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Amo Kette Hamburg-Bergedorf Möllerskamp 10 Behälter aus Kunststoff
oder-verstärktem
Die Neuerung betrifft einen durch Füße bodenfrei gehaltenen Behälter aus Kunststoff
oder verstärktem Kunststoff.
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Behälter der angegebenen Art sind bekannt und werden seit geraumer
Zeit insbesondere im Rahmen der Lebensmittelindustrie in großem Umfange verwendet.
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Sowohl die fortlaufende Technisierung gerade auch der Lebensmittelbranche,
speziell im Fleisch-und Wurstwarensektor, als auch die Hygienevorschriften der neuen
Lebensmittelgesetze lassen den Bedarf nach derartigen Behältern immer weiter ansteigen.
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Die bisher im Gebrauch befindlichen Behälter bestehen vorzugsweise
aus glasfiberverstärktem Polyester.
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Bei diesem Material ist auf eine mittlere von Polyester durchsetzte
Glasfiberschicht unterschiedlicher Struktur beiderseits eine Schicht aus reinem
Polyester aufgelegt. Diese Verbindung von Polyester und Glasfiberschicht gibt den
Behältern bei erstaunlich leichtem Gewicht eine außerordentlich große Festigkeit.
Es wird jedoch hervorgehoben, daß der Gegenstand der Neuerung auch im Zusammenhang
ähnlicher Materialien Verwendung finden kann.
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Bei der Verwendung der angegebenen Behälter ist die Bo-denfreiheit
von außerordentlichem Interesse, Einmal möchte man in derartigen Lebensmittelfabriken
aus hygienischen Gründen den Boden der Arbeitsräume rasch und gründlich säubern
können ; zum anderen sind die Behälter auch in gefülltem oder leerem Zustand innerhalb
des Betriebes zu kurzen Transporten bestimmt, weshalb zum Untergreifen mit Hilfe
eines Gabelstaplers oder eines Hubwagens ein Abstand des Behälterbodens vom Fußboden
erforderlich
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Die bisher an den genannten Behältern vorgesehenen vier Füße werden
in verschiedenen Ausführungsformen hergestellt. Die eine besteht aus je einem vollständigen
Fuß, beispielsweise in Form eines Kegelstumpfes, der nach Herstellung des Behälters
an diesen angeplastet wird. Die zweite umfaßt je einen anzuplastenden warzenartigen
Ansatz, der mit je einem Gewinde zur Aufnahme eines Abstützbolzens versehen ist.
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Bekannt ist auch eine Abstützung über eine Metall-, vorzugsweise
Eisenplattet die mit einem Eisenfuß oder einer Laufrolle verbunden ist oder verbunden
werden kann und die über vorzugsweise je vier in den Boden des Behälters eingeplastete
Schraubbolzen an dem Behälter befestigt
Damit ist einmal der Nachteil gegeben, daß die verschiedenen Aufstellungsmöglichkeiten,
d. h. mit oder ohne Abstützbolzen bzw. Laufrolle, nur durch Herstellung vierschiedener
Fußstücke erreicht werden kann. Insbesondere die verschiedenen Ansatzstücke aus
dem Behältermaterial
erfordern zwei verschiedene Herstellungsgußformen,
wodurch sich der Preis wesentlich erhöht. Andererseits gibt die Verbindung zwischen
der Metallplatte und dem Behälterboden über die vier Bolzen offensichtlich aus belastungstechnischen
Gründen zu beanstandungen wegen auftretender Mängel im Bereich der Verbindungen
Anlaß. Bei dieser Abstützungart sind Risse und Brüche im Behälterboden aufgetreten.
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Ein weiterer Nachteil der bisher gezeigten Behälter der angegebenen
Art liegt darin, daß sich im Gebrauch verhältnismäßig rasch Haarrisse ausbilden,
Das Auftreten der Haarrisse wird an ganz bestimmten charakteristischen Linien beobachtet,
und zwar einmal entlang der veetikalen Kanten an der Innenseite des Behälters und
zum anderen entlang der inneren Ansatzlinie des oberen, nach außen gebogenen Seitenwandrandesj,
Das Auftreten dieser Haarrisse ist außerordentlich unerwünscht und auch gefährlich,
da einmal durch die in den Behälter aufgenommenen Substanzen das unter der oberen
Deckschicht befindliche Material der Behälterwandung angegriffen und die Lebensdauer
des Behälters verkürzt wird und zum anderen die Gefahr besteht, daß sich in diesen
Haarrissen Bakterien festsetzen und die für eine Verwendung in der Lebensmittelindustrie
erforderlichen physiologischen Voraussetzungen der Behälter nicht mehr erfüllt sind.
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Die Ursache der Haarrissbildung ist in erster Linie darin zu suchen,
daß sich das Bedienungspersonal zum Einlegen oder Entnehmen zu behandelnder Waren
notgedrungen an den Seitenwänden bzw. an dem oberen Rand abstützt. Insbesondere
wenn man sich tief in den Behälter hineinbeugen muß, ist eine Belastung der Seitenwand
mit einer gewissen
Verformung nicht zu vermeiden. Dabei spielt auch
zweifellos die Aufstellung des Behälters auf Füßen eine Rolle, da sie durch ihre
lediglich in vier Punkten gegebene Abstufung im Gegensatz zu einer vollflächigen
Auflage den Behälter stärker beansprucht. Bei der Verformung werden die genannten
Linien zweifellos am meisten beansprucht, wobei noch zu bedenken ist, daß die oberen
Ränder der bisherigen Behälter nahezu rechtwinklig von den Seitenwänden abstehen,
Demgemäß liegt der vorliegenden Neuerung die Aufgabe zugrunde, einen Behälter der
angegebenen Art zu schaffen, der bei billigerer Herstellung im Gebrauch vielseitiger
und sicherer ist und eine längere Lebensdauer aufweist, Diese Aufgabe wird gemäß
der vorliegenden Neuerung dadurch gelöst, daß die Füße, die mit je einer an der
Unterseite des Behälters anzubringenden Platte einstückig ausgebildet sind, in dessen
oberem Teil ein auch die Platte durchsetzendes Gewinde eingearbeitet ist.
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Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, den Behälter unter Kostenersparnis
für vielseitigeren Gebrauch herzu-
| stellen, Des weiteren ist durch die Vermeidung der Bol- |
| zenverbindung eine mißliche Fehlerqueöle beseitigt. Der |
| er |
| Behälter kann zunächst ohne Rücksicht darauf, ob/später |
| mit oder ohne Laufrollen aufgestellt werden soll, mit |
| ein und derselben Fußplatte versehen werden und evtl. |
sogar erst am Gebrauchsort kann durch Abtrennen, beispiels weise Absägen, des unteren
Teiles des Hauptkörpers das darin befindliche Gewinde zum Einschrauben entweder
eines verstellbaren Abstützbolzens oder aber einer Gleitrolle
freigemacht
werden. Im ursprünglichen Zustand stellt der Behälterfuß dagegen eine normale Abstützung
ohne Gleitrolle dar.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Neuerung hat der Hauptkörper der
Füße die Form eines sich nach unten verjüngenden Kegelstumpfes. Diese Form ist bei
der Verwendung von Gußformen besonders einfach.
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Es ist auch möglich, anstelle eines eine Gleitrolle tragenden Schraubbolzens
eine einfache Gewindehülse einzuschrauben, die ihrerseits zur Aufnahme eines Steckzapfens
geeignet ist. In eine derartige Hülse lassen sich dann mit Gleitrollen versehene
Steckzapfen einführen, die sich innerhalb der Hülse drehen und außerordentlich leicht
von nur einer Person im Gegensatz zu dem Einschrauben der Schraubbolzen angebracht
werden können, Gemäß einem weiteren Merkmal der Neuerung sind die Seitenwände des
Behälters im Bereich der vertikalen Kante verdickt, wobei die Verdickung etwa die
doppelte normale Wandstärke ausmacht. Durch diese Verdickung in dem während des
Gebrauches offensichtlich am stärksten beanspruchten Bereich wird die Bildung der
Haarrisse wirksam verhindert.
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Die Verdickung geht von den Wandflächen kommend allmählich vor sich,
d. h. sie reicht von der Kante aus gesehen ein gewisses Stück in die Wandungen hinein.
Zur Beseitigung der Haarrissbildung entlang des oberen Randes des Behälters ist
dieser Rand mit konstantem Krümmungsradius nach außen umgebogen. Durch die entlang
eines Kreisbogens
verlaufende Randform werden die Belastungen, die
auf den Rand ausgeübt werden, maximal von der Seitenwand angefangen. Es können so
keine Spannungsüberlastungen in einem zum Behälterinneren gerichteten Randbereich
auftreten.
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Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen.
Es stellt dar : Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Behältern gemäß der
Neuerung, Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform
des Behälterfußes, Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer mit einem Schraubbolzen
versehenen Gleitrolle, Fig. 4 eine in das Fußgewinde einschraubbare Schraubhülse,
Fig. 5 einen Horizontalschnitt durch eine vertikale Behälterkante, Fig. 6 einen
Vertikalschnitt durch den oberen Behälterrand.
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Der in Fig. 1 dargestellte Behälter 1 ist vorzugsweise rechteckig,
gelegentlich auch quadratisch im Grundriß und weist im Bereich der vier Grundrißecken
Füße 2 auf. Die Seitenwände 4 und 6 des Behälters 1 streben nach oben leicht auseinander.
Der Behälter besteht vorzugsweise aus glasfiberverstärktem Polyester. Der in Fig.
2 dargestellte Fuß umfaßt eine Ansatzplatte 8, an der der Hauptkörper 10 einstückig
ansitzt. Die Platte 8 ist vorzugsweise rechteckig und der Hauptkörper 10 ist zentrisch
zu ihr ausgerichtet.
Er bsteht aus einem sich nach unten verjüngenden
Kegelstumpf, der von einer Auflagerfläche 12 begrenzt wird.
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Der obere Teil des Hauptkörpers 10 ist mit einem konzentrisch zu dem
Kegelstumpf verlaufenden Innengewinde 14 versehen, das auch durch die Platte 8 hindurchreicht
Auch der Fuß besteht vorzugsweise aus fiberverstärktem Polyester.
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Der Fuß wird fabrikmäßig an den Behälter angesetzt und der Käufer
kann sich später entscheiden, ob er den Behälter ohne oder mit Laufrolle oder höhenverstellbarem
Abstützbolzen verwenden will. Im ersten Falle bleibt der Fuß wie er ist, im zweiten
wird der untere Teil des Hauptkörpers 10, der nicht vom Innengewinde 14 durchsetzt
ist, einfach abgetrennt beispielsweise abgesägt, und eine Laufrolle oder ein höhenverstellbarer
Abstützbolzen eingeschraubt, Eine derartige Laufrolle ist beispielsweise in Fig.
3 wiedergegeben. Ein Schraubbolzen 16, dessen Gewinde dem Innengewinde 14 angepaßt
ist, sitzt auf einem Rollenbügel 18, in dem eine vorzugsweise selbstschmierende
Kunststoffrolle 20 drehbar gelagert ist. Zwischen dem Bügel 18 und dem Schaubbolzen
16 kann noch in üblicher Weise ein Kugellager angeordnet sein, so daß der Behälter
sowohl mit Bockals auch Lenkrollen ausgestattet werden kann.
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Mit Hilfe der in Fig. 4 dargestellten Schraubhülse 24 können die
Behälter auch rasch und ohne große Mühe für einen vorübergehenden Transport mit
Laufrollen versehen werden. Die Schraubhülse 24 ist mit einem Außengewinde 22 versehen,
das in das Innengewinde 14 des Fußes paßt. Werden derartige Schraubhülse 24 anstelle
von höhenverstellbaren
Abstützbolzen in die Füße eingeschraubt,
so lassen sich dann leicht mit Steckzapfen versehene Laufrollen in das Innere der
Schraubhülse 24 einstecken. Dieser Vorgang ist dann ohne Schwierigkeit von einer
Person ausführbar, da lediglich der Behälter etwas angehoben werden muß. Die Fußform
als solche ist auch in diesem Falle die gleiche.
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Nach dem vorübergehenden Standortwechsel können die Laufrollen wieder
entfernt und die Schraubhülse 24 wieder gegen Abstützbolzen ausgetauscht werden
; die Behälter können jedoch auch auf den mit den Schraubhülsen versehenen Hauptkörpern
der Füße abgestützt werden, Aus Fig. 5 ist die Verdickung der Vertikalkanten des
| Behälters 1 zu entnehmen. Der Bereich, in dem die Seiten- |
| wände 4 und 6 über die Rundung 26 ineinander übergehen, |
| allmählich |
| ist/vorzugsweise bis auf das Doppelte der Seitenwandstärke |
| verdickt. |
| Fig. 6 zeigt die neuerungsgemäß vorgesehene Querschnitts- |
form des oberen Wandrandes. Der nach außen gebogene Rand 28 ist unter konstantem
Krümmungsradius nach außen umgebogen.
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Das dargestellte Ausführungsbeispiel stellt keine Beschränkung dar
; die Form des Fußhauptkorpers kann auch von der angegebenen Kegelstumpfform abweichen.
Auch kann die Form der Platte 8 beliebig abgewandelt werden. Das Ausmaß der Verdickung
der vertikalen Behälterkanten läßt sich ebenfalls ändern.