DE1810373C3 - Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens von Blechen, Bändern, Drähten u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens von Blechen, Bändern, Drähten u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen

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DE1810373C3
DE1810373C3 DE19681810373 DE1810373A DE1810373C3 DE 1810373 C3 DE1810373 C3 DE 1810373C3 DE 19681810373 DE19681810373 DE 19681810373 DE 1810373 A DE1810373 A DE 1810373A DE 1810373 C3 DE1810373 C3 DE 1810373C3
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Willi Daniel
Karl-August Kennepohl
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KM Kabelmetal AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F15/00Other methods of preventing corrosion or incrustation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhin- 35 merkbarer Film erzeugt, der das Anlaufen des Gutes derung des Anlaufens von Bändern, Blechen, Dräh- wesentlich, d. h. bis zu einigen Monaten, hinausten u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen, die in zögert, ohne daß die Weiterverarbeitung des auf einem Ofen unter Schutzgas auf Glühtemperatur ge- diese Weise behandelten Gutes, sei es das Schweißen bracht und nach dem Glühvorgang weiterbehandelt oder Löten, in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist. werden. 40 Darüber hinaus schützt der auf dem metallischen
Bei der Herstellung von metallischem Gut, insbe- Gut befindliche Film die Oberfläche des Gutes vor sondere Bändern, Blechen, Drähten u. dgl., ist es oft Kratzern und Riefen, die sich beispielsweise dann ererforderlich, daß nach dem Zieh- oder Walzprozeß geben, wenn geglühte Bleche übereinandergeschichein Glühen nachgeschaltet wird, das die bei der Be- tet gelagert werden sollen. Ferner werden hierdurch arbeitung des Gutes auftretenden Änderungen des 45 die bei Deformation eines Ringes aus einem gewik-Kristallgefüges wieder rückgängig macht. Hierbei kelten Metallband durch die Relativbewegung der wird das metallische Gut beispielsweise in an sich einzelnen Lagen zueinander auftretenden Stauchstelbekannten Durchlaufofen auf die erforderliche Glüh- len im Band verhindert.
temperatur gebracht, die bei Kupfer etwa 600° C be- Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah-
trägt, und anschließend abgekühlt. Der Glühvorgang 5o rens hat sich als besonders vorteilhaft eine Anordläuft in der Regel unter Sauerstoffabschluß ab, um nung erwiesen, die aus einem unter Schutzgas betrieeine Oxydation zu verhindern. benen Durchlaufglühofen besteht. Bei diesem Durch-
Handelt es sich bei dem metallischen Gut, das dem laufglühofen ist vorteilhafterweise das in Durchlauf-Glühprozeß unterworfen wird, um Bänder, Bleche richtung hintere Ende des Ofens durch eine die usw. aus Kupfer oder Kupferlegierungen, dann treten 55 Emulsion enthaltende sogenannte Wassertasse abge-Schwitrigkeiten insofern auf, als das geglühte und schlossen, die ein unmittelbares Einführen des Gutes :'.-·$£■ anschließend abgeschreckte Material nach einiger nach dem Glühen aus der Ofenatmosphäre in die
Ze»t wieder anläuft. Dieses Anlaufen des metalli- Emulsion gestattet, und in Durchlauf richtung gesehen sehen Gutes hat man beispielsweise dadurch zu be- hinter der Wassertasse ein Tauch- und/oder Brauseseitigen versucht, daß im Anschluß an das Abkühlen 60 wasserbad vorgesehen. Die Verhinderung des Andas metallische Gut eine Beizvorrichtung durchläuft. laufens der Bänder ist hierdurch auf besonders ein-Diese Maßnahme führte jedoch nicht zum gewünsch- fache Weise gelöst.
ten Erfolg, da die durch die Beize hervorgerufene er- Die Erfindung sei an Hand des in der Figur als
höhte Oberflächenempfindlichkeit das Gut schon oft Ausführungsbeispiel von Kupferbändern dargestellnach kürzester Zeit wieder anlaufen läßt. 65 ten Weichglühens näher erläutert. Mittels der auf
Es ist bereits ein Verfahren zum Behandeln von dem Ofentisch 1 angebrachten Förderrollen 2 wird Metallbänder bekannt, bei dem die Metallbänder das zu glühende Kupferblech 3 in Pfeilrichtung in zunächst gebeizt, anschließend in einem Wasserbad den Glühofen 4 eingeführt. Um eine Oxydation des
zu glühenden Kupferbleches 3 in dem Glühofen 4 zu verhindern, läuft der Glühvorgang unter Schutzgasatmosphäre ab. Das in Durchlaufrichtung hintere Ende des Glühofens 4 ist durch die Wassertasse 5 in bekannter Weise abgeschlossen, die in Durchführung der Erfindung mit einer Öl in fein verteilter Form enthaltenden Emulsion 6 gefüllt ist. Diese. Abschluß des Glühofens durch die die Emulsion enthaltende Wassertasse gestattet es, daß das gestrichelt angedeutete Blech 3 aus dem Ofen unmittelbar unter Luftabschluß aus der Ofenatmosphäre in die Emulsion einlaufen kann. Durch geeignete, an sich bekannte Fördermittel wird dann das in der Emulsion abgeschreckte und mit dem Film überzogene oder bedeckte Blech aus der Wassertasse herausgeführt und durch das Brausebad 7 geleitet, das beispielsweise aus den oberhalb und unterhalb des durchlaufenden Bleches angeordneten Brausen 8 besteht. Diese Brausen haben die Aufgabe, Emulsionsreste, die auf dem Blech zusammengelaufen sind, zu entfernen.
Anschließend wird das so besprühte Blech durch die umlaufenden Quetschwalzen 9 geführt, die mit einem Gummipolster 10 ausgerüstet sind, um so die restliche Flüssigkeit, d.h. das aufgesprühte Wasser, vom Blech zu entfernen. Die endgültige Trocknung des Bleches 3 erfolgt in der Trocknungskammer 11,
ίο die z. B. mit einem trockenen Warmluftstrom beaufschlagt wird. Das nach dem Durchlauf auf dem Arbeitstisch 12 angelangte Gut wird dann von diesem abgenommen und in einem Stapel übereinander-• geschichtet. Dabei ergibt sich noch der besondere Vorteil, daß der in der Emulsion aufgebrachte dünne Film die Oberfläche der Bleche beim Stapeln vor Kratzern, Riefen u. dgl. schützt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

von der Beizflüssigkeit befreit, sodann in ein Wasser-Patentansprüche: bad eingebracht, das 2 «/» eines mit Wasser mischbaren Öles enthält, und anschließend eingeölt werden.
1. Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens Derartige Bänder sind über Jahre hinaus gegen von Bändern, Blechen, Drähten u.dgl. aus Kup- 5 Anlaufen geschützt, aber die relativ dicke Ölschicht fer oder Kupferlegierungen, die in einem Ofen wirkt sich bei der Verpackung und beim Transport unter Schutzgas auf Glühtemperatur gebracht nachteilig aus. Sollen derartige Bänder beispielsweise und nach dem Glühvorgang weiterbehandelt wer- zu Rohren verschweißt werden, stört die dicke ölden, dadurch gekennzeichnet daß die schicht und muß notgedrungen vorher entfernt wer-Bänder, Bleche, Drähte usw. unmittelbar nach io den (britische Patentschrift 507 692).
dem Verlassen des Ofens unter Schutzgas in eine Es ist weiterhin ein Verfahren zur Verhinderung
öl in feinverteilter, einen hauchdünnen Film auf des Röstens von Gegenständen aus Eisen bekanntge-
der Oberfläche des Gutes hinterlassender Form worden, bei dem diese Gegenstände mit einer Was-
enthaltende Emulsion eingebracht und anschrie- ser-Öl-Emulsion besprüht werden, der auf 1001 Wasßend durch ein Tauch- und/oder Braasewasser- 15 ser 41 Öl zugegeben sind. Für dieses Verfahren gel-
bad geleitet werden. ten analog die oben erwähnten Nachteile (französi-
2. Anordnung zur Durchführung des Verfah- sches Patent 404 847).
rens nach Anspruch 1, bestehend aus einem unter Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Schutzgas betriebenen Durchlaufglühofen, da- Verfahren anzugeben, mit dem es möglich ist, metaldurch gekennzeichnet, daß das in Durchlaufrich- 20 lisches Gut aus Kupfer oder Kupferlegierungen über rung hintere Ende des Ofens (4) durch eine die längere Zeit mit einem Anlaufschutz zu versehen, Emulsion (6) enthaltende sogenannte Wassertasse ohne daß die nachfolgenden Verarbeitungsstufen, (5) abgeschlossen ist, die ein unmittelbares Ein- wie Verpackung, Transport, Verschweißen, Löten führen des Gutes (3) nach dem Glühen aus der od. dgl., beeinflußt werden.
, Ofenatmosphäre in die Emulsion (6) gestattet, 25 Die?« Aufgabe wird dadurch gelöst, daß gemäß und in Durchlaufrichtung gesehen hinter der der Erfindung bei einem Verfahren der eingangs er-Wassertasse (5) ein Tauch- und/oder Brausewas- wähnten Art die Bänder, Bleche, Drähte usw. unmitserbad (8) vorgesehen ist. telbar nach dem Verlassen des Ofens unter Schutzgas
in eine öl in feinverteilter, einen hauchdünnen Film 30 auf der Oberfläche des Gutes hinterlassender Form
enthaltende Emulsion eingebracht und anschließend
durch ein Tauch- oder Brausewasserbad geleitet werden. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird auf der Oberfläche des metallischen Gutes ein un-
DE19681810373 1968-11-22 1968-11-22 Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens von Blechen, Bändern, Drähten u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen Expired DE1810373C3 (de)

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C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977