DE1663172A1 - Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener Fahrzeugachsen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener Fahrzeugachsen

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DE1663172A1
DE1663172A1 DE19671663172 DE1663172A DE1663172A1 DE 1663172 A1 DE1663172 A1 DE 1663172A1 DE 19671663172 DE19671663172 DE 19671663172 DE 1663172 A DE1663172 A DE 1663172A DE 1663172 A1 DE1663172 A1 DE 1663172A1
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/17Using electrical or electronic regulation means to control braking
    • B60T8/1701Braking or traction control means specially adapted for particular types of vehicles
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
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    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
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Description

  • Schaltuhgsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener Fahrzeugachsen Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Schlupfmessung angetriebener Fahrzeugachsen, besonders von Schienenfahrzeuger.. Dabei liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, aus der Schlupfmecsung unter Eliminierung unterschiedlicher Treibraddurchmesser ein Schleudersignal zu bilden, aufgrunddessen die technischen Voraussetzungen für einen automatischen :chleuder- und Gleitschutz geschaffen werden.
  • Die Anfahr- und Bremsmomente elektrischer Triebfahrzeuge sind heute so hoch, daß der Haftwert zwischen Rad und Schiene oftmals nicht zu
    schleudern dann, gebremste Achsen kommen zum Gleiten. Das-ist aus verschiedenen Gründen unerwünscht: .Das übertragbare Moment zwischen Rad und Schiene sinkt nämlich mit zunehmendem Schlupf, und bei größerem Schlupf tritt eine starke Rad- und Schienenabnutzung-auf, wobei sich an den Rädern Flachstellen und in den Schienen Löcher bilden können. Überdies- können bei starkem Schleudern Achsen und Fahrmotoren Drehzahlen annehmen, die über den zulässigen Werten liegen und zu mechanischen Zerstörungen führen.
  • Bisher ist es meist der Geschicklichkeit des Fahrzeugführers überlassen, ein Durchdrehen bzw. Rutschen der Achsen zu-vermeiden. Neben der Beobachtung der Motorstrommesser dienen ihm vor allem sein Gehör und Gefühl bei- der Erfassung des Schleuder- oder-Gleitvorganges. Im Falle des Schleuderns oder Gleitens einer oder mehrerer-Achsen kann der Fahrzeugführer als Gegenmaßnahme den Fahrschalterzurückstellen und damit die Zug- oder Bremskraft verringern, beim- -Fahren, soweit vorhanden, die "Schleuderschutzbremse" betätigen und damit durchrutschende Achsen wieder abfangen oder den Haftwert zwischen Rad und Schiene durch Sandstreuen oder Anblasen der Schiene mit PreBluft erhöhen.
  • Beobachtungen und Messungen zeigten jedoch, daß ein Schleuder- oder Gleitvorgang vom Fahrzeugführer oft erst sehr spät wahrgenommen werden kann, vor allem,. wenn Achsen, deren Motorstrom dem Fahrzeugführer nicht angezeigt wird, plötzlich und schnell durchdrehen. Ein gut arbeitender und schneller Schleuderschutz (im folgenden soll darunter auch der Gleitschutz verstanden werden) könnte somit dem Fahrzeugführer wertvolle Hilfe bei der Bedienung der Maschine leisten, für einen automatischen oder halbautomatischen Zugbetrieb ist er unerläßlich.
  • Eine Reihe von Fahrzeugen wurde bisher schon mit Schleuderschutzeinrichtungen ausgerüstet, bei denen sowohl die Erfassung des Schleuderns als auch die Maßnahmen zu dessen Beseitigung je nach Hersteller und Fahrzeugart verschieden sind. Die Voraussetzung für jeden sicher arbeitenden Schleuderschutz ist die möglichst genaue und schnelle Ermittlung des Schlupfes zwischen Rad und Schiene.
  • Zur Schlupfmessung sind mehrere Methoden bekannt: , Bei Reihenschlußmotoren ist der Motorstrom IA ein Maß für die Drehzahl n, wenn die Ankerspannung UA vorgegeben ist. Bei Vernachlässigung der Spannungsabfälle im Motor und unter Voraussetzung eines linearen Zusammenhanges zwischen Motorstrom IA und Motorfluß dann der Motorstrom der Drehzahl umgekehrt proportional, d.h. IA = k Bei parallelgeschalteten, an der gleichen Spannung liegenden Reihenschlußfahrmotoren verringert sich der Motorstrom der schlüpfenden Achse mit wachsendem Schlupf gegenüber den anderen Motorströmen. Diese Stromdifferenz läßt sich als Schleudersignal aus-_werten.
  • Dadurch, daß die Konstante k in der angeführten Beziehung zwischen Ankerstrom und Drehzahl bei Motoren gleichen Typs um ca + 3 ,% streuen darf, sowie durch ungleiche Treibra.ddurchmesser (die einzelnen Achsen drehen sich bei gleicher Fahrzeuggeschwindigkeit auch ohne Schlupf verschieden schnell) stellt sich jedoch in normalen Betriebsfall schon eine Differenz zwischen den einzelnen Motorströmen ein. Diese Stromdifferenz steht wegen der.gekrümmten Magnetisierungskennlnie mit dem Motorstrom in einem nichtlinearen Zusammenhang und ist wegen des ~ Spannungsabfalls im Motor auch-von der Fahrgeschwindigkeit a.bhängig."Eine Kompensation dieser natürlichen Differenz zwischen den einzelnen Motorströmen ist wegen ihrer Ar-` beitspunktabhängigkeit praktisch nicht möglich. Damit können zur Schlupferfassung_nur Motorstromdifferenzen ausgewertet werden, die eine gewisse Größe überschreiten. Die Genauigkeit der Schlupf erfassung auf-diesem Wege ist somit begrenzt, sie liegt bei einem Schlupf von einigen km/h bzw. bei etwa 10 .. 20 g6 der jeweiligen Geschwindigkeit. Bei verschiedenen Motorschaltungen, z.B. Einzelspeisung der Fahrmotoren mit Stromregelung, versagt diese Art der . Schlupferfassung von vornherein.
  • Beim Überschreiten des Haftwertes zwischen Rad und Schiene beginnt sich die betroffene Achse zu beschleunigen. Praktisch unverzögert mit dieser Beschleunigung tZitt eine Stromänderung an dem zugehörigen Motor auf. An den anderen Motoren ändert sich dagegen der Motorstrom nicht. Bei Schaltvorgängen und Spannungsänderungen am Fahrdraht sowie bei Geschwindigkeitsänderungen des Fahrzeugs tritt an allen Fahrmotoren gleichzeitig eine Stromänderung auf. Unterschiedliche Stromänderungsgeschwindigkeiten an den einzelnen Motoren lassen sich zwar zur Schlupferfassung ausnutzen; auch hier läßt sich aber wegen der unvermeidbaren Toleranzender einzelnen Motoren erst ein Unterschied der Stromänderung oberhalb einer gewissen Schwelle als Schlupfsignal auswerten:. Ein auftretender Schlupf wird bei Anwendung dieser Meßmethode wohl praktisch urverzögert, d.h. schon im Entstehen, erfaßt, aber-nur dann, wenn er sich mit einer diese Schwelle übersteigenden Geschwindigkeit auf- ` baut. Ein einmal konstant anstehender Schlupf kann nicht erfaßt werden.
  • Bei verschiedenen Motorschaltungen, z.BReihenschaltung mehrerer Reihenschlußmotoren, treten im Schlupffall an-den Fahrmotoren Spannungsdifferenzen auf, die 'wiederum als Maß für' den Schlupf auswertbar sind. Aus den oben dargelegten Gründen ist aber auch hier die Gbnauigkeit der Schlu.pferfassung auf einen Schlupf von-einigen km/h bzw. etwa 10-g der jeweiligen .Fahrzeuggeschwindigkeit begrenzt. Ein Erfassen des Schlupfes über ungleiche Motorspannungsänderungen bei einzelnen Motoren ist zwar ebenfalls-möglich; aber diese Methode ist mit den gleichen Vor- und Nachteilen behaftet wie die zuvor erläuterte Erfassung der Motorstromänderungen Mit den bisher erwähnten Verfahren wird das Schlüpfen einer Achse indirekt erfaßt. Genauer kann der Schlupf gemessen werden, wenn man in bekannter Weise den Achsdrehzahlen direkt proportionale Größen miteinander vergleicht: Dazu.ist der Anbau eines Drehzahlgebers an jeder, zu überwachenden Achse erforderlich, wobei als Drehzahlgeber Tachogeneratoren, und zwar Gleichspannungs- oder mehrphasige Wechselspannungsgeneratoren, Verwendung finden können (Drehzahlvergleich mit f aohogeneratoren) . -Die Ausgangsspannung guter Gleichspannungsgeneratoren besitzt _ eine geringe Welligkeit hoher Frequenz und erreicht bei kleinen Maschinen Werte von 0',2 ... 0,4 V/Upm. Ohne Übersetzungsgetriebe, direkt an die Achse gekuppelt, läßt sich eine Spannung von 1 ... GV je km/h Fahrzeuggeschwindigkeit erzielen.
  • -Die geringe Oberwelligkeit der Tachospannung erfordert-nur-wenig Glä-ttungsaufwand.=Auftretender Schlupf kann somit-schnell erfaßt werden. Unterschiedliche Treibraddurchmesser lassen sich auf ein-, fache Art durch Teilung der höheren Taahospannung ausgleichen. De erreichbare Empfindlichkeit der Schlupfmessung wird durch- Znearität und Temperaturgäng der Tachospannung bestimmt.. Mit.:handelsübliehen Tachogeneratoren läßt sich ein Schlupf von 0,-5 j.:... 1 'l der: Maximalgeschwindigkeit erfassen. Nachteilig jedoch ist die Beegung jeder zu überwachenden Achse mit einem: Meßgeber,- der noch dazu -empfindlich ist und oft gewartet werden muß (Kollektor, -Kohlebürsten, Zager). .
  • a Wartungsärmer ist eine mehrphasige Wechselstromtachomasohine, deren Ausgangsspannung aber gleichgerichtet werden muß. Die dazu. -erforderlichen Halbleitergleichrichter bedingen eine Nichtlnearität der Drehzahl-Spannungskennlinie bei kleinen Drehzahlen. Wenn die Taohomaachine direkt an die Achse angekuppelt wird, gibt sie bis zu .einer Geschwindigkeit ,von ca 1, kmjh keine -Spannung 'aberst' da-' r'-' über steigt die Spannung mit ca 0,5 ... 1 V pro km/h. Außerdem-. . erfordert die höhere und niederfrequente Welligkeit der Tachospannung eine Glätturig, die die -Sohlupferfas_sung verzögert; die Genauigkeit der Schlupferfassung entspricht etwa der, die sich bei der Verwendung einer Gleichstromtachomasohine, ergibt.
  • Wesentlich unempfindlicher' praktisch wartungsfrei und kleiner lassen sich Digitelgeber bauen, die je Radumdrehung eine bestimmte feste Anzahl von Impulsen abgeben. Die: Impulse jeder Achse können -in bekannter Weise je in einem Zähler gezählt, die Zählerstände weg- oder zeitabhängig miteinander verglichen und-danach die Zähler zurückgestellt werden. Auftretende-Unterschiede der Zählerstände sind dann ein Maß für den Schlupf einer Achse (Drehzahlvergleich durch Impulszählung): Die Erfassung des Schlupfes kann zwar grundsätzlich beliebig genau gemacht werden, wenn die Zählerkapazität nur_groß genug ist: Mit wachsender Genauigkeit steigt jedoch der Zeitverzug zwischen auftretendem. Schlupf und Schlupfsignal. Soll z. B. ein Schlupf von 1 % der gerade anstehenden Geschwindigkeit erfaßt werden, so müssen 100 Impulse gezählt werden,- bis eine Meldung des Schlupfes erfolgt. Die Anzahl äer Impulse pro Radumdrehung ist aber nicht beliebig stegerbar: Liefert ein Impulsgeber z. B. je Radumdrehung 100 Impulse, so liegt zwischen auftretendem Schlupf und dessen Meldung, eine volle Radumdrehung, wenn 1 %-Schlupf erfaßt werden soll..
  • Beim Vexgleich der Achsdrehzahlen erfolgt eine chlupfmeidung erst, nachdem sich ein gewisser Schlupf aufgebaut hat: Wird die Winkelbeschleunigung der einzelnen Triebachsen als Schlupf-Kriterium verwendet, - s.o wird der Schlupf schon im Entstehen erfaBt. Auf` -jeder zu-überwachenden Achse muß dazu ein Beschleunigungsgeber angebracht werden, im einfachsten Fall ein Tachogenerator, dessen Ausgangsspannung differenziert wird. Winkelbeschleunigungen, wie sie beim Fahren und Bremsen betriebsmäßig vorkommen, dürfen aber keinen Sohlupf vortäuschen. Deshalb darf ein Schlupfsignal erst. bei Winkelbeschleunigungen abgegeben werden, die über den betriebsmäßig vorkommenden Werten liegen, oder die betriebsmäßig vorlie=. gerade Winkelbeschleunigung muß kompensiert werden" z. B. durch den Vergleich der Beschleunigungen verschiedener Achsen.- Eine auftretende Beschleunigungsdifferenz ist dann ein Maß für entstehenden Schlupf. Eine -restlose Kompensation ist jedoch nicht möglich, da ,die Winkelbeschleunigung verschiedener Achsen auch im ungestörten Fall wegen der dynamischen Unterschiede durch Drehgestell- und Federbewegungen: nicht völlig gleich ist. Beliebig*kleine Winkelbesehleunigungen kÖnnen somit nicht als Schiupfsignal ausgewertet werden. Ein-Schlupf, der sich nur langsam aufbaut, kann nicht erfaßt werden, genauso wie auch ein gleichmäßig anstehender Schlüpf unabhängig von seiner Höhe nicht gemessen werden kann.
  • In Anlehnung an den Drehzahlvergleich mit Tachogeneratören bzw. . durch Impulszählung bezieht sich die Erfindung auf eine Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes angetriebener Fahrzeugachsen. Hierbei besteht die Erfindung in der Verwendunduag von Differenzgattern zur-Bildüngder Differenzfrequenz geschwindigkeitsproportionaler Impulsfolgefrequenzena welche von Impul gebern abgeleitet werden, die mit je einem der Treibachsen gekuppelt Bind und ihre Signale in die Differenzgatter (DG) eingeben" vun deren Ausgängen, eine dem Drehzahlunterschied proportionale Frequenz (&) abgeleitet wird. Diese Frequenz kann in weiteren Differenzgattern mixt. :-einer fahrgeschwindigkeitsabhängigen Frequenz (f.1) verglichen und einer Gedächtnisstufe (M 1).eingegeben-werden,.deren Ausgangs-Signal als Schleudersignal ausgewertet wird.
  • Auf weitere-Merkmale der Erfindung wird in der nachfolgenden-BeschreibU-ng und in den Patentansprüchen iii Verbindung mit den Zeichnungen hingewiesen, welche-Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulichen. Die Drehzahl der Achsen wird auf digitalem Wege- gemessen, wozu an jeder zu überwachenden Achse ein Impulagsber angebracht werden muß. Bekannt ist hierzu eine mit der Triebachse rotierende Scheibe, die an ihrem Umfang mit abwechselnd: gepoltenrDauermagneten besetzt ist. Die Dauermagnete bewegen sich. an einem fest angebrachten Hallgenerator vorbei, der dabei. eine annähernd sinusförmige.Spannung abgibt. Die Amplitude: der Spannung ist drehzahlunabhängig, ihre Frequenz Ist der Drehzahl proportional. Durch- einen Impulsformer kann die annähernd sinusförmige Spannung in eine Rebhteckspannung umgeformt werden.
  • Anstelle einer solchen Anordnung kann auch = wie weiter bekannt ist -.-einrückgekoppelter Oszillator, dessen Hcahfrequeuzschwingung bei Annäherung eines Metallteiles durch die dann =vergrößerte Dämpfung der Schwngkreisspule abreißt, verwendet werden. Duroh Gleichrichtung und Glättung der Schwingung erhält man am Ausgang ein digitales Signal..Der Geber -ist klein und läßt sich leicht an Stellen anbringen, an denen sich bei. der Drehung der Triebachse . Metallteile an ihm vorbei bewegen. Das Tann eine spezielle Zahnscl-eibe sein, die auf der Motorwelle oder auf der Triebachse an gebracht ist, es können aber auch-die Zähne des auf der Trieb= A " ``' achse sitzenden Großrades sein. Im letzteren Falle, is:t der Geber im Radschutzkasten eingeschraubt und radial auf die Großradzähne gerichtet: -Wird an jeder zu überwachenden Achse ein solcher Digitalgeber angebaut, so liefert dieser eine Impulsfolge, deren Frequenz der jeweiligen Achsdrehzahl proportional ist. Der Drehzahlvergleich verschiedener Achsen wird damit auf einen Frequenzvergleich zurückgeführt. Dj.eser Frequenzvergleich erfolgt in einem Differenzgatter, das zwei Eingänge für die Frequenzen f und fy und einen Ausgang. aufweist, an dem eine Impulsfolge mit der Frequenz fz = fX = fy erscheint, wenn fX.-=>f ist. Im umgekehrten. Fall, bei fxeffy, erscheint am Ausgang des-Differenzgatters kein Signal. Beim sprunghaften Auftreten einer Drehzahldifferenz erscheint der erste Impuls der. Differenzfrequenz mit einer mittleren Verzögerung von: etwa der halben Periodendauer dieser Frequenz. Die Differenzfrequenz ist der Drehzahldifferenz der verglichenen Achsen proportional. Der Drehzahlvergleich der zu überwachenden Achsen kann auf verschiedene Weise erfolgen. -Ein Drehzahlunterschied zwischen jeweils zwei Achsen nach Fig1 ermitteln. @.
  • Die Impulsfolgen f1, f2 von den Achsen 1 und 2 werden dabei zwei. Differenzgattern DG1 und DG 2 zugeführt, so daß eine der Drehzahldifferenz der beiden Achsen proportionale Frequenz bei f1?f2 am Ausgang des Differenzgatters 1 und bei f2<f1 am Ausgang-des Differenzgatters 2 erscheint. Unter der Voraussetzung, daß.eine der beiden Achsen nicht schlüpft urd da:ß die Treibraddurchmesser beider Achsen gleich groß sind, steht am Ausgang eines der beiden Differenzgatter eine-dem Schlupf der anderen Achse exakt proportionale Frequenz zur Verfügung. Wenn beide Achsen gleichmäßig schlüpfen, gibt keines der beiden Differenzgatter Ausgangsimpulse ab:. Wenn. keine Laufachsen zum Drehzahlvergleich zur Verfügung stehen, also nur Triebachsen miteinander verglichen werden können, ist die Möglichkeit eines gleichmäßigen Schlupfes mehrerer Achsen nicht auszuschließen. Zwischen den betreffenden Achsen ist dann auch kein Schlupf meßbar. Die: Wahrscheinlichkeit, daß ein Schlupf aus diesem Grunde nicht erfaßt werden kann, wird aber verringert, wenn. mehr als zwei Triebachsen in den Vergleich einbezogen werden. Ein Drehzahlunterschied zwischen mehr als- zwei Achsen kann mit' einer Schaltung nach Fig. 2 gemessen werden. In diesem Beispiel. werden die-. Drehzahlen von vier Achsen zyklisch miteinander verglichen. Wenn bis zu drei Achsen gleichmäßig schlüpfen, erscheint am Ausgang@-enes der vier Differenzgatter DG 1 - DG immer noch e ii-em Schlupf proportionale Frequenz. Eine Radanpassung (El.-minierun ungleicher Raddurchmesser),wie später beschrieben, läBt sich bei A yeser einfachen Schaltung jedoch nicht verwirk-. liehen. Ist eine s@o)#e-he Korrektur erforderlich, und soll eire Vergleich der Drehzahl aller Achsen realisiert-werden, so müssen -zwei. Differenzgetter--mehr engeeetzt werden, z. B.- in einer Schaltung nach Fig. 3, Steht ein der Drehzahldifferenz verschiedener Achsen proportionaler Meßwert am Ausgang der Differenzgatter zur Verfügung, so wird dieser zu einem Schleudersignal weiterverarbeitet. Da-jede Momentübertragung mit einem geringen "Hutzsohlupf" verbunden ist/ und beim Durchfahren von Kurven zwangsläufig ein gewisser Schlupf auftreten muß, darf nicht schon bei kleinstem Schlupf ein Schleudersignal abgegeben werden.@Da die einzelnen Treibraddurchmesser verschiedener Achsen niemals genau gleich sind, tritt deshalb eine geschwindigkeitsproportionale Drehzahldifferenz zwischen verschiedenen Achsenauch ohne Schlupf auf.. Erst Meßwerte, die diese betriebsmäßig vorkommenden Größen überschreiten, sollen aber als Schleudersignal ausgeweitet werden. -Das Auswerteverfahren hängt von der Art der Fahrzeugsteuerung ab: Bei Fahrzeugen mit gemeinsamer stufiger Steuerung (z. B. Stufensehaltwerk)@ aller Fahrmotoren wird man z. B. bei leichtem Schleudern eine Weiterschaltung der Stufensteuerung verhindern und bei heftigerem Schleudern die Schleuderschutzbremse oder den Sandstreuer betätigen, sowie die Zug- oder Bremskraft durch Zurückschalten der Stufensteuerung verringern. Hierzu sind zwei digitale Signale, eines für "leichtes Schreudern" 1 und eines für "heftiges Schleudern" h erforderlich. Eine Auswertung dagegen, welche der Achsen schleudert, braucht nicht zu erfolgen. Die Schleudersignale können rein digital erarbeitet weiden. Die Schaltung dazu ist für einen Drehzahlvergleich von zwei Achsen in Fig: 4 dargestellt. Die Drehzahldifferenz zwischen den Achsen wird in den Differenzgattern DG 1 und DG 2 gemessen und deren Ausgänge (f1 - f2 und f2 - f1) werden in der folgenden Norstufe'N zusammengefaßt. Am, Ausgang des Norgatters N erscheint eine dem Drehzahlanterechied der beiden Achsen proportionale: Frequenz A f, unabhängig davon,. welche Achse die schnellere i$t..Diese Frequenz /\ f wird in den Differenzgattern DG 3 und DG 4 mit einer niedrigen' von der Fahrgeschwindigkeit abhängigen Frequenz-fsl verglichen. Wenn keine Achse schlüpft, .ist fs1=.@@f. Am Ausgang des Differenzgatters DG 4 , erscheinen dann Impulse, die das nachgeschaltete Gedächtnis M 1 löschen. Wenn der,Sohlupf einer Achse den durch die Frequenz f s1 dargestellten Schwellwert übersteigt @fs1), erscheinen am Ausgang des Differenzgatters DG 3 Impulse. Am Ausgang des Gedächtnisses M 1 erscheint dann ein: Signal "leichtes Schleudern't 1De Frequenz fs1.wird im Stillstand des Fahrzeuges so gewählt, daß ein Radschlupf in der Größenordnung 0,1 mlsek ei,n Schleudersignal auslöst, Mit wachsender Fahrzeuggeschwindigkeit muß die Vergleichsfrequenz f,1 soweit erhöht werden, daB Drehzahlunterschiede, die sich durch unterschiedliche Triebraddurohmesser ergeben,: nicht zur Schleudermeldung führen. Der.Zusammenhang zwischen Vergleichsfrequenz f 1 und Fahrzeuggeschwindigkeit v_-ergibt sich aus der Beziehung _ Hierin bedeuten: fo Von den Drehzahlgebern abgegebene Impulsfrequenz bei Höohstgeschwndi gkeit vo Fahrzeughöchstgesnhwindigkeit v9 ' Im Stillstand zulässige Schlupfgeschwindigkeit, bei der noch kein Schleudersignal erfolgen soll ,.d: Maximal zulässige Druchme-sserdifferenz verschiedener Treibräder d min Kleinster zulässiger Durchmesser der-Treibräder.
  • Werden zwei Triebächsen miteinander verglichen, deren Raddurchmesser,den maximal zulässigen'Unterschied aufweisen, erfolgt*die Schleudermeldung unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit bei der Schlupfgeschwindigkeit v s, wenn die kleinen Räderschlüpfen. Im anderen Falle, beim Schlupf der großen Räder, muß der Schlupf erst .einen Wert von . v + vs erreichen, ehe ein Schleudersignal abgegeben wird.- Im ungünstigsten Falle und bei der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs kann somit eine Schlupfgeschwindigkeit von vs Max - 2 # vo + vs auftreten, ohne daß eine Schleudermeldung erfolgt. Bei einer Differenz der Räddurchmesser von z.B. 2 ;6 und einer Fahrzeughöchstgeschwindigkeit von 50 km/h ergibt sich eine Meßunsicherheit des Schlupfes von ca 2 km/h: Bei langsamen Fahrzeugen, deren zulässige Raddurchmesserdifferenzen gering sind, läßt sich mit dieser Erfassung ein wirksamer.Schleuderschutz erreichen. Bei schnellfahrenden Triebfahrzeugen mit größeren möglichen Differenzen der Treibraddurchmesser müssen diese kompensiert werden, wie später erläutert wird. Ebenso wie in den Differenzgattern DG 3 und DG 4 wird die Frequenz ,d fauch in den Differenzgattern DG 5 und DG 6 verglichen, jedoch mit einer festen, geschwindigkeitsunabhängigen Frequenz f929 die höher ist als die Vergleichsfrequenz fei. Wenn.. f größer wird als f s2' erscheint am Gedächtnis M 2 ein Signal "heftiges Schleuderne' h so lange,. bis A f wieder kleiner als fs2 wird. Das Signal "hef-` tiges Schleudern" h wird erst bei Drehzahldifferenzen von einigen km/h gegeben. _ Bei einem Fahrzeug mit Einzelspeisung und stetiger Steuerbarkeit der-Motoren, z.B. Strom- oder,Zugkraftregelung jedes Motors, läßt_ sich das Schleudern einer Achse feinfühliger als im vorigen Beispiel und selektiver'beseitigßn, wenn nur das Moment des schlaudernden Motors stetig verringert wird. Zur Momentverringerung ist ein analoges Signal. erforderlich, das der Größe des Schlupfes oder deren Zeitintegral proportional ist. Zur selektiven Beeinflussung der Motoren muß deshalb ein Kriterium gebildet werden, aus dem, hervorgeht, welche Achse schleudert.: Eine Schaltung, die diese Forderungen erfüllt, ist für-einen Drehzahlvergleich von vier Achsen in Fig. --gezeigt.
  • Die Drehzahlen der Achsen 1 bis 4 werden in den Differenzgattern DG 1 bis DG 4 zyklisch miteinander verglichen. Tritt z. B. am Ausgang des Gatters DG 1,eine Differenzfrequenz auf, so dreht sich-die Achse 1"sahneller-als die Achse-2. Beim. Fahren bedeutet das ein Schleüce2:@-'der,* Achse l e, beim Bremsen ein Gleiten der. Achse 2. Im ersten,Fall-muß der Motor 1 und im zweiten Fall der Motor 2 beeinflul3`twerden, -um den Schlupf zu beseitigen. Der den Differenzgatten: nachgeschaltete elektronische Schalter ES: leitet die Differenzimpulse zur Weiterverarbeitung auf einen der Impuls:-. förmer IP 1 bis IF 4, der dem zu beeinflussenden Motor zuge- _ ordnet ist. In dem Impulsformer werden die Differenzimpulse zu -normierten Impulsen konstanter ,Amplitude und konstanter Impuls# dauer umgeformt, so daß den nachgeschalteten Ihtegrerverstärkern Y1 - f4 mit jedem Impuls eine konstante Strommenge. zugeführt wird. Der Mittelwert des-aus den Impulsformern gP in die Integrerververstärker fließenden Stromea ist somit derDif-rerenzfreq@uenz und damit auch der Drehzahldifferenz zwischen zwei Achsen proportional. Von. diesem Strom wird ein von der Konstantspannungsquelle K gelieferter Strom abgezogen, der dem bei der .Anfahrt zugelassenen Sehlupf entspricht. Um ein Ansprechen des Schleuderschutzes bei Drehzahldifferenzen, die sich aus `ungleichen Raddurchmessern ergeben" zu verhindern, liefert der weitere Impulsformer IF 5 einen Strom, der der Drehzahl der Achse 1 proportional ist. Dieser Strom wird ebenfalls m Eingang der Integratoren subtrahiert. Die Integrierverstärker können nur eine positive Spannung abgeben. Auf der negativen .Seite sind sie auf Null begrenzt, Ein einzelner, aus einem der Impulsformer IF 1 bis IF 4 in den zugehörigen Integrierverstärker fließender Stromimpuls verstellt dessen Ausgangsspannung in positiver Richtung, aber nur so weit, daß die Schwellspannung derim Ausgang_liegendel# nicht dargestellten Diode noch nicht üb erwunden.wird;.In der-Impulspahse stellt der aus dem Impulsformer IF 5 und derKonstantapannungsquelle K eingespeiste Strom die Ausgansspannungauf Null zurück, solange der Mittelwert dieses Stromes größer ist als der Mittelwert der Stromimpulse*-'Erst wenn dieser g Üer wirdv steigt die Ausgangsspannung am Izitegrierverstärker. ro mit einer dem ausgewerteten Schlupf proportionalen. Geschwindigkeit an. Mit dieser Spannung wird :der Strom- oder Momenten-Sollwert der zugehörigen Fahrmotorregelungverringert und der Schlupf beseitigt. Ist er-beseitigt, so wird der aus dem Impulsformer IF 5 und der Konstantspannungsguelle in den Integrierveretärker eingespeiste Strom wieder größer, und dessen Ausgangsspannung wird langsam nach Null zurückgeführt. Damit steigt auch das Motormoment wieder an. Für die Größe der*Ströme, die von-der Konstantspannungsquelle und dem Impulsformer IF 5 geliefert werden, gelten sinngemäß die.glei-Chen Werte wie bei der-digitalen Auswertung, Die -Unsicherheit-.dl.r Schlupferfassung hat hier demnach die, gleiche Qröße., Hei Fahrzeuggeschwindigkeiten. von 100 bis 200 km/h und zulässigen Untersohied.en der Treibratdurehmeeser von, 2 ... 4_%ergibt sich
    quenz am Ausgang der Differanzgatter wird den Impulsformern IF 1 und IF 2 zugeführt, die jeden ommenden Impuls in einen normierten Rechteckimpulskonstanter Höhe und Länge verwandeln. Der Im'ulsformer IF 1 gibt positive, der Impulsformer IF 2 negative Impulse ab. Der Mittelwert des aus den Impulsformern IF 1 und IF@2 auf den Eingang des Verstärkers V 1 fließenden Stromes jC1 bzw.
  • `f2 ist der Drehzahldifferenz der beiden Achsen proportional. Das Vorzeichen gibt an, ob die Achse 1 schneller (-@) oder langsamer (-@ als die Achse 2 ist. Sind Treibraddurchmesser beider-,Achsen ungleich, tritt also such ohne Schlupf eine Drehzahldifferenz zwischen den beiden Achsen auf i_ so- fließt ein Strom auf den Eingang des Verstärkers V 1 , der der Achsdrehzahl und somit der Fahrgeschwindigkeit proportional ist. Dieser Strom wird kompensiettdurch einen entgegengerichteten, ebenfalls der Achsdrehzahl propörtionalen Strom, der von der drehzahlproportionalen-.Frequenz
    im schlupflosen Zustand beider Achsen Wann der Faktor k2 richtig gewählt wird', ist die Ausgangs-Spannung UA des Verstärkers v 1 im schlupflosen Zustand beider Achsen Null, ' Dazu muB Wenn eine oder beide Achsen schlüpfen, wird_die Verstärker-$usgangsspannung hierin bedeuten
    v Fahrgeschwindigkeit
    f' bei der Fahrzeuggeschwindigke t v ohne Schlupf von Achse 1
    abgegebene Frequenz -
    R Gegenkopplungewiderständ an- V - -
    k1 Proportionalitätsfaktor zwischen Differenzfrequenz und
    S rommittelwert i1 bzwe-2-
    d "- --_
    1 Treibraddurchmesser an Achse ' -.
    d2 Treibraddurchmesser an Achse 2 >
    v81 Schlupfgeschwindigkeit der Achse 1
    v82 Schlupfgesohwindigkeit der Achse 2
    Die Ausgangsspannung des Verstärkers V 1 ist somit der Differenz der Sohlupfgesohwindigketen beider Achsen streng proportional. Die genaue Einstellung des Proportionalitätsfaktors k2 ist z: B. wie folgt möglicha Bei einer möglichst hohen Fahrzeuggeschwindigkeit wird bei stromlosen Fahrmotoren (damit ist gewährleistet, daß kein Rad schlüpft) das Potentiometer R1 so lange verstellt/ bis die Ausgangsspannung des Verstärkers .V 1 Null geworden ist. Eine selbsttätige Einstellung von k2 ist möglich, wenn z. B. das Potentiometer R1 von einem Stellmotor angetrieben wird. Dieser wird immer dann, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit einen Mindestwert überschreitet und gleichzeitig das Motormoment so klein ist, daß kein Schlupf auftreten kann' so lange gesteuert, bis die Ausgangsspannurg vom Verstärker V 1 Null geworden ist.
  • Da der Drehzahlvergleich beider Achsen rein digital erfolgt und nur der wenige Prozent der Drehzahl betragende Drehzahlunterschied auf analogem Wege kompensiert wird, ist die erreichbare Nullpunktstabilität auch bei einem wenig stabilen Analogteil sehr hoch. Beträgt der zu kompensierende Drehzahlunterschied z. B. 5 der Drehzahl und ändert sich die Höhe oder-Länge der Impulse aus einem der-drei Impulsformer um 2 % relatv_z:u den anderen, so ergibt sich eine Nullpunktverschiebung von 17%o bezogen auf die jeweilige Fahrzeuggeschwindigkeit. Diese unter ungünstigen Voraussetzurigen auftretende Unsicherheit der Sehlupferfassung ist . für die einwandfreie Funktion des Schleuderschutzes ohne Bedeutung.
  • Am Verstärker V 1.steht somit eine Spannung zur VerfügUng, die sehr genau die' Schlupfdifferenz zweier Achsen abbildet. Die Weiterverarbeitung dieser Spannung-zu-einer Größe,: die dem* Schleudern entgegenwirkt, kann digital oder analog erfolgen, je nachdem, wie die Fahrzeugsteuerung beschaffen ist. Zur digitalen Auswertung sind dem Verstärker z. B: zwei Grenzwertmelder T 1, . T 2 mit je zwei Ausgängen nachgeschaltet. Der Grenzwertmelder T-1 spricht schon auf eine niedrige Spannung an und meldet "leichtes Schleudern" 1, der andere Grenzwertmelder T 2 spricht erst bei einer hohen Spannung an und meldet "heftiges Schleudern" h. Welcher der beiden Grenzwertmelderausgänge Signal führt, hängt davon ab, ob f1 ----->f2 oder .f2 > f1 ist. Damit ist die Möglichkeit gegeben, nicht nur ein Schlupfen überhaupt zu erfassen, sondern such noch festzustellen,-welche der Achsen schlüpft.
  • Zur Erläuterung der analogen Auswertung st in. Fig 6 eine Schaltung gezeigt, die es bei Einzelsteuerung der Fahrmotoren ermögli.cht, das Schleudern durch- einen selektiven Eingriff in die Regilung des Motors der schlüpfenden Achse zu beseitigen. Dazu wird die negative Ausgangsspannung von V 1 in einem weiteren Verstärker V'2 umgekehrt. Wenn die Drehzahl der Achse 1 größer ist als die der Achse 2, liegt an der Diode n2im umgekehrten Fall an der Diode n'1 positive Spannung. Ein elektronischer Schalter ES leitet.die jeweils positive Spannung auf denjenigen der beiden Regelverstärker V 3 oder V 4, der den: schleudernden Motor TM 1TM 2 beeinflußt. Die Verstärker V 3 und Y 4 erhalten zweckmäßig ein I- oder PI-Verhalten.-Ein festeingespeister Strom Ik gewährleistet, daß ein Anspreohen erst erfolgt, wenn der Schlupf eine gewisse Grenze Übersteigt (Schlupf bei Kurvenufahren und leichter Schlupf, der nicht zum Schleudern führt, soll nicht erfaßt werden). Die angegebene Anordnung gestattet eine sehr genaue und dennoch schnelle Erfassung einer echlupfbedingten Drehzahldifferent zweier Achsen. Der Zeitverzug zwischen auftretendem Schlupf_und dessen Registrierung beträgt angenähert etwa 1 biss 2 Perioden der dem Schlupf proportionalen Frequenz. Der Zeitverzug ist somit der Höhe des Schlupfes umgekehrt proportional, und unabhängig vonyder Höhe der Fahrzeuggeschwindigkeit.

Claims (7)

  1. Patentansprüche 1. Schaltungsanordnung zur Ermittlung des Schlupfes .angetriebener und oder gebremster Fahrzeugachsen, gekennzeichnet durch die Verwendung von Differenzgattern zur _Bildung der. Differenzfrequenz geschwindigkeitsproportionaler Impulsfolgefrequenzen, welche von Impulsgebern abgeleitet werden, die mit je einem der Treibachsen gekuppelt sind und ihre Signale n die Differenzgatter (DG)-eingeben, von deren Ausgängen, eine dem Drehzahlunterschied ~proportionale Frequenz (Af) .abgegeben wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1', dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz (Af) in weiteren Differenzgattern mit einer fahrgeschwindgkeitsabhängigen_ Frequenz (f.1) vergli chen -und einer Gedächtniestüfe (X 1) eingegeben wird, deren Ausgangssignal als Schleudersignal ausgewertet wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß d.e dem Drehzahlunterschied proportionale Frequenz in zusätzlichen Differenzgattern mit einer weiteren, jedoch festen geschwindigkeitsunabhängigen Frequenz (f 82) verglichen wird, die größer ist als die geschwindigkeitsabhängige Vergleichsfrequenz (f j), wobei die Ausgangssignale der Gatter eine weitere Gedächtnisstufe (X 2)- für die Auswertung eines groberen Schleudersignals beeinflussen.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2; dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Schleudersignal ein analoges, der Schlupfgröße oder deren Zeitintegral proportionales Signal zur-stetigen Verringerung des Drehmoments der Triebmotors abgeleitet wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen--.1 - 4, für einen Mehrachsen-Drehzahlvergleich, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlen der Achsen mittels einer entsprechenden Anzahl von Differenzgattern (DG 1 - DG 4) zyklisch miteinander verglichen. und die Ausgangsgrößen der Gatter über nachgeschaltete elektronische Schalter (ES) zur Weiterverarbeitung je in Impulsformer (IF) eingegeben werden, welche die Differenzimpulse in Impulse konstanter Amplitude und Dauer umformen und je einem nackigeordneten, den zugehörigen Motorregler beeinflussenden Verstärker (V) eingeben, dem mit jedem Impuls eine konstante Strommenge zugeführt wird, derart, daß der Mittelwert des jeweiligen Stromes der Differenzfrequenz-bzw. Drehzahldifferenz zwischen zwei Achsen proportional ist.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß von jedem Integrierverstärker (V) eingegebenen Stromwert ein von einer Konstantstromquelle (K) abgeleiteter Stromwert' subtrahiert wird,der dem beim Anfahren zugelassenen Schlupf entspricht.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß von dem jedem: Integrierverstärker (V) eingegebenem Stromwert ein weiterer, über einen Impulsformer (IF 5) von einer der Achsen abgeleiteter drehzahlproportionaler Stromwert sub-trähiert wird, -um Drehzahldifferenzen, die sich aus ungleichen Raddurchmessern ergeben,. zu kompensieren* B. Schaltungsanordnung nach den'Anaprüchen t und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Elimination gegebenenfalls unterschiedlicher Treibraddurchmesser die Differenzfrequenz am Ausgang der beiden Differenzgatter Je einem Impuleformer (IF 1, 2) zuführt wird, von denen der eine positive, der andere negative Impulse ausgibt, daß der der Drehzahldifferenz der beiden Achsen proportionale Mittelwert am Ausgang der Impulsformer, sowie ein entgegengerichteter, aus einer der drehzahlproportionalen Eingangefrequenzen (f 1t f 2) über einen weiteren-Impulsformer (IF 3) abgeleiteter Strosxert einem Verstärker (Y 1) eingegeben werden, der-die Stromimpulse in eine der Schlupfdifferenz entsprechende, geglättete Spannung (U A) umformt,. weiche auf digitalem Wege zu Sehleudereignalen oder auf analogem Wege zu Regelgrößen für die Beeinflussung der Motorregler weiterverarbeitet wird.
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