DE174792C - - Google Patents
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- DE174792C DE174792C DENDAT174792D DE174792DA DE174792C DE 174792 C DE174792 C DE 174792C DE NDAT174792 D DENDAT174792 D DE NDAT174792D DE 174792D A DE174792D A DE 174792DA DE 174792 C DE174792 C DE 174792C
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- pipette
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/20—Blowing glass; Production of hollow glass articles in "vacuum blowing" or in "vacuum-and-blow" machines
- C03B9/24—Construction of the blank mould
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Containers Having Bodies Formed In One Piece (AREA)
Description
KAISERLICHES A
, 'A
, 'A
PATENTAMT
In dem Haupt-Patent 165661 ist ein Gefäß
zum Schöpfen flüssiger Glasmasse beschrieben, welches in seinem oberen Teil mit einer
Saug- und Druckeinrichtung versehen ist und nach Eintauchen des unteren offenen Endes in die Schmelze durch Ansaugen gefüllt
und nach der Füllung: durch Eindrücken von Luft am oberen Ende durch die untere Öffnung entleert wird. Diese bekannte
Einrichtung wird nach dem Haupt-Patent dadurch verbessert, daß das Sauggefäß eine stechheberartige (pipettenartige) Gestalt
erhält, indem die untere Öffnung eingezogen wird.
Das stechheberartige Saug- und Druckgefäß wird nach vorliegendem Zusatzpatent
zur unmittelbaren Herstellung von Hohlglas-, körpern (Flaschen) verwendet, in der Weise,
daß die eingesaugte Schmelze -oder flüssige Glasmasse durch ihre Berührung mit der
kalten Wandung des als »Formpipette« zu bezeichnenden Hohlkörpers bis auf die gewünschte
Wandstärke des Hohlglaskörpers zum Erstarren gebracht wird, worauf die überschüssige flüssige Glasmasse durch
Druck aus der Formpipette entfernt wird.
Man hat Hohlglaskörper bereits in der Weise hergestellt, daß man eine unten offene
Form in das Glas eintauchte und durch Absaugen der Luft am oberen Ende mit Glas füllte. Diese Form hatte aber keine untere
eingezogene Öffnung, ohne welche es unmöglich wäre, sie durch Wiederausdrücken des
überflüssigen Glases als Fertigform zu verwenden. Sie mußte also, während die darin
befindliche Glasmasse in einem Kopfformteil gehalten wurde, entfernt und durch eine an
die Kopfform anschließende weitere Fertigform mit Boden ersetzt werden, worauf durch
Eindrücken von Luft am oberen Ende ein Aufblasen 'der Glasmasse von innen heraus
erfolgte: ·
Bei der vorliegend geschützten Verwendung der Schöpfvorrichtung und Fertigform
gleichzeitig bildenden Formpipette ist ein Vorblasen der flüssigen Glasmasse in einer
als Schöpfvorrichtung dienenden Vorform sowie eine Überführung der vorgeformten
Glasmasse in eine zum Fertigblasen des vorgeformten Glasgegenstandes dienende Fertigform
nicht mehr nötig, was den Arbeitsvorgang, zur Herstellung von Hohlglasgegen^-
ständen ganz erheblich vereinfacht.
Um den fertig geblasenen Hohlglaskörper bequem aus der Formpipette herausnehmen
zu können, ist sie der Länge nach in zwei aneinander hängende aufklappbare Hälften geteilt.
■ ' ■ .
Die zur Ausführung des Verfahrens nach dem Zusatzpatent dienende Formpipette ist
in der beiliegenden Zeichnung dargestellt."
Bei Ausführung des vorliegenden Verfahrens zur Herstellung von Hohlglaskörpern,
z. B. Flaschen, wird das untere Ende in der Formpipette d in die Schmelze eingetaucht
und letztere unter Anstellung des Absaugerohres / in das Innere der Formpipette
ίο so lange eingesaugt, bis die flüssige Glasmasse
das Innere der Pipette angefüllt hat und bis an das äußere Abzugsrohr / emporgestiegen
ist, wobei die flüssige Glasmasse den Flaschenhals mit dem vorspringenden Ring η bildet. Die Absaugeleitung I wird
dann wieder abgestellt und die flüssige Glasmasse in der Formpipette sich selbst überlassen.
Bei der Berührung der flüssigen Glasmasse mit den kalten Wandungen der Pipette bildet
sich selbsttätig durch: Festwerden und Erstarren
der Glasmasse die Flasche von der gewünschten Wandstärke, und die überschüssige
flüssige Glasmasse wird durch Anstellen der Druckluftleitung k durch die
untere Öffnung m aus der Formpipette entfernt.
Da der nahezu fest gewordene Flaschenhals durch den Ring festgehalten wird,
bleibt dieser Teil in der Formpipette zurück und hält auch die durch Abkühlung gebildete
feste Glasschicht an der Wandung fest. Nach Wegführung der überschüssigen Glasmasse
verbleibt in der Formpipette eine deren Wandung gleichmäßig überdeckende Glasschicht,
so daß eine der Gestalt der Pipette entsprechende Flasche entsteht. Zur Fertigstellung
der letzteren drängt man mittels Formeisens das in. der Öffnung m zurückbleibende Glas
zurück und formt auf diese Weise den punktiert angedeuteten Flaschenboden. Die fertige
Flasche wird durch Aufklappen beider Formhälften d, d entnommen.
Zur Vermeidung des Anhaftens flüssiger Glasmasse an der AVandung der Formpipette
muß, wenn nötig, die Wand nach jedem Arbeitsvorgang gekühlt werden; für diesen
Zweck kann die Formpipette doppelwandig gestaltet sein und in dem so gebildeten Mantel
Kühlwasser hindurchströmen, wie dies bei Behältern für geschmolzenes Glas vielfach
üblich ist.
Um die gute Ausbildung der oberen Gefäßmündung, z. B. eines Flaschenkopfes, zu
sichern, ist am oberen Ende der Formpipette in bekannter Weise das Druckluftrohr als
Kern für den Hals des zu formenden Hohlglaskörpers (Flasche) ausgebildet und konzentrisch
umgeben von dem Luftabsaugerohr. Zwischen dem entsprechend ausgesparten
oberen Ende der Formpipette und dem vorragenden Ende des Druckluftrohres wird der
Hals des Hohlglaskörpers (Flasche) gebildet.
Die Formpipette ist aus zwei nach der Linie A-B zu öffnenden, durch Scharniere i, i
miteinander verbundenen Hälften d,d gebildet, welche die konzentrisch ineinander
steckenden Rohre k und I umschließen. Das
Innere der Formpipette hat die Form des zu erzeugenden Hohlglasgegenstandes, beispielsweise
einer Flasche, und dient gleichzeitig als Fertigform. Der obere Teil der Formpipette
legt sich fest gegen das äußere Rohr / an und bildet hier einen festen Verschluß,
während am unteren Pipettenteil eine kleine Öffnung m zur Einführung der Schmelze
bezw. zum Ausstoßen der überschüssigen Glasmasse dient. Das innere Rohr k, das
auch als Pfeife dienen kann,. steht mit einem Druckluftbehälter, das äußere zum Absaugen
dienende Rohr / mit einer Luftverdünnungsvorrichtung in Verbindung. ■
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Herstellung von Glashohlkörpern, insbesondere von Flaschen, mit Hilfe des Schöpfgefäßes nach Patent 165661, dadurch . gekennzeichnet, daß die Wandungen des Gefäßes so weit kühl erhalten werden, daß beim Füllen des Gefäßes (durch Ansaugen) das geschmolzene Glas in einer entsprechend dicken Schicht erstarrt, worauf aus dem Innern des so gebildeten Hohlkörpers die flüssige Glasmasse (durch Ausdrücken) entfernt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE174792C true DE174792C (de) |
Family
ID=439505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT174792D Active DE174792C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE174792C (de) |
-
0
- DE DENDAT174792D patent/DE174792C/de active Active
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