DE1793636C3 - Fluorierte Allyl- oder Vinylether - Google Patents
Fluorierte Allyl- oder VinyletherInfo
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- C07C43/00—Ethers; Compounds having groups, groups or groups
- C07C43/02—Ethers
- C07C43/03—Ethers having all ether-oxygen atoms bound to acyclic carbon atoms
- C07C43/14—Unsaturated ethers
- C07C43/17—Unsaturated ethers containing halogen
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- C07C43/14—Unsaturated ethers
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- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/10—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
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- D06M13/175—Unsaturated ethers, e.g. vinylethers
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Description
CF2X4 .ο
worin h = O oder I ist und X'. X4 Fluor oder
Chlor bedeuten.
R C — R R-C-R
(Il C=- O · MF ----- F--C O M
R — CR R — CR
wobei M das Wassersioffiiquivalent des ausgewählten
Metalls ist.
R - C K
F C O CH CH,
R C R
Die Erfindung betrifft fluorierte Allyl- oder Vim I-äther der allgemeinen Formel
CF1X1
CH, =-=CH - (CU,),-- O- CF
CKX4
worin b ~ O oder 1 ist und X\X4 Fluor- oder Chlorresie bedeuten.
In der Orfenlegungsschrifl 1 468 S33 ist ein Verfahren vorgeschlagen worden, gemäß welchem ein
aliphatisches Keton der Formel
•der in ΛΙΚ lather
R C K
F C O CH. CH CH. (IVi
R C R
übergeführt werden.
/ur Herstellung der eriiiulungsgemäüen Verbin
dungen setzt man gemäil diesem Verfahren ein
Fhioicarbinol.il der aNuemimcn Formel
R - C R
C O (I)
R-CR
in ein Metallfluorearbinolat der Formel
R -C-- R
F-C-O-M (11)
R-C R
durch Umsetzung des Ke(ons(ll mit einem Metalllluorid übergeführt wird. In den Formeln (I) und (II)
bedeuten die Substituenten R Wasserstoff, Halogen oder gegebenenfalls substituierte aliphalische Kohlenwasserstoffgruppen, jedoch sind mindestens zwei der
Gruppen R Fluorreste. Die übrigen Valenzen können durch R-Gruppen abgesättigt sein oder gemeinsam
einem cycloaliphatischen Ringsystem angehören.
Wie in der obenerwähnten Offenlegungsschrifl. angegchen.
wird, wenn zwei oder ιικ-hr Huoratomc an den
der Carboinlgruppe von (Il benachbarten Kuhlen- i.s
stoffatomen wirliaiulon sind, die Carbonylgruppe
aktiviert, und abhängig von den anderen Substituenten bewirken sie. daU das Keton (I) mit einem Metalllluo-■■-C
F C
-C
F2X4
worin M ein Alkalimetall ist. XA und X4 Fluor oder
Chlor bedeuten.
a) mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
X1—(CH2),,- CH=CH2
wobei ο = O oder I und X1 ein zur Salzbildung
mit M befähigter Rest, vorzugsweise ein Halogenresi. ist oder
b) mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
X--CH CH2-Z
worin X2 einen Halogenrest und Z je Molekül einen Wasscrstoffrcst und einen Halogenrest bedeuten, um
und im Falle b) das Verl'ahrensprodukt in an sich bekannter
Weise zum einsprechenden Vinylähter dehydrohalogenierl.
Zur Herstellung de Vin\lather bedient man sich
vorzugsweise eines zweistufigen Verfahrens. Dieses ist
dadurch gekennzeichnet, daß man das Fluorcarbinolat mit einer Verbindung der Formel
X2 — CH - CH, — Z
!
vvorin X2 die oben angegebene Bedeutung hat, Z je
Molekül ein Wasserstoff- und ein Halogenres*. bedeutet, umsetzt und das Verfahrensprodukt in an sich bekannter
Weise zum entsprechenden Vinylüther dchydrohalogcniert.
Die erste Stufe verläuft dabei wie folgt:
(2) F-C- O--M 4 X2 CH, -CU1 —Z
CF2X4
I V)
CF7X-'
· F-C-O-CH2-CH2-Z +MX2
CF,X4
In der /.weiten Stufe wird das Zwischenprodukt (V)
dchydrohalogeniert und bildet den Vinylether (III)
wie folgt:
| CF2 | X-' | , C | ΊΙ,—Z |
| Γ - C- | O-CH | ||
| CF2 | X4 | ||
| (V) | |||
| ί CF, I |
X-' | H+ HZ | |
| -·F-C- | Ο—CH | ||
| I CF, |
X4 | ||
40
45
(III)
Hei der Reaktion (2), oben, hat der Reaklionstcilnehmer
X2-CH2- CH,- Z
(ein disubstituiencs Äthan) die ersetzbaren anorganischen
Atome oder Reste X und Z an verschiedenen
Kohlenstoffatomen, aber sie können auch an dem gleichen Kohlenstoffatom sein. In diesem Fall ist das
restliche Atom oder die Gruppe Z in den Zwischenprodukt an dem «!-Kohlenstoffatom in Beziehung /ur
•\tlierbindung. Dieses Zwischenprodukt kann ähnlich
wie tier Vinylüther (III) dehydrohalogeniert werden. Die fluorierte Gruppe verleiht diesen Verbindungen
(und ihren Polvmerisatenl bestimmte, sehr nützliche Eigenschaften. Zum Beispiel machen diese Verbindungen
(und ihre Polymerisate) Textilien öl-, wasser- und schmutzabweisend. Die Vinylgruppe ermöglicht die
Polymerisation dieser Verbindungen. Dabei sind besonders die Polymerisate als Textilbehandlungsmittel
brauchbar.
Besonders gute Ergebnisse werden erhalten, wenn die dem Carbonylrest von (1) benachbarten Kohlenstoffatome
Chlor zusätzlich zu der Mindestmenge von zwei Fluorresten enthalten. Wenn auch Chlor selbst
nicht wirksam ist. um die Carbonylgruppc zu aktivieren, kann es doch angewendet werden, um den aktivierenden
Einfluß der Fluorgruppen zu ergänzen.
Die erfindungsgemäßen Allyläther können auf vielen Gebieten verwendet werden, bei welchen Vinylverbindungen
im allgemeinen verwendet werden, z. B. als Zwischenprodukte bei Reaktionen mit einer Doppelbindung.
Außerdem sind die Allyläther polymerisierbar und können durch die üblichen Techniken, die bei
der Polymerisation von Allylmonomeren verwendet werden, zu Homopolymerisaten oder Copolymerisaten
polymerisiert werden.
Die erlindungsgemäßen Vinyläthcr können auf vielen Gebieten verwendet werden, auf welchen Vinylverbindungen
im aligemeinen angewendet werden, d. h. als Zwischenprodukte bei Reaktionen mit einer
Doppelbindung. Außerdem sind die Vinylälher polymerisierbar und können zu Flomopolynierisaten und
Copolymerisalen durch die üblichen Techniken umgewandelt werden.
Die fortschrittlichen Eigenschaften der erlindungsgemäßen
Verbindungen ergeben sich aus folgendem:
Die erfindungsgcmäßen Verbindungen stellen wertvolle
Zwischenprodukte für die Herstellung von Polymeren dar. welche Geweben, die mit diesen Polymeren
behandelt werden, ölabweisende Eigenschaften verleihen. Der Vcrgleichsversuch wird durchgeführt zwischen
a) dem Polymeren, das aus dem erlindungsgemäßen Heptafluorisopropylallyläther hergestellt wird,
und
b) dem Polymeren, welches aus dem Monomeren der Formel
F F
ί I
CH2 -CH- CH2- ()-- C C-H
F (Ί
entsprechend USA.-Patentschrift 2 975 161, hergestellt
wird.
Die ölabweisendcn Eigenschaften gehen dabei auf die Fluor enthaltende Gruppierung im Monomeren
zurück, sind also dem jeweiligen Monomeren immanent, und erfüllen damit die Forderung für die Patentfähigkeit
von Zwischenprodukten.
Herstellung des Polymeren a) aus dem erlindungsgemäßen Heptafluorisopropylallyläther (der nach Beispiel
9 erhalten worden ist):
fto 1 g des Heplafluorisopropylallyläthcrs und KX) mg
Benzoylperoxid wurden in ein unten verschlossenes Glasrohr eingefüllt. Das so beschickte Rohr wurde in
ein Gefäß mit Trockeneis-Aceton eingetaucht, dann evakuiert und /ugeschmol/en. Das Rohr winde dann
(>s in ein Ölbad gelegt und (>
Stunden bei KK) C gehalten. Dabei entstand ein \iskoses Öl. welches in einem
Vakuumofen 4 Stunden bei HO C erhil/t wurde, um
eventuell noch vorhandenes Monomeres /u entfernen
Herstellung des Verglcichspolymeren hl aus der
Verbindung
F F
! !
CH, -= CH — CH, — O — C — C — H
! !
CH, -= CH — CH, — O — C — C — H
Il
F Cl
der USA.-Palentschrift 2 975 161:
Die Verbindung wurde in exakt der gleichen Weise wie oben beschrieben polymerisiert.
Von den Polymeren a) und b) wurden 5gewichtsprozentige Lösungen in Trichlortrifluoräthan hergestellt.
Die Lösungen wurden auf Probestreifen ungefärbten Wollcewebes auf folgende Weise aufgebracht:
Die Teststreifen wurden in die Lösung des Polymeren eingetaucht, entfernt und in einem Handwringer
ausgewrungen, so daß letztlich 100 Gewichtsprozent der Lösung im Gewebe verblieben. Das
Gewebe wurde dann an der Luft getrocknet und in einem Ofen 10 Minuten bei 1000C gehärtet.
Um die ölabweisungseigenschaften zu bestimmen, wurden behandelte und unbehandelte Wollstreifen auf
eine Unterlage gelegt und ein Tropfen Mineralöl auf die Oberfläche des Gewebes gebracht. Es wurde die Zeil
bestimmt, in der die Tropfen vom Gewebe aufgesaugt wurden. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle
zusammengefaßt:
Polymeres
a (erfindungsgemäß)
b (Vergleich)
Blindversuch
Blindversuch
/eil Tür das Eindringen des UK
in das Gewebe
in das Gewebe
der Versuch wurde nach 3 Stünden abgebrochen
weniger als 2 Sekunden
weniger als 2 Sekunden
weniger als 2 Sekunden
weniger als 2 Sekunden
b) or ;n der USA.-Patcntschrift 2 732 370 beschriebene!,
'lyläthern der Struktur
CnF2n+1CH2OCH^=CH2
In der folgenden Tabelle 1 werden die Siedepunkte der Verbindungen der vorgenannten USA.-Patentschriften,
verglichen mit den erfindungsgpmüßen Verbindungen, gezeigt. Hieraus ergibt sich, daß durch die
ίο besondere Anordnung der Fluoratome eine bemerkenswerte
Erniedrigung des Siedepunktes eintritt.
Siedepunkt
36 C 140 mm
61.5 C 749 mm
Auch hier zeigen sich die überlegenen Eigenschaften der aus den erfindungsgemäßen Monomeren erhaltenen
Polymerisate.
Vergleich der Siedepunkte und der Oberflächenenergien
der beanspruchten Verbindungen mit
a) den in der USA.-Patentschrift 2 749 369 beschriebenen Vinyläthern der Struktur
CF,
CHOCH -CH2 Tabelle
ls Verbindung:
ls Verbindung:
C-F1CF2CF2CH2OCH CU1
USA.-Patent 2 732 370
USA.-Patent 2 732 370
CF,
CHOCH --= CH,
CH,
USA.-Patent 2 749 369
CF.,
CFociI -CH,
I
CF,
CF,
erfindungsgemäß
Eine andere besondere Eigenschaft der erfindungsgemäßcn
Vinyläther kann durch ihr Verhalten gegen über Polymerisationskatalysatoren gezeigt werden.
Normalerweise werden Vinyläther durch saure Kalalysatoren polymerisiert und sind relativ beständig gegenüber
radikalbildcnden Katalysatoren. Jedoch sind Vinyläther der Struktur
25 C 760 mm
CF - O — CH CU2
CF2X
worin X ein Fluor- oder Chloratom ist, beständig gegenüber säurekalalysierter Polymerisation und werden
statt dessen zu Polymeren mit hohem Molekulargewicht durch radikalbildende Katalysatoren polymerisiert.
Dies zeigt Tabelle II:
Verbindung
Katah sjlot
KT1I2U OCH
crlimhmgsgcmül
crlimhmgsgcmül
CU,
Cl -',Cl ■',( I ,( H,OCH CH,
i!cm;iU liSA.-Paleni 2 732 37i/
i!cm;iU liSA.-Paleni 2 732 37i/
Borfluordiätherat 48 Stunden bei 25 C als Typ einer Lewis-Säure
keine Reaktion
keine Reaktion
fester Gummi mit hohem Molekulargewicht
Bcnzoylperoxid als Beispiel eines radikalbildenden Katalysators
IO Stunden bei 80 C Polymeres mit hohem Molekulargewicht (Molekulargewicht annähernd
65 (MH)I
viskoses öl mit niedrigem Molekulargewicht
Die Herstellung und die Eigenschaften der neuen
Verbindungen sollen in den folgenden Beispielen näher beschrieben werden.
a) Herstellung von
l-Brom-2-hcptafIuonsopropoxyäthan
• (Ausgangssubstanz)
l-Brom-2-hcptafIuonsopropoxyäthan
• (Ausgangssubstanz)
■7'
BrCH2-CH2-O-CF
CF3
CF3
Ein Trockendreihalskolbcn mit 500 ml Fassungsvermögen wird mit einem Rührer und einem Trockeneisrückflußkühler
ausgestattet und wird dann beschickt mit 31,8 g KF (0,54 Mol) und 250 ml Diglyme
(Dimethyläther von Diäthylenglykol). Der Kolben wird dann in einem Bad aus Trockeneis-Acelon gekühlt,
und es werden 90 g (0,54 Mol) Hexafluoraceton eingeführt. Der Inhalt der Flasche wird gerührt, und
man läßt ihn dann auf Zimmertemperatur erwärmen, wobei die Bildung von Kaliumheptafluorisopropylalkoholat
stattfindet. Nach ungefähr einer Stunde ist die Alkoholatbildung beendet, was sich am Verschwinden
des dispergieren KF zeigt, und eine klare Lösung wird erhalten. Dann werden 150 g (0,8 Mol) 1,2-Dibromäthan
auf einmal zu dem Inhalt des Kolbens hinzugegeben. Der Trockeneiskühler wird durch einen
Wasserkühler ersetzt, und der Kolben wird 6 Stunden auf 75" C erwärmt. In dem Maß, wie die Reaktion fortschreitet,
scheidet sich KBr aus der Lösung aus. Die Reaktionsmischung wird dann in 3 Volumina kaltes
Wasser gegossen, und die untere FluorkohlenstofT-schicht
wird gesammelt. Diese Fluorkohlenstoffschicht (169 g) wird zweimal mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Sie wird mittels Gaschromatographie analysiert, und es wird gefunden, daß sie etwa 33% des gewünschten
Monoadditionsproduktes und annähernd 8% des Diadditionsproduktes und nicht umgesetzten
Ausgangsmaterials enthält. Das Monoadditionsprodukt (1 - Brom-2- heptafluorisopropoxyäthan) wird
durch fraktionierte Destillation abgetrennt. Ausbeute 30%, Kp. = 1030C bei 760 mm, n'i 1,3360.
Analyse für C5H4F7OBr:
Berechnet ... C 20,47, H 1,37, F 45,39%;
gefunden .... C 21,02, H 1,50, F 45,2%.
gefunden .... C 21,02, H 1,50, F 45,2%.
Die kernmagnetischen Resonanzspektren für Wasserstoff und Fluor entsprechen der angenommenen
Struktur.
b) Herstellung von Heptafiuorisopropylvinyläther
f"
CH2 = CH — O — CF
CF3 fo
Ein trockener Drethalsrundbodenkolben von 100 ml
Inhalt wird mit einem Kühler, Rührer und Thermometer ausgestattet, und es werden 30 ml Methanol und
15 g KOH eingefüllt. Die Mischung wird gerührt und auf 90 bis 100°C erwärmt. Dann werden innerhalb
einer Zeitspanne von 15 Minuten 10 g 1-Brom-2-heptafluorisopropoxyäthan
eingefüllt. Während der Zugabe wird das Kühlwasser abgestellt, und man laß
den Kühler sich auf 40 bis 50"C erwärmen, um dit Entfernung des Umsetzungsproduktes zu ermöglichen
Die Mischung wird weitere 20 Minuten erwärmt nachdem die Zugabe des Bromfluoräthans beendet ist
Das Produkt (6,8 g) wird in einer Trockeneisvorlagc gesammelt, die mit dem Auslaß des Kühlers verbunder
ist. Destillation des Rohproduktes ergibt 4 g reiner Vinyläthci. Kp. = 29"C bei 760 mm. Das Infrarotspektrum
entspricht der Vinylätherstruktur. Die Vinylabsorption tritt bei 6,0 μ auf, welches eine nur wenij:
kleinere Wellenlänge ist als bei normalen Vinylverbindungen (z. B. Vinylbromidabsorption bei 6,15 bi<
6,25 μ). Diese herabgesetzte Absorption ist zu erwarter
'5 wegen der elektro-negaiiven Fluoralkoxygruppe.
a) Herstellung von
1 -Chlor-2-heptafluorisopropoxyäthan
(Ausgangsprodukt)
Cl — CH2 — CH2 — O — CF
Diese Verbindung wird auf die gleiche Art, wie im Beispiel 1 beschrieben, hergestellt, wobei die folgenden
}o Substanzen verwendet werden:
28 g Hexafluoraceton (0,17 Mol).
10 g KF (0,17 Mol),
90 ml Diglyme.
24,3 g l-Brom-2-chloräthan (0,17 Mol).
35 g des Rohproduktes werden erhalten, die 60% des
gewünschten Produktes und 40% nicht umgesetztes Ausgangsmaterial enthalten. Das Umsetzungsprodukt
wird durch Destillation gereinigt. Ausbeute 50%, Kp. = 93" C bei 760 mm, n'i 1,3139.
Analyse für C5H4F7OCl:
Berechnet ... C 24,19, H 1,61, F 53,62, CI 14,11%; gefunden .... C 24,35, H 1,90, F 54,7. Cl 13,7%.
Die Infrarot- und NMR-Spektren entsprechen der angenommenen Struktur.
b) Nach Dihydrochloriening erhält man das gleiche
Produkt, wie es nach Beispiel 1 b) erhältlich ist.
B e i s ρ i e 1 3
Herstellung von !.3-DichlorpentafluorisopropyIvinyläther
CF2Cl CH2 = CH — O — CF
CF2Cl
l-Brom-2-(l,3-dichlorpentafluorisopropoxy)-äthan wird auf die gleiche Art, wie im Beispiel 1 beschrieben,
hergestellt, wobei äquimolare Mengen von 1,2-Dibromäthan, Kaliumfluorid, 1,3-Dichlortetrafluor-aceton
(d. h. ClF2C — CO — CF7Cl)
und Diglyme als Lösungsmittel verwendet werden. Gaschromatographische Analyse des Rohproduktes
55
zeigt eine 60%ige Umwandlung zu dem gewünschten 1 - Brom - 2 -(1.3 -dichlorpentafluorisopropoxyj-athan:
CKCI
Br
CIi, -CH2-O-CF
CF1Cl
Die rohe Mischung wird tropfenweise zu einer heißen (100 bis 110C) Lösung von KOH in Äthanol
(annähernd0,5 g KOH/mlÄthanol) hinzugegeben, und
der erhaltene Vinyläther wird im Verlauf der Reaktion aus dem Kolben abdestilliert. Das Umsetzungsprodukt
wird in ein gleiches Volumen Wasser gegossen, um Äthanol zu entfernen. Die Fluorkohlenstoffschicht
wird getrocknet und destilliert. Kp. = 8PC bei 760 mm, n? 1,3579.
Analyse für C5F5Cl4H2O:
Berechnet ... C 24,58, F 38,93, H 1,2%;
gefunden .... C 24,61, F 38,5, H 1,0%.
gefunden .... C 24,61, F 38,5, H 1,0%.
Infrarotanalyse zeigt die erwarteten Absorptionen für C-F, C-Cl, C-H und C —O— mit der
CH2=CH-Absorption bei 6,05 μ.
Herstellung von 1-Chlorhexafluorisopropylvinyläther
CF2Cl
CH2 = CH-O-CF
CF3
CF3
CF2Cl
Ein trockener Dreihalskolben von 250 ml Inhalt wird mit einem Trockeneisrückflußkühler, Gaseinführungsrohr
und magnetischem Rührer versehen. 16,8 g (0,30 Mol) trockenes Kaliumfluorid werden in
den Kolben eingeführt und dann 100 ecm Diglyme. Die Dispersion wird durch Anwendung des Trockeneiskühlbades
auf -400C gekühlt. 60 g (0,30 Mol) von
sym-Dichlortetrafluoraceton werden dann in den Kolben gegeben. Das Kühlbad wird entfernt, und man
läßt das System sich auf Zimmertemperatur erwärmen. In dem Maße, wie sich das System erwärmt, wird die
Bildung des Fluorcarbinolates durch Verschwinden des dispergierten KF beobachtet. Es entsteht eine
homogene Lösung. Dann werden 36 g (0.30 Mol!) Allylbromid in einer Menge hinzugegeben. Der Trokkeneiskühler
wird durch einen Wasserkühler ersetzt, und die Reaktionsmischung wird 10 Stunden auf 80
bis 90 C erwärmt. Der feste Niederschlag von Kaliumbromid
wird dann durch Filtrieren entfernt, und das Filtrat wird in 250 ecm kaltes Wasser gegossen. Die
untere Schicht (Fluorkohlenstoff) wird entfernt und dreimal mit je 50 ecm Wasser gewaschen. Es werden
40 g Rohprodukt erhalten. Das Umsetzungsprodukt ίο wird durch fraktionierte Destillation gereinigt. Es
ergibt 20 g reinen Allyläther. Kp.= 130 C bei 76O1 mm.
Analyse Tür C6F5Cl2H5O:
Berechnet ... C 27,79, F 36,67, Ci 27,41, H 1,9%; gefunden .... C 28,10, F 35,7, Cl 27,7, H 2,0%.
Das Infrarotspektrum und das NMR-Spektrum sind in Übereinstimmung mit der angegebenen Struktur.
20 B e i s ρ i e I· 6
Herstellung von /i-Chlorhexafluorisopropylallyläther
Herstellung von /i-Chlorhexafluorisopropylallyläther
CH, = CH — CH2O — CF
CF2Cl
Unter Verwendung des im Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens werden die folgenden Substanzen bei der
Reaktion angewendet:
1 - Chlor - 2 - (1 - chlorhexafluorisopropoxy) - äthan
wird auf die gleiche Art, wie im Beispiel 1 beschrieben,
hergestellt, wobei äquimolare Mengen von 1-Brom-2-chloräthan,
Monochlorpentafluoraceton, KF und Diglyme als Lösungsmittel verwendet werden. Das
rohe Produkt wird direkt, ohne vorherige Reinigung, dehydrochloriert, wobei heiße alkoholische KOH, wie
im Beispiel 3 beschrieben, verwendet wird. Der Vinyläther wird durch Destillation gereinigt. Kp = 53 bis
55°C.
Herstellung von
/-',/i'-Dichlorpentafluorisopropylallyläther
/-',/i'-Dichlorpentafluorisopropylallyläther
CF2Cl
CH2 = CH — CH2 — O — CF
CH2 = CH — CH2 — O — CF
45
55
6o 41 g Kaliumfluorid.
90 ecm Diglyme (Lösungsmittel)!,
41 g Monochlorpentafluoraceton.
28 g Allylbromid.
90 ecm Diglyme (Lösungsmittel)!,
41 g Monochlorpentafluoraceton.
28 g Allylbromid.
Es werden 40 g Rohprodukt erhalten, das destilliert wird, um den reinen Allyläther zu erhalten. Kp. = 97° C
bei 760 mm.
Analyse für C6F6CIOH5:
Berechnet ... C 21,15, F 46,14, CI 14,17%;
gefunden C 29,42. F 45,9, Cl 13,84%.
gefunden C 29,42. F 45,9, Cl 13,84%.
Beispiel 7
Herstellung von Heptafluorisopropylallyläther
Herstellung von Heptafluorisopropylallyläther
CH, = CH — CH, — O — CF
CF3
Unter Verwendung des im Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens werden die folgenden Substanzen für die
Reaktion angewendet:
15,3 g Kaliumfluorid,
90 ecm Diglyme (Lösungsmittel),
44 g Hexafluoraceton,
32 g Allylbromid.
Der Allyläther wird in einer Ausbeute von 68% erhalten. Kp. = 61 C bei 760 mm.
Analyse für C6F7H5O:
Berechnet ... C 31.85, F 58,85, H 2^1%;
gefunden .... C 31.35. F 58.4. H 2.43%.
gefunden .... C 31.35. F 58.4. H 2.43%.
Claims (1)
- Patentanspruch:Fluorierte Allyl- oder Vinyläther der allgemeinen FormelCF2X'CH1 = CH - (CH,), — O - CFrid reagiert, wie mit Natrium-, Kalium- oder Caesiumfluorid. und ein Metallcarbinolat bildet
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19661793636 DE1793636C3 (de) | 1966-02-09 | 1966-02-09 | Fluorierte Allyl- oder Vinylether |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19661793636 DE1793636C3 (de) | 1966-02-09 | 1966-02-09 | Fluorierte Allyl- oder Vinylether |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1793636A1 DE1793636A1 (de) | 1972-06-08 |
| DE1793636B2 DE1793636B2 (de) | 1973-02-08 |
| DE1793636C3 true DE1793636C3 (de) | 1978-08-31 |
Family
ID=5707768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661793636 Expired DE1793636C3 (de) | 1966-02-09 | 1966-02-09 | Fluorierte Allyl- oder Vinylether |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1793636C3 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1174687B (de) * | 1961-04-20 | 1964-07-23 | Mauser Kg | Behaelter |
| DE3637124A1 (de) * | 1986-10-31 | 1988-05-05 | Hoechst Ag | Verfahren zur herstellung von perfluoralkylethylallylethern |
-
1966
- 1966-02-09 DE DE19661793636 patent/DE1793636C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1793636A1 (de) | 1972-06-08 |
| DE1793636B2 (de) | 1973-02-08 |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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