DE1810373C3 - Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens von Blechen, Bändern, Drähten u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens von Blechen, Bändern, Drähten u. dgl. aus Kupfer oder KupferlegierungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhin- 35 merkbarer Film erzeugt, der das Anlaufen des Gutes
derung des Anlaufens von Bändern, Blechen, Dräh- wesentlich, d. h. bis zu einigen Monaten, hinausten
u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen, die in zögert, ohne daß die Weiterverarbeitung des auf
einem Ofen unter Schutzgas auf Glühtemperatur ge- diese Weise behandelten Gutes, sei es das Schweißen
bracht und nach dem Glühvorgang weiterbehandelt oder Löten, in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist.
werden. 40 Darüber hinaus schützt der auf dem metallischen
Bei der Herstellung von metallischem Gut, insbe- Gut befindliche Film die Oberfläche des Gutes vor
sondere Bändern, Blechen, Drähten u. dgl., ist es oft Kratzern und Riefen, die sich beispielsweise dann ererforderlich,
daß nach dem Zieh- oder Walzprozeß geben, wenn geglühte Bleche übereinandergeschichein
Glühen nachgeschaltet wird, das die bei der Be- tet gelagert werden sollen. Ferner werden hierdurch
arbeitung des Gutes auftretenden Änderungen des 45 die bei Deformation eines Ringes aus einem gewik-Kristallgefüges
wieder rückgängig macht. Hierbei kelten Metallband durch die Relativbewegung der
wird das metallische Gut beispielsweise in an sich einzelnen Lagen zueinander auftretenden Stauchstelbekannten
Durchlaufofen auf die erforderliche Glüh- len im Band verhindert.
temperatur gebracht, die bei Kupfer etwa 600° C be- Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah-
trägt, und anschließend abgekühlt. Der Glühvorgang 5o rens hat sich als besonders vorteilhaft eine Anordläuft
in der Regel unter Sauerstoffabschluß ab, um nung erwiesen, die aus einem unter Schutzgas betrieeine
Oxydation zu verhindern. benen Durchlaufglühofen besteht. Bei diesem Durch-
Handelt es sich bei dem metallischen Gut, das dem laufglühofen ist vorteilhafterweise das in Durchlauf-Glühprozeß
unterworfen wird, um Bänder, Bleche richtung hintere Ende des Ofens durch eine die
usw. aus Kupfer oder Kupferlegierungen, dann treten 55 Emulsion enthaltende sogenannte Wassertasse abge-Schwitrigkeiten
insofern auf, als das geglühte und schlossen, die ein unmittelbares Einführen des Gutes
:'.-·$£■ anschließend abgeschreckte Material nach einiger nach dem Glühen aus der Ofenatmosphäre in die
Ze»t wieder anläuft. Dieses Anlaufen des metalli- Emulsion gestattet, und in Durchlauf richtung gesehen
sehen Gutes hat man beispielsweise dadurch zu be- hinter der Wassertasse ein Tauch- und/oder Brauseseitigen
versucht, daß im Anschluß an das Abkühlen 60 wasserbad vorgesehen. Die Verhinderung des Andas
metallische Gut eine Beizvorrichtung durchläuft. laufens der Bänder ist hierdurch auf besonders ein-Diese
Maßnahme führte jedoch nicht zum gewünsch- fache Weise gelöst.
ten Erfolg, da die durch die Beize hervorgerufene er- Die Erfindung sei an Hand des in der Figur als
höhte Oberflächenempfindlichkeit das Gut schon oft Ausführungsbeispiel von Kupferbändern dargestellnach
kürzester Zeit wieder anlaufen läßt. 65 ten Weichglühens näher erläutert. Mittels der auf
Es ist bereits ein Verfahren zum Behandeln von dem Ofentisch 1 angebrachten Förderrollen 2 wird
Metallbänder bekannt, bei dem die Metallbänder das zu glühende Kupferblech 3 in Pfeilrichtung in
zunächst gebeizt, anschließend in einem Wasserbad den Glühofen 4 eingeführt. Um eine Oxydation des
zu glühenden Kupferbleches 3 in dem Glühofen 4 zu
verhindern, läuft der Glühvorgang unter Schutzgasatmosphäre ab. Das in Durchlaufrichtung hintere Ende
des Glühofens 4 ist durch die Wassertasse 5 in bekannter Weise abgeschlossen, die in Durchführung
der Erfindung mit einer Öl in fein verteilter Form enthaltenden Emulsion 6 gefüllt ist. Diese. Abschluß
des Glühofens durch die die Emulsion enthaltende Wassertasse gestattet es, daß das gestrichelt angedeutete
Blech 3 aus dem Ofen unmittelbar unter Luftabschluß aus der Ofenatmosphäre in die Emulsion einlaufen
kann. Durch geeignete, an sich bekannte Fördermittel wird dann das in der Emulsion abgeschreckte
und mit dem Film überzogene oder bedeckte Blech aus der Wassertasse herausgeführt und durch
das Brausebad 7 geleitet, das beispielsweise aus den oberhalb und unterhalb des durchlaufenden Bleches
angeordneten Brausen 8 besteht. Diese Brausen haben die Aufgabe, Emulsionsreste, die auf dem Blech
zusammengelaufen sind, zu entfernen.
Anschließend wird das so besprühte Blech durch die umlaufenden Quetschwalzen 9 geführt, die mit
einem Gummipolster 10 ausgerüstet sind, um so die restliche Flüssigkeit, d.h. das aufgesprühte Wasser,
vom Blech zu entfernen. Die endgültige Trocknung des Bleches 3 erfolgt in der Trocknungskammer 11,
ίο die z. B. mit einem trockenen Warmluftstrom beaufschlagt
wird. Das nach dem Durchlauf auf dem Arbeitstisch 12 angelangte Gut wird dann von diesem
abgenommen und in einem Stapel übereinander-• geschichtet. Dabei ergibt sich noch der besondere
Vorteil, daß der in der Emulsion aufgebrachte dünne Film die Oberfläche der Bleche beim Stapeln vor
Kratzern, Riefen u. dgl. schützt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens Derartige Bänder sind über Jahre hinaus gegen
von Bändern, Blechen, Drähten u.dgl. aus Kup- 5 Anlaufen geschützt, aber die relativ dicke Ölschicht
fer oder Kupferlegierungen, die in einem Ofen wirkt sich bei der Verpackung und beim Transport
unter Schutzgas auf Glühtemperatur gebracht nachteilig aus. Sollen derartige Bänder beispielsweise
und nach dem Glühvorgang weiterbehandelt wer- zu Rohren verschweißt werden, stört die dicke ölden,
dadurch gekennzeichnet daß die schicht und muß notgedrungen vorher entfernt wer-Bänder,
Bleche, Drähte usw. unmittelbar nach io den (britische Patentschrift 507 692).
dem Verlassen des Ofens unter Schutzgas in eine Es ist weiterhin ein Verfahren zur Verhinderung
öl in feinverteilter, einen hauchdünnen Film auf des Röstens von Gegenständen aus Eisen bekanntge-
der Oberfläche des Gutes hinterlassender Form worden, bei dem diese Gegenstände mit einer Was-
enthaltende Emulsion eingebracht und anschrie- ser-Öl-Emulsion besprüht werden, der auf 1001 Wasßend
durch ein Tauch- und/oder Braasewasser- 15 ser 41 Öl zugegeben sind. Für dieses Verfahren gel-
bad geleitet werden. ten analog die oben erwähnten Nachteile (französi-
2. Anordnung zur Durchführung des Verfah- sches Patent 404 847).
rens nach Anspruch 1, bestehend aus einem unter Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Schutzgas betriebenen Durchlaufglühofen, da- Verfahren anzugeben, mit dem es möglich ist, metaldurch
gekennzeichnet, daß das in Durchlaufrich- 20 lisches Gut aus Kupfer oder Kupferlegierungen über
rung hintere Ende des Ofens (4) durch eine die längere Zeit mit einem Anlaufschutz zu versehen,
Emulsion (6) enthaltende sogenannte Wassertasse ohne daß die nachfolgenden Verarbeitungsstufen,
(5) abgeschlossen ist, die ein unmittelbares Ein- wie Verpackung, Transport, Verschweißen, Löten
führen des Gutes (3) nach dem Glühen aus der od. dgl., beeinflußt werden.
, Ofenatmosphäre in die Emulsion (6) gestattet, 25 Die?« Aufgabe wird dadurch gelöst, daß gemäß
und in Durchlaufrichtung gesehen hinter der der Erfindung bei einem Verfahren der eingangs er-Wassertasse
(5) ein Tauch- und/oder Brausewas- wähnten Art die Bänder, Bleche, Drähte usw. unmitserbad
(8) vorgesehen ist. telbar nach dem Verlassen des Ofens unter Schutzgas
in eine öl in feinverteilter, einen hauchdünnen Film
30 auf der Oberfläche des Gutes hinterlassender Form
enthaltende Emulsion eingebracht und anschließend
durch ein Tauch- oder Brausewasserbad geleitet werden. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird
auf der Oberfläche des metallischen Gutes ein un-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681810373 DE1810373C3 (de) | 1968-11-22 | 1968-11-22 | Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens von Blechen, Bändern, Drähten u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681810373 DE1810373C3 (de) | 1968-11-22 | 1968-11-22 | Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens von Blechen, Bändern, Drähten u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen |
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| DE1810373A1 DE1810373A1 (de) | 1971-02-11 |
| DE1810373B2 DE1810373B2 (de) | 1973-08-16 |
| DE1810373C3 true DE1810373C3 (de) | 1975-08-28 |
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ID=5714045
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681810373 Expired DE1810373C3 (de) | 1968-11-22 | 1968-11-22 | Verfahren zur Verhinderung des Anlaufens von Blechen, Bändern, Drähten u. dgl. aus Kupfer oder Kupferlegierungen |
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1968
- 1968-11-22 DE DE19681810373 patent/DE1810373C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1810373A1 (de) | 1971-02-11 |
| DE1810373B2 (de) | 1973-08-16 |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |