DE1797052C - Laufbildkamera mit motorischem Film antrieb und einer vollautomatischen Blen denregeleinnchtung - Google Patents
Laufbildkamera mit motorischem Film antrieb und einer vollautomatischen Blen denregeleinnchtungInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Laufbildkamera mit notwendig, dio Bntterioreihonschnltung mit einem
motorischem Filmantrieb und vollautomatischer Mittelabgriff zu vorsehen, um die Drehricntungs-
Blendenregeleinrichtung, bei der wahrend der An- umkehr durch Polwendung zu orzielon. Für den Blen-
sprochzelt der Belichtungsautomatik der Filmtrans- denstollmotor steht dann nur eine relativ geringe
portmotor noch nicht anlauft und die Blendonregel- s Spannung zur Verfugung. Das bewirkt jedoch, daß
einrichtung mit einer von einem Photowiderstand das Anlaufdrehmoment entsprechend gering ist und
ausgestatteten elektronischen Meßschaltung nach Art dio Zeit bis zur Einregelung der Blende groß ist,
einer Wheatstoneschen Brücke die Objektiv- und Bezüglich der Ausführung der Meß- und Regel-
Photowiderstandsblende beeinflußt, schaltung zur Blendensteuerung sind ebenfalls einige
Wenn dio Belichtungsautomatik aus einer eigenen io Lösungen bekannt, so eine ,Laufbildaufnahmekamera,
Batterie gespeist wird und die verwendete photoelek- bei der in Stromabhlingigkeit von einem Photowider·
trische Meßschaltung sehr hochohmig ist, so lange sie stand eine Blendcnverstelleinrichtung motorisch geim
Dunkeln ist, dann ist der Stromverbrauch so ge- steuert wird, wobei die Drehrichtung ihres Antriebsring, daß auf einen Ausschalter in diesem Stromkreis motors über ein Relais umsteuerbar ist, das in Abyerzichtet
worden kann. Bei Auslöserbetiitigung wird ts hHngigkeit des Photostromes arbeitet und wechselin
diesem Fall lediglich der Stromkreis für den Film- weise den Basisstrom zweier Transistoren ungleicher
transport- und Verschlußantrieb geschlossen. Leitfa'higkeitstype schaltet, in deren Emitter- bzw.
Hingegen ist es anders bei Kameras mit einer ge- Kollektorkreis der Steuermotor für die Blendenver-
meinsamen Stromquelle für Belichtungsregelung, Stelleinrichtung liegt.
Filmtramport und Verschlußantrieb und insbeson- ao Eine weitere Lösung verwendet in einem Blendendere
dann, wenn Brücken- oder Differentialschaltun- regelkreis einen Meßkreis nach Art der Wheatstonegen
als Eingangsmeßkreis verwendet werden. Bei sehen Brücke mit einem Paar komplementärer Tran-Nichtbcnutzung
muß die Belichtungsautomatik aus- sistoren in der Diagonalen und sieht zwei Batterien
geschaltet sein. Soll die Kamera benutzt werden, muß mit Mittelanzapfung vor zur Steuerung des Blendendie
richtige Belichtungswerteinstellung auf den Beginn as motors.
der eigentlichen Aufnahmefunktion, Filmtransport Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zu-
und Verschlußablauf, abgestimmt werden. gründe, bei einer Kamera der erläuterten Art eine
Lösungen dieses Problems sind bekannt. So wurde funktionssichere und bedienungseinfache Lösung
ein Vorschalter, der die Belichtungsautomatik ein- unter Verwendung preiswerter Halbleiterbauelemente
schaltet, mit vom eigentlichen Auslöser getrennt zu 30 und einem insgesamt geringen Aufwand an Herstel-
bedienenden Bctütigungselementen geschaltet. lungskosten zu finden, welche die aufgeführten unter-
Beispielsweise wurde dies bewerkstelligt mit einer schiedlichen Probleme löst und Kompromisse ver-
am hinteren Griffteil des Pistolem_;riffes beweglichen meidet. Aus den bereits angeführten Gründen und
Handfalle, mit dem Ausschwenken des Handgriffes wegen des zur Verfügung stehenden Raumes, sollen
aus seiner Ruhestellung, mit einem Tastschalter an 35 zwei Batterien in Reihenschaltung ohne Mittel-
der Augenmuschel des Suchereinblicks oder einer An- anzapfung verwendet werden und die Meß- und
lagefläche für die Stirne des Bedienenden. Alle diese Steuerelektronik, den Blendenstellmotor und auch den
Lösungen schonen zwar durch Unterbrechung des Filmtransportmotor speisen.
Meßkreises die Batterie, sind jedoch beispielsweise Dies wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
bei Stativaufnahmen problematisch. 40 zurEinschaltung des Filmtransportmotors ein in Reihe
Bekannt sind ferner Lösungen, die einen Schalter mit diesem geschalteter und nur bei Brückengleich-
für die Belichtungsautomatik im Vorweg des Aus- gewicht auf Durchlaß gesteuerter Thyristor dient,
lösers mit oder ohne Druckpunkt Tür diese Schalter- Dadurch wird erreicht, daß für die Einschaltung
betätigung besitzen. Beide Betätigungswege können der gesamten Schaltungsanordnung nur ein einziger,
dabei senkrecht zueinander sein und auch unabhän- 45 mittels Auslöser betätigter, kontaktgebender Schalter
gig voneinander durchgeführt werden. Dabei kann es notwendig ist, während der Anlauf des Filmtrans-
jedach leicht vorkommen, daß dor Bedienende zu portmotors durch die schaltungsbedingte Funktions-
schnell auslöst, d. h. beide Schalter unmittelbar auf- folge nur bei dem Ruhe- oder Gleichgewichtszustand
cinanderfolgend bedient, so daß die Belichtungsauto- der Blendenregeleinrichtung kontaktlos erfolgt. Hin-
matik noch nicht zur Ruhe gekommen ist, wenn die 50 gegen kann, wenn der Filmtransport läuft, die Blen-
Filmbelichtung bereits beginnt. Fehlbelichtung einer dcnregeleinrichtung bei schwankender Beleuchtung
Reihe von Aufnahmen ist die Folge. nachregeln. Außerdem ist nur eine einzige Strom-
Um dies zu verhindern, ist bereits der Einbau eines quelle, die aber aus einer Reihenschaltung von zwei
mechanischen Hemmwerkes bekanntgeworden. Wäh- Batterien bestehen kann, ohne Mittelanzapfung für
rend der Ansprechzeit der Belichtungsautomatik 55 alle elektrischen Verbraucher notwendig,
bleibt der Filmantrieb blockiert. Im folgenden wird ein Aiisführungsbeispiel des Er-
Ebenfalls bekannt ist es, den Auslöser für den findungsgegenstandes an Hand der Zeichnung beFilmtransport
während der Belichtungsregelung me- schrieben und seine Funktion erläutert,
chanisch gesperrt zu halten oder mittels fester Ver- Die schematische Darstellung zeigt die Blcndcn-/ögeriingseinrichtung elektrisch verzögert durch- 60 mechanik 1, bei welcher die beiden Blendenflügel 3 zuschalten. und 4 mittels der Einschnitte 3« und 4« eine quadra-
chanisch gesperrt zu halten oder mittels fester Ver- Die schematische Darstellung zeigt die Blcndcn-/ögeriingseinrichtung elektrisch verzögert durch- 60 mechanik 1, bei welcher die beiden Blendenflügel 3 zuschalten. und 4 mittels der Einschnitte 3« und 4« eine quadra-
Diese einfachen Lösungen blieben unbefriedigend. tische Öffnung als Objcktivblcndc 2 bilden. Der
Aufwendige Lösungen benutzen zur folgerichtigen Blciulcnflügcl 3 besitzt einen Ausleger mit einem
Einschaltung von Belichtungsautomatik um\ Film- V-förmigen Einschnitt 3 c zur Abblendung des Phototransport sowie Verschluß eine große Anzahl von 65 Widerstandes 8. Der Motor 5 dient zum Antrieb der
Halbleitern und stabilisierte Stromquellen bzw. Span- Blendenfliigel 3 und 4 an den Verzahnungen 3 Λ und
nungswandlcr um das gesteckte Ziel zu erreichen. 4 b mittels Ritzel 6. Die beiden Blendenfliigel 3 und 4
Dabei ist es wegen der motorischen Blendensteuerung besitzen einen gemeinsamen Drehpunkt 7.
Die Elektronik besteht aus der Doppelklicke mit
den Wiclorstondszwoigcn 8, J>, 10,21 und 20,22 sowie
19 und 23. In den beiden Brlickendiagonalen liegen die beiden NPN-Transistoren 26 und 27 und besitzen
zwischen ihren beiden Kollektoren die gegenpoligen S Dioden 24 und 25. Sie dienen zur Ansteuerung der
nachfolgenden Brtlckenschaltung mit den NPN-Transistoren 29 und 30 sowie den PNP-Transistoren 28
und 31. Dazu gehören die Basiswiderstande 14, 15, 17, 18. Im Falle des Gleichgewichts der Eingangsbrücken
mit den Widerstünden 8, 9, 10, 19, 20, 21, 22 und 23 ist auch die Transistorbrücke 28, 29, 30
und 31 balanciert und lüßt den an ihrer Diagonalen angeschlossenen Blendenstellmotor 5 stromlos. In
diesem Fall wird der NPN-Steiurtransistor 32 angesteuert
und schaltet seinerseits den Thyristor 33 ein, in dessen Stromkreis der Filmantriebsmotor 34 liegt.
Zur Stromversorgung dienen zwei in Reihe geschaltete Batterien 35. Mittels des nicht dargestellten Auslösers
wird der einzige Kontaktschalter 36 der Schaltung ao
betätigt und damit die gesamte Elektronik wie auch die beiden Elektromotor 5 und 34 eingeschaltet.
Die Brückenwiderstände 9 und 10 sind als Potentiometer zur Justierung ausgebildet, der Widerstand 8
ist der Photowiderstand, der die vom Aufnahmelicht as
abhängige Brückenverstimmung und damit die Steuergröße liefert.
Wenn nun der Schalter 36 geschlossen wird und die Doppelbrücke durch den Photowiderstand 8 mit
einem vom Sollwert abweichenden Widerstaridswert beaufschlagt wird, so ist sie verstimmt. Das heißt,
der momentane Widerstandswert des Photowiderstandes 5 liegt oberhalb oder unterhalb des Arbeitswiderstandes
für den abgeglichenen Zustand der beiden IZingangsbrücken. Damit sind entweder die NPN-Transistoren
26, 30 und der PNP-Transistor 28 oder die NPN-Transistoren 27, 29 und der PNP-Transistor
31 leitend. Durch die wechselnde Steuerfunktion der PNP- und NPN-Transistoren 28, 31 und 29, 30 erhält
der Blendenstellmotor 5 Strom, so daß er links oder rechts dreht. Durch das Ritzel 6 werden die
Blendenflügel 3 und 4 entsprechend bewegt.
Solange die NPN-Transistoren 26 und 27 leitend sind, ist der NPN-Transistor 32 über die Dioden 24
und 25 gesperrt, wodurch der Thyristor 33 in seinem Sperrzustand verharrt. Der Filmantriebsmotor 34
bleibt stromlos.
Sobald der Blendenstellmotor 5 den Photowiderstandswert durch Schließen oder öffnen der Blende
c auf seinen Arbeitswiderstandswert gebracht hat, ist die Doppelbrücke im Gleichgewicht. Damit sind
die NPN-Transistoren 26, 27 sowie die PNP-Transistoren
28 und 31 gesperrt. Die NPN-Transistoren 29,30 und 32 sind hingegen leitend. Da die PNP-Transistoren
28 und 31 gesperrt sind, kann über die NPN-Transistoren 29 und 30 kein Strom fließen. Der
NPN-Transistor 32 bewirkt nun durch seinen leitenden Zustand, daß das Halbleitcrstromtor, der Thyristor
33, leitend wird und damit der Filmantriebsmotor 34 Strom erhält. Der Filmtransport und die
Belichtung des Filmes beginnt.
Der Spannungsabfall, den der Blendenstellmotorstrom
an den in der Doppclbriicke liegenden Widerständen 22 und 23, die einen Brückenzweig bilden,
erzeugt, hebt das Basispotential der jeweils durchzusteuernden
NPN-Transistoren 26 und 27 so weit an, daß die zweistufige Verstärkerschaltung praktisch
Kippvcrhaltcn bekommt.
Durch die Anordnung der PNP-Trunsistoren 28,
und der NPN-Transistoren 29,30 steht dem Blendensicllmotor
5 eine höhere Spannung zur Verfügung als boi einer Mittelanzapfung der zwei Batterien und
entsprechende Polumkohr der den Blyndenstellmoior
treibenden Spannung.
Wenn statt des Elektromotors 34 ein Federmotor für den Filmtransport verwendet werden soll, dann
muß beispielsweise ein Elektromagnet von dem Thyristor geschaltet werden. Dabei wird die Ankerbewi:-
gung des Elektromagneten ein mechanisches Entriegelungsglied des Federmotors betätigen, Die Verwendung
einer derartigen Kombination würde keine Abweichung vom Erfindungsgedanken darstellen.
Claims (7)
1. Laufbildkamera mit motorischem FiImantrieb und vollautomatischer Blendenregeleinrichtung,
bei der während der Ansprechzeit der Belichtungsautomatik der Filmtransportmotor
noch nicht anläuft und die Blendenregclcinrich tung mit einer von einem Photowiderstand ausgestatteten
elektronischen Meßschaltung nach Art einer Wheatstoneschen Brücke die Objcktiv-
und Photowiderstandsblende beeinflußt, d a durch gekennzeichnet, daß zur Einschaltung
des Filmtransportmotors (34) ein in Reihe mit diesem geschalteter und nur bei Brükkengleichgewicht
auf Durchlaß gesteuerter Thyristor (33) dient.
2. Laufbildkamera gemäß Anspruch 1, dadurch kennzeichnet, daß für die Einschaltung der gesamten
Schaltungsanordnung nur ein einziger mittels Auslöser betätigter Schalter (36) vorhanden
ist.
3. Laufbildkamera gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speisung
beider Elektromotore (5, 34) sowie der Elektronik nur eine Stromquelle oder Reihenschaltung von
Batterien (35) notwendig ist.
4. Laufbildkamera gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlauf des
Filmtransportmotors (34) wegen der schaltungsbedingten Funktionsfolge stets den Ruhezustand
der Regeleinrichtung für die Blende voraussetzt.
5. Laufbildkamera gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelkreis
zur Blendeneinstellung in Abhängigkeit vom Aufnahmelicht zur Bildung der positfven oder
negativen Stellgröße eine Zweifachmeßbrücke besitzt, die je nach Abweichung vom Brückengleichgewicht
oder Sollwert jeweils nur einen von beiden NPN-Transistoren (26, 27) durchschaltet.
6. Laufbildkamera gemäß den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Stromrichtungsstcuerung
des Blendenstellmotors (5) zwei PNP- (28,31) und zwei NPN-Transistoren
(29, 30) eine Brücke bilden, in deren Diagonale der Blendenstellmotor (5) liegt, und daß beide
Transistorpaare (28, 29, 30, 31) je nach Brükkenverstimnumg
den ßlcndcnstcllmotor (5) polwendend
an die Stromquelle (35) anschalten.
7. Laufbildkamera gemäß den Ansprüchen I bis fi, dadurch gekennzeichnet, daß die polwendende
Brückenschaltung durch Verbindung der Kollektoren der entgegengesetzt leitfähigen Transistoren
(28, 29 und 30,31) als die diagonalen Knotenpunkte ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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