DE17157C - Neuerungen am KROMER'schen Sicherheitsschlosse - Google Patents
Neuerungen am KROMER'schen SicherheitsschlosseInfo
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- DE17157C DE17157C DENDAT17157D DE17157DA DE17157C DE 17157 C DE17157 C DE 17157C DE NDAT17157 D DENDAT17157 D DE NDAT17157D DE 17157D A DE17157D A DE 17157DA DE 17157 C DE17157 C DE 17157C
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B59/00—Locks with latches separate from the lock-bolts or with a plurality of latches or lock-bolts
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B21/00—Locks with lamelliform tumblers which are not set by the insertion of the key and in which the tumblers do not follow the movement of the bolt e.g. Chubb-locks
- E05B21/06—Cylinder locks, e.g. protector locks
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- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
a j-
Bei Anwendung von Schlössern, in welchen die durch den Schlüssel zu stellenden Sicherheitstheile
unter Federdruck arbeiten, geschieht es häufig, dafs durch den Bruch einer einzigen
dieser Federn oder Störung durch Rost, Schmutz etc. der betreffende Sicherheitstheil,
die sogenannte Zuhaltung, der Einwirkung der anderen danebenliegenden Zuhaltungen statt
derjenigen des Schlüssels folgt und infolge dessen, wie z. B. beim Chubb-Schlofs, das
Oeffnen desselben nicht mehr möglich ist. Wird jedoch, wie beim Bramah-Schlofs, die Action
sämmtlicher Zuhaltungen nur von einer einzigen Feder bewirkt, so wird im Falle eines Bruches
oder Störung dieser Feder das Schlofs trotz des Schliefsens mit dem Schlüssel nun so lange
in geöffnetem Zustand bleiben, bis sich eines Tages die sich nun selbst überlassen en Zuhaltungskeile
durch Einflufs von Staub etc. beim Einstecken des Schlüssels selbst weiter zurückschieben
und das Oeffnen ebenfalls unmöglich machen.
Um diese Uebelstände zu vermeiden, hat der Erfinder sein Protector-Schlofs, D. R. P. No. 3523,
folgendermafsen construirt:
Der Cylinder b ist auf beiden sich entgegengesetzt befindlichen Seiten mit je fünf unter
einander liegenden Bohrungen η versehen, Fig. 4 und 5. Diese Bohrungen liegen den Zuhaltungen
c mit deren angefrästen Stiften d gerade gegenüber, so dafs eine Schraubenfeder,
zwischen die Zuhaltung und die Cylinderwändung eingeschoben, in der Bohrung η einerseits
und an dem Stift d der Zuhaltung andererseits Führung bekommt.
Durch die Ausdehnung der Feder wird somit die Zuhaltung stets von der Wandung weg
in die geschlossene, den Cylinder b mit dem Gehäuse α fest verbindende Position gebracht,
Fig. i.
Fig. ι zeigt die Zuhaltungen c in dieser geschlossenen Position. Fig. 3 zeigt die Zuhaltungen
c in gleicher Position mit eingestecktem Schlüsselbart. Fig. 2 zeigt solche, nachdem sie
durch Drehung des Schlüsselbartes nach rechts in die geöffnete, dem Drehen des Cylinders b
im Gehäuse α keine Hindernisse mehr bietende Position geschoben worden sind.
Durch Drehen des Schlüssels nach links werden die Zuhaltungen der Wirkung der sich wieder
ausdehnenden Schraubenfedern überlassen und durch dieselben wieder in die geschlossene
Position geschoben. Beim Weiterdrehen des Schlüssels nach links stemmt sich dessen Bart t
gegen Stift r; die Drehung wird hierdurch auf den Cylinder b übertragen, und da die Zuhaltungen
c an der Seite jeweils eine schräge Ebene u besitzen, geben solche dem vom
Punkt w des Gehäuses α gebotenen Widerstand nach und treten durch fortgesetzte Drehung des
Schlüssels nach links herum in die wiederum geöffnete Position, der Drehung zum Schliefsen
von Riegeln keinen Widerstand bietend.
Zum Schliefsen ist also, ähnlich wie bei sogenannten Stechschlössern, der genau passende
Schlüssel nicht nöthig. .
Sämmtliche Zuhaltungen c besitzen, wie bei Fig. 6 ersichtlich, zwei Punkte z'. und i", auf
welche jeweils zwei sich gegenüberliegende verschiedene Stufen des Schlüsselbartes einwirken.
Punkt i' wird durch : die entsprechende Bart-
stufe t, der Einwirkung der Schraubenfeder entgegen, berührt und geschoben, während Vorsprung
i" im Moment der richtig gestellten Position sich- gegen die erwähnte gegenüber
befindliche Bartstufe anlegt und jedes weitere Schieben verhindert.
Hierdurch erhält nun jede Zuhaltung beim Oeffnen mit dem Schlüssel eine über die zwei
entsprechenden Bartstufen eingekeilte, von der Feder oder Störungen durch verdicktes OeI,
Schmutz oder Rost etc. unabhängige, jeweils richtige Position.
Die Aufgabe der Federn, die Zuhaltungen, unabhängig von kleinen Störungen und Einflüssen
der Nachbarn, stets dem . Druck und der Stellung des Schlüsselbartes zu sichern, fällt
hiermit weg und der alleinige Zweck der Schraubenfedern beim Protector-Schlofs ist somit
darauf beschränkt, die Zuhaltungen beim Schliefsen des Schlosses aus der geöffneten
Position zu verschieben.
Da es nun unmöglich ist, durch Berührung oder Sondirung des Schlosses durch das Schlüsselloch
hindurch Gewifsheit zu erlangen, wie viele der Zuhaltungen oder ob solche· in der halb
oder ganz geöffneten Position ruhen, so entspricht die Verschiebung einer einzigen Zuhaltung
dem Verschlufs der sämmtlichen; denn beim ersten Versuch einer Sondirung oder der
geringsten Berührung werden sich die etwa noch in der geöffneten Position ruhenden Zuhaltungen
in die geschlossene verschieben müssen, da dieselben durchaus lose, ohne Hemmung
oder Druck, im Schlofs ruhen und der kleinsten Berührung weichen. Man setze nun den Fall:
von den im Schlofs befindlichen zehn Federn sollte die Hälfte durch Zufall brechen, so würden
solche federlos gewordenen Zuhaltungen trotzdem beim Schliefsen durch das Vorschnellen
der fünf Nachbarzuhaltungen vermöge deren Reibung aus der geöffneten Position gerückt
und also auch geschlossen werden.
Bei diesem Schlofs haben also die Federn mit der Oeffhung nichts zu thun.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist die Dicke der dicht neben einander liegenden Zuhaltungen c
der Breite der Bartstufen gleich. Es müfsten also, um ein sicheres Eingreifen der bezw.
Bartstufen in die ersteren zu garantiren, entweder diese oder die Bartstufen selbst an dem
Berührungspunkt in der Stärke reducirt werden. Um nun diese Berührungspunkte hauptsächlich
wegen deren jeweiliger Reibung nicht nachtheilig zu schwächen, ordnet der Erfinder
auf jeder Seite der betreffenden Bartstufen t des Schlüssels eine tiefere Einfräsung an.
Hierdurch werden die schiebenden Bartstufen t, Fig. 7, zu erhöhten Punkten und infolge dessen
eine unberufene Berührung oder Schiebung durch die Nachbarstufe unmöglich gemacht.
Durch jeweils verschränktes abwechselndes Einlegen der Zuhaltungen in das Schlofsgehäuse
treten die Punkte i" im Gegensatz zu den Punkten i' der Zuhaltungen stets in die eingefrästen
tieferen Stellen des Schlüsselbartes ein, wo solche, wie bereits beschrieben, den Zweck
der Einkeilung des Schlüssels und der Zuhaltung, wenn an den richtigen Platz gestellt, erfüllen.
Wie bei Fig. 6 ersichtlich ist, sind diese in die tiefen Einschnitte des Bartes eingreifenden
Punkte i" in der Dicke auf die Hälfte reducirt, um das sichere freie Eingreifen zu erleichtern.
Da diese Stellen i" irri regelmäfsigen Gebrauch weder Reibung noch einem Druck von
Belang ausgesetzt sind, so hat diese Reduction keinerlei Gefahr oder Nachtheil zur Folge.
Durch diese Construction können die im Patent No. 3523 erwähnten Zwischenplättchen m nicht
nur wegfallen, sondern es bleiben die Zuhaltungen c statt wie früher 1 mm, jetzt 1 1/2 mm
stark, bei der gleichen Anzahl im gleichen Raum, wodurch die Widerstandsfähigkeit gegen
Abnutzung durch die Reibung der Bartstufen sowohl als gegen gewaltsamen Druck vergröfsert
ist.
Beschriebenes Protector - Schlofs - Eingerichte oder auch andere, als Bramah-, Chubb- etc.
Eingerichte, dienen bekanntlich bis jetzt dazu, die Bewegung von Schlofsriegeln zu verhindern
oder solche auf Wunsch des Besitzers, zu bewerkstelligen.
Entweder geschieht hierbei diese Riegelbewegung durch Drehung des Schlüssels und Einwirkung
des Eingerichtes auf die Riegel direct, oder aber letztere werden von einem speciell
hierfür angebrachten Drehgriff in Bewegung gesetzt, wo dann das sogenannte Eingerichte nur
dazu dient, die Riegel abzusperren oder freizugeben. Bei erstgenannten Schlössern bringt
man nebst den grofsen Hauptriegeln noch eine sogenannte Tagesfalle an, welche dazu dient,
selbstständig ohne Mitbewegung der ersteren sich öffnen und schliefsen zu lassen, und zwar
letzteres automatisch beim blofsen Zudrücken der Thür.
Diese beim Gebrauch von Kassen während des Tages angenehme und fast nothwendige
Tagesfalle kam bis jetzt beim letztgenannten System, wo die Riegel mit einem Griff separat
vom Schlüssel in Bewegung gesetzt werden, nicht vor, da die separate Bewegung der Falle
durch denselben Handgriff erstens technische Schwierigkeiten bot, und zweitens der Zweck
einer Tagesfalle nicht erfüllt ist, wenn Jedermann solche, ohne den richtigen Schlüssel zu
besitzen, mit dem Drehgriff öffnen kann.
Um sich zu helfen, mufste man also für die Tagesfalle ein besonderes Schlofs anbringen,
welches gewöhnlich der Ersparnifs halber von
einfacherer und billigerer Construction, also weniger Sicherheit bietend als das Hauptschlofs
war.
Um es nun zu ermöglichen, dafs die Annehmlichkeit der Drehung von schweren Riegeln
mit einem Handgriff benutzt und gleichzeitig in demselben Schlofs die Tagesfalle beim
Zudrücken der Thür durch das Hauptschlofs abgesperrt und nur durch Benutzung des Hauptschlüssels
wieder, selbstständig von den Hauptriegeln, geöffnet werden kann, hat der Erfinder
folgende Combination der drehbaren Schlofs-Eingerichte mit dem Bewegungsmechanismus
eines Drehgriffes construirt.
Fig. 8 zeigt den Schlosskasten A mit abgehobener
Deckplatte; der Doppelriegel B hat seine Führung und Befestigung in der einen
Theil des Schlofsgehäuses bildenden Stulpe D und an dem viereckigen, im unteren Schlofsblech
eingenieteten Stollen E. Die Vor- und Rückwärtsbewegung geschieht vermittelst der
Nufs L, welche durch einen in deren Loch / eingesteckten Drehgriff gedreht werden kann
und über, den Stift K des Riegels B eingreift. In der Mitte und theilweise unter dem etwas
ausgehöhlten Riegel B bewegt sich die Tagesfalle C, deren Kopf und cylindrischer Schaft O
ebenfalls in der Stulpe D und dem Stollen E Führung haben. Durch eine cylindrische Feder,
welche, an den Schaft O angestreift, sich gegen den Stollen E anstemmt, wird die Falle C so
weit nach vorn geschoben, als es der an den Schaft O angeschraubte AngriffsstoUen J, gegen
Stollen E anstofsend, erlaubt, wodurch die Falle in der geschlossenen Lage ruht. Dem Schlofs-Eingerichte
steht nun die Function zu, mittelst Drehens des Schlüssels nach rechts oder links sowohl
die Absperrung und Freimachung des Hauptriegels und der Tagesfalle als auch das selbstständige
Zurückziehen der letzteren zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck besitzt der Cylinder b des am Schlofsgehäuse A festgeschraubten Eingerichtes
die angefeilte scharfe Kante P und die Nase M (s. Fig. 4, 5 und 8). Nach Fig. 8
und 9 sitzt im Hauptriegel B eingebohrt der durch eine cylindrische Feder bewegliche Stahlbolzen
F, welcher im Ruhezustande so weit aus dem Riegel vorspringt, dafs die scharfe
Kante P, von H dagegen stofsend, den Rückgang des 'Riegels verhindert, Fig. 8. Wird nun
mit dem Schlüssel, von der Aufsenseite des Schlosses, eine Drehung nach rechts gemacht,
so nimmt Cylinder b die in Fig. 8 punktirte Position ein, dem Stahlbolzen F gestattend, an
der schrägen Ebene N hinaufzugleiten, da durch das Nachgeben der cylindrischen Feder das
Zurücktreten desselben stattfinden kann, sobald durch Drehen des Drehgriffes nur der Hauptriegel
B nach der geöffneten Position Fig. 9 geschoben wird.
Durch dieses Zurückschliefsen des Hauptriegels wird der nach Fig. 8 an letzterem lose
befestigte Wechsel G ebenfalls so7 weit zurückplacirt,
dafs der Arm 1 desselben '■' sich gegen Angriffsstollen J und Arm 2 gegen die vorgetretene
Nase M von Cylinder b anlegt, bevor der Hauptriegel seine Rücktour vollständig gemacht
hat.
Durch endgültiges Zurückschliefsen des letzteren mit dem Drehgriff wird nun, da Nase M ■
Widerstand leistet, der ganze Druck auf Arm ί des Wechsels G und von diesem auf den am
Fallenschaft befestigten Angriffsbolzen J übertragen, die Federkraft überwunden und die
Falle in die geöffnete Lage gebracht (s. Fig. 9).
Durch Zurückdrehen des Schlüssels bezw. durch Abziehen desselben aus dem Schlofs
nimmt Cylinder b die in Fig. 9 punktirte geschlossene Position wieder ein, wodurch der
Druck gegen Arm 2 des Wechsels G aufgehoben und der Falle das Vorschnellen in die
geschlossene Lage wieder ermöglicht wird. Der Hauptriegel ist in seiner geöffneten Position
geblieben, und kann also die Thür des Geldschrankes durch Zudrücken mit der Tagesfalle
allein geschlossen werden.
Durch einfaches Drehen des Schlüssels nach rechts ist letztere wiederum leicht zu öffnen,
indem sie durch den Druck der vortretenden Nase M auf Arm 2 des Wechsels G zurückgezogen
wird.
Der Gebrauch des Schlosses in der Praxis wird also folgender sein: Der Besitzer steckt
morgens den Schlüssel in das Schlüsselloch und macht damit die durch die. innere Einrichtung
beschränkte '/8 Tour nach rechts herum. Hierauf
läfst er denselben in dieser Position stecken, fafst mit derselben Hand den am. Schrank befindlichen
Drehgriff des Schlosses und dreht solchen nach rechts. Durch diese Bewegung öffnen sich nicht nur sämmtliche Hauptriegel,
sondern auch gleichzeitig die Tagesfalle, und kann die Thür nun, mit dem Griff immer noch
in der Hand, aufgezogen werden. Nachdem nun die Thür offen steht, nimmt man den im
Schlofs steckenden Schlüssel an sich, wodurch sowohl die Tagesfalle sofort wieder in die geschlossene
Position vorschnellt als auch Cylinder H sich so stellt, dafs es keines weiteren
Gebrauches des Schlüssels mehr bedarf, um den Schrank wieder vollständig zu schliefsen, da
beim nachherigen Vordrehen des Hauptriegels mit dem . Drehgriff Stahlbolzen F über die
schräge Ebene N vorgleitet und sich durch Druck der cylindrischen Feder wieder vor die
Ecke P festsetzt.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:
- i. Die Construction von Zuhaltungen, welche einem Doppelbartschlüssel zwei entgegen-
- gesetzte Punkte darbieten, der eine zur Fortbewegung, der andere, um dieser Bewegung am gegebenen Punkt Einhalt zn thun. Die Anwendung von cylindrischen Federn, auf die Zuhaltungen des Protector-Schlosses wirkend, wie dargestellt.
Das Arrangement des Doppelbartschlüssels und der Zuhaltungen c, wodurch sämmtliche auf den Theil V von c wirkenden Stufen vorstehend sind, während diejenigen Stufen, welche von den Theilen i" von c berührt werden, vertieft sitzen. - 4. Die Vorrichtung Hmit Ecke P und Nase M, welche es ermöglicht, sowohl beim Drehen des Schlüssels nach links herum den Riegel abzusperren, nach rechts herum den- - selben freizugeben, als auch die Tagesfalle zurückziehen zu können, in ,Verbindung mit Biegelbewegungsnufs L, Wechsel G und zurückweichendem Bolzen F, es ermöglichend, dafs sowohl die Hauptriegel als auch die Tagesfalle gleichzeitig mittelst eines Drehgriffes vor- und zurückgeschoben werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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