DE17615C - Saug- und Druckpumpe, betrieben durch die Centrifugalkraft rotirenden Wassers - Google Patents
Saug- und Druckpumpe, betrieben durch die Centrifugalkraft rotirenden WassersInfo
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- DE17615C DE17615C DENDAT17615D DE17615DA DE17615C DE 17615 C DE17615 C DE 17615C DE NDAT17615 D DENDAT17615 D DE NDAT17615D DE 17615D A DE17615D A DE 17615DA DE 17615 C DE17615 C DE 17615C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04D—NON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
- F04D1/00—Radial-flow pumps, e.g. centrifugal pumps; Helico-centrifugal pumps
- F04D1/12—Pumps with scoops or like paring members protruding in the fluid circulating in a bowl
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Loading And Unloading Of Fuel Tanks Or Ships (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 59: Pumpen.
Meine Saug- und Druckpumpen bestehen im wesentlichen aus zwei Theilen:
1. aus einem Hohlcylinder A1 Fig. 1, von
geringer Höhe und mit parallelen Grundflächen,
2. aus einer Röhre HE.
Der Boden B des Hohlcylinders ist auf einer verticalen Drehachse C befestigt, welche auf
Bodenmitte durch den Hohlcylinder führt und oben und unten auf Spitzen drehbar gelagert
ist. Die mit dem Boden parallele obere Cylinderwand D ist mit einer kreisförmigen, concentrisch
gelegenen, weiten Oeffhung versehen, durch welche die Drehachse C frei hindurchführt.
· . .
Die Röhre HE setzt sich aus zwei Theilen zusammen. Der eine Theil H erstreckt sich
nach aufwärts,bis zu einer Höhe, auf die das Wasser befördert werden soll; der andere
Theil E der Röhre bildet mit dem Theil H innerhalb des Hohlcylinders ein vertical liegendes
Knie und führt sodann parallel zum Boden bis nahe an die innere Peripherie des Hohlcylinders,
woselbst er in einem horizontal liegenden Knie endigt. Der Hohlcylinder A wird
mittelst der Drehachse C in Rotation' versetzt, infolge dessen rotirt auch das durch die genannte
■ obere Oeffnung einzuführende Wasser. ^Es liegt also der untere Theil E der Röhre in
diesem mitrotirenden Wasser und wirkt deshalb mehr oder weniger störend auf die Drehbewegung
des Wassers ein. Um diese Störung so viel wie möglich herabzudrücken, gebe ich dem unteren Theil E der Röhre die aus Fig. 2
und 3 ersichtliche keilartige Form.
Die Spitze des Keils ist der Rotationsrichtung des den Theil E umspülenden Wassers zugewendet.
Dadurch wird eine allmälige stofsfreie Theilung der Wassermassen bewirkt und eine Störung der Rotation derselben möglichst
vermieden. Von der Ausmündung P aus erweitert sich der gekrümmte Kanal der Röhre HE
konisch nach einem Winkel von 5 bis 6°. Die Ausmündung selbst ist dem" rotirenden Wasser
direct entgegengerichtet und liegt am äufsersten Ende der keilförmigen Spitze, Fig. 3. Durch
eine Röhre S wird das zu hebende Wasser in den Hohlcylinder eingeführt.
Versetzt man den Hohlcylinder A in Drehung, so functionirt der Apparat wie folgt:
■ Die Flüssigkeit im Cylinder bildet einen mitrotirenden Ring. Das Mundstück P ist der Strömung zugewendet und nimmt das Wasser infolge - der Tangentialkraft auf.
- Die Flüssigkeit steigt in der Röhre je nach der Geschwindigkeit der Strömung mehr oder minder hoch, und es ist diese Steighöhe dem Quadrat der Geschwindigkeit proportional. Der Apparat kann das Wasser auf jede Höhe befördern.
■ Die Flüssigkeit im Cylinder bildet einen mitrotirenden Ring. Das Mundstück P ist der Strömung zugewendet und nimmt das Wasser infolge - der Tangentialkraft auf.
- Die Flüssigkeit steigt in der Röhre je nach der Geschwindigkeit der Strömung mehr oder minder hoch, und es ist diese Steighöhe dem Quadrat der Geschwindigkeit proportional. Der Apparat kann das Wasser auf jede Höhe befördern.
Bezüglich der Aufstellung des Apparates sind noch folgende Fälle möglich:
ι. Der Apparat kann in derselben Höhe angeordnet
werden, auf die man die Flüssigkeit heben will.
2. Der Apparat kann auf einer Höhe zwischen dem Punkt, wo die Wasserentnahme
stattfindet, und demjenigen, auf welchen die Flüssigkeit befördert werden soll, placirt sein.
Der erste Fall ist in Fig. 4 dargestellt. Anstatt in diesem Fall das Wasser zu heben, befördert
man es zunächst durch die Röhre H nach abwärts. Die Geschwindigkeit dieser Abwärtsbewegung
der Flüssigkeit setzt sich zusammen aus der Fallgeschwindigkeit und derjenigen Geschwindigkeit, welche der Flüssigkeit
aufserdem durch die Wirkung des Apparates ertheilt wird. Die Röhre H endigt unten
in einem Wasserbehälter JB in eine konische Spitze L. Diese Spitze liegt im Innern einer
konischen Düse G, in welche bei F die Flüssigkeit aus dem Behälter B eintreten kann. Nach
oben hin setzt sich diese Düse G in eine Steigröhre E fort. Die Ausströmungsspitze L
liegt conaxial mit der sie umschlossen haltenden Düse, umgeben von der Flüssigkeit des Behälters
B.
Mit Hülfe dieses Strahlapparates wird die Flüssigkeit auf die gewünschte Höhe befördert;
es fliefst dann ein Theil bei K aus einem hier
aufgestellten Reservoir ab, während durch eine Röhre M ein anderer Theil in den Apparat
zurückfällt, um die Strahlwirkung oder die Thätigkeit des Apparates continuirlich zu
machen.
Man kann in diesem Fall, nebenbei bemerkt, nicht die Menge des gehobenen Wassers nach
der Geschwindigkeit des frei in die Höhe geworfenen Strahles berechnen. Das Wasser im
unteren Behälter ist nur scheinbar in Ruhe, und es sind nur die relativen Bewegungen der
treibenden und getriebenen Flüssigkeit als in einem umgekehrten Verhältnifs zu einander
stehend aufzufassen. Man wird deshalb an wirklich gehobener Wassermasse weniger haben,
als sich aus der Berechnung eines frei geworfenen Strahles ergiebt. Diese Differenz wird
natürlich um so gröfser, je weniger Flüssigkeit man aufwendet, um den Apparat in Function
zu setzen.
Es kann dies neue System der Hebung von Flüssigkeiten auch mit Hülfe einer jeden anderen
Pumpe in Ausführung gebracht werden; es wird dies System namentlich in solchen Bergwerken zweckmäfsige Anwendung finden,
wo man Werth darauf legt, die Maschinen über Tage aufzustellen.
In dem Falle, wo man den Apparat in einer Höhe zwischen dem Aufnahme- und dem Beförderungspunkt
anordnet, "empfängt derselbe das gesammte gehobene Wasser und treibt es
dann durch die beschriebene Röhre, welche sich gabelförmig theilt und dadurch einen Theil nach
unten, den anderen Theil auf die gewünschte Höhe befördert.
Falls der Apparat näher an der unteren Aufnahme- als an der oberen Beförderungsstelle
sich befindet, kann man, um nicht zu viel lebendige Kraft zu verlieren, zwei Apparate von
verschiedener Gröfse und auf einer Achse montirt anwenden,
Die Schmierung des Apparates mufs sicher und wirksam sein, wenn derselbe sich sehr
rasch dreht. Um. dies zu bewirken, bringe ich über dem Hohlcylinder A, sowie unter
demselben auf der Drehachse C kleinere Hohlcylinder R R' an. Aus dem oberen Hohlcylinder
R steigt infolge der Rotation das OeI durch eine Röhre in einen oberen Behälter L,
aus dem es zugeführt wird, zurück, gelangt aus diesem durch die durchbohrte Lagerschraube
auf die Spitze der Drehachse C und von dieser Spitze infolge der Drehung wieder in den Cylinder
R zurück. Ein Aehnliches findet bei dem unteren Cylinder R' statt. Das OeI wird
durch diese Einrichtung in beständiger Circulation erhalten. In den Schmierbehältern L L'
kann man die Circulation beobachten. Nachdem das OeI in diese eingebracht worden, verschliefst
man sie hermetisch.
Der obere Hohlcylinder R kehrt seine runde Oeffnung nach oben, der untere Hohlcylinder R'
nach abwärts.
Bei sehr rascher Umdrehung des Hohlcylinders A würde immerhin noch Wasser trotz des
ringförmigen Deckenrandes herausgeschleudert werden können.
Man kann dies dadurch verhüten, dafs man einen Blechring, der conaxial mit der Wandung
des Cylinders liegt, dicht hinter der unteren Krümmung der Röhre HE, nach unten und
oben abschliefsend, anbringt, oder dafs man, wie dies Fig. 5 darstellt, die Oeffnung in der
Cylinderdecke mit einem Schutzblech B überkleidet. In dem Schutzblech sind dann Oeffnungen
angebracht für den Durchgang der Wassereintrittsröhre s, sowie den Durchgang
der Steigröhre HE. In diesem Fall müssen Röhren sowohl als das Schutzblech mit dem
Lagergestell des Apparates in fester Verbindung stellen. Behufs Erleichterung des Einbringens
kann man das Schutzblech zweitheilig herstellen.
Den vorbeschriebenen Wasserhebeapparaten habe ich noch zwei pneumatische Apparate zugefügt;
diese sind ebenfalls auf beiliegender Zeichnung dargestellt. Diese beiden Apparate
haben das gemeinsam, dafs durch einen Wasserstrahl Luft angesaugt wird; sie weichen indessen
in Wirkungsweise und Form von einander ab.
Das Functioniren des ersteren Apparates beruht auf folgendem:
Wenn man eine Flüssigkeit auf die Oberfläche einer in Ruhe befindlichen gleichen
Flüssigkeit fallen läfst, so wird nach unten hin
Luft in mehr oder minder zahlreichen Blasen mit fortgerissen. Diese Blasen begeben sich
wieder an die Oberfläche. Wenn nun aber die ruhende Oberfläche der Flüssigkeit oberhalb
des in sie eindringenden Strahles angeordnet werden könnte, so würden die einmal entstandenen
Luftblasen, von unten kommend, nicht mehr an die ursprüngliche Oberfläche gelangen
können.
Fig. 7 stellt einen auf diesem Princip beruhenden Apparat dar. Auf irgend eine Weise
wird ein Wasserstrahl emporgetrieben; es geschehe dies hier mit Hülfe vorbeschriebenen
Hebeapparates. Der Strahl tritt aus einer runden Rohrmündung A aus. Oberhalb dieser Mündung
befindet sich in einiger Entfernung die gröfsere Mündung B einer concentrisch gelegenen
zweiten Röhre, die vollkommen normal zur Strahlrichtung steht. In diese Oeffnung
tritt der Strahl ein. Die Oeffnung B setzt sich in einer nach oben konischen Erweiterung der
betreffenden Röhre fort, die indessen grofse Höhe nicht hat. Dieser Konus füllt sich anfangs
mit der in die Höhe getriebenen Flüssigkeit, so dafs sich über dem Strahl eine Flüssigkeitssäule
ansammelt, welche durch die lebendige Kraft des Strahles an einem Herabfallen verhindert
wird. Der Strahl fährt·in die stagnirende Flüssigkeitsmenge hinein, reifst in Form zahlreicher
Blasen die ihn umgebende Luft (oder Gase) mit sich fort, welche letztere nach abwärts
nicht gelangen können. Sie entweichen vielmehr nach oben hin, entweder in die Atmosphäre
oder einen Recipienten, falls man sie ansammeln will.
Seitlich von der oberen Röhre zweigt sich eine andere Röhre E ab. Durch diese wird
das von dem Apparat emporgetriebene Wasser wieder in denselben zurückgeführt. Auf diese
Weise entsteht eine continuirliche Circulation. · Wegen der Geschwindigkeit des Strahles kann
die obere Röhre zurückgebogen werden, um dadurch Flüssigkeit und Luftblasen wieder nach
abwärts zu befördern; es findet dann eine Trennung von Luft und Wasser in dem Hohlcylinder
des Hebeapparates selbst statt. Die Mündungen A und B sind von einem Gehäuse
umschlossen, das durch eine Röhre T mit einem zu evacuirenden Behälter in Verbindung
gesetzt werden kann.
Es darf dieser Apparat nicht mit dem Wassertrommelgebläse verwechselt werden. Diese
beiden Apparate sind im Princip und in der Wirkungsweise ganz verschieden. Bei dem
Wassertrommelgebläse sind die beiden Mündungen fast von gleichem Durchmesser, und
das Wasser fällt auf die Wand einer Auffangröhre, die als ein sehr langer Konus gebildet
ist, so dafs die Luft hier nur durch Adhäsion angezogen wird.
Wenn man meinen Apparat umkehren würde, so würde er durchaus nicht als Trommelgebläse
functioniren können, indem die Eintrittsmündung viel zu grofs ist, als dafs eine Adhäsion des
frei fallenden Strahles an den Wänden stattfinden könnte.
Ist der Apparat einmal in Thätigkeit, so kann er nicht durch plötzliche Communication mit
der Luft oder mit einem gröfseren zu evacuirenden Behälter in Störung gerathen. Ein
Hauptvortheil meines Apparates ist, dafs man mit Quecksilber ein Vacuum herstellen kann,
ein Versuch, der bis jetzt mit dem Trommelgebläse fruchtlos ausgefallen ist.
Das durch Wasser hergestellte Vacuum ist durch die Verdampfung des Wassers begrenzt,
während man mit Quecksilber ein barometrisches Vacuum herstellen kann. Der Apparat bedarf
zu seiner Thätigkeit nur einer sehr geringen Menge von Wasser oder Quecksilber. Man
kann sich meines Apparates auch noch als Gebläse und zur Dislocirung von Gasen bedienen.
Der zweite Apparat wird gänzlich in die Flüssigkeit eingetaucht. Wasser oder Quecksilber
rotirt dann in dem Hohlcylinder. In diesen führt eine Röhre mit einem horizontal
abgebogenen Mundstück B. Dieses Mundstück ist mit einem Schlitz versehen, der in der
Richtung des Radius liegen kann oder auch parallel mit einer Erzeugenden des Cylinders.
Der Rand des Schlitzes, über den die Flüssigkeit zunächst hinübertritt, kann ferner etwas
höher als der andere Rand liegen, so dafs ein kleiner Katarakt gebildet wird.
Was das Profil der den Schlitz begrenzenden Ränder anlangt, so kann die auf den Schlitz
hindrängende Flüssigkeit einen gerade vorspringenden oder einen allmälig steigenden
Rand vorfinden, hinter dem Schlitz aber einen abwärts geneigten Rand u. s. w.
Das andere Ende der mit solchem Mundstück versehenen Röhre setzt man mit einem zu
evacuirenden Behälter in Verbindung. Ein solcher Apparat ist der verschiedensten Modificationen
fähig. So kann z. B. das Mundstück B der Röhre, Fig. 8, die Form einer
zweischneidigen Klinge annehmen, um die Flüssigkeit leicht durchdringen zu können. Der
Schlitz oder die Spalte C ist geradlinig, die Ränder ragen in die flachen Wandungen des
Mundstückes von oben und unter her hinein.
Vorstehendes ist nur eine summarische Beschreibung meiner Apparate; die Details können
mannigfach geändert werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:An der unter P. R. No. 3753 patentirten Pumpe:ι. Die Anordnung von Hohl cyl in dem R R' auf der Drehachse C in Combination mitden Oelgefäfsen L L' und Verbindungsröhren, um durch die Rotation in den Hohlcylindern das abfliefsende OeI in die Gefäfse zurück zu befördern.
- 2. Die Combination der beschriebenen Pumpe mit dem Strahlapparat LGF, Fig. 4, um aus dem Behälter B die Flüssigkeit zu heben.Die Combination einer solchen Pumpe mit dem DUsenstück ABF nebst der Ans.chlufsröhre T behufs Evacuirung von Gefäfsen durch die Strahlwirkung von Wasser oder Quecksilber.Bei derartigen Pumpen das Mundstück B, Fig. 8, mit den Spalten C C.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17615C true DE17615C (de) |
Family
ID=294541
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17615D Active DE17615C (de) | Saug- und Druckpumpe, betrieben durch die Centrifugalkraft rotirenden Wassers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17615C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1242960B (de) * | 1960-07-29 | 1967-06-22 | Karl Adams | Klappenventil |
| EP0165684A1 (de) * | 1984-05-03 | 1985-12-27 | Genevac Limited | Pumpe |
-
0
- DE DENDAT17615D patent/DE17615C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1242960B (de) * | 1960-07-29 | 1967-06-22 | Karl Adams | Klappenventil |
| EP0165684A1 (de) * | 1984-05-03 | 1985-12-27 | Genevac Limited | Pumpe |
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