Erfindung ist nun der Dorn, der zum Lochen der vollen Metallbarren in bekannter Weise dient, an der den hohlen Hauptpreßkolben und den Hilfskolben durchdringenden Dornstange befestigt, und zwar derart, daß er beim Pressen von Röhren, nachdem er zuerst vorgetrieben worden ist ■ und aus dem Block einen Kern' ausgestoßen hat, etwas zurückgezogen und beim Vorwärtsgange des Hauptpreßkolbens zwangläufig und relativ zu diesem mit vorbewegt werden kann. Diese Vorbewegung wird durch zwei an der hinteren Verlängerung der Dornstange angeordnete Zahnstangen ermöglicht, in deren gegenseitig versetzte Zähne ein Zahnrad eingreift, das durch Hebel mit an der Kreuzkopfführung des Hauptpreßkolbens angreifenden Zugstangen verbunden ist. Nach vollendeter Pressung des Rohres kann die Dornstange, und der Dorn unter Einwirkung eines Gewichtes oder einer Feder wieder zurückgezogen werden, nachdem der Antriebsmechanismus für die Zahnstangen der Dornverlängerung ausgekuppelt ist.
Die Zeichnung zeigt in
Fig. ι einen Längsschnitt, in ,
Fig. 2 einen wagerechten Schnitt, in
Fig. 3 einen Querschnitt, in
Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Dorn mit der Dornstange und ihrer Verlängerung, in
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die hohle Kolbenstange des Dornes, in
Fig. 6 die Dornstange nebst ihrer Verlängerung, in
Fig. 7 den Dorn in Seitenansicht, in
Fig. 8 das Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Zurückziehen des Dornes mittels Federkraft, in
Fig. 9 eine Vorrichtung zum Zurückziehen des Dornes mittels eines Gewichtes, in
Fig. 10 einen wagerechten Schnitt durch die Presse mit vorgeschobenem Dorn, in
Fig. 11 eine obere Ansicht und teilweise einen Schnitt der Vorrichtung nach Fig. 8 in kleinerem Maßstabe. .
Um den Zweck der vorliegenden Erfindung zu erreichen, nämlich den Dorn i beim Vorwärtsgang des Hauptpreßkolbens g zwangläufig und relativ zu diesem mitwandern zu lassen, wodurch die Reibung des Preßgutes auf dem Dorn vermindert und einem Verbiegen, Abbrechen und Einschnüren des Domes vorgebeugt wird, ist der Hauptpreßkolben g mit dem Dorn verbunden, jedoch so, daß die Verbindung leicht gelöst werden kann, um den Dorn unabhängig vom Kolben zurückziehen zu können.
Die Dornstange j geht durch die hohle Kolbenstange k des Hilfspreßkolbens o, die in dem hohlen Hauptpreßkolben g des Hauptpreßzylinders b zentrisch geführt ist. Die Dornstange s ist an ihrer hinteren Verlängerung s1 auf einen kleineren Durchmesser abgedreht und liegt mit ihrem Absatz gegen den Boden der Mutter u, welche auf.das Ende der hohlen Kolbenstange k geschraubt ist. Auf der Verlängerung s1 sind zwei Zahnstangen ζ und z1, deren Zähne versetzt zueinander liegen, angeordnet. Mit diesen stehen zwei fest auf die Welle w aufgekeilte Zahnräder r, r in Eingriff, deren Zähne entsprechend denjenigen der Stangen ζ und z1 ebenfalls versetzt angeordnet sind, um eine ruckweise Bewegung der Dornstange zu verhindern. An den Enden der Welle w sind zwei seitliche Arme ν und v1 befestigt, an welche die Zugstangen q, q greifen, die mit der unteren Kreuzkopfführung p und p1 des Hauptpreßkolbens gekuppelt sind.
Um die Zahnräder aus den Zahnstangen herausheben zu können, sind auf der Welle w in Gehäusen d, d1 zwei durchbohrte Exzenter χ und x1 angeordnet, die durch eine gekröpfte Welle t verbunden sind; die wagerechten Schenkel y und y1 dieser gekröpften Welle sind zur Aufnahme der Zahnradwelle w hohl. An einem Ende der Welle t sitzt ein Kurbelarm j, an welchen eine Zugstange q1 angreift, die mit einem auf der Steuerbühne .S1 gelagerten Hebel B in Verbindung steht. Wird der Hebel nach vorn umgelegt, so drehen sich die Exzenterscheiben nebst der Welle w nach oben, wodurch die Zahnräder r außer Eingriff mit ihren Zahnstangen gebracht werden.
Um den Dorn i nach hinten zurückzuziehen, kann an der Verlängerung s1 desselben ein Gewicht 7 (Fig. 9) wirken, und zwar mittels eines über eine Rolle 8 geführten, mit Haken 10 und 11 versehenen Seiles 9.
In Fig. 8 ist das Gewicht durch eine Feder 1 ersetzt, die sich gegen den Lagerarm 12 und die Stellmuttern 5 und 6 legt. Beim Vorgang des Domes spannt sich die Feder, um bei Ausschaltung der Zahnräder r den Dorn zurückzubewegen. Um den Rückstoß durch die Fed.er zu mildern, ist sowohl auf dem Ende der Dornverlängerung ein Puffer 4 mittels Keiles 14 als auch im Prellbock 15 ein Puffer 2 mittels eines in den Pufferträger geschraubten Bolzens 3 befestigt.
Der Arbeitsvorgang ist folgender:
Nachdem das ungelochte Preßmaterial bei vollständig zurückgezogenem Dorn in die Preßkammer α gebracht ist, wird der Hilfspreßkolben/durch Wasserdruck vorgetrieben, wobei die^ Dornstange s mit dem Dorn i mitgenommen und durch das Preßmaterial zwecks Lochung desselben hindurchgetrieben wird. Sodann läßt man den Dorn unter Einwirkung des Gewichts oder der Feder so weit zurückgehen, daß er noch um einige Millimeter in die Matrize f hineinragt. Die genaue Einstellung kann mit Hilfe der Mutter u erfolgen. Schließlich wird mittels des Hebels B die Antriebsvorrichtung eingeschaltet und der Dorn nebst dem Hauptpreßkolben vorwärts getrieben, wobei der Dorn relativ und zwangläufig mit dem Hauptpreßkolben vorgeht. Ist der Preßvorgang· beendet, so wird die Antriebsvorrichtung des Domes wieder ausgeschaltet, so daß sich der Dorn unter dem Einfluß des Gewichtes oder der Feder wieder zurückbewegen kann.
Sollen Vollkörper gepreßt werden, so wird nach Ausschaltung der Antriebsvorrichtung die Dornstange ί mit dem Dorn i so weit zurückgezogen, daß die Spitze des Dornes mit der Vorderfläche des Preßstempels h abschneidet, worauf eine volle Preßscheibe auf den Preßstempel gesetzt wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Hydraulische Presse zur Herstellung iOo von Rohren und von Stangen aus hohlen oder aus vollen Blöcken nach Patent 167392, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Lochen der vollen Metallbarren dienende, an der den hohlen Hauptpreßkolben (g) und den Hilfspreßkolben (0) durchdringenden Dornstange (s) befestigte Dorn (i), nachdem er beim Pressen von Rohren durch Vortreiben aus dem vollen Block einen Kern ausgestoßen hat, etwas no zurückgezogen wird und beim Vorwärtsgang des Hauptpreßkolbens zwangläufig und relativ zu diesem mitwandert.
  2. 2. Hydraulische Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der nach 115' hinten herausgehenden Verlängerung (s1) der Dornstange (s) zwei gegenseitig versetzte Zahnstangen (z, z1) angeordnet sind, in welche durch Hebel (v, v) mit an der unteren Kreuzkopfführung (p, p) augeordneten Zugstangen (q, q) verbundene Zahnräder (V, r) eingreifen, zum Zwecke,
    den relativen Vorschub des Domes (i) zwangläufig herbeizuführen.
  3. 3. Hydraulische Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Verlängerung (s1) der Dornstange (s) ein Gewicht (7) oder eine Feder (1) angeordnet ist, welche die Dornstange (s) mit dem Dorn (i) nach vollendeter Pressung zurückzieht, sobald das Zahnrad (r) aus den Zahnstangen . (z und z1) mittels des Hebels (B) herausgehoben wird, wobei das Gewicht (7) oder die Feder (1) frei wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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