DE1771908A1 - Verfahren und Anlage zur Herstellung von Glasfasern - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Herstellung von GlasfasernInfo
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Description
Dr.Iiiins Jochim Wolff
Dr. Ears Chr. Beil
Dr. Ears Chr. Beil
Kechts-.nwiilte
Frankfurt a. M.-Höchst
Unsere Nr. 14918
PPG· Industries, Inc.
Pittsburgh, Pa., V.St.A.
Pittsburgh, Pa., V.St.A.
Verfahren und Anlage zur Herstellung von Glasfasern «
Bisher werden Glasfasern und -Spinnfäden in der Weise
hergestellt, daß die Pasern aus geschmolzenes Glas enthaltenden Düsen gezogen werden, die aus einem länglichen, mit einer
Glasschmelzwanne verbundenen Vorherd gespeist werden. Die Fasern einer jeden Düse werden zu einem Spinnfaden vereinigt
und auf einem angetriebenen, rotierenden Teil einer Spulma schine gesammelt. Der Zieh- oder Auffangraum ist gegen den
Ofenraum durch eine Wand und eine Decke getrennt und abge schlossen
und öffnet sich in einen Verarbeitungsraum der Fabrik. Das Dach des Auffangraumes ist zum Teil durch die Konstruktion
des Vorherdes bestimmt. Ein Luftvorhang trennt den Auffang raum
von dem Verarbeitungsraum, wobei die Luft von einer Stelle vor den Düsen zwischen den Säumen und im allgemeinen in Abwärtsrichtung
geliefert wird. Ein zusätzlicher, aber kleinerer Luftstrom wird von einer Stelle hinter den Düsen, ebenfalls
in Abwärtsrichtung geliefert. Diese Luft strömt an dem Motor der Spulmaschine zur Kühlung desselben vorbei. Unter dem Boden
des Auffangraumes werden durch Gebläse für veränderliche Geschwindigkeiten und Zugregler Zonen verminderten Druckes eingerichtet
- eine unter der Spulmaschine und eine zweite seit-
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lieh davon und praktisch in einer Linie mit dem Luftvorhang.
Die von den Pasern und den Spinnfäden mitgeführte und an der Spulmaschine entlangstreichende Luft wird unter der
Spulmaschine praktisch in einer Linie mit dem Verlauf des Spinnfadens abgezogen. Der Hauptteil der Luft des Luftvor hanges
wird an der anderen Niederdruckzone vor dem Spinn fadenverlauf abgezogen und wieder in den Kreislauf des Luftversorgungssystems
zurückgeführt. Im allgemeinen wird die gesamte Luft in Abwärtsrichtung geliefert; die Fasern und der
Spinnfaden führen bei ihrer Bewegung Luft mit; es wird jedoch keine Luft aus der Versorgung spezifisch zu den Spinnfäden geleitet.
ψ Bei dem Verfahren zur Herstellung von Glasfasern werden
mehrere Glasfasern durch die Nippel einer Düse aus einem geschmolzenem Glaskörper in der Düse gezogen; die Pasern werden
zu einem Spinnfaden vereinigt und dann auf einem rotierenden Teil einer durch einen elektrischen Motor angetriebenen
Spulmaschine gesammelt. Zur Erhaltung der Integrität der Spinnfäden wird ein Bindemittel auf die Pasern aufgetragen. Im allgemeinen
liegt der Auffangraum, in dem die Glasfasern und die Spinnfäden hergestellt werden, unter dem Vorherd eines Schmelztanks;
der Vorherd, an dessen Boden sich die Düsen befinden, ist eine längliche T-förmige Verlängerung eines Rohres aus dem
Tank oder eine doppel-T-förmige Verlängerung, in dem die unterteilten,
parallelen Vorherde so liegen, daß der Raum zur Her-
f stellung der Pasern im allgemeinen sehr begrenzt ist. Da der
Vorherd in der Nähe des Auffangraumes, in dem die Arbeiter arbeiten, liegt, ist die Temperatur dort unangenehm. Die elektrischen
Motoren der Spulmaschine erzeugen ebenfalls Wärme. In dem Auffangraum, der sich in nächster Nähe des Vorherdee befindet,
vereinigen die Arbeiter die Pasern zu einem Spinn faden, legen den so geformten Spinnfaden in ein Führungestuck
(Fadensammler), der die Pasern automatisch vereinigt und den Spinnfaden auf das rotierende Spulmaschinenteil wickelt. Es
ist üblich, den Raum mit einer Klimaanlage zu versehen, indem klimatisierte Luft in den Baum geleitet wird. Im allgemeinen
wird eine einstellbare aber konstante Luftmenge and Luftgeschwindigkeit
mit einer konstanten Temperatur im Bereich von
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26,7°G und einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit im Bereit
von 66 σ/ο geliefert. Die klimatisierte Luft wird aus einer
Stelle vor der Auffangstelle geliefert und zieht unter der Spulmaschine in eine Abfallrinne ab, die sich direkt
unter der Spulmaschine und in einer Linie mit dem Spinn fadenverlauf befindet. Die Spinnfadengeschwindigkeit ist
sehr hoch und kann 15 240 m/min, betragen; durch sie wird die Luft mit dem Verlauf des Spinnfadens mitgerissen, so
daß die Luftströme durch den Spinnfaden in den Ziehraum geleitet
werden und dort Luft mit sich reißen. Diese Luft ströme sind im allgemeinen erratisch und deshalb un kontrollierbar.
Einige dieser Luftströme fließen mit einer solchen Geschwindigkeit in die Zone der G-lasfaserbildung,
daß sie auf eine nachteilige Weise die optimalen Be dingungen zur Glasfaserbildung stören oder verändern. Außerdem
wirkt das Spulmaschinenteil, auf dem der Spinnfaden aufgefangen wird, wie eine Pumpe und bewirkt, daß weitere
Luftströme erzeugt werden. Da keine Überwachungsmöglichkeit vorhanden ist, können letztere Luftströme so stark
sein, daß sie Schmutz, Staub und/oder von dem Spinnfaden weggeschleudertes Bindemittel in die kritische Faser bildungszone
pumpen und den Faserbildungsprozeß unter brechen.
Gemäß der USA-Patentschrift 3 217 122 wird die gekühlte und klimatisierte Luft in Abwärtsrichtung neben der
Düse entlang dem Faser- und Spinnfadenverlauf geliefert;
sie strömt an der Spulmaschine vorbei und zieht unter der Spulmaschine ab, damit die von dem Spinnfaden ■weggeschleuderten
Bindemittelteilchen mit der Luft in eine Sammelzone unterhalb der Spulmaschine geführt werden. Unterhalb der
Abfallrinne wird eine Hiederdruckzone eingerichtet, die
sich direkt unter der Spulmaschine und in Richtung des Spinnfadenverlaufs befindet, um für einen Luftstrom in der
angezeigten.Richtung zu sorgen. Ein ähnlicher klimatisierter
wxrcl
Luftstrom/in der USA-Patentschrift 3 304 163 aufgezeigt.
Luftstrom/in der USA-Patentschrift 3 304 163 aufgezeigt.
Gewöhnlich ist der Auffangraum jedoch ein länglicher
Tunnel, der von mit Öffnungen versehenen Wänden begrenzt ist.
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Durch die Öffnungen läuft ein Förderband oder laufen mehrere Förderbänder, auf die die Arbeiter die fertigen
Spinnkuchen legen. Gewöhnlich sind mehrere Vorherde, die sich in den Raum öffnen, vorhanden. Es werden Fasern mit
vielen verschiedenen Durchmessern gebildet, wobei jedes seine eigene Menge Luft mitreißt. Diese Konstruktion und
Verfahrensweise führen auch mit den unter den Spulmaschinen eingerichteten Niederdruckzonen zu erratischen und un kontrollierbaren
Luftströmen, die den faserbildenden Vorgang beeinflussen und Unterschiede in der Stärke der Spinnfäden
verursachen, die sich dadurch äußern, daß entlang der
Länge der Fasern Durchmesserunterschiede auftreten.
Erfindungsgemäß ist der Auffangraum eine Ver längerung
des Bearbeitungsraumes, der gegen den Ofenraum durch eine Wand- und Deckenkonstruktion so abgeschlossen
ist, daß kein Luftaustausch stattfindet. Der Auffangraum
steht also in offener Verbindung mit der Fabrikluft des Faserverarbeitungsraumes, in dem die Temperatur einge stellt
wird. In dem Faserverarbeitungsraum werden die Spinnkuchen, die in dem Auffangraum hergestellt werden,
verzwirnt und geschichtet oder es werden andere Verfahren an dem Spinnfaden durchgeführt. Das Endprodukt wird an andere
Hersteller versandt, die beispielsweise das Garn zu einem Gewebe weben usw..
Zur Schaffung einer Schranke zwischen dem Auffangraum und dem Verarbeitungsraum wird ein Luftvorhang ge bildet.
Die Luft für den Luftvorhang strömt in Abwärts richtung aus einer Stelle in der Nähe des Vorherdes; der
Hauptteil dieser Luft, etwa 80 %, wird an einer Stelle, die im Abstand von und vor der Spulmaschine liegt, abgezogen.
Um diese Luft abzuziehen, wird durch ein Gebläse- und Zugreglersystem für veränderliche Geschwindigkeit
an der Abzugstelle eine Niederdruckzone geschaffen. Die
restliche Luft des Luftvorhanges, die wahrscheinlich durch die Fasern mitgerissen wird, wird unten in der Abfallrinne
unterhalb der Spulmaschine abgezogen und an die Außenluft abgegeben.
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Zusätzlich zu dem Luftvorhang wird eine kleinere Menge Luft, z.B. 1/4 des Luftstromes, im allgemeinen in
Abwärtsrichtung von einer an der Rückseite des Vorherdes befindlichen Stelle abgelassen. Auf diese Weise streicht
-die Luft an dem Motor der Spulmaschine entlang, kühlt ihn und wird durch die Abfallrinne abgelassen.
Auf G-rund seiner Anordnung in Hinsicht auf den Auffangraum
und den Verarbeitungsraum kann das System so eingestellt werden, daß es die Luft aus angrenzenden Bereichen
abzieht und so auf beiden Seiten des Luftvorganges einheitliche Schwankungen von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit
sichert. ™
An jeder faserbildenden Stelle wird eine eigene Luftmenge durch die Fasern und den Spinnfaden mitgerissen. Ss
wird aber keine Luft für diesen spezifischen Zweck gelie fert.
Um die Spinnkuchen von dem.Auffangraum zur Verarbeitungszone
zu befördern, ist ein Fließband vorgesehen. Dieses Fließband befindet sich am Rand des Luftvorhanges und
nicht in dem beschriebenen Auffangraum; auf diese Weise können keine erratischen Luftströme das Fließband oder seine Ar beitsweise
beeinträchtigen.
Die Zeichnungen erläutern die Erfindung:
Fig. 1 ist ein Teil schnitt einer erfindungsgeinäßen
Faserherstellungsanlage.
Fig. 2 ist eine Teilansicht, gesehen von Linie 2-2 der Fig. 1, und
Fig. 5 ist eine Frontansicht der Auffangstellen; sie zeigt verschiedene Einzelheiten in der Umgebung der
Auffangzone.
In den Zeichnungen wird eine erfindungsgemäße Faser - herstellungsanlage dargestellt. In Fig. 1 wird schematisch
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ein Ofenraum 10, ein Auffangraum 12 und ein Teil des Faserverarbeitungsraumes
14 gezeigt. Die Funktion des Verarbei tungsraumes wurde vorstehend beschrieben.
In dem Ofenraum 10 befindet sich auf einem Beton boden 17 ein Schmelzofen 16, der durch ein Rohr 20 mit einem
Faserherstellungs-Vorherd 18 verbunden, ist. Der Ofenraum 10 ist gegen den Auffangraum 12 durch eine Wand- und Decken konstruktion
22 und 24 isoliert und luftdicht abgeschlossen.
Aus dem Ofen 16 wird das geschmolzene Glas durch das Rohr 20 in den Vorherd 18 geleitet, so daß die im Boden des
Vorherdes angebrachten Düsen 26 mit geschmolzenem Glas versorgt werden. Wie in den üblichen Faserherstellungsanlagen
ist jede Düse, von denen es mehrere in einem Vorherd gibt, mit mehreren Öffnungen zum Durchlaß des geschmolzenen Glases
versehen, das aus diesen zu Fasern 28 gezogen wird. Die Fasern werden zu einem Bündel 30 vereinigt, das als Auffangbündel
auf eine rotierende Trommel 32 oder auf einen Mandrill 34 einer motorangetriebenen, allgemein als 36 bezeichneten
Spulmaschine gewickelt wird. Die Spulmaschine wird von einem Rahmen 38 getragen, der auf dem hinteren Boden 40 des Auffangraumes
angebracht ist. Ein Fadensammler 42, bzw. eine Vorrichtung zur Bindemittelaufbringung 44 vereinigt die
Fasern 28 zu einem Bündel 30 und bringt zur Erhaltung der Bündelintegrität ein Bindemittel auf.
Da es in einem Vorherd 18 mehrere Düsen 26 gibt, sind auch mehrere Auffangstellen vorhanden, die jeweils eine Düse
26, einen Fadensammler 42, eine Vorrichtung zur Bindemittelaufbringung und eine Spulmaschine 36 enthält. Zur
Trennung einer jeden Auffangstelle von der nächst angrenzenden Auffangstelle sind Trennwände 46 aus Blech zwischen jeweils
benachbarten Auffangstellen vorgesehen. Diese sind, wie in Fig. 3 gezeigt, so gewinkelt, daß die Bündel 30 unter
einem solchen Winkel von dem Fadensammler 42 auf die Spulmaschine 36 gelangen, daß die Faser auf jeden Fall mit
dem Fadensammler in Berührung kommt. Auf der Rückseite einer jeden Auffangstelle befindet sich eine Trennwand 47.
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Direkt unter den Spulmaschinen befindet sich eine Abfallrinne 48, in die die Abfallfasern fallen. Die Ver bindung
zu der Abfallrinne wird durch eine Öffnung oder durch Öffnungen im Boden geschaffen. Zur Entfernung des darin
gesammelten Abfalls besitzt die Abfallrinne 48 eine vertikal angebrachte Schiebetür. Im allgemeinen ist die Abfallrinne
so angebracht, daß die Luft darüber streichen kann.
Wie in Fig. 1 gezeigt, gibt es zwei Luftkanäle, wobei der eine auf der Seite des Verarbeitungsraumes der Auffangstelle
mit 52 und der andere auf der Rückseite der Spulmaschine mit 54 bezeichnet ist.
Die Kanäle 52 und 54 werden so mit klimatisierter Luft versorgt, daß diese daraus in Abwärtsrichtung durch geeignete
Gitterroste abgezogen wird und es werden, wie im folgenden erklärt, Niederdruckzonen unterhalb der Spulmaschinen
eingerichtet.
Von den beiden Kanalsystemen wird die größere Luftmenge
aus dem Kanal 52 in Abwärtsrichtung unter Bildung einer
Luftschranke oder eines Luftvorhanges 56 zwischen dem Auf fangraum 12 und dem Verarbeitungsraum 14 geliefert. Sin großer
Teil der Luft des Vorhanges 56, z.B. 80 %, strömt durch ein
Bodengitter 58 in ein Umlaufkanalsystem 60 und wird zur Wiederverwendung gesammelt. Im Grunde genommen ist diese Luft
relativ rein und frei von Verunreinigungen aus der Paser bearbeitung.
In dem Kanal 60 wird zur Rückführung dieser Luft durch ein Gebläse 62 für veränderliche Geschwindigkeit und
durch einen Zugregler Unterdruck geschaffen. Die restliche Luft wird in Richtung- der Fasern und des Spinnfadens gezogen
und gelangt nach unten in die Abfallrinne.
Unterhalb der Spulmaschine und der Öffnung zur Abfallrinne im Keller B wird durch ein Gebläse 66 für veränderliche
Geschwindigkeit und durch Luftschlitze oder einen Zugregler eine Niederdruckzone geschaffen. Ein Teil Luft wird von dem
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Kanal 54 geliefert; der Hauptteil dieser Luft strömt an dem Spulmaschinenmotor vorbei, kühlt ihn und strömt dann
in die Abfallrinne. Etwas Luft wird dabei von den Fasern angezogen und strömt mit ihnen in Abwärtsrichtung mit.
Im allgemeinen beträgt die Luftmenge aus dem Kanal 54 etwa 20 % der Luftmenge aus dem Kanal 52.
Die durch die Abfallrinne strömende Luft ist im allgemeinen mit Fremdkörpern verunreinigt und wird durch geeignete
Leitungen, wie Kanal 68, an die Außenluft abgegeben.
An der Peripherie des Luftvorhanges oder der Luft schranke 56 und an dessen Seite zum Verarbeitungsraum hin
befindet sich zur Beförderung der vollen Auffangspulen zum Verarbeitungsbereich ein Förderband 70. Ein typisches Förderband
besitzt eine Einfachschiene 72, auf der eine Reihe herabhängender stangenförmiger Teile 74 getragen werden, die zur
Aufnahme der vollen Auffangspulen mit Spindeln versehen sind.
Die Spindeln befördern auch leere Auffangspulen, die der Arbeiter entfernt und zum Füllen auf eine Spultrommel
stellt. Das Förderband kann jedes Ausmaß besitzen, so daß es die gefüllten Auffangspulen an jede gewünschte Stelle bringt.
Auf Grund der Stellung des Förderbandes zu dem Auffangraum werden, wenn überhaupt, nur wenig Luftstörungen verursacht.
Die Gesamtmenge der Luft die für einen einzigen Vorherd mit einer Länge von 22,55 m und mit 44 Düsen und mit
Auffangstellen, die ebenso lange Luftkanäle haben wie der Vorherd, beträgt bei einer typischen Anlage 1416 m /min;
1133/nr/min werden durch den Kanal 52 und 283 bjt/min werden
durch Kanal 54 geleitet. Die Temperatur der Luft beträgt etwa 26,70C und die relative Luftfeuchtigkeit etwa 66 %, Etwa
1133/mr/min werden wieder in den Kreislauf gebracht, während
die restlichen 283 nr/min verunreinigt sind und in die Luft abgelassen werden.
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Der Bereich um die Düsen ist außer geringen Sperrungen
im wesentlichen vorne und hinten geöffnet. Die Trennwand trennt die benachbarten Düsen vom Vorherd bis zu der Abfallrinne.
Die hintere Trennwand fängt 45,72 cm unterhalb des Vorherdes an. Die Trennwand 46 und die hintere Trennwand 47
sollen so angebracht werden, daß der durch lasern verursachte Luftstrom, falls es notwendig ist, bleibt, daß jedoch eine
bedeutende Querströmung zwischen den Düsen wegfällt, die die Fäden ausblasen würde oder die Einführung von fasrigem
Schmutz ermöglichen würde.
Die generelle Anlagenanordnung, wobei sich der Auffangraum
in den Verarbeitungsraum öffnet, sichert unge schmälerte Arbeitsbedingungen, wie jeder Fachmann erkennen
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Claims (8)
- Patentansprüche:1ΐ Verfahren zur Herstellung von Glasfasern durch Ziehen einer Anzahl von Glasfasern in Abwärtsrichtung aus einem Zufluß von geschmolzenem Glas in einer Düse, die sich am Boden eines länglichen Vorherdes befindet, der mit einem Glasschmelztank verbunden ist, wobei die fasern zu einem sich in Abwärtsrichtung bewegenden Bündel vereinigt werden und dieses Bündel auf einem angetriebenen rotierenden Teil aufgefangen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern aus einer Gruppe von Düsen an einem länglichen, mit einem Glas schmelzofen im Ofenraum verbundenen Vorherd gezogen werden, die Fasern und das Bündel in einem Auffangraum vereinigt und aufgefangen werden, wobei der Auffangraum durch eine Wand vom Ofenraum getrennt ist und sich an der Vorderseite zu einer größeren Verarbeitungszone öffnet, von einer Stelle vor den Düsen zur Schaffung einer die Auffangzone und die Verarbeitungszone trennenden Luftschranke eine Luftmenge geliefert wird, deren wesentlicher Teil sich praktisch in Abwärtsrichtung und im wesentlichen parallel zu dem Paser und Bündelverlauf bewegt, eine Niederdruckzone unterhalb der Luftzuführung gebildet wird, und ein wesentlicher Teil der Luftschranke zu der Niederdruckzone abgezogen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei sich der Glasschmelztank in einem Ofenraum befindet, das rotierende Teil durch einen Hitze erzeugenden Motor angetrieben wird, eine Niederdruckzone unterhalb des rotierenden Teils in der Weise gebildet wird, daß die sich mit dem Bündel bewegenden Fremdkörper an dem rotierenden Teil vorbei in eine unterhalb des rotierenden Teiles befindliche Abfallrinne befördert werden, das Ziehen, Sammeln und Auffangen in einem Auffangraum durch-209811/0679geführt wird, in welchem erratische Luftströme vorhanden sein können und in welchem Luft durch die Faser- und Bündelbewegung mitgerissen wird, so daß die erratischen Luft ströme dazu neigen, die Kontinuität des Arbeitsvorganges zu stören, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern und Bündel in einem von dem Ofenraum durch eine Wand getrennten Auffangraum, der sich an der Vorderseite zu einem großen Verarbeitungsraum öffnet, gezogen, gesammelt und aifge fangen werden, von einer Stelle hinter dem Zufluß geschmolzenen Glases und einer an die Wand angrenzenden Düse eine Luftmenge in Abwärtsrichtung und im allgemeinen parallel zu dem Faser- und Bündelverlauf und in Richtung des Motors so geleitet wird, daß ein wesentlicher Teil an dem Motor vorbeiströmt und diesen kühlt, zur Schaffung der Luftschranke zwischen Auffangraum und Verarbeitungsraum eine größere Luftmenge von einer Stelle vor dem Zufluß des geschmolzenen Glases und der Düse geliefert wird, wovon eine wesentliche Menge sich in Abwärtsrichtung und im all-.parallel
gemeinen/zu dem Faser- und Bündelverlauf bewegt, dieser wesentliche Teil der Luftschranke an einer unterhalb und seitlich von der Vorderseite des rotierenden Teils, auf dem das Bündel aufgefangen wird, getrennten Stelle abgezogen wird, dieser wesentliche Teil der abgezogenen Luft in den Kreislauf zurückgeleitet und erneut eingesetzt wird, und die ganze zur Kühlung des Motors verwendete Luft und der .Rest der letztgenannten Luft durch die Abfallrinne unterhalb des rotierenden Teils in die Außenluft abgeleitet wird. - 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft mit einer Temperatur von etwa 26, und einer Luftfeuchtigkeit von 66 % eingesetzt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgezogene Luft, die in den Kreislauf zurückgeführt und wieder eingesetzt werden soll, gereinigt und durch eine Klimaanlage auf eine Temperatur von etwa 26,70Q und auf20981 1/0679BAD ORIGINALeine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 66 % gebracht wird.
- 5. Anlage zur Herstellung von Glasfasern nach Anspruch 1 bis 4, die einen Auffangraum, in dem die Fasern gezogen und als Bündel an einer Auffanggt#Xle gesammelt werden und einen Verarbeitungsraum enthält, in dem die Bündel zu ihrem Endzweck verarbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Auffangraum und dem Verarbeitungsraum eine Schranke vorgesehen ist, die aus einer in Abwärtsrichtung von der Decke der Räume bis zu ihrem Boden reichenden Luftschranke besteht.
- 6. Anlage nach Anspruch 5, wobei mehrere Glasfasern in Abwärtsrichtung aus einem Zufluß von geschmolzenem Glas durch eine mit Öffnungen versehene Düse, die von einem Ofen in dem Ofenraum gespeist wird, gezogen werden, wobei die Pasern zu einem Bündel vereinigt und als Auffangbündel auf einem rotierenden Teil einer durch einen sich im Auffang raum befindlichen Motor angetriebenen Spulmaschine aufgefangen werden, und eine Niederdruckzone unterhalb des rotierenden Teils so vorgesehen ist, daß die sich mit dem Bündel bewegenden Fremdkörper in Abwärtsrichtung in eine Abfallrinne unterhalb des rotierenden Teils gezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß Ofenraum und Auffangraum durch eine Wand getrennt sind, ein Verarbeitungsraum sich in den Auffangraum öffnet und zur Schaffung einer Luft schranke zwischen Auffangraum und Verarbeitungsraum von einer Stelle vor der Düse eine Luftmenge im allgemeinen in Abwärtsrichtung strömt.
- 7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß von einer in der Nähe der Wand befindlichen Stelle eine Luftmenge im allgemeinen in Abwärtarichtung über den Motor strömt und diesen kühlt und durch die Niederdruckzone unterhalb des rotierenden Teils abgezogen wird.
- 8. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere Düsen mit je einer Auffangstelle und zur209811/0679 ' BAD 0RIGINALVerminderung von dazwischen auftretenden Luftquerströnien Einrichtungen zur Trennung einer Auffangstelle von der nächst angrenzenden Auffangstelle enthält.Pur PPG Industries, Inc.Rechtsanwalt209811/0679
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