DE181709C - - Google Patents

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DE181709C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J5/00Auxiliaries for producing special effects on stages, or in circuses or arenas
    • A63J5/02Arrangements for making stage effects; Auxiliary stage appliances
    • A63J5/023Arrangements for making stage effects; Auxiliary stage appliances for making fire and flame simulations

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  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
u 181709 KLASSE 77g. GRUPPE
KURT PREISS in CHARLOTTENBURG.
Künstlicher Kamin. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. September 1905 ab.
Die Erfindung hat einen künstlichen Kamin zum Gegenstande, der selbständig oder an einem wirklichen Ofen verwendet werden kann.
Ein hölzernes oder metallenes Gehäuse a von geeigneten Abmessungen erhält in der Form das Aussehen eines Kamins, insbesondere in der Ausgestaltung der in der vorderen Wand befindlichen beiden großen
ίο Öffnungen.
In der Höhe von etwa 15 cm über dem Boden, zwischen der oberen, die Kaminöffnung, und der unteren, den Aschekasten darstellenden Öffnung c liegt wagerecht im Gehäuse α ein Rost g aus Holz- oder Metallstäben, der die ganze Breite des Gehäuses ausfüllt. Vom hinteren Rande des Rostes erstreckt sich in schräg nach unten geneigter Ebene bis an den unteren vorderen
ao Rand des Gehäuses eine gewellte, spiegelnde Fläche h (Spiegelglas oder poliertes Blech). Auf dem Roste nun lagern in ähnlicher Weise wie bei bekannten künstlichen Kaminen bunt durcheinander und in einem von vorn nach hinten ansteigenden Häuf en i i i aufgeschichtet: mit dunkelrotem und gelbem Seidenpapier umwickelte Holzscheite von 1 bis 2 cm Querschnitt, mit rotem und gelbem Stanniol (Zinnfolie) umwickelte, möglichst unregelmäßig geformte, wallnuß- bis apfelgroße Koksstückchen und locker zusammengeballte Lametta (Christbaumschmuck, Engelshaar).
Während nun bei bekannten künstlichen Kaminen das nachgeahmte Brennmaterial von vorn und durch dazwischen angebrachte Flammen beleuchtet wird, fällt beim Gegenstande der Erfindung über die ganz locker geschichteten Bestandteile, die das Brennmaterial darstellen, aus einer am Gesims in der Höhe des Rostes angebrachten Seitenkulisse b das durch eine farbige Glasscheibe e purpurrot gefärbte Licht einer Lampe d, die vollständig versteckt in der Seitenkulisse b steht. Sofort glühen die Koksstückchen, in deren hunderten von rotglänzenden Facetten sich das Licht spiegelt, dunkelrot und gelb auf, ebenso gibt die Lametta eine Fülle von hellroten Reflexen, während die mit Seidenpapier umhüllten Holzstückchen hellrot auf zuflammen scheinen. Die Illusion wird vervollständigt durch einige Öllichte k, die inmitten des aufgeschichteten Haufens mit wirklicher Flamme brennen. Diese öllichte sind in kleinen Gläsern k aus rotem und gelbem, geripptem Glase oder sonstigem Glase mit unebener Oberfläche untergebracht. Sie enthalten nur so viel öl, daß das Licht etwa ι cm über dem Boden des Glases schwimmt. Durch die Unregelmäßigkeiten des Glases wird erzielt, daß die kleine Lichtflamme weit auseinandergezogen erscheint und unbestimmte Umrisse erhält, durch das Brennen der Flamme in der Tiefe des Glases, daß die hineinstürzende Luft die Flämmchen zu starkem Flackern bringt. Da das Auge des Betrachters von den unter dem aufgeschichteten Haufen verborgenen
Gläsern nichts sieht, so überträgt die Phantasie die durch die Lücken des Haufens hindurch allein sichtbare, unbestimmte und flackernde Flamme auf die Holzscheite, und es entsteht der Eindruck, als wenn diese tatsächlich brennen. An Stelle der öllichte können auch kleine Gasschnittbrenner verwendet werden, die in unten geschlossenen Glaszylindern brennen. Die unter dem Rost befindliche
ίο gewellte, spiegelnde Fläche reflektiert und zieht die nach unten durch den Rost fallenden direkten Strahlen und Reflexe auseinander und erweckt die Vorstellung eines Aschekastens mit hineingefallenen glimmernden Kohlestückchen.
Das Ganze bringt die Täuschung eines Kamins vollkommen zustande. Es kann selbständig oder als Dekoration eines Gasoder elektrischen Ofens benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ao
    Künstlicher Kamin, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Kaminöffnung auf einem einen Rost darstellenden Gitter (g) mit roter und gelber Zinnfolie umwickelte Koksstückchen und mit rotem und gelbem Seidenpapier umhüllte Holzstücke aufgeschichtet sind, auf und zwischen denen Ballen und Fäden von Lametta zerstreut liegen und Becher (k) aus unebenem Glase mit an ihrem Boden brennenden offenen Flämmchen aufgestellt sind, während unter dem Roste hinter der Aschekastenöffnung (c) -eine schräg nach vorn abfallende, spiegelnde Fläche (h) angebracht ist und das Ganze durch das von einer Seite einfallende Licht einer Lampe (d) oder dergl. beleuchtet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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