DE17150C - Neuerungen an Vacuum - Verdampf-Apparaten - Google Patents
Neuerungen an Vacuum - Verdampf-ApparatenInfo
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- DE17150C DE17150C DENDAT17150D DE17150DA DE17150C DE 17150 C DE17150 C DE 17150C DE NDAT17150 D DENDAT17150 D DE NDAT17150D DE 17150D A DE17150D A DE 17150DA DE 17150 C DE17150 C DE 17150C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung ist bestimmt, eine Reihe von Verbesserungen in der Construction
von Verdampfapparaten der Zuckerfabrikation, herbeizuführen.
Die bisher gebräuchlichen, aus mehreren Einzelkörpern bestehenden Verdampfapparate
besitzen nämlich alle eine Reihe von Uebelständen, welche ihre Anwendung namentlich
für das Verdampfen schlecht kochender Zuckersäfte dadurch beeinträchtigen, dafs die Verdampfung
nicht beliebig geleitet und beeinflufst werden kann, d. h. um sich eines in der
Zuckerfabrikation gebräuchlichen Ausdrucks zu bedienen, dafs die Apparate nicht beliebig
ä double, triple etc. und multiple effet betrieben werden können. Mittelst des vorliegenden
Verdampfapparates sollen die genannten nothwendigen Variationen auf die bequemste
Weise erreicht werden.
Ferner sind die bis jetzt ausgeführten Apparate in Bezug auf Wärmeverluste durch Ausstrahlung
wenig oder gar nicht geschützt, und bietet die vorliegende Erfindung auch in dieser Beziehung
Abhülfe.
! Die jetzt übliche Combination der Einzelkörper neben einander verlangt eine sehr grofse
Bodenfläche, verbunden mit einem langen und nachtheiligenRöhrensystem, Eigen thümlichkeiten,
welche sowohl durch die Anordnung der Einzelkörper unter sich als auch durch die Specialconstruction
eines jeden selbst bedingt sind.
Die Saftfänger bezw. Uebersteiger in der bis jetzt üblichen Form lassen die Abscheidung
des bei dem Verdampfen mitgerissenen Saftes aus dem Dampf als ungenügend erscheinen,
und bietet die vorliegende Erfindung ebenfalls Vortheile gegen die bislang angewendete.
Hervorzuheben ist noch die aufserordentlich bequeme Zugänglichkeit zu den einzelnen
Theilen, insbesondere die Möglichkeit, die einzelnen Heizkörper behufs Reinigung und Reparatur
herauszunehmen, und zwar ohne den Apparat selbst demontiren zu müssen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist nun ein Verdampfapparat dargestellt, durch den die
oben erwähnten Wirkungen in bester Weise erzielt werden, und soll mittelst desselben ermöglicht
werden, ä triple, quadruple, quintuple sowie sextuple effet zu arbeiten.
In Fig. ι ist die Gesammtanordnung des Verdampfapparates dargestellt. Fig. 2 ist ein
Horizontalschnitt nach G-H, Fig. 3 ein Horizontalschnitt nach J-K, Fig. 4 ein Horizontalschnitt
nach L-M und Fig. 5 ein Horizontalschnitt nach N-O. ABCDE und F sind die
einzelnen Verdampfkörper und 1, 2, 3, 4, 5 und 6 die in denselben befindlichen Heizkörper,
während ab c d e die zu den Körpern A B CDE gehörigen Saftfänger darstellen. Der
Körper F erhält keinen besonderen Saftfänger, vielmehr dient der Condensator f gleichzeitig
diesem Zweck.
Die Verdampfkörper, sowie deren Saftfänger und Heizkörper sind nun durch entsprechende,
auf der Zeichnung ersichtliche Rohrleitungen verbunden, und ist die Anordnung der Apparate
und der Ventile derartig getroffen, dafs man in oben genannter Weise mit dem Apparat
arbeiten kann.
Der Verdampfkörper A ist durch den Saftfänger α und das Rohr ax mit dem Heiz-
körper 2 des Körpers B verbunden. Die Dämpfe aus dem Körper B steigen in den
Saftfänger b und gelangen von hier in das Rohr bx, welches mit den Zweigrohren h und i
versehen ist. Das Rohr h, Fig. 1 und 3, führt
zu den Heizkörpern 3 und 4 und enthält eingeschaltet das Durchgangsventil V3. Das Rohr i,
Fig. ι und 5, führt zu den Heizkörpern 6 und 5 und enthält eingeschaltet die Ventile ve
und vs.
Die Verdampf körper C und JD, Fig. 1 und 2,
sind durch das Rohr k sowohl mit den Saftfängern c und d als auch mit dem Condensator
/ verbunden. In das Rohr k sind die Ventile V1 und V2 eingeschaltet. Aus dem Saftfänger
d steigen die Dämpfe in das Rohr dt
nieder, welches durch das Ventil V9 mit dem Rohr i und somit auch mit den Körpern 5
und 6 in Verbindung gesetzt ist.
Die Dämpfe aus dem Saftfänger c steigen nieder in das Rohr C1, welches durch Ventil vit
Fig. ι und 3, mit dem Rohr h, also auch mit den Heizkörpern 3 und 4 communicirt. Ferner
ist Röhr C1 durch Ventil v7 mit dem Rohr i,
Fig. ι und 5, und somit auch mit den Heizkörpern
s und 6 verbunden.
Die Verdampfkörper E und F sind durch das Rohr /, Fig. 1 und 4, in Verbindung gebracht;
eingeschaltet in dieses Rohr ist das Ventil vs.
Das Rohr / führt einerseits in den Condensator/,
andererseits in den Saftfänger e; dieser ist durch das Ventil V10 mit dem Rohr i und
somit auch mit dem Heizkörper 6 verbunden. Von dem Condensator/" führt die Rohrleitung m
■ zu einer trockenen Luftpumpe, das Condensationswasser hingegen fliefst durch das Abfallrohr
g ab. Durch das Rohr p wird das Einspritzwasser dem Condensator zugeführt.
Der Heizkörper 1 wird durch die Retourdämpfe der Maschine betrieben; das sich dabei
bildende Condensationswasser wird durch eine besondere Rohrleitung abgeführt.
Das Retourwasser der Heizkörper 2, 3, 4, 5 und 6 wird vermittelst einer gemeinschaftlichen
Rohrleitung zur Britdenpumpe abgeleitet.
In folgendem soll nuij· die Wirkungsweise
des dargestellten Apparates in den verschiedenen möglichen Variationen beschrieben werden.
, i. ä triple effet.
Die Ventile V1 V2 V3 W5 z>G vs sind geöffnet,
während V1 V7 v$ V10 geschlossen werden.
Die aus dem Verdampfkörper A entweichenden Brüdendämpfe steigen in den Saftfänger a,
verlassen denselben durch das Rohr a1} um in
den Heizkörper 2 zu gelangen. Die sich in B entwickelnden Brüdendämpfe treten in den
Saftfänger b, verlassen diesen durch das Rohr bx
und treten durch die Rohre h und i in die Heizkörper 3, 4, S und 6. Die sich in den
Verdampfkörpern CDEF entwickelnden Dämpfe gelangen vermittelst der Rohre k und / nach
dem Condensator f, der gleichzeitig als Saftfänger dient.
Schliefst man noch die Ventile vs v& vs, so
dafs nur V1 V2 V3 offen sind, so arbeiten nur
die Körper ABC und D, und zwar ebenfalls
ä triple eifet.
2. ä quadruple effet.
Die Ventile V3 V5 V1 V9 sind geöffnet, während
V1 V2 vt vs vs V10 geschlossen werden.
Die Brüdendämpfe des Verdampfkörpers A gelangen, wie vorher, nach dem Heizkörper 2,
die aus B entweichenden Brüdendämpfe dagegen nach b und ilt von hier durch h nach 3
und 4.
Die Brüdendämpfe aus C gehen nach c, die von D nach d. Aus c treten die Dämpfe
durch C1 nach i und somit nach 6, während
die Dämpfe aus d durch d1 nach 5 strömen.
Die sich in E und F entwickelnden Brüdendämpfe gelangen durch / nach dem Condensator.
3. ä quintuple effet.
Die Ventile V1 V5 vs V9 sind geöffnet, während
V1 V2 V3 v6 V7 V10 geschlossen werden.
Die Brüdendämpfe aus A gelangen durch a
nach 2, die Dämpfe aus B durch b nach 3, die Dämpfe von C nach c und von hier durch
Ventil V1 nach h und somit nach 4. Die Dämpfe aus D gehen nach d und von hier
durch di nach 5 und 6 gleichzeitig. Die Brüdendämpfe aus E und F gelangen durch /
nach dem Condensator /.
4. ä sextuple effet.
Die Ventile v± vs und V10 sind geöffnet,
während V1 V2 V3 V5 v& V7 vs geschlossen werden.
Die Dämpfe aus A gelangen durch α nach 2. Die Dämpfe aus B gehen durch b ^1 und h
nach 3. Die Dämpfe aus C gehen durch c C1 »4 nach 4. Die Dämpfe aus D gehen durch
d d1 und i nach 5. Die Dämpfe aus E entweichen
nach dem Saftfänger e, gelangen durch das Ventil V10 nach i und somit nach 6. Die
Brüdendämpfe aus F entweichen durch / nach dem Condensator /.
In derselben Weise, wie beschrieben, kann man nun den Apparat auch noch durch analoge
Anordnung von noch mehr Körpern mit den entsprechenden Saftfängern und Ventilen versehen, vervielfältigen und dadurch einen beliebig
ä multiple effet wirkenden Apparat herstellen.
Ferner kann durch entsprechende Verbindung des Saftfängers α mit dem Rohrsystem, sowie
durch Anschlufs des Körpers B an den Condensator ein Einkörperapparat und ein Apparat
ä double effet hergestellt werden.
Die Details der Verdampf körper selbst, sowie der Saftfänger sind' in Fig. 6 im Längenschnitt,
Fig. 7 im Querschnitt und Fig. 8 im Horizontalschnitt dargestellt.
Der Körper selbst besteht aus einem aus gufseisernen, durch Rippen verstärkten Platten
gebildeten Kasten B, dessen Boden und Deckel gewölbt sind, und zwar in der Weise, dafs der
Deckel des einen Körpers als Boden des über demselben angebrachten zweiten dient.
Im Inneren des Kastens B ist nun ein von allen Seiten geschlossenes viereckiges Gefäfs 2
(der Heizkörper) vorhanden, welches von einem verticalen Rohrsystem in der Weise durchzogen
wird, dafs der im Kasten befindliche Saft in den Röhren frei circuliren kann, während der
aus einem vorhergehenden Körper eintretende Dampf dieselben von aufsen bestreicht. Um
dies letztere zu erreichen, ist an der Oeffnung η
ein Gufsstück angebracht, in welchem ein an dem Gefäfs 2 ~ mit Steg versehener Ring mittelst
eines Bolzens festgehalten wird, welcher durch die an dem Rohr O1 aufserhalb angebrachte
Mutter angezogen wird. Zwischen den sich berührenden Flächen befindet sich selbstverständlich
eine Dichtung von Gummi oder sonstigem Dichtungsmaterial. Es leuchtet ein, dafs nach Lösung dieser Mutter und Abnehmen
des Deckels s der Kasten 2 mit seinem Röhrensystem herausgenommen werden kann.
Um Wärmeverluste durch Ausstrahlung zu verhüten, wird der Körper von aufsen durch
glasirte, mit Flantschen versehene Formsteine t bekleidet, welche letzteren sich an die Verstärkungsrippen
der Wandung anlegen. Um die Bekleidung zusammenzuhalten, sind an den betreffenden Stellen die metallenen Bänder u
angebracht.
Den Körpern wird auf diese Weise die Eigenschaft eines eingemauerten Apparates gegeben,
und bildet diese Art und Weise der Ummantelung eine besondere Eigenthümlichkeit
der vorliegenden Erfindung.
Der Saftfänger b besteht aus einem stehenden Cylinder P, in welchen ein zweiter, innen
concentrischer Cylinder R eingeschoben ist, dessen unterer Flantsch gleichzeitig den Boden
des Saftfängers bildet. In dem Zwischenraum zwischen P und R hängt ein dritter am Deckel
befestigter Cylinder S herab, welcher; nicht bis
auf den Boden reicht, so dafs der aus dem Körper B austretende Dampf im Saftfanger
zwischen Cylinder P und »S niedersteigt, dann
zwischen »S und R nach oben geht, um schliefslich,
in R niedergehend, den Saftfänger zu verlassen.
Die Hinzufügung des Cylinders S ist eine wesentliche Verbesserung und bildet einen besonderen
Theil der vorliegenden Erfindung.
Claims (3)
1. Die Verbindung mehrerer Verdampf körper zu einem Gesammtverdampfapparat derartig,
dafs selbst während des Ganges nur durch passende Ventilstellung nach Bedürfnifs
ä double, triple etc. multiple effet gearbeitet werden kann.
2. Die Herstellung von Verdampfkörpern aus gerippten und versteiften, zusammengeschraubten
gufseisernen Platten.
3. Die Construction des Saftfängers und des Condensators, bestehend aus drei mit einander
combinirten Cylindern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17150C true DE17150C (de) |
Family
ID=294106
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17150D Active DE17150C (de) | Neuerungen an Vacuum - Verdampf-Apparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17150C (de) |
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- DE DENDAT17150D patent/DE17150C/de active Active
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