DE174754C - - Google Patents

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DE174754C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/02Devices characterised by the use of mechanical means
    • G01P3/14Devices characterised by the use of mechanical means by exciting one or more mechanical resonance systems

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

KAISERLICHES
Iv PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 174754 KLASSE 42 o. GRUPPE
Resonanzmeßgerät. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. November 1905 ab.
Bei der Verwendung von Resonanzmeßgeräten (Frequenzmessern, Tourenzeigern), insbesondere, wenn sie skalenartig abgestimmte Reihen von Zungenfedern enthalten; macht sich das Bedürfnis geltend, die Angaben eines Instruments von beliebigem Standort aus ablesen zu können.
Eine sofortige einfache Lösung bietet das Zusammensetzen zweier oder mehrerer selbständiger Instrumente, event, unter Verschmelzung der beiden Grundplatten und des Mantels zu gemeinsamen Stücken. Diese Konstruktion wird aber teuer und schwerfällig, namentlich wenn die Ablesbarkeit von drei oder gar vier Seiten gefordert wird. Beide'Unzuträglichkeiten sollen durch nachfolgend beschriebene Erfindung gehoben werden* deren Wesen es ist, die bisher selbständigen unter den wirkenden Elementen nicht im gleichen Maß zu vermehren, sondern zu gemeinsam wirkenden auszubilden.
Die bisher bekannten skalenartigen Resonanzinstrumente bestehen im wesentlichen aus zwei Faktoren; erstens aus einer Anzahl von abgestimmten und auf einer gemeinsamen Befestigungsleiste (Fußleiste oder dergl.) eingespannten elastischen Federn (Zungen); zweitens aus einer Vorrichtung zur Übertragung von periodischen Kraftwirkungen auf die' eingespannten Zungen. Zu dieser Vorrichtung werden in bekannter Weise weicheiserne oder permanente Magnete oder Stromspulen oder an die Fußleiste angesetzte Hebel mit Ankerstücken usw. benützt. Vergl. Patente 114565, Kl. 21 e; 134712, Kl. 420, 161859, Kl. 420.
Die nach dem neuen Weg gewonnenen Vorteile sollen in einigen Beispielen zur Anschauung gebracht werden.
So zeigen Fig. 1 bis 3 Ausführungsformen, wonach mit einem einzigen Magneten zwei nach verschiedenen Seiten hin anzeigende Zungenskalen (im Schnitt wie eine einzige Zunge \ aussehend) erregt werden, einmal mittels Elektromagnete, zweitens mittels rotierender Magnetsterne, drittens mittels beweglicher oder oszillierender Eisenanker. Die Ersparnisse an Material, Kraft, Herstellungskosten und Raum sind ohne weiteres einzusehen.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform unter Benutzung der durch Patent 134712, Kl. 420, geschützten Ubertragungsart, wobei der Hebel h die Stöße auf eine Fußleiste / und hiermit zugleich auf sämtliche nach mehreren Richtungen hin anzeigende Zungen überträgt.
Als Gegenkraft kann z. B. die Torsion eines Drahtes benutzt werden, die an dem in der Mitte der Fußleiste befindlichen Klemmstück k angreift. In den weiteren Figuren ist die federnde Gegenkraft nicht dargestellt, da diese ja kein charakteristisches Merkmal der vorliegenden Erfindung ausmacht.
Die der Fig. 1 entsprechende Anordnung bei nunmehr indirekter Erschütterung ist in Fig. 5 zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig angedeutet, wie durch diagonale Versetzung der Fußleisten bedeutende Raumersparnis erzielt werden kann. In Fig. 6 dient ein einziger Hebel h zur Erschütterung der gemeinsamen Fußleiste f. Selbstverständlich können auch direkte, nicht nur auf
die bewegliche Fußleiste, sondern auf das gesamte System übertragene mechanische Erschütterungen zur Verwendung gelangen.
Eine der Fig.' 6 ähnliche Ausführung, jedoch für direkte Kraftliniendurchsetzung, zeigt Fig. 7. Skalen zur Bezifferung können etwa bei s angebracht werden. Will man die beiden korrespondierenden Zungenreihen in eine genau entgegengesetzte Richtung verlegen und gleichzeitig Raum ersparen, so kann nach Fig. 8 verfahren werden.
Je zwei um einen beliebigen, etwa einen rechten Winkel divergierende Zungenreihen lassen sich sehr zweckmäßig mittels eines gemeinsamen Magneten in anregen (Fig. 9), event, wie die Zeichnung lehrt, unter Verwendung von an die Zungen angesetzten Hebeln. Eine weitere symmetrische Anordnung würde diese Ausführung nach vier Richtungen hin erfahren können. Unter Umständen, nämlich bei geeigneter Ausbildung der gemeinsamen Wurzeln und völlig gleicher Abstimmung zweier entgegengesetzter Zungen, kommt die nicht erregte von selbst ins Mitschwingen, ähnlich wie bei einer Stimmgabel, wenn nur eine der beiden Zinken erregt wird.
Durch Verschmelzung mehrerer Zungen zu
einer einzigen kann im Sinne der Fig. 10 ebenfalls ein Resonanzbild nach mehreren Richtungen hin angezeigt werden. Ein besonderer Vorteil dieser Anordnung ist darin zu ersehen, daß eine einzige Abstimmung genügt, indem der — etwa aus dünnem Blech aufgesetzte — Stern b wie ein einziges Gewicht in bezug auf die elastische Feder \ wirkt.
Falls die Erregung nicht bereits durch mechanische Erschütterung des Systems oder der Fußleiste geschehen sollte, so eignet sich
4.0 irgend eine magnetische, z. B. mittels eines permanenten Magneten m, dessen Pole von einem oder unter Umständen von verschiedenen periodischen Strömen oszillatorisch geschwächt und verstärkt werden.
Eine besonders günstige .Anordnung zeigt Fig. 11 a bis nc. Die Fußleisten J1 und /2 sind zinnenartig ausgebildet, so daß Lücken / mit nasenförmigen Ansätzen η abwechseln; J1 und f2 sind so gruppiert, daß die Ansätze den Lücken gegenüberstehen. In die Lücken können die am Ansatz befestigten Zungen hineinschwingen. Eine gleiche Lösung erhält man, wenn nach Fig. 12 die Ansätze durch ein winklig gebogenes Stück der Zungenfeder ersetzt werden.
Auch hierbei kann die Erregung durch direkte und indirekte mechanische und.magnetische Erschütterung geschehen in allgemein bekannter oder durch die bereits genannten Patente geschützter Weise.
Bei den beschriebenen Ausführungsformen mag die Bedingung vorliegen, daß von jeder Richtung her sämtliche Skalenwerte sichtbar sind. Indessen soll sich der nachgesuchte Schutz auch auf Apparate erstrecken, bei denen die aus den verschiedenen Richtungen her sichtbaren Schwingungsbilder weder nach Wert noch nach Anzahl gleich sind, z. B. daß die eine Seite Touren, die andere Polwechsel angibt, eine dritte Seite nur Grenzwerte oder nur einen Teil der Skala enthält.

Claims (6)

Paten t-An Sprüche:
1. Resonanzmeßgerät,' dessen Angaben von mehreren Standorten aus wahrnehmbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein elementares, beim Hervorbringen von erzwungenen Schwingungen .80. beteiligtes Organ zur gleichzeitigen gemeinsamen, nach verschiedenen Seiten hin gerichteten Betätigung gelangt.
2. Eine Ausführungsform nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß je eine elementare Übertragungsvorrichtung für pulsierende Kräfte (Magnet, vibrierender Hebel und ähnliches) auf mehrere nach verschiedenen Seiten gerichtete Resonanzkörper (Stahlzungen, Zungenkämme und ähnliches) einwirkt.
3. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Fußleiste mit mehreren
. nach verschiedenen Seiten hin anzeigenden Zungen oder Zungenkämmen erschüttert wird.
4. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß je eine einzige Zunge nach verscniedenen Seiten hin Schwingungsbilder erzeugt (Fig. 10).
5. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Befestigungsstellen zwecks Raumersparnis diametral gegenüberstehen (Fig. 5 bis 8).
6. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die geraden oder gebogenen Zungen in abwechselnder Richtung aneinander vorbeischwingen können (Fig. 11 und 12).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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