DE1663172C3 - Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener oder gebremster Fahrzeugachsen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener oder gebremster FahrzeugachsenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener oder
gebremster Fahrzeugachsen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Anfahr- und Bremsmomente elektrischer Triebfahrzeuge sind heute so hoch, daß der Haftwert
zwischen Rad und Schiene oftmals nicht zu ihrer Übertragung auf die Schiene ausreicht. Angetriebene
Achsen schleudern dann, gebremste Achsen kommen zum Gleiten. Das ist aus verschiedenen Gründen
unerwünscht: Das übertragbare Moment zwischen Rad und Schiene sinkt nämlich mit zunehmendem Schlupf,
und bei größerem Schlupf tritt eine starke Rad- und Schienenabnutzung auf, wobei sich an den Rädern
Flachstellen und in den Schienen Vertiefungen bilden können. Überdies können bei starkem Schleudern
Achsen und Fahrmotoren Drehzahlen annehmen, die über den zulässigen Werten liegen und zu mechanischen
Zerstörungen führen.
Bisher ist es meist der Geschicklichkeit des Fahrzeugführers überlassen, ein Durchdrehen bzw.
Rutschen der Achsen zu vermeiden. Beobachtungen und Messungen zeigten, daß ein Schleuder- oder Gleitvorgang
vom Fahrzeugführer oft erst sehr spät wahrgenommen werden kann, vor allem, wenn Achsen, deren
Motorstrom dem Fahrzeugführer nicht angezeigt wird, plötzlich und schnell durchdrehen. Ein gut arbeitender
und schneller Schleuderschutz (im folgenden soll darunter auch der Gleitschutz verstanden werden)
könnte somit dem Fahrzeugführer wertvolle Hilfe bei der Bedienung der Maschine leisten, für einen
automatischen oder halbautomatischer. Zugbetrieb iM
er unerläßlich.
Eine Reihe von Fahrzeugen wurde bisher schon mit Schleuderschutzeinrichtungen ausgerüstet, bei denen
sowohl die Erfassung des Schleuderns als auch die Maßnahmen zu dessen Beseitigung je nach Hersteller
und Fahrzeugart verschieden sind. Die Voraussetzung für jeden sicher arbeitenden Schleuderschutz ist die
möglichst genaue und schnelle Ermittlung des Schlupfes zwischen Rad und Schiene.
Zur Schlupfmessung sind mehrere Methoden bekannt:
Bei Reihenschlußmotoren ist der Motorstrom ein Maß für die Drehzahl, wenn die Ankerspannung
vorgegeben ist. Bei Vernachlässigung der Spannungsabfälle im Motor und unter Voraussetzung eines linearen
Zusammenhanges zwischen Motorstrom und Motorfluß ist dann der Motorstrom der Drehzahl umgekehrt
proportional. Bei parallelgeschalteten, an der gleichen Spannung liegenden Reihenschlußfahrmctoren verringert
sich der Motorstrom der schlüpfenden Achse mit
wachsendem Schlupf gegenüber den anderen Motorströmen. Diese Stromdifferenz läßt sich als Schleudersignal
auswerten.
Genauer kann der Schlupf gemessen werden, wenn man in bekannter Weise den Achsdrehzahlen direkt
-,ο proportionale Größen miteinander vergleicht. Dazu ist
der Anbau eines Drehzahlgebers an jeder zu überwachenden Achse erforderlich, wobei als Drehzahlgeber
Tachogeneratoren, und zwar Gleichspannungs- oder mehrphasige Wechselspannungsgeneratoren. Verwendung
finden können (Drehzahlvergleich mit Tachogeneratoren). Beim Vergleich der Achsdrehzahlen erfolgt
eine Schlupfmeldung erst, nachdem sich ein gewisser Schlupf aufgebaut hat.
Wird hingegen die Winkelbeschleunigung der einzelnen
Triebachsen als Schlupf-Kriterium verwendet, so wird der Schlupf schon im Entstehen erfaßt. Auf jeder
zu überwachenden Achse muß dazu ein Beschleunigungsgeber angebracht werden, im einfachsten Fall ein
Tachogenerator, dessen Ausgangsspannung differenziert wird. Winkelbeschleunigungen, wie sie beim
Fahren und Bremsen betriebsmäßig vorkommen, dürfen aber keinen Schlupf vortäuschen. Deshalb darf ein
Schlupfsignal erst bei Winkelbeschleunigungen abgegeben werden, die über den betriebsmäßig vorkommenden
Werten liegen, oder die betriebsmäßig vorliegende Winkelbeschleunigung muß kompensiert werden, z. B.
durch den Vergleich der Beschleunigungen verschiedener Achsen. Eine auftretende Beschleunigungsdifferenz
ist dann ein Maß für entstehenden Schlupf. Eine restlose Kompensation ist jedoch nicht möglich, da die
Winkelbeschleunigung verschiedener Achsen auch im ungestörten Fall wegen der dynamischen Unterschiede
durch Drehgestellt- und Federbewegungen nicht völlig gleich ist. Beliebig kleine Winkelbeschleunigungen
können somit nicht als Schlupfsignal ausgewerter werden. Ein Schlupf, der sich nur langsam aufbaut, kann
nicht erfaßt werden, genauso wie ein gleichmäßig anstehender Schlupf unabhängig von seiner Höhe nicht
gemessen werden kann.
Wesentlich unempfindlicher, praktisch wartungsfrei und kleiner lassen sich Digitalgeber bauen, die je
Radumdrehung eine bestimmte feste Anzahl von Impulsen abgeben. Die Impulse jeder Achse können in
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<f
bekannter Weise je in einem Zähler gezählt, die Zählerstände nach Abiauf einer bestimmten Zeit oder
Fahrstrecke miteinander verglichen, danach die Zähler zurückgestellt werden und von neuem ;;ezählt werden
(ε. ζ. B- Siemens-Zciischrifl, 1965, S 549 und Schweizer
Patentschrift 3 96 972). Auftretende Unterschiede der Zählerstände sind ein Maß für den Schlupf einer Achse
(Drehzahlvergleich durch Impulszählun^). Die Erfassung
des Schlupfes kann zwar grundsätzlich beliebig genau gemacht werden, wenn die Zählerkapazität nur
groß genug ist Mit wachsender Genauigkeit steigt jedoch der Zeitverzug zwischen auftretendem Schlupf
und Schlupf signal Soll z.B. ein Schlupf von 1% der gerade anstehenden Geschwindigkeit erfaßt werden, so
müssen 100 Impulse gezählt werden, bis eine Meldung des Schlupfes erfolgt.
Die Anzahl der Impulse je Radumdrehung ist aber nicht beliebig steigerbar. Liefert ein Imp jlsgeber z. B. je
Radumdrehung 100 Impulse, so liegt zwischen auftretendem
Schlupf und dessen Meldung eine volle Radumdrehung, wenn l%Schlupf erfaßt werden soll.
Unterschiedliche Radreifenabnutzung bringt einen geschwindigkeitsabhängigen Fehler, der jedoch dadurch
kompensiert werden kanu, daß Zählerstände verglichen werden, die entsprechend prozentual verschoben
sind. Hierzu ist es erforderlich, die Unterschiede derTreibraddurchmesser im Stillstand zu messen und
entsprechend der Meßergebnisse die prozentuale Verschiebung vorzunehmen.
Ausgehend von einer Schaltungsanordnung dieser Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Einrichtung zu schaffen, die bei einer möglichst genauen und schnellen Ermittlung des Schlupfes eine Berücksichtigung
unterschiedlicher Raddurchmesser auf einfachere Weise ermöglicht.
Auf diese Weise ist eine Berücksichtigung unterschiedlicher Treibraddurchmesser bei einem Aufbau der
gesamten Schaltungsanordnung aus wenigen einfachen Bauteilen möglich, wobei der Schlupf genau und nahezu
unverzüglich sowie unabhängig vom Grad der Schlupfänderung erfaßt und auf jeweils unterschiedliche
Treibraddurchmesser während der Fahrt genau abgestimmt werden kann, ohne daß die Durchmesser der
Treibräder durch Messung ermittelt zu werden brauchen.
Die Verwendung von Differenzgattern ist bei digitalen Drehzahlregeleinrichtungen an sich bekannt
(ETZ A, 1962, S. 381 bis 387).
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Die Drehzahl der Achsen wird auf digitalem Wege gemessen, wozu an jeder zu überwachenden Achse ein
Impulsgeber angebracht wird. Bekannt ist hierzu eine mit der Triebachse rotierende Sche'be, die an ihrem
Umfang mit abwechselnd gepolten Dauermagneten besetzt ist. Die Dauermagnete bewegen sich an einem
fest angebrachten Hallgenerator vorbei, der dabei eine annähernd sinusförmige Spannung abgibt. Die Amplitude
der Spannung ist drehzahlunabhängig, ihre Frequenz ist der Drehzahl proportional. Durch einen Impulsformer
kann die annähernd sinusförmige Spannung in eine Rechteckspannung umgeformt werden.
An Stelle eines derartigen Digitalgebers kann auch — wie weiter bekannt ist — ein rückgekoppelter
Oszillator, dessen Hochfrequenzschwingung bei Annaherung eines Metallteiles durch die dann vergrößerte
Dämpfung der Schwingkreisspule abreißt, verwendet werden. Durch Gleichrichtung und Glättung der
Schwingung erhält man am Ausgang ein digitales Signal. Ein solcher Digitalgeber ist klein und läßt sich leicht an
Stellen anbringen, an denen sich bei der Drehung der Triebachse Metallteile an ihm vorbeibewegen.Das kann
eine spezielle Zahnscheibe sein, die auf der Mctcrweüe
oder auf der Triebachse angebracht ist, es können aber auch die Zähne des auf der Triebachse sitzenden
Großrades sein. Im letzteren Falie ist der Geber im Radschutzkasten eingeschraubt und radial auf die
Großradzähne gerichtet.
Wird an jeder zu überwachenden Achse ein solcher Digitalgeber angebaut, so liefert dieser eine Impulsfolge,
deren Frequenz der jeweiligen Achsdrehzahl proportional ist. Der Drehzahlvergleich verschiedener
Achsen wird damit auf einen Frequenzvergleich zurückgeführt. Dieser Frequenzvergleich erfolgt in
einem Differenzgatter, das zwei Eingänge für die Frequenz /i und h und einen Ausgang aufweist, an dem
eine Impulsfolge mit der Frequenz f* = /1 - /h erscheint,
wenn Λ > fi ist. Im umgekehrten Fall, bei
h < h, erscheint am Ausgang des Differenzgauen; kein
Signal. Bei sprunghaften Auftreten einer Drehzahldifferenz erscheint der erste Impuls der Differenzfrequenz
mit einer mittleren Verzögerung von etwa der halben Periodendauer dieser Frequenz. Die Differenzfrequenz
ist der Drehzahldifferenz der verglichenen Achsen proportional. Der Drehzahivergleich der zu überwachenden
Achsen kann auf verschiedene Weise erfolgen.
Die Figur zeigt eine Schallung für den Vergleich von
zwei Achsen, mit der sich Durchmesserunterschiede der Treibräder ausgleichen lassen. Die Drehzahl beider
Achsen wird in den Differenzgattern DCi und DG2 miteinander verglichen. Die Differenzfrequenz am
Ausgang der Differenzgatter wird den Impulsformern /Fi und JF2 zugeführt, die jeden ankommenden Impuls
in einen normierten Rechteckimpuls konstanter Höhe und Länge verwandeln. Der Impulsformer /Fi gibt
positive,der Impulsformer JFi negative Impulse ab.
Der Mittelwert des aus den Impulsformern /Fi und JFi auf den Eingang des Verstärkers Vi fließenden
Stromes ist der Drehzahldifferenz der beiden Achsen proportional. Das Vorzeichen gibt an, ob die Achse 1
schneller ( + ) oder langsamer (-) als die Achse 2 ist. Sind die Treibraddurchmesser beider Achsen ungleich,
tritt also auch ohne Schlupf eine Drehzahldifferenz zwischen den beiden Achsen auf, so fließt ein Strom auf
den Eingang des Verstärkers Vi, der der Achsdrehzahl und somit der Fahrgeschwindigkeit proportional ist. Bei
Fahrzeuggeschwindigkeiten von 100 bis 200 km/h und zulässigen Unterschieden der Treibraddurchmesser von
2 bis 4% ergibt sich mit der bis hierher beschriebenen Schaltung eine Unsicherheit der Schlupferfassung von 4
bis 16 km/h. Für einen wirksamen Schleuderschutz ist diese Genauigkeit unter Umständen nicht ausreichend.
Es ist daher eine Anpassung der Schlupfmessung an die unterschiedlichen Treibraddurchmessern für die einwandfreie
Funktion des Sehleuderschutzes vorgesehen. Hierzu wird der dem Verstärker Vi zugeführte Strom
kompensiert durch einen entgegengerichteten, ebenfalls der Achsdrehzahl proportionalen Strom, der von der
drehzahlproporiionalen Frequenz /i abgeleitet wird. Diese wird dem Impulsformer JFi zugeführt, der an das
Potentiometer Rs zum Bezugspotential symmetrische Impulse abgibt. Im Verstärker Vi werden die Stromimpulse
aus den Impulsformern /Fi bis JFi in eine Spannung umgeformt und geglättet. Die Verstärkerausgangsspannung
Ua ist der Summe der Eingangsströme proportional.
Die genaue Einstellung des die Raddurchmesserdifferenz kompensierenden Stromwerles erfolgt bei einer
möglichst hohen Fahrzeuggeschwindigkeit und bei stromlosen Fahrmotoren (damit ist gewährleistet, daß
kein Rad schlüpft). Das Potentiometer R\ wird so lange verstellt, bis die Ausgangsspannung des Verstärkers Vi
Null geworden ist. Eine selbsttätige Einstellung ist möglich, wenn das Potentiometer R\ von einem
Stellmotor angetrieben wird. Dieser wird immer dann, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit einen Mindestwert
überschreitet und gleichzeitig das Motormoment so klein ist, daß kein Schlupf auftreten kann, so lange
gesteuert, bis die Ausgangsspannung vom Verstärker Vi Null geworden ist.
Da der Drehzahlvergleich beider Achsen rein digital erfolgt und nur der wenige Prozent der Drehzahl
betragende Drehzahlunterschied auf analogem Weg kompensiert wird, ist die erreichbare Nullpunktstabilität
auch bei einem wenig stabilen Analogteil sehr hoch. Beträgt der zu kompensierende Drehzahlunterschied
z. B. 5% der Drehzahl, und ändert sich die Höhe oder Länge der Impulse aus einem der drei Impulsformer um
2% relativ zu den anderen, so ergibt sich eine Nullpunktverschiebung um nur 1% bezogen auf die
jeweilige Fahrzeuggeschwindigkeit. Diese unter ungünstigen Voraussetzungen auftretende Unsicherheit
der Schlupferfassung ist für die einwandfreie Funktion des Schleuderschutzes ohne Bedeutung.
Am Verstärker Vi steht somit eine Spannung zur Verfügung, die sehr genau die Drehzahldifferenz zweier
Achsen abbildet.
Die Weiterverarbeitung dieser Spannung zu einer Größe, die dem Schleudern entgegenwirkt, kann digital
oder analog erfolgen, je nachdem wie die Fahrzeugsteuerung beschaffen ist Zur digitalen Auswertung sind
dem Verstärker z. B. zwei Grenzwertmelder Ti, 72 mit
je zwei Ausgängen nachgeschalleL Der Grenzwertmelder
7Ί spricht schon auf eine niedrige Spannung an und meldet »leichtes Schleudern« /, der andere Grenzwertmelder
Ti spricht erst bei einer hohen Spannung an und
meldet »heftiges Schleudern« h.
S Welcher beiden Grenzwertmelderausgänge Signal
führt, hängt davon ab, ob Fi > h oder h
> f\ ist. Damit ist die Möglichkeit gegeben, nicht nur ein Schlüpfen überhaupt zu erfassen, sondern auch noch festzustellen,
welche der Achsen schlüpft.
ίο Zur Erläuterung der analogen Auswertung ist in der
Figur eine Schaltung gezeigt, die es bei Einzelsteuerung der Fahrmotoren ermöglicht, das Schleudern durch
einen selektiven Eingriff in die Regelung des Motors der schlüpfenden Achse zu beseitigen. Dazu wird die
negative Ausgangsspannung von Vi in einem weiteren Verstärker V2 umgekehrt. Wenn die Drehzahl der
Achse 1 größer ist als die der Achse 2, liegt an der Diode m, im umgekehrten Fall an der Diode πι positive
Spannung. Ein elektronischer Schalter ES leitet die jeweils positive Spannung auf denjenigen der beiden
Regelverstärker V3 oder V4, der den schleudernden Motor TM\, TM2 beeinflußt. Die Verstärker V3 und Va
erhalten zweckmäßig ein 1- oder Pi-Verhalten. Ein festeingespeister Strom Jk gewährleistet, daß ein
Ansprechen erst erfolgt, wenn der Schlupf eine gewisse Grenze übersteigt (Schlupf bei Kurvenfahren und
leichter Schlupf, der nicht zum Schleudern führt, soll nicht erfaßt werden). Die angegebene Anordnung
gestattet eine sehr genaue und dennoch schnelle Erfassung einer schlupfbedingten Drehzahldifferenz
zweier Achsen. Der Zeitverzug zwischen auftretendem Schlupf und dessen Registrierung beträgt angenäheri
etwa 1 bis 2 Perioden der dem Schlupf proportionaler Frequenz. Der Zeitverzug ist somit der Höhe des
Schlupfes umgekehrt proportional und unabhängig vor der Höhe der Fahrzeuggeschwindigkeit.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener oder gebremster Fahrzeugachsen,
bei der jeweils zwei Treibachsen drehzahlabhängige Impulsgeber zugeordnet sind, deren Ausgangssignale
in Vergleichsglieder eingegeben werden, wobei unterschiedliche Treibraddurchmesser
berücksichtigt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Ausbildung der Verglcichsglieder als Differenzgatter (DGi, DG2), das eine Differenzgatter
(DG.) die positive (fi - />jt das zweite (DG2) die
negative Drehzahldifferenz (fi - (2) erfaßt, daß die
der positiven bzw. negativen Differenzfrequenz entsprechende Ausgangsgröße je einen Impulsformer
(/Fi1 JFi) zugeführt wird, von denen der eine
positive, der andere negative Impulse ausgibt, daß der der Drehzahldifferenz der beiden Achsen
proportionale Stromwert am Ausgang der Impulsformer sowie ein die Raddurchmesserdifferenz
kompensierender, aus einer der Eingangsfrequenzen (Zi, k) über einen weiteren Impulsformer (JFi)
abgeleiteter Stromwert dem Integrierverstärker (Vi) eingegeben werden, der die Stromimpulse in z<
eine der Drehzahldifferenz entsprechende Steuer-Gleichspannung (Ua) umformt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Ausgang des von einer der
Eingangsfrequenzen (Zi, Zi) unmittelbar beaufschlagten Impulsformers (JFi) ein Potentiometer (R\)
angeordnet ist, mit dem die Einstellung des die Raddurchmesserdifferenz kompensierenden Stromwerts
bei einer möglichst hohen Fahrzeuggeschwindigkeit und bei stromlosen Fahrmotoren erfolgt,
wobei das Potentiometer (Z?i) so lange verstellt wird,
bis die Ausgangsspannung (Ua) des Integrierverstärkers f Vi^zu Null geworden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19671663172 DE1663172C3 (de) | 1967-12-20 | Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener oder gebremster Fahrzeugachsen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0113400 | 1967-12-20 | ||
| DE19671663172 DE1663172C3 (de) | 1967-12-20 | Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener oder gebremster Fahrzeugachsen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1663172A1 DE1663172A1 (de) | 1971-05-06 |
| DE1663172B2 DE1663172B2 (de) | 1975-07-24 |
| DE1663172C3 true DE1663172C3 (de) | 1976-02-26 |
Family
ID=
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