DE167751C - - Google Patents

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DE167751C
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Germany
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shorter
circumference
saddle
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DE1901167751D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K1/00Making machine elements
    • B21K1/28Making machine elements wheels; discs
    • B21K1/32Making machine elements wheels; discs discs, e.g. disc wheels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung geschmiedeter oder gepreßter Eisenbahnräder und Radscheiben aus einem am Nabenteil verdickten Block.
Bisher wurde der warm gemachte Block in ein Gesenk gebracht und durch einen symmetrisch auf ihn wirkenden Sattel gestreckt. Ein derartiger Sattel wirkt in der
ίο Weise, daß der Block von der Mitte aus gleichmäßig nach dem Umfang ausgestreckt wird.
Um ein rasches Strecken des Werkstückes unter dem Hammer zu erreichen, versieht man, wie bekannt, die Hammerbahn mit wellenförmigen Erhöhungen und Vertiefungen (Lamellen). Dieser Tatsache entsprechend wird nach vorliegender Erfindung der Obersattel unsymmetrisch gestaltet und besteht gewissermaßen aus einer längeren und kürzeren radialen Lamelle. Infolge der Gestalt arbeitet der Sattel in der Weise, daß die kürzere Arbeitsfläche das Material vorarbeitet und die längere Arbeitsfläche dem Material die richtige Form gibt. Beim Niederfallen des Hammers drücken sich diese kürzere und längere Arbeitsfläche in das Werkstück hinein. Dadurch, daß man die Schläge wiederholt, während man den Amboß mit dem Werkstück rotieren läßt, geht die Schmiedearbeit sehr schnell vor sich.
Die kürzere Arbeitsfläche streckt den nahe der Mitte gelegenen Teil des Werkstückes radial, worauf nach einer halben Umdrehung des letzteren dieser Teil durch die längere Arbeitsfläche weiter radial und auch tangential gestreckt wird. Kommt die kürzere Arbeitsfläche, die inzwischen die andere Hälfte des Werkstückes bearbeitet hat, wieder an diese Stelle, so schiebt dieselbe wiederum das Material etwas nach der Peripherie hin, indem es tiefer in dasselbe eindringt. Auf diese Weise wiederholt sich der Vorgang bis zur endlichen Fertigstellung.
Durch diese Anordnung wird es ermöglicht, gleich von vornherein ein Untergesenk zu verwenden, welches im wesentlichen der Form des fertigen Rades entspricht. Hierdurch erreicht man, daß gleich bei dem ersten Arbeitsvorgange das Scheibenrad ziemlich fertig wird und bei dem zweiten Arbeitsvorgange das Arbeitsstück nur noch gekümpelt zu werden braucht.
Es wird somit bei der neuen Vorrichtung durch Verwendung von zwei Hämmern ein Auswechseln der Sattelform vermieden. Das Rad bezw. die Radscheibe wird unter dem ersten Hammer geschmiedet und in derselben Hitze unter dem zweiten Hammer gekümpelt.
Vorliegende Vorrichtung vereinfacht und verbilligt die Herstellung der Scheiben außerordentlich, da das wiederholte Auswechseln der Formen und das Auswalzen des Felgenkranzes überflüssig werden und, wie oben erwähnt, das Rad in nur einer Hitze hergestellt werden kann.
In den beiliegenden Zeichnungen ist das ' Werkstück in seinen einzelnen Bearbeitungsphasen dargestellt, und zwar stets im Schnitt und in der Ansicht von oben.
Fig. ι und 2 zeigen das rohe Werkstück,
Fig. 3 und 4 das Werkstück nach den ersten Schlagen und die Art und Weise, wie dasselbe gestreckt wird.
Fig. 5 bis 12 zeigen die weitere Fertigstellung.
Fig. 13 und 14 zeigen das Werkstück nach dem zweiten Arbeitsvorgange, und
Fig. 15 ist die Ansicht einer dazu passenden Presse.
ίο Das Untergesenk hat die aus den Figuren ersichtliche Gestaltung. Bei dem ersten Arbeitsvorgange wird das Werkstück, welches ursprünglich die in Fig. 1 und 2 gezeichnete Gestalt besaß, allmählich in die in Fig. 3 bis 10 dargestellte unsymmetrische Gestalt gebracht , bis die größere Arbeitsfläche am Schlüsse des Arbeitsvorganges demselben die in Fig. 11 und 12 gezeichnete Form gibt.
Die in den Fig. 2, 4, 6, 8, 10 und 12 mit χ bezeichnete Linie ist die jedesmalige Umrißlinie des Werkstückes in den einzelnen Bearbeitungsstufen.
Es geht aus den einzelnen Figuren hervor, in welcher Weise das Werkstück allmählich nach außen und zu beiden Seiten der größeren Arbeitsfläche ausgestreckt wird.
Am Schlüsse des ersten Arbeitsvorganges erhält das Werkstück die in Fig. i'l und 12 gezeichnete Gestalt. Das Werkstück wird während des Schmiedens, bei welchem sich die Schläge rasch wiederholen, in bekannter Weise langsam gedreht.
In dem zweiten Arbeitsvorgänge, in welchem die Scheibe zunächst mittels geeigneten Domes in bekannter Weise gelocht werden kann, wird der Radkranz unter weiterer, aber nur geringer Streckung des ganzen Materiales fertig gemacht und das Rad gekümpelt. Das Rad verläßt das Gesenk in solcher Form, daß es sofort gebohrt und gedreht werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Herstellung geschmiedeter oder gepreßter Eisenbahnräder aus einem Block, gekennzeichnet durch einen unsymmetrischen Sattel mit einer kürzeren und einer längeren Arbeitsfläche, welche letztere die Form gibt, während die erstere das rasche Ausbreiten und Strecken des Materiales auf den Umfang erleichtert, in Verbindung mit einem Untergesenk, welches auf seinem Umfang im wesentlichen die Gestalt des fertigen Kranzes und in seinem mittleren, später die Scheibe bildenden Teil die Gestalt einer Kugelzone aufweist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1901167751D 1901-12-12 1901-12-12 Expired - Lifetime DE167751C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT25943D AT25943B (de) 1901-12-12 1906-03-05 Vorrichtung zur Herstellung geschmiedeter oder gepreßter Eisenbahnräder.

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DE167751C true DE167751C (de)

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ID=433031

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