DE17981C - Apparat zur Erzeugung des Sauerstoffes durch Dialyse der atmosphärischen Luft - Google Patents
Apparat zur Erzeugung des Sauerstoffes durch Dialyse der atmosphärischen LuftInfo
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- DE17981C DE17981C DENDAT17981D DE17981DA DE17981C DE 17981 C DE17981 C DE 17981C DE NDAT17981 D DENDAT17981 D DE NDAT17981D DE 17981D A DE17981D A DE 17981DA DE 17981 C DE17981 C DE 17981C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B13/00—Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
- C01B13/02—Preparation of oxygen
- C01B13/0229—Purification or separation processes
- C01B13/0248—Physical processing only
- C01B13/0251—Physical processing only by making use of membranes
- C01B13/0255—Physical processing only by making use of membranes characterised by the type of membrane
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung des Sauerstoffs durch Dialyse der
atmosphärischen Luft mittelst eines eigenthümlichen Dialysirapparates.
Atmosphärische Luft wird hierbei mittelst einer Pumpe oder , eines Saugapparates angesaugt
und wiederholentlich durch eine Kautschukmembran hindurchgedrückt.
Beim Hindurchdrücken durch eine Membran erhält man ein Gemenge von etwa 40 pCt.
Sauerstoff und 60 pCt. Stickstoff; beim Durchgang durch eine weitere Membran ein Gemenge
von etwa 60 pCt. Sauerstoff und 40 pCt. Stickstoff; beim Durchgang durch eine dritte Membran
ein Gemenge mit 80 pCt. Sauerstoff und beim Durchgang durch eine vierte Membran ein Gas mit 95 pCt. Sauerstoff.
Zur Herstellung der Membranen wird Taffet in eine Lösung getaucht, welche besteht aus:
Schwefelkohlenstoff . . . 400 Gewichtstheile,
Schwefelkohlenstoff . . . 400 Gewichtstheile,
Normalweingeist 20
Aether 10
Kautschuk (nicht gehärtet) 50
Nach der schnell vor sich gehenden Verdunstung des Lösungsmittels ist der Taffet mit
einer sehr dünnen und geschmeidigen Kautschukschicht bedeckt. Dieser einfache oder
mehrfach über einander gelegte Taffet wird zwischen zwei Drahtgewebe gesteckt und bildet
die Dialysirmembranen.
Anstatt des Schwefelkohlenstoffes kann man auch leichten Petroleumäther (0,650 spec. Gew.)
verwenden.
Der in der beiliegenden Zeichnung dargestellte Dialysirapparat verrichtet drei auf einander
folgende Functionen: die Ansaugung und Hindurchdrückung der Luft durch die Membranen,
die Dialyse und die Austreibung des Stickstoffs.
In der Zeichnung ist anstatt einer Luftpumpe, die ebenfalls sehr gut anwendbar ist, ein Saugapparat
mit Dampfstrahl dargestellt.
α ist ein in der oben beschriebenen Weise präparirter Taffetsack, der durch ein inneres
Gerippe von galvanisirtem Eisen gehalten wird.
Dieser Sack steckt in einer Trommel b von Eisenblech, deren Böden aus Drahtgewebe c
bestehen, so dafs die Luft frei um den Sack circuliren kann.
d ist eine Kautschukröhre, die durch eine innere steife Spirale gehalten wird und den
Sack α mit dem Saugapparat e verbindet. Dieser Saugapparat besteht aus einer Reihe konischer
Schälchen /, welche nicht dicht zusammengeschoben, sondern durch kleine Zwischenräume
getrennt sind.
Der durch das Rohr g eintretende Dampfstrahl trifft den ersten Kegel f und bewirkt
einen seitlichen Zug. Der Dampfstrahl und die aus dem ersten Kegel gedrückte Luft treffen
in derselben Weise den zweiten Kegel und so fort. .
Mit vier oder fünf solchen Kegeln kann man mittelst eines verhältnifsmäfsig sehr schwachen
Dampfstrahls ein beträchtliches Gasvolumen ansaugen und fortdrücken.
Der Saugapparat c erzeugt ein theilweises Vacuum in dem Sack α; die äufsere Luft wird
durch den Taffet hindurchgedrückt; aber da der Sauerstoff in gröfserer Menge hindurchzieht
als der Stickstoff, so wird die durchziehende
Luft reicher an Sauerstoff als die atmosphärische, Luft, und enthält etwa 40 pCt. Sauerstoff und
60 pCt. Stickstoff.
Der Dampf und die sauerstoffreichere Luft werden in den Kühlapparat h gedrückt, wo
sich der Dampf in der Trommel i condensirt, während das gasförmige Gemenge durch ein
oberes Knierohr k entweicht und in den zweiten Apparat / tritt.
Dieser Apparat besteht aus einer hermetisch geschlossenen Trommel von Eisenblech, die
einen Taffetsack m, der dem Sack α gleich ist, enthält.
Die Trommel / hat zwei Knieröhren η und o,
die erstere zum Einlassen der sauerstoffreichen Luft, die andere zum Auslassen der überschüssigen
Gase dienend. Das Rohr 0 taucht in Wasser/, dessen Höhe man verändern kann,
um den Druck in dem Apparat / gehörig zu reguliren.
Durch das Rohr 0 entweicht der nicht dialysirte
Stickstoff, welcher sich aufserhalb des Sackes m ansammelt, durch die Flüssigkeit p
in die Atmosphäre.
Die Ansaugung für den Sack m wird durch einen zweiten Saugapparat e bewirkt, der dem
ersten ganz gleich ist.
Die durch den Sa^ck m dialysirte Luft enthält
etwa 60 pCt. Sauerstoff und 40 pCt. Stickstoff. Diese Luft kann abermals durch ein
Rohr in ein Kühlfafs h und von da in einen dritten Apparat / geleitet werden.
Es werden gewöhnlich vier Apparate, wie in der Zeichnung dargestellt ist, verwendet.
Beim Austritt aus dem vierten Apparat wird die ungefähr 95 pCt. enthaltende Luft in einem
Gasometer angesammelt.
Durch die obigen vier Dialysen, welche die atmosphärische Luft in dem Apparat durchmacht,
erhält man nach und nach die Verhältnisse von 40,· 60, 80 und 95 pCt. Sauerstoff.
Der durch die erste" Dialyse erhaltene Sauerstoff (40 pCt.) ist schon kräftig genug, um die
Leuchtkraft eines reichen Gases oder Kohlenwasserstoffes zu verzehnfachen; er besitzt überdies
alle zu metallurgischen Zwecken erforderlichen Eigenschaften.
Unser Apparat kann in verschiedenen Dimensionen construirt werden.
Claims (5)
1. Ein zur progressiven Erzeugung von immer sauerstoffreicher werdender Luft bestimmter
Apparat, bestehend aus einer Reihenfolge von Kammern oder Säcken, welche mit Kautschuk überzogene Taffetwände besitzen, ·
in Verbindung mit einem Saugapparat, wodurch erreicht wird, dafs die Luft die verschiedenen
Kammern nach einander passirt und so von Kammer zu Kammer sauerstoffreicher wird.
2. Der durch ein Eisengerippe gehaltene, mit Kautschuk überzogene Taffetsack a,
3. Die den Sack haltende durchlöcherte Trommel b.
4. Die zum Dialysiren der bereits behandelten sauerstoffreicher gewordenen Luft dienende
Anordnung, bestehend aus der Trommel / mit dem Sack m, den Knieröhren η und 0
und der Wassersäule /.
5. Der mit dem Dialysirapparat zu verwendende Dampfsaugapparat e in Verbindung mit einem
Kühlapparat h.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17981C true DE17981C (de) |
Family
ID=294887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17981D Active DE17981C (de) | Apparat zur Erzeugung des Sauerstoffes durch Dialyse der atmosphärischen Luft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17981C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1167797B (de) * | 1957-05-04 | 1964-04-16 | Commissariat Energie Atomique | Vorrichtung zum Trennen von Gasen mit wenig unterschiedlichen Molekulargewichten durch Gasdiffusion |
| DE1217341B (de) * | 1957-05-04 | 1966-05-26 | Commissariat Energie Atomique | Mehrstufige Vorrichtung zur Trennung von Gasen durch Gasdiffusion |
-
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- DE DENDAT17981D patent/DE17981C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1167797B (de) * | 1957-05-04 | 1964-04-16 | Commissariat Energie Atomique | Vorrichtung zum Trennen von Gasen mit wenig unterschiedlichen Molekulargewichten durch Gasdiffusion |
| DE1217341B (de) * | 1957-05-04 | 1966-05-26 | Commissariat Energie Atomique | Mehrstufige Vorrichtung zur Trennung von Gasen durch Gasdiffusion |
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