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Gerlach t Zinimermann Eisenwarenfabrik Saalhausen i/estf. Auf Kugel-oder
Wälzlager laufende Lauf-oder Tragrollen für endlose Förderer, wie Trogbandförderer
oder dergl. Lauf-oder Tragrollen mit und ohne Spurkranz sind bekannt, auch solche
mit Kugel- oder Wälzlager, insbesondere für endlos um-
| laufende Förderer, wie Trogbandfrderer oder dergl. |
| Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf Kugel-oder Wälzlagern |
| ei ; |
| laufende Lauf-oder Tragrollen, insbesondere fUr Trogbandförderer, |
| wie endlos umlaufende Stahlgliederbänder oder dergl. |
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Sie bezweckt durch eine neuartige Ausbildung der Lagerung solcher
Rollen, die Lagerung zuverlässig gegen Verschmutzung und Zerstörung durch achsiale
Schubkräfte zu schützen, ohne daS dadurch die Laufeigenschaften dieser Rolle negativ
beeinträchtigt werden.
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Besonders in staubigen und feuchten Betrieben, wie im Untertage-Bergbau
oder dergl. werden Fördermittel mit wartungsfrei laufenden Rollen gefordert. Diesen
Forderungen entspricht keine der bekannten Konstruktionen in voll befriedigender
Weise. Bei den bekannten Konstruktionen wird entweder zu Gunsten eines leichteren
Laufes die Abdichtung vernachlässigt, oder aber zu Gunsten einer guten Abdichtung
der Laufwiderstand als zu groß in Kauf genommen.
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Die bekanntesten Konstruktionen sind die, bei denen die Abdichtung
zum Lager hin durch in die Lagerbohrung eingespannte Dichtungen aus Gummi oder sonstigen
elastischen Werkstoffen bestehen, die zur Achse hin, also radial wirkend mit Dichtungslippen
versehen eine abdichtende Wirkung erreichen sollen. Alle diese radialwirkende "gummilippendichtungen"
haben den Nachteil, daß sie entweder dicht sind und einen zu hohen Reibungswert
haben, oder aber wenn sie "eingelaufen"sind bereits Undichtigkeiten aufweisen, dafür
aber zunächst einen geringeren Reibungswiderstand haben. Als weiterer Nachteil der
radialwirkenden flexibelen Lippendichtangen muß die pumpende Wirkung dieser aus
der Eigenart ihrer Konstruktion und werkstoffmaßigen Ausbildung heraus gegebenen
Form angesehen werden, d. h. die äußeren dünnen Enden dieser lippenförmig ausgebildeten
Dichtungen passen sich auf den Umfang der Achse gesehen, also an ihren Berührungspunkten
mit dem Achskörper nicht überall gleichweit in achsialer Richtung an. Schon die
geringsten Ungleichmäßigkeiten
dieser dünnen Lippen in achsialer
Richtung wandern beim Laufen des Außenkörpers der Rolle um die feststehende Achse
ebenfalls ungleichmäßig mit, so daß verschieden anliegende Berühungspunkte beim
Umlauf auch verschiedene Berührungslinien bilden. Der Übergang zwischen zwei oder
mehreren Berührungspunkten bildet somit schon eine sich in achsialer Richtung verjüngende
Linie, die wiederum beim Umlauf der Rolle um die feststehende Achse zur Fläche wird.
Diese Fläche bewirkt ein pumpenartiges Arbeiten der flexibelen Lippendichtungen
in achsialer Richtung und somit ein Fördern von kleinsten Fremdkörpern in das Innere
der eigentlich zu schützenden Rolle. Hierzu kommt noch das seitliche"Wandern"des
Förderers, bedingt durch ungleichmäßiges Aufgeben des Förderguts oder durch Abweichen
der Konstruktion aus der anzustrebenden geraden Laufrichtung, was bei kurvengängigen
Förderern ohne Spurführungsrollen be-
| sondersaugenscneinlich auftritt. |
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Die vorliegende Neuerung hat unter Berücksichtigung dieser Tatsachen,
einen im Allgemeine bekannten, jedoch in diesem Zusammenhang neuen Weg beschritten.
Als. wesentliche Merkmale dieser Neuerung werden die gestellten Forderungen, d.
h. eine Lauf-oder Tragrolle herzustellen die"wartungsfrei"eine möglichst lange Lebensdauer
erreicht, erfüllt.
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Die üblichen radialwirkenden Abdichtungen durch flexibel Lippen wurde
durch eine achsial wirkende Dichtung bekannter Bauart ersetzt.
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Diese aohsialwirkendè Dichtung erfährt jedoch erst durch die Besonderheit
der vorgesetzten Fettdichtungskammer und des verwendeten Dichtungsfetts seine bleibende
dichtende Wirkung.
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Untersuchungen haben ergeben, daß die Wahl des geeigneten Dichtungfetts,
sowie die Größe der Fettdichtungskammer von entscheidende Einfluß auf die Lebensdauer
dieser Rollenkonstruktion sind.
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Eine weitere Neuerung an dieser Konstruktion ist das Auffangen der
achsialen Schubkräfte, von dem Spurkranz des umlaufenden Rollenkörpers auf die feststehende
Rollenachse durch ein besonderes Lager.
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Bei Lauf-oder Tragrollen, insbesondere bei solchen mit Spurkranz ist
in den weitaus meisten Fällen die achsiale Schubkraft größer, als das achsiale Aufnahmevermögen
der verwendeten Kugellager. Die Verwendung von Schulter-oder Schrägachulterlager
scheiterte an den zu hohen Kosten, womit alle Lösungen dieses Problems in die konstruktive
Notlösung gedrängt wurden. Auch hier gibt es bekannte Konstruktionen, die sich eingehend
mit diesem Problem auseinander gesetzt
haben, ohne jedoch eine befriedigende
Lösung e@reicht zu haben.
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Das in achsialer @ichtung Festsetzen von @ing-Rillenlager @egeneinander
wird fertigungstechnisch eine Frage der Präzision un@ des Verwendungszweckes bleiben.
Die Zerstörung der Kugellager in der beispielsweise dargestellten Tragrolle mit
Spurkranz entsteht entweder durch das Eindringen von schütz oder Fremdkörpern durch
die unzureichende weiter oben besprochene Abdichtung, oder durch die Zerstörung
des achsialen Lagerspiels der Kugellager. Um diese ach-@ialen Schubkräfte aufzufangen,
schlägt die hier dargelegte Neuerung vor, in achsialer Richtung auf das innere hintere
Ende der Rollenachse ein Schrägkugellager mit radialer und Achsialer Abstützung
gegen den @ollenkörper einzubauen. Die verwendeten Kugellager werden nicht mehr
über ihr normales achaialea Lagerspiel hinaus beansprucht, da diese Kräfte durch
das Schrägkugellager aufgefangen werden. Ferner können Herstellungsungenauigkeiten
bei der Montage durch Anstellung des Lagers beseitigt werden, jomit iat für jede
| einzelneRolle die geforderte Genauigkeit des agrsiels unddie |
| einzeltie Rolle die e L % X |
Präzision gewährleistet.
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Eine als Beispielsfall ausgeführte Kollenform wird nachstehend anhand
einer Abbildung beschrieben.
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Die Abbildung zeigt einen Schnitt durch eine Präzisions-Tragrolle
ait Spurkranz in der Seitenansicht.
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In dieser Abbildung ist der Rollenkörper it der wo. 1 und die rollenachse
mit 2 bezeichnet. Auf der Achse 2 ist das Kugellager 3 aufgezogen und wird durch
den Distanzring 5, sowie dea äeegerring 7 ge en den erweiterten Durchmesser der
Rollenachse 2 achsial gehalten.
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Gegen die mit einem Spezial-Dichtung@fett gefüllte Fettdichtungskammer
11, wird das achsialwirkende Dichtungselement 4 eingesetzt. Nach-
| dem die ollenachse 2 3it dem gefü lten ugellager 3 und dem
: eeger- |
| ring 7 montiert wind, werden diese fertig montierten Teile
in den |
| Rollenkörper 1 egen das achaialwirkende Dichtungaelement 4
einge- |
| setzt. Hierauf wird der Distanzring 5, sowie der Innenring
des chräg |
| 1 C ein. R : ebaut tlnd die Fettkammer 12 mit Kugellagerfett
gefüllt. |
| agera' |
| Nachdem der uenring aee ocnräglag&rs 6 in die Druckkappe
lo ge- |
preßt ist, werden diese beiden Teile 6 und lo, selbstverständlich mit dem dazugehörenden
Kugelkranz, jedoch mit fehlender EntlUftungsschraube 9 eingebaut und durch die Seeger-Sicherung
arretiert. Erst dann wird die @ntlüftungsschraube 9 eingeschraubt, wobei die FntlUftungsschraube
9
durch einen Schmiernippel oder Ventil ersetzt werden kann. Mittels dieser Schraube
und des Schmiernippel wird das Schrägkugellager angestellt und des Deckel lo justiert.
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Schutzansprüche : 1.) Auf Kugel-oder Wälzlager laufende Lauf-oder
Tragrollen, insbesondere für endlos umlaufende Förderer, wie Trogbandförderer oder
dergl. dadurch gekennzeichnet, daß die achsialen schub kräfte durch ein zusätzliches
Schräg-oder Drucklager aufgefangen werden.