DE17150C - Neuerungen an Vacuum - Verdampf-Apparaten - Google Patents

Neuerungen an Vacuum - Verdampf-Apparaten

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DE17150C
DE17150C DENDAT17150D DE17150DA DE17150C DE 17150 C DE17150 C DE 17150C DE NDAT17150 D DENDAT17150 D DE NDAT17150D DE 17150D A DE17150D A DE 17150DA DE 17150 C DE17150 C DE 17150C
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DE
Germany
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vapors
juice
pipe
condenser
evaporator
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DENDAT17150D
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A. KUX in Berlin W., Flottwellstrafse 4
Publication of DE17150C publication Critical patent/DE17150C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B25/00Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K27/00AC commutator motors or generators having mechanical commutator
    • H02K27/04AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung ist bestimmt, eine Reihe von Verbesserungen in der Construction von Verdampfapparaten der Zuckerfabrikation, herbeizuführen.
Die bisher gebräuchlichen, aus mehreren Einzelkörpern bestehenden Verdampfapparate besitzen nämlich alle eine Reihe von Uebelständen, welche ihre Anwendung namentlich für das Verdampfen schlecht kochender Zuckersäfte dadurch beeinträchtigen, dafs die Verdampfung nicht beliebig geleitet und beeinflufst werden kann, d. h. um sich eines in der Zuckerfabrikation gebräuchlichen Ausdrucks zu bedienen, dafs die Apparate nicht beliebig ä double, triple etc. und multiple effet betrieben werden können. Mittelst des vorliegenden Verdampfapparates sollen die genannten nothwendigen Variationen auf die bequemste Weise erreicht werden.
Ferner sind die bis jetzt ausgeführten Apparate in Bezug auf Wärmeverluste durch Ausstrahlung wenig oder gar nicht geschützt, und bietet die vorliegende Erfindung auch in dieser Beziehung Abhülfe.
! Die jetzt übliche Combination der Einzelkörper neben einander verlangt eine sehr grofse Bodenfläche, verbunden mit einem langen und nachtheiligenRöhrensystem, Eigen thümlichkeiten, welche sowohl durch die Anordnung der Einzelkörper unter sich als auch durch die Specialconstruction eines jeden selbst bedingt sind.
Die Saftfänger bezw. Uebersteiger in der bis jetzt üblichen Form lassen die Abscheidung des bei dem Verdampfen mitgerissenen Saftes aus dem Dampf als ungenügend erscheinen, und bietet die vorliegende Erfindung ebenfalls Vortheile gegen die bislang angewendete.
Hervorzuheben ist noch die aufserordentlich bequeme Zugänglichkeit zu den einzelnen Theilen, insbesondere die Möglichkeit, die einzelnen Heizkörper behufs Reinigung und Reparatur herauszunehmen, und zwar ohne den Apparat selbst demontiren zu müssen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist nun ein Verdampfapparat dargestellt, durch den die oben erwähnten Wirkungen in bester Weise erzielt werden, und soll mittelst desselben ermöglicht werden, ä triple, quadruple, quintuple sowie sextuple effet zu arbeiten.
In Fig. ι ist die Gesammtanordnung des Verdampfapparates dargestellt. Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt nach G-H, Fig. 3 ein Horizontalschnitt nach J-K, Fig. 4 ein Horizontalschnitt nach L-M und Fig. 5 ein Horizontalschnitt nach N-O. ABCDE und F sind die einzelnen Verdampfkörper und 1, 2, 3, 4, 5 und 6 die in denselben befindlichen Heizkörper, während ab c d e die zu den Körpern A B CDE gehörigen Saftfänger darstellen. Der Körper F erhält keinen besonderen Saftfänger, vielmehr dient der Condensator f gleichzeitig diesem Zweck.
Die Verdampfkörper, sowie deren Saftfänger und Heizkörper sind nun durch entsprechende, auf der Zeichnung ersichtliche Rohrleitungen verbunden, und ist die Anordnung der Apparate und der Ventile derartig getroffen, dafs man in oben genannter Weise mit dem Apparat arbeiten kann.
Der Verdampfkörper A ist durch den Saftfänger α und das Rohr ax mit dem Heiz-
körper 2 des Körpers B verbunden. Die Dämpfe aus dem Körper B steigen in den Saftfänger b und gelangen von hier in das Rohr bx, welches mit den Zweigrohren h und i versehen ist. Das Rohr h, Fig. 1 und 3, führt zu den Heizkörpern 3 und 4 und enthält eingeschaltet das Durchgangsventil V3. Das Rohr i, Fig. ι und 5, führt zu den Heizkörpern 6 und 5 und enthält eingeschaltet die Ventile ve und vs.
Die Verdampf körper C und JD, Fig. 1 und 2, sind durch das Rohr k sowohl mit den Saftfängern c und d als auch mit dem Condensator / verbunden. In das Rohr k sind die Ventile V1 und V2 eingeschaltet. Aus dem Saftfänger d steigen die Dämpfe in das Rohr dt nieder, welches durch das Ventil V9 mit dem Rohr i und somit auch mit den Körpern 5 und 6 in Verbindung gesetzt ist.
Die Dämpfe aus dem Saftfänger c steigen nieder in das Rohr C1, welches durch Ventil vit Fig. ι und 3, mit dem Rohr h, also auch mit den Heizkörpern 3 und 4 communicirt. Ferner ist Röhr C1 durch Ventil v7 mit dem Rohr i, Fig. ι und 5, und somit auch mit den Heizkörpern s und 6 verbunden.
Die Verdampfkörper E und F sind durch das Rohr /, Fig. 1 und 4, in Verbindung gebracht; eingeschaltet in dieses Rohr ist das Ventil vs.
Das Rohr / führt einerseits in den Condensator/, andererseits in den Saftfänger e; dieser ist durch das Ventil V10 mit dem Rohr i und somit auch mit dem Heizkörper 6 verbunden. Von dem Condensator/" führt die Rohrleitung m ■ zu einer trockenen Luftpumpe, das Condensationswasser hingegen fliefst durch das Abfallrohr g ab. Durch das Rohr p wird das Einspritzwasser dem Condensator zugeführt.
Der Heizkörper 1 wird durch die Retourdämpfe der Maschine betrieben; das sich dabei bildende Condensationswasser wird durch eine besondere Rohrleitung abgeführt.
Das Retourwasser der Heizkörper 2, 3, 4, 5 und 6 wird vermittelst einer gemeinschaftlichen Rohrleitung zur Britdenpumpe abgeleitet.
In folgendem soll nuij· die Wirkungsweise des dargestellten Apparates in den verschiedenen möglichen Variationen beschrieben werden.
, i. ä triple effet.
Die Ventile V1 V2 V3 W5 z>G vs sind geöffnet, während V1 V7 v$ V10 geschlossen werden.
Die aus dem Verdampfkörper A entweichenden Brüdendämpfe steigen in den Saftfänger a, verlassen denselben durch das Rohr a1} um in den Heizkörper 2 zu gelangen. Die sich in B entwickelnden Brüdendämpfe treten in den Saftfänger b, verlassen diesen durch das Rohr bx und treten durch die Rohre h und i in die Heizkörper 3, 4, S und 6. Die sich in den Verdampfkörpern CDEF entwickelnden Dämpfe gelangen vermittelst der Rohre k und / nach dem Condensator f, der gleichzeitig als Saftfänger dient.
Schliefst man noch die Ventile vs v& vs, so dafs nur V1 V2 V3 offen sind, so arbeiten nur die Körper ABC und D, und zwar ebenfalls ä triple eifet.
2. ä quadruple effet.
Die Ventile V3 V5 V1 V9 sind geöffnet, während V1 V2 vt vs vs V10 geschlossen werden.
Die Brüdendämpfe des Verdampfkörpers A gelangen, wie vorher, nach dem Heizkörper 2, die aus B entweichenden Brüdendämpfe dagegen nach b und ilt von hier durch h nach 3 und 4.
Die Brüdendämpfe aus C gehen nach c, die von D nach d. Aus c treten die Dämpfe durch C1 nach i und somit nach 6, während die Dämpfe aus d durch d1 nach 5 strömen. Die sich in E und F entwickelnden Brüdendämpfe gelangen durch / nach dem Condensator.
3. ä quintuple effet.
Die Ventile V1 V5 vs V9 sind geöffnet, während V1 V2 V3 v6 V7 V10 geschlossen werden.
Die Brüdendämpfe aus A gelangen durch a nach 2, die Dämpfe aus B durch b nach 3, die Dämpfe von C nach c und von hier durch Ventil V1 nach h und somit nach 4. Die Dämpfe aus D gehen nach d und von hier durch di nach 5 und 6 gleichzeitig. Die Brüdendämpfe aus E und F gelangen durch / nach dem Condensator /.
4. ä sextuple effet.
Die Ventile v± vs und V10 sind geöffnet, während V1 V2 V3 V5 v& V7 vs geschlossen werden. Die Dämpfe aus A gelangen durch α nach 2. Die Dämpfe aus B gehen durch b ^1 und h nach 3. Die Dämpfe aus C gehen durch c C1 »4 nach 4. Die Dämpfe aus D gehen durch d d1 und i nach 5. Die Dämpfe aus E entweichen nach dem Saftfänger e, gelangen durch das Ventil V10 nach i und somit nach 6. Die Brüdendämpfe aus F entweichen durch / nach dem Condensator /.
In derselben Weise, wie beschrieben, kann man nun den Apparat auch noch durch analoge Anordnung von noch mehr Körpern mit den entsprechenden Saftfängern und Ventilen versehen, vervielfältigen und dadurch einen beliebig ä multiple effet wirkenden Apparat herstellen.
Ferner kann durch entsprechende Verbindung des Saftfängers α mit dem Rohrsystem, sowie durch Anschlufs des Körpers B an den Condensator ein Einkörperapparat und ein Apparat ä double effet hergestellt werden.
Die Details der Verdampf körper selbst, sowie der Saftfänger sind' in Fig. 6 im Längenschnitt, Fig. 7 im Querschnitt und Fig. 8 im Horizontalschnitt dargestellt.
Der Körper selbst besteht aus einem aus gufseisernen, durch Rippen verstärkten Platten gebildeten Kasten B, dessen Boden und Deckel gewölbt sind, und zwar in der Weise, dafs der Deckel des einen Körpers als Boden des über demselben angebrachten zweiten dient.
Im Inneren des Kastens B ist nun ein von allen Seiten geschlossenes viereckiges Gefäfs 2 (der Heizkörper) vorhanden, welches von einem verticalen Rohrsystem in der Weise durchzogen wird, dafs der im Kasten befindliche Saft in den Röhren frei circuliren kann, während der aus einem vorhergehenden Körper eintretende Dampf dieselben von aufsen bestreicht. Um dies letztere zu erreichen, ist an der Oeffnung η ein Gufsstück angebracht, in welchem ein an dem Gefäfs 2 ~ mit Steg versehener Ring mittelst eines Bolzens festgehalten wird, welcher durch die an dem Rohr O1 aufserhalb angebrachte Mutter angezogen wird. Zwischen den sich berührenden Flächen befindet sich selbstverständlich eine Dichtung von Gummi oder sonstigem Dichtungsmaterial. Es leuchtet ein, dafs nach Lösung dieser Mutter und Abnehmen des Deckels s der Kasten 2 mit seinem Röhrensystem herausgenommen werden kann.
Um Wärmeverluste durch Ausstrahlung zu verhüten, wird der Körper von aufsen durch glasirte, mit Flantschen versehene Formsteine t bekleidet, welche letzteren sich an die Verstärkungsrippen der Wandung anlegen. Um die Bekleidung zusammenzuhalten, sind an den betreffenden Stellen die metallenen Bänder u angebracht.
Den Körpern wird auf diese Weise die Eigenschaft eines eingemauerten Apparates gegeben, und bildet diese Art und Weise der Ummantelung eine besondere Eigenthümlichkeit der vorliegenden Erfindung.
Der Saftfänger b besteht aus einem stehenden Cylinder P, in welchen ein zweiter, innen concentrischer Cylinder R eingeschoben ist, dessen unterer Flantsch gleichzeitig den Boden des Saftfängers bildet. In dem Zwischenraum zwischen P und R hängt ein dritter am Deckel befestigter Cylinder S herab, welcher; nicht bis auf den Boden reicht, so dafs der aus dem Körper B austretende Dampf im Saftfanger zwischen Cylinder P und »S niedersteigt, dann zwischen »S und R nach oben geht, um schliefslich, in R niedergehend, den Saftfänger zu verlassen.
Die Hinzufügung des Cylinders S ist eine wesentliche Verbesserung und bildet einen besonderen Theil der vorliegenden Erfindung.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die Verbindung mehrerer Verdampf körper zu einem Gesammtverdampfapparat derartig, dafs selbst während des Ganges nur durch passende Ventilstellung nach Bedürfnifs ä double, triple etc. multiple effet gearbeitet werden kann.
2. Die Herstellung von Verdampfkörpern aus gerippten und versteiften, zusammengeschraubten gufseisernen Platten.
3. Die Construction des Saftfängers und des Condensators, bestehend aus drei mit einander combinirten Cylindern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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