DE186227C - - Google Patents

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DE186227C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/06Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in pot furnaces
    • C03B5/08Glass-melting pots

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

TÄTS&Rt*
KLASSE 32«. GRUPPE 2.
HENNING & WREDE in DRESDEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. September 1906 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die Einrichtung von Glashäfen zum ununterbrochenen Schmelzen, Läutern und Ausarbeiten von Glas.
Es sind dreiteilige Häfen bekannt, in denen stetig das Schmelzen des Gemenges, das Läutern und das Ausarbeiten des Glases vorgenommen wird und deren Arbeitsraum oder auch Arbeits- und Läuterräume gedeckt sind.
ίο Derartige Häfen haben jedoch den unvermeidlichen Übelstand, daß durch die Scha- * mottekappen das Eindringen der Wärme in das Hafeninnere erschwert wird, wodurch die Läuterung des Glases nur langsam vonstatten geht. Durch diese Verzögerung in der Läuterung wird bei lebhafter Ausarbeitung und dementsprechendem Nachschmelzen ungeläutertes Glas häufig in den Arbeitsraum gelangen und die Glasverarbeitung stören, und
das um so leichter, als die öffnungen, welche aus der Schmelzkammer in die mittlere, die Läuterkammer, und aus dieser in die Arbeitskammer führen, sich nahe dem Boden befinden.
Zur Vermeidung dieses Ubelstandes ist der nahe dem Boden mit einem Ein- und einem Auslaß für geschmolzenes Glas versehene Läuterraum des Hafens nach der Erfindung mit einer Trennungswand versehen, welche bis wenig unter den Glasspiegel reicht und das im Schmelzraum erschmolzene Glas zwingt, im Läuterraum aufzusteigen, dann über die Wand zu fließen und sich auf der anderen Seite der Wand wieder abwärts zu bewegen, ehe es in den Arbeitsraum gelangt. Durch diese Trennungswand im Läuterraum wird das in der ersten Hälfte des Läuterraumes bereits vorgeläuterte Glas gezwungen, an die Oberfläche der Schmelze zu steigen und hierdurch besonders wirksam geläutert. Es wird also bei schneller Ausarbeitung und entsprechendem Nachschmelzen der Übertritt ungeläuterten Glases vom Schmelzraum in den Arbeitsraum vermieden, und durch das längere Verweilen des Glases im Läuterraum wird ein ^feines, bestgeläutertes Glas erzielt. Bei einem bekannten dreikammerigen Hafen, bei welchem zwischen dem Schmelz-· Und dem Läuterraum ein enger Kanal eingeschaltet ist, welcher das Glas vom Boden des ^Schmelzraumes an die Oberfläche des Läuterraumes führt, kann in diesem Kanal ein Vorläutern des Glases nicht stattfinden, weil das Glas darin nicht lange genug verweilen kann. Das Glas kann also nicht so rein werden, wie bei dem der Erfindung entsprechenden Hafen.
Unter Beibehaltung des Vorteiles der gedeckten Häfen — nämlich Ermöglichung der Schmelze ohne unmittelbare Einwirkung der Flamme auf das Glas zur Herstellung feinster Glassorten — wird an dem Hafen nach vorliegender Erfindung der Nachteil der Schamotteabdeckungen dadurch behoben, daß Abdeckungen aus Karborundum vorgesehen sind, welches eine fünf- bis sechsmal größere Wärmezuführung ergibt als Schamotte, und deshalb eine schnellere und gründliche Läuterung der Schmelze gewährleistet. Hierbei
kann es erwünscht sein, den Arbeitsraum mit einer weniger wärmedurchlässigen Decke zu , versehen, um in diesem weniger heißen Räume ein zum Verarbeiten genügend zähflüssiges Glas zu erhalten.
' Auf der Zeichnung ist beispielsweise ein ganz gedeckter Hafen nach vorliegender Erfindung zur Anschauung gebracht.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt nach der ■ίο Linie A-A der Fig. 2.
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt nach der Linie B-B der Fig. i.
Der Hafen besteht aus dem Schmelzraum a, dem Läuterraum b und dem Arbeitsraum c. Diese drei Räume sind durch Zwischenwände geteilt, welche unten mit Durchtrittsöffnungen g und h versehen sind. Der Läuterraum b ist durch eine Wand d ohne Öffnungen geteilt, welche bis wenig unter den Glasspiegel reicht. Der Schmelzraum α ist durch die Kappe ax mit Einlegeöffnung e, und der Läuterraum b durch die Kappe bj gedeckt. Den Arbeitsraum c deckt die Kappe C1, welche mit der Arbeitsöffnung f versehen. ist.
Das Gemenge wird durch die Öffnung e in den Schmelzraum α eingelegt. Das erschmolzene Glas tritt in dem Maße, wie es durch die Arbeitsöffnung f aus dem Arbeitsraum c ausgearbeitet wird, durch die Durchtrittsöffnung g in den Läuterraum b ein, steigt in demselben auf, fließt über die Trennungswand d und bewegt sich wieder abwärts, um gut geläutert durch die Durchtrittsöffnung h in den Arbeitsraum c zu gelangen und verarbeitet zu werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Hafen zum stetigen Schmelzen, Läutern und Ausarbeiten von Glas mit drei aneinandergereihten, nahe dem Boden zusammenhängenden Kammern, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere (Läuter-) Kammer (b) mit einer vom Boden bis wenig unter den Glasspiegel reichenden Trennungswand (d) versehen ist.
  2. 2. Ganz oder teilweise gedeckter Hafen nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Abdeckung aus Karborundum.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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