DE1663008B1 - Lagesteuereinrichtung - Google Patents

Lagesteuereinrichtung

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DE1663008B1
DE1663008B1 DE19621663008 DE1663008A DE1663008B1 DE 1663008 B1 DE1663008 B1 DE 1663008B1 DE 19621663008 DE19621663008 DE 19621663008 DE 1663008 A DE1663008 A DE 1663008A DE 1663008 B1 DE1663008 B1 DE 1663008B1
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DE19621663008
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Blaha John F
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Harris Corp
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Harris Intertype Corp
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Programme-control systems
    • G05B19/02Programme-control systems electric
    • G05B19/04Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers
    • G05B19/12Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using record carriers
    • G05B19/124Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using record carriers using tapes, cards or discs with optically sensed marks or codes

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Lagesteuereinrichtung zur Einstellung eines beweglichen, große Trägheit aufweisenden Teils, insbesondere eines Vorschubsattels einer Schneidmaschine, entlang einer Bahn in bestimmte, beliebig und stufenlos veränderliche Stellungen, mit einem Aufzeichnungsträger, wie beispielsweise einem Speicherband, auf dem sich eine Anzahl von strich- oder punktförmigen Markierungen entsprechend den Abständen der vorbestimmten aufeinanderfolgenden Stellungen des beweglichen Teils befinden, mit einer Abtasteinrichtung für die Markierungen auf dem Aufzeichnungsträger, mit einer von der Abtasteinrichtung in zwei Geschwindigkeitsstufen steuerbaren und abschaltbaren Antriebseinrichtung für das bewegliche Teil und zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen dem Aufzeichnungsträger und der Abtasteinrichtung .entsprechend der Bewegung des zu steuernden Teils, mit einer zwischen die Abtasteinrichtung und die zweistufige Antriebseinrichtung geschalteten Schalteinrichtung zur Umschaltung derselben von höherer auf niedrigere Geschwindigkeit beim ersten Abtasten einer Markierung auf dem Aufzeichnungsträger und zur Ausschaltung des Antriebs bei nochmaliger Abtastung derselben Markierung durch die Abtasteinrichtung. Derartige Einrichtungen dienen z. B. zur Steuerung eines Vorschubsattels zur Bewegung eines Materialstapels unterhalb des Messers einer Schneidmaschine, wobei der Vorschubsattel in eine unbegrenzte Anzahl von Einstellungen gebracht werden soll.
  • Um eine genaue Positionierung beispielsweise eines schweren Schneidmaschinen-Vorschubsattels zu erreichen, muß bei der Steuerung die Trägheit des Maschinenteils berücksichtigt werden, die sich insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten in einem entsprechenden Bewegungsimpuls bemerkbar macht. Infolge seiner Trägheit ist das Maschinenteil beim Abstoppen bestrebt, noch ein Stück weiterzulaufen, und es muß daher Sorge getragen werden, daß sich der endgültige Haltepunkt beispielsweise des Vorschubsattels mit dem Materialstapel noch innerhalb des jeweils vorgegebenen Toleranzbereiches befindet.
  • Bei einer bekannten Einrichtung wird das zu steuernde Maschinenteil bei Annäherung an die Sollposition in seiner Bewegung verlangsamt, so daß es die gewünschte Lage mit verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit erreicht, aus der heraus es dann ohne nennenswerte Trägheitswirkungen vollständig abgebremst werden kann.
  • Es ist eine Anordnung zur Steuerung von Arbeitsmaschinen entsprechend einem durch Impulsmarken aufgezeichneten Programm bekannt, das durch Impulsabnehmer abgetastet wird, welche Steuerimpulse auf Zählspeicher geben, wobei die zu steuernde Einrichtung an den durch die Impulsmarken vorgegebenen Stellen nach Herabsetzen ihrer Geschwindigkeit angehalten werden soll. Dies erfolgt dadurch, daß in der Abtastrichtung vor dem Impulsabnehmer für das Haltesignal ein weiterer Impulsabnehmer für die Umsteuerung von der schnellen auf die langsame Geschwindigkeit vorgesehen ist, dessen Impulse als positive Zählschritte auf einen Zählspeicher gegeben werden, diese gespeicherten Impulse durch negative Zählschritte aus dem Impulsabnehmer für das Haltesignal der Reihe nach wieder gelöscht werden und erst nach Löschung aller gespeicherten Impulse die Einschaltung der schnellen Geschwindigkeit möglich ist. Diese Steuerschaltung macht einen Zähler und zugehörige Hilfseinrichtungen erforderlich, die ihrer Natur nach verhältnismäßig teuer und auch störungsanfällig sind.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuerungseinrichtung zur Einstellung eines schweren, beweglichen Teils in bestimmte, beliebig und stufenlos veränderliche Stellungen zu schaffen, bei der vermieden wird, daß das Teil nach Erreichen einer Sollstellung wieder so schnell beschleunigt wird, daß es über eine nachfolgende, dicht neben der erreichten Stellung liegende neue Sollstellung hinausbewegt würde.
  • Ausgehend von einer Steuereinrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch eine nach jeder Abschaltung der Antriebseinrichtung durch die Schalteinrichtung kurzzeitig einschaltbare Verschiebeeinrichtung zur Erzeugung einer zusätzlichen, von der Bewegung des gesteuerten Teiles unabhängigen Vorabtastbewegung zwischen der Abtasteinrichtung und dem Aufzeichnungsträger über jeweils einen vor der Abtasteinrichtung befindlichen Trägerabschnitt, der mindestens einem für die Umschaltung der Antriebseinrichtung von der höheren auf die niedrigere Geschwindigkeit bis zum Abschalten erforderlichen Abstand der Markierungen entspricht, und mit einem von der Abtasteinrichtung gesteuerten Sperrschalter, der vor dem Wiederanlaufen der Antriebseinrichtung die Umschaltung auf die höhere Geschwindigkeit bei Vorabtastung einer Markierung sperrt.
  • Durch die Vorrichtung nach der Erfindung wird erreicht, daß auch bei nahe nebeneinanderliegenden Markierungen auf der Speichereinrichtung gewährleistet ist, daß z. B. ein Maschinenteil nicht über die durch diese Markierungen festgelegten Soll-Stellungen hinausbewegt wird, indem es angehalten und zunächst abgetastet wird, ob der Antrieb für das Maschinenteil bei der Bewegung von einer vorbestimmten Lage in die nächste Lage mit der höheren oder mit der niedrigeren Geschwindigkeit anlaufen soll.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Steuervorrichtung nach der Erfindung mit einem Paar Abtasteinrichtungen, die in Richtung der Relativbewegung des Aufzeichnungsträgers in einem durch die Umschaltung bis zur Abschaltung der Antriebseinrichtung bestimmten gegenseitigen Abstand voneinander gelagert sind und von denen die eine die Geschwindigkeit der Antriebseinrichtung umschaltet und die andere die Antriebseinrichtung abschaltet, ergibt sich dadurch, daß die Vorschiebeeinrichtung den vorabzutastenden, zwischen den Abtasteinrichtungen liegenden Trägerabschnitt in einer Rück- und Vorwärtsbewegung an der ersten Abtasteinrichtung für die Umschaltung der Geschwindigkeit der Antriebseinrichtung vorbeiführt. Das Teil wird dabei aus einer Sollstellung zunächst mit der langsameren Geschwindigkeit bewegt und angehalten, falls die nächste Markierung bereits auf dem zwischen den beiden Abtasteinrichtungen liegenden Abschnitt des Steuerelementes liegt, bzw. auf die größere Geschwindigkeit beschleunigt, falls dies nicht der Fall ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Steuerungseinrichtung mit einer einzigen Abtasteinrichtnng ist gekennzeichnet durch einen Steuerring mit zwei Rollen als Verschiebeeinrichtung, über die ein die Markierungen tragendes Speicherband geführt ist, und durch einen den Steuerring mit den Rollen um einen der Länge des vorabzutastenden Bandabschnittes entsprechenden Bogenwinkel gegenüber der Abtasteinrichtun2 kurzzeitig verdrehenden Antrieb.
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert.
  • F i g. 1 zeigt eine Maschine zum Schneiden von Stapeln von Papierbogen u. dgl., bei der die Steuereinrichtung gemäß der Erfindung vorgesehen ist; F i g. 2 zeigt eine Antriebseinrichtung für das Messer und den Klemmbalken der Schneidmaschine gemäß F i g. 1; F i g. 3 zeigt eine Steuereinrichtung mit einer Programmspeichereinrichtung für die Maschine nach Fig.l; F i g. 4 zeigt eine Vorrichtung zum Aufbringen von Markierungen auf den Aufzeichnungsträger; F i g. 5 zeigt eine Löschvorrichtung für die Speichereinrichtung; F i g. 6 zeigt einen Teil eines Aufzeichnungsträgers der Speichereinrichtung; F i g. 7 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Teils der Vorrichtung gemäß F i g. 4; F i g. 8 zeigt einen Schaltplan eines vollständigen Steuersystems für die in den F i g. 1 bis 5 gezeigte Steuereinrichtung; F i g. 9 zeigt einen Schaltplan eines photoelektrischen Steuerkreises, der bei dem System gemäß F i g. 8 verwendet werden kann; F i g. 10 und 11 zeigen eine Stromquelle, wie sie in F i g. 8 als Block dargestellt ist; F i g. 12 zeigt ein Blockdiagramm der gesamten Steuerschaltung; F i g. 13 und 14 stellen weitere abgewandelte Ausführungsformen einer Steuerung gemäß der Erfindung dar.
  • Das Steuersystem gemäß der Erfindung ist bei einer Schneidmaschine gemäß der F i g. 1 dargestellt, um die Bewegung des Vorschubsattels 10 zu steuern, der von einer Leitspindel 12 angetrieben wird, so daß er sich über den Arbeitstisch 15 der Schneidmaschine bewegt. Normalerweise befindet sich der Vorschubsattel zu Beginn eines Arbeitsganges an der Rückseite des Arbeitstisches und wird sodann in einer Reihe von einzelnen Bewegungen, deren Länge stufenlos veränderlich ist, derart vorgeschoben, daß ein nicht dargestellter Materialstapel aus Papierbogen od. dgl. in die Schneideebene des Messers 20 geschoben wird, das in einer vertikalen Ebene nach unten auf den Tisch 15 und sodann wieder zurückbewegt wird, um an bestimmten gewünschten Stellen in den Materialstapel einzuschneiden.
  • Der Messerantrieb gemäß F i g. 2 ist in üblicher Weise ausgebildet und weist Winkelhebel 22 auf, die auf gegenüberliegenden Seiten des Arbeitstisches 15 schwenkbar im Schneidmaschinenrahmen gelagert sind und deren jeder an den gegenüberliegenden Enden des Messers 20 mittels einer Lasche 23 angelenkt ist; beide Winkelhebel sind zwecks aufeinander abgestimmter Bewegung durch eine Querlasche 24 verbunden. Dieses Gestänge wird durch eine Pleuelstange 25 angetrieben, die am einen Ende schwenkbar mit einem der Winkelhebel und am anderen Ende mit einem drehbaren Antriebselement f oder einer Kurbel 27 verbunden ist. Der Antrieb dieser Kurbel 27 um je eine Umdrehung für jeden Schneidvorgang erfolgt von einer Antriebswelle 28 aus, die über eine Kupplung 32 mit einem Motor 30 verbunden ist. Wenn diese Kupplung geöffnet ist, so wird die Welle 28 durch eine Bremse 34 abgebremst, um das Messer, wie dargestellt, in seiner oberen Stellung festzuhalten. Die Einzelheiten einer derartigen Konstruktion sind in der USA.-Patentschrift 2 629155 geschildert.
  • Es ist auch erforderlich, den Materialstapel während des Schneidhubs des Messers fest einzuklemmen, und zu diesem Zweck ist ein Klemmbalken 40 unmit:elbar hinter dem Messer 20 vertikal beweglich gelagert, dessen Antrieb über ein Paar von Klemmbalkenhebeln 42 erfolgt, die, schwenkbar an der Maschine gelagert, mit den beiden Enden des Klemmbalkens 41 über Zwischenglieder 43 und außerdem über einen Querbügel 44 miteinander verbunden sind. Einer der Klemmbalkenhebel42 wird von einem Motor 45 aus angetrieben.
  • Der Vorschubsattel 10 wird durch Verdrehung der Leitspindel 12 über ein zweistufiges Getriebe 50, einen umschaltbaren Elektromotor 55 und einen Riementrieb 52 angetrieben. Das Verhältnis zwischen dem Untersetzungsverhältnis für die hohe Geschwindikeit (gewöhnlich 1:1) und dem Untersetzungsverhältnis für die niedrige Geschwindigkeit beträgt etwa 50: 1. Die Auswahl der gewünschten Geschwindigkeit erfolgt vorzugsweise durch wahlweise Einschaltung einer von zwei elektromagnetischen Steuerspulen, wobei die Spule 57 (F i g. 8) die höhere Geschwindigkeit für die normalen Verschiebebewegungen des Vorschubsattels 10 beim Vorschieben des Stapels in die Schneidstellung und bei der Rückbewegung des Vorschubsattels 10 am Ende eines Schneidvorganges einschaltet, während die andere Spule 58, wenn sie erregt wird, eine Umschaltung des Getriebes 50 auf die niedrige Geschwindigkeit hervorruft, mit der der Vorschubsattel 10 und der durch diesen bewegten Stapel am Ende der Einstellbewegung bis in die gewünschte Lage bewegt werden. Durch Verlangsamung der Bewegung des Vorschubsattels 10 werden die Auswirkungen der Trägheit des Stapels selbst wie auch des verhältnismäßig schweren Vorschubsattels 10 herabgesetzt, und der Stapel wird genau in den gewünschten Stellungen zum Anhalten gebracht.
  • Gemäß den F i g. 1 und 3 weist der Vorschubsattel 10 einen nach oben ragenden Arm 60 auf, der mit einem Speicherband 65, vorzugsweise aus Metall, verbunden ist. Dieses Band läuft um eine hintere Umlenkrolle 67, die auf einer oberhalb des hinteren Endes des Tisches 15 vertikal angeordneten Welle 68 gelagert ist. Sodann läuft das Band zur Vorderseite des Tisches an dem Vorschubsattel und dem Klemmbalken 40 vorbei um ein Paar von nicht dargestellten Führungsrollen, die im wesentlichen über dem Klemmbalken 40 liegen, und sodann nach außen zu den einander gegenüberliegenden Enden der Messertragteile um ein Paar von Endführungsrollen 70 (F i g. 3).
  • An der Vorderseite der Maschine trägt das Band 65 einen Hauptbewegungsübertragungsblock 72, der sich zusammen mit dem Band und demzufolge auch zusammen mit dem Vorschubsattel '-ü bewegt. Dieser Block trägt einen Hilfsblock 75, der verstellbar mit dein Hauptblock 72 über eine Feineinsellschraube 76 verbunden ist, die in den Hilfsblock 75 eingeschraubt ist und eine Nase 78 des Hauptblockes 72 erfaßt_ DiP @rhranhP 7(i hat an ihren hairlen Unrlpn Justierschrauben, um die Nase 78 zur Feineinstellung gegenüber dem Hilfsblock 75 verstellen zu können.
  • Die Steuerung für den Vorschubsattel weist ein Speicherband 80 auf, auf dem Impulsmarkierungen an beliebigen Stellen angebracht werden können, und bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach den F i g. 1 bis 5 wird das Speicherband durch ein durchsichtiges oder durchscheinendes Band 80 gebildet, von dem ein Teil in F i g. 6 gezeigt ist. Dieses Band ist in Form einer Schleife geführt, an der der Mlfsblock 75 befestigt ist, und läuft über Führungsrollen 82 an beiden Enden des Gestells. Diese Führungsrollen sitzen an den Enden von Kurbelarmen 85 und 86, die mit ihren oberen Enden an feststehenden Armen 87 und 88 schwenkbar gelagert sind. Der Arm 85 ist mit der beweglichen Stange 90 eines Solenoids 92 verbunden, an Stelle dessen auch ein pneumatischer Zylinder mit einer üblichen Servosteuerung durch ein Solenoid vorgesehen sein könnte. In jedem Fall wird die Normalstellung des Speicherbandes 80 durch die Normalstellung der Stange 90 bei ausgeschaltetem Solenoid 92 festgelegt, und die Arme 85 und 86 werden zusammen mit dem Band 80 durch eine Feder 95 in diese Normalstellung gedrückt. Die Feder 95 ist über einen Verlängerungshebel 96 an einem Ende mit dem Arm 86 verbunden, während sie mit ihrem anderen Ende an einem feststehenden Punkt der Maschine befestigt ist. In der Bewegungsbahn des Armes 85 ist eine einstellbare Anschlagschraube 98 vorgesehen, gegen die sich der Arm bei Einschaltung des Solenoids 90 anlegen kann, so daß das Speicherband versetzt wird. Die impulserzeugenden Markierungen werden auf dem Band als undurchsichtige Marken in den ausgewählten Lagen der Vorrichtung angebracht. Die Steuerstellung wird durch eine Lichtquelle 100 auf einer Seite des Speicherbandes 80 definiert, und ihr Licht wird durch das Band 80 hindurch auf einen Aufnahmekopf 105 geworfen. Dieser Aufnahmekopf weist eine Abschaltphotozelle 106 und eine Geschwindigkeitsumschaltphotozelle 107 auf. Wenn der Vorschubsattel sich nach vorn bewegt, so bewegt sich das obere Teil des Bandes 80 in der Blickrichtung gemäß F i g. 3 von links nach rechts, damit die Markierungen auf dem Band 80 zuerst zwischen der Lichtquelle 100 und der Photozelle 107 vorbeilaufen, wobei sie einen »Umschalt«-Impuls erzeugen. Anschließend erreicht die erste Markierung die durch die Photozelle 106 definierte Stopstellung, in der das auf diese Photozelle fallende Licht abgeschirmt und ein »Stop«-Impuls erzeugt wird.
  • Auf dem Band 80 können mittels eines Kohlepapierbandes 110, das, im Bereich des Aufnahmekopfes 105 auf der gegenüberliegenden Seite des Bandes 80 durch ein Rollenpaar 112 geführt, entlang ; des Bandes 80 verläuft, undurchsichtige Markierungen angebracht werden. Das Band 110 wird von einer austauschbaren Spule 115 abgezogen und nach seinem Gebrauch auf eine Spule 116 aufgewickelt, wenn diese vom Motor 118 aus angetrieben wird, Vorzugs- E weise wird das Kohleband nach jeder Markierung weiterbewegt, so daß alle Markierungen von gleichmäßiger Dichte sind, weil für jede Markierung ein frisches Stück des Kohlepapiers verwendet wird. Die Anbringung .einer Markierung erfolgt durch einen c Stempel 120, der hinter dem Band 110 liegt und bei manueller Betätigung des Steaersolenoids 121 (F i g. 7) das Kohleband gegen die Oberfläche des Bandes 80 drückt, so daß auf diesem eine löschbare undurchsichtige Markierung erzeugt wird. Ein weiterer Stempel 122 mit zugehörigem Betätigungssolenoid 123 dient zur Anbringung von Markierungen c in einem anderen Kanal, beispielsweise zur Anbringung von Markierungen für »Ende der Arbeit«, zur Umsteuerung der Bewegungsrichtung des Vorschubsattel-Antriebsmotors usw. Eine Anzahl derartiger Markierungen 180, 182, die in verschiedenen Steuerkanälen 124 angeordnet sind, die in Längsrichtung des Steuerbandes 80 verlaufen, ist in F i g. 6 gezeigt.
  • Wie schon erwähnt wurde, sind die undurchsichtigen Markierungen auf dem Band 80 löschbar, so daß Korrekturen durchgeführt oder eine vollständige Serie von Markierungen, die eine bestimmte Schneidarbeit repräsentiert, gelöscht und durch eine neue Gruppe von Markierungen ersetzt werden kann. In F i g. 5 ist eine Löschvorrichtung für diesen Zweck dargestellt, die ein Tuchband 125 aufweist, das von einer Spule 126 abgespult und anschließend von einer Spule 127 aufgenommen wird, welche von einem Motor 128 angetrieben wird. Das Band 125 verläuft entlang der Oberfläche des Speicherbandes 80, und zwar normalerweise unter einem gewissen Abstand hiervon und um .eine Steuerwalze 130 herum, die am einen Ende eines schwenkbar gelagerten Winkelhebels 132 gelagert ist. Dieser Winkelhebel 132 kann mittels eines Solenoids 135 derart verschwenkt werden, daß ein Teil des Tuchbandes mit der Oberfläche des Scuerbandes 80 in Berührung gelangt, und in dieser Einstellung wischt das Tuchband bei Einschaltung des Motors 128 über die Oberfläche des Steuerbandes 80 und entfernt von diesem die an der betreffenden Stelle befindlichen undurchsichtigen Markierungen.
  • Die F i g. 8 bis 11 zeigen eine Schaltung, wie sie in Verbindung mit der vorstehend beschriebenen Steuereinrichtung für den Vorschubsattel einer Schneidmaschine verwendet werden kann. Diese Schaltung ist für jede Photozelle vorgesehen, und beim Vorbeilaufen einer undurchsichtigen Markierung zwischen der Lichtquelle und der Photozelle NPN (F i g. 9) wird ein Impuls abgegeben, der bewirkt, daß das Steuergitter eines Thyratrons 2 D 21 kurzfristig gegenüber Erde positiv und das Thyratron 2 D 21 zündet, so daß die Relaisspule R unter Spannung gesetzt wird. Das Relais R bleibt eingeschaltet, bis das Thyratron 2 D 21 gelöscht wird.
  • F i g. 10 zeigt eine Stromquelle, die die verhältnismäßig niedrige Spannung von +38 Volt für die Photozellen und 6,3 Volt Heizspannung liefert. F i g. 11 zeigt eine Schaltung zur Speisung von +150 Volt Gleichspannung an den von dem Thyratron 2 D 21 gemäß F i g. 9 gesteuerten Relaiskreis. In F i g. 8 ist die Schaltung für die Vorschubsattel-Steuerung gezeigt. Die Leitungen L 1 und L 2 sind an eine Wechselstromquelle von beispielsweise 110 und 60 Hz angeschlossen, und die Blockeinheit 145 umfaßt die Schaltkreise gemäß den F i g. 9 und 10. Der Anschluß an die Speisespannung erfolgt über einen handbetätigten doppelpoligen Zweistellungsschalter 150.
  • Wie der untere Teil der F i g. 8 zeigt, leitet der Zweiwegegleichrichter 152 den Leitungen 153 und 154 und dem angeschlossenen Kreis über die Sicherungen 155 Gleichstrom zu. Dieser gesamte Kreis ist mittels eines normalerweise geschlossenen Schalters 156 steuerbar, durch den der Klemmbalkenmechanis- Mus gemäß F i g. 2 derart betätigt wird, daß er immer dann öffnet, wenn der Klemmbalken 40 sich außerhalb seiner angehobenen Ruhestellung befindet. Die Leitung 154 führt getrennt zu den bereits erwähnten Getriebe-Steuerspulen 57 und 58, und der durch jede dieser Spulen 57, 58 fließende Strom kann zwecks Einstellung der Haltekräfte durch Verstellwiderstände 157 bzw. 158 verändert werden. Diese Stromkreise werden außerdem durch die Kontakte verschiedener Solenoide im Hauptstromkreis geschaltet, wie nachfolgend beschrieben werden soll.
  • Zum Zwecke der Erläuterung soll angenommen werden, daß sich der Stopschalter 160 in seiner normalen geschlossenen Betriebslage befindet und daß sich der Vorschubsatte110 in irgendeiner Zwischenstellung innerhalb seines Bewegungsbereiches befindet, so daß der vordere Begrenzungsschalter 162, den der Vorschubsattel in seiner vordersten, dem Messer nächsten Stellung erfaßt, und der hintere Begrenzungsschalter 163, den der Vorschubsattel in seiner hintersten Stellung öffnet, beide geschlossen sind. Somit sind die Leitungen 164 und 165 an die Leitung L 1 angeschlossen. Wenn der Bedienungsmann die automatische Steuerung für den Vorschubsattel benutzen will, so schließt er den Schalter 150, wobei er die Stromversorgung 145 mit der Wechselstromquelle verbindet. Gleichzeitig werden auch die unteren Kontakte des Schalters 150 geschlossen, und wenn der Bedienungsmann den handbetätigten Selbstanlaufschalter 170 schließt, so wird die Spule des Haupt- ; Steuerrelais A an Spannung gelegt. Hierdurch werden die Kontakte A 1 und A 2 des Relais A geschlossen.
  • Das Relais L ist normalerweise Mit der Speiseeinrichtung 145 verbunden, weil der handbetätigte Wiedereinstellungsschalter 172 normalerweise geschlossen ist, und dieses Relais L wird seinerseits von der Stop-Photozelle 106 gesteuert. Dieses Relais L hat einen einzelnen Satz von normalerweise geschlossenen Kontakten L 1, die die Spule des Hauptrelais A steuern, so daß immer dann, wenn ein Impuls von der Photozelle 106 abgegeben wird, das Relais L eingeschaltet wird, die Kontakte L 1 öffnen und damit das Relais A ausgeschaltet wird, so daß dessen Kontakte A 1 und A 2 abfallen. Das Relais H ist parallel zum Relais L an die Speiseeinrichtung 145 angeschlossen, und seine Einschaltung wird über einen Schaltkreis gemäß F i g. 8 durch die UMschalt-Photozelle 107 gesteuert. Das Relais H hat einen einzigen Satz von normalerweise geschlossenen Kontakten H 1, die in einem Kreis liegen, der die Spule des Schnellgangrelais F steuert.
  • Solange das Relais F nicht eingeschaltet wird, arbeitet das Getriebe 50 von selbst mit geringer Geschwindigkeit. Wenn ein Umschaltimpuls von der Photozelle 107 eine Einschaltung des Relais H hervorruft, so fällt das Relais F ab, und das Getriebe schaltet auf niedrige Geschwindigkeit. Dies wird dadurch hervorgerufen, daß im Speisekreis der der niedrigen Geschwindigkeit zugeordneten Getriebeschaltspule 58 ein Ruhekontakt F 1 und im Speisekreis der Spule 57 für hohe Geschwindigkeit Arbeitskontakte F 2 vorhanden sind. Wenn daher das Relais F an Spannung gelegt wird, so öffnen die Kontakte F 1, und die Kontakte F 2 schließen, und es wird nur die Spule 57 eingeschaltet, so daß die hohe Geschwindigkeit für die Bewegung des Vorschubsattels 10 eingeschaltet wird, wenn angenommen wird, daß sich zu diesem Zeitpunkt der Vorschub-Sattel nach vorn bewegt. Wenn das Relais H eingeschaltet und demzufolge das Relais F ausgeschaltet wird, so verläuft der Vorgang genau umgekehrt, indem die Spule 58 über die Kontakte F 1 in den Gleichstromkreis eingeschaltet wird, wobei dann die Kontakte F 2 offen sind und die Spule 57 für die hohe Geschwindigkeit keinen Strom erhält. Wenn daher angenommen wird, daß der Vorschubsattel sich nach vorn bewegt und daß noch von keiner der Steuerphotozellen ein Impuls abgegeben worden ist, so sind die Relais A und F eingeschaltet, und der Vorschubsattel bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit nach vorn. Der Bedienungsmann kann den Vorschub= Sattel auch ohne die Steuerung mit hoher Geschwindigkeit nach vorn bewegen, indem er den normalerweise geöffneten Schnellauf-Schalter 174 schließt, der die Kontakte A 1 und A 2 überbrückt und das Relais F einschaltet, solange das Umschaltrelais H ausgeschaltet ist. Wenn der Bedienungsmann dagegen eine Bewegung des Vorschubsattels mit niedriger Geschwindigkeit wünscht, so kann er den normalerweise offenen Langsamiaufschalter 175 schließen, wodurch die Spule des Relais S erregt wird, die ihre normalerweise offenen Haltekontakte S 1 schließt und ihre normalerweise geschlossenen Kontakte S 2 im Speisekreis des Relais F öffnet. Der Vorschubsattel bewegt sich dann mit niedriger Geschwindigkeit, wobei Impulse von der der Umschaltung auf niedrige Geschwindigkeit zugeordneten Photozelle 107 keine Wirkung haben, bis ein Impuls der Stop-Photozelle 106 das Relais L einschaltet und das Relais A ausschaltet, so daß seine Kontakte A 1 und A 2 öffnen.
  • Wenn das Relais A erregt wird, so wird die Spule des Vorwärtsrelais D über die Kontakte A 1 und A 2 eingeschaltet, was auch dann der Fall ist, wenn einer von den handbetätigten Schaltern 174 und 175 für hohe und niedrige Geschwindigkeit geschlossen wird. Dadurch werden die Kontakte D 1 und D 2 in der Steuerung für den Vorschubsattel-Antriebsmotor 55 geschlossen, und dieser wird mit der einer Vorwärtsbewegung des Vorschubsattels zugeordneten Drehrichtung eingeschaltet. Gleichzeitig werden die Kontakte D 3 im Speisekreis der Steuerspule 58 für die niedrige Geschwindigkeit des Getriebes geschlossen. Wenn jedoch das Schnellaufrelais F .eingeschaltet ist, so sind die Kontakte F 1 geöffnet und die Kontakte F 2 geschlossen, so daß das Getriebe dann mit seiner hohen Geschwindigkeit arbeitet.
  • Zur Rückwärtsbewegung des Vorschubsattels sind zwei besondere parallel zueinander geschaltete Relais vorgesehen. Das erste Rückwärtsrelais RA wird durch die Photozelle 177 (F i g. 7) über einen ein Thyratron 2 D 21 enthaltenden Kreis entsprechend der in F i g. 9 dargestellten Art gesteuert. Dieses Relais hat Kontakte RA 1, die, wenn sie geschlossen sind, die Spule des Haupt-Rückwärtsrelais RM einschalten. Dieses Relais weist Haltekontakte RM 1 in seinem eigenen Speisekreis wie auch Kontakte RM 2 und RM 3 auf, die in geschlossenem Zustand eine Einschaltung des Vorschubsattel-Antriebmotors 55 in Rückwärtsrichtung bewirken. Ein weiterer Kontaktsatz RM 4 liegt im Speisekreis der der höheren Geschwindigkeit zugeordneten Spule 57 des Getriebes, so daß die Bewegung des Vorschubsattels in Rückwärtsrichtung mit hoher Geschwindigkeit erfolgt. Falls der Vorschubsattel von Hand gesteuert rückwärts laufen soll, so kann der Bedienungsmann einen normalerweise offenen Schalter 178 schließen, der die RM 1-Haltekontakte überbrückt und die Spule des Haupt-Rückwärtsrelais RM einschaltet und sie über diese Kontakte eingeschaltet hält. Das Relais RM weist außerdem normalerweise geschlossene Kontakte RM 5 in der Leitung 165 auf, durch die sämtliche Relais A, D, F und S abgeschaltet werden, wenn der Vorschubsattel nach hinten bewegt wird. Diese Rückwärtsbewegung dauert an, bis der Vorschubsattel in seiner hintersten Lage den Schalter 163 öffnet, wodurch das Relais RM abgeschaltet wird und sich der Vorsehubsattel wiederum mit der höheren Geschwindigkeit nach vorn bewegt, bis die Umschalt-Photozelle 107 eine Markierung auf dem Speicherband abtastet.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß dieselbe Markierung auf dem Speicherband 80 über den Aufnahmekopf 105 zweimal abgetastet wird, und zwar zuerst durch die Photozelle 107, um die Bewegung des Vorschubsattels 10 zu verlangsamen, und anschließend durch die Photozelle 106, um den Vorschubsattel genau in der gewünschten Lage zur Ruhe zu bringen. Bei einer typischen Ausführungsform der Erfindung kann der effektive Abstand zwischen diesen Photozellen im Aufnahmekopf etwa 19 mm betragen, und es ist insbesondere im Falle der Randbeschneidung möglich, einen geringeren Abstand zwischen den Markierungen auf dem Speicherband vorzugeben. In solchen Fällen kann es vorkommen, daß in dem Augenblick, in dem eine Haltmarkierung 180 (F i g. 6) mit der durch die Photozelle 106 festgelegten Stop-Stellung fluchtet, die nachfolgende Markierung 182 zwischen den Photozellen liegt, und wenn die Vorschubsattelsteuerung nach Ausführung des Schnittes mit der hohen Geschwindigkeit anlaufen würde, so würde die Markierung 182 entweder verfehlt, oder aber der Vorschubsattel über die Soll-Stellung hinauslaufen, nachdem der hier erzeugte Impuls den Vorschubsattel abgestellt hat.
  • Um derartige Erscheinungen zu verhindern, ist bei dem Steuersystem eine Vorabtastung vorgesehen, durch die nach jedem Schnitt festgestellt wird, ob zwischen den Photozellen eine Markierung vorhanden ist. Dies erfolgt durch das Solenoid 92, das bei Erregung eine Relativbewegung zwischen dem Aufnahmekopf und dem Speicherband in der der normalen Abtastrichtung entgegengesetzten Richtung bewirkt, indem das gesamte Speicherband bewegt wird, während der Vorschubsattel stehenbleibt, wobei sich das in Form einer Schleife gelegte Speicherband 80 bei Bewegung der Rollen 82 um diese herumbewegt. Dies erfolgt durch einen Nocken 200, der durch die Messerantriebswelle 28 verdreht wird und der einen normalerweise offenen Schalter 202 schließt, der die Einschaltung des Solenoids 92 steuert. Wenn das Messer den Schneidvorgang durchläuft, ist der Schalter 202 während eines Teiles dieses Arbeitsganges geschlossen, und das Solenoid 92 wird erregt, so daß es das Speicherband 80 gegenüber dem Aufnahmekopf 105 um .einen Abstand bewegt, der etwas kleiner ist als der Abstand zwischen den Photozellen 106 und 107. Gleichzeitig wird ein weiterer Nocken 205 derart verdreht, daß er zeitweise einen Schalter 207 öffnet, der das normalerweise eingeschaltete Lösehrelais E steuert, das in der Zuleitung der Relaisspulen LH und RA liegende Kontakte E 1 aufweist.
  • Infolgedessen werden die Thyratrone in den Steuerungen für diese Relais unmittelbar vor der Ausschaltung des Solenoids 92 gegen Ende des Messerschneidzyklus gelöscht, um zu gewährleisten, daß diese Relais ausgeschaltet sind und daß das Relais H ansprechbereit ist für einen Steuerimpuls von der Photozelle 107, wenn das Speicherband 80 freigegeben und durch die Feder 95 zurückgeführt wird. Wenn zwischen den Photozellen eine Markierung 182 vorhanden war, so bewegt sie sich während dieser Rückführbewegung an der Photozelle 107 vorbei, wodurch das Relais H erregt und das System derart umgeschaltet wird, daß der Anlauf des Vorschubsattels mit niedriger Geschwindigkeit erfolgt. Die Markierung erreicht sodann die Photozelle 106 mit niedriger Geschwindigkeit und löst daher das Stillsetzen des Vorschubsattels mit der gewünschten Genauigkeit aus.
  • Die F .i g. 13 und 14 zeigen eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung. Bei der Anordnung nach F i g. 13 werden ein Magnetspeicherband und entsprechend ein Magnetabtastkopf verwendet, während bei der Anordnung nach F i g. 14 ein optisches System (d. h. ein Lichtstrahl und eine Photozelle) zur Abtastung von Steuermarkierungen vorgesehen ist und die Markierungen sichtbar auf einem Band aufgezeichnet sind. Deshalb können diese beiden zueinandergehörigen Ausführungsformen auch gemeinsam beschrieben werden. Auch kann das Blockdiagramm eines Steuersystems nach F i g. 12 für beide Vorrichtungen nach den F i g. 13 oder 14 Verwendung finden.
  • Gemäß F i g. 13, auf die zunächst Bezug genommen werden soll, ist als Speicherelement ein magnetisierbares Band 300 vorgesehen, das über nicht dargestellte Spulen läuft. Dieses Band 300 wird durch Rollen 302 über ein mit feinen Zähnen versehenes Rad 305 geführt, das von der die Bewegung des Vorschubsattels bewirkenden Leitspindel 12 aus angetrieben wird. Somit wird also das Band schlupffrei von der Zahnwalze 305 angetrieben, so daß sich dieses mit einer der Bewegung des Vorschubsattels direkt proportionalen Geschwindigkeit bewegt. Vorzugsweise soll sich das Band mit einer Geschwindigkeit bewegen, die um einen Faktor größer ist als diejenige des Vorschubsattels, so daß der Abstand zwischen den Steuermarkierungen auf dem Band etwas größer und infolgedessen die Abtastung einander benachbarter Markierungen erleichtert wird. Dieses Geschwindigkeitsverhältnis kann wahlweise über den Durchmesser der Zahnwalze 305 eingestellt werden. Es hat sich bei einer Ausführungsform als günstig herausgestellt, wenn die Bandgeschwindigkeit etwa das Sechsfache der Geschwindigkeit des Vorschubsattels beträgt.
  • Das Band verläuft von der Zahnwalze 305 aus über Führungswalzen 307, die auf einer Feineinstellkonsole 308 gelagert sind. Diese Konsole ist mit einer Markierung versehen, die einer neben der Konsole 308 angebrachten feststehenden Skala 309 zugeordnet ist. Falls daher eine Feineinstellung der Lage einer einen Steuerimpuls erzeugenden Markierung auf dem Band gegenüber der Stellung des Vorschubsattels erforderlich ist, so bewirkt eine Bewegung der Rollen 307 über die Einstellkonsole 308 eine Vor-oder Rückwärtsbewegung der Markierung auf dem Band gegenüber dem Ablesekopf 310, wobei eine Bewegung des Bandes gegenüber der Zahlwalze 305 vermieden wird.
  • Der Ablesekopf 310 ist feststehend in der Nähe des Bandsteuerungsringes 315 gelagert, der seinerseits um seine Achse drehbar gelagert ist. Das Band ist auf dem Ring 315 über Rollen 316 und 318 geführt und läuft sodann am Ablesekopf 310 vorbei über eine Steuerrolle 320 auf dem Ring 315, eine Führungsrolle 322 und die von der Einstellkonsole 308 getragene Führungsrolle 307.
  • Die Drehbewegung des Ringes 315 erfolgt mittels eines nicht dargestellten Solenoids. Der Hub dieses Solenoids und damit die einzelnen Stellungen des Ringes 315 können durch geeignete Anschläge eingestellt werden, die zur Vereinfachung ebenfalls nicht gezeigt sind.
  • In der in Fig. 13 in ausgezogenen Linien dargestellten Einstellung ist die Vorrichtung auf normale Vorwärtsbewegung des Vorschubsattels mit hoher Geschwindigkeit eingestellt, und bei dieser Vorwärts-Bewegung dreht sich die Zahnwalze 305 in Uhrzeigerrichtung und bewegt dabei das Band in Richtung des Pfeiles 325. Wenn die erste Markierung auf dem Band an dem Kopf 310 vorbeiläuft, wird der Steuereinrichtung des Antriebsmotors ein Impuls zugeleitet und von hoher auf niedrige Geschwindigkeit umgeschaltet. Gleichzeitig wird der Ring 315 derart verschoben, daß sich die Rollen 318 und 320 aus der ausgezogen dargestellten in die gestrichelt dargestellte Lage bewegen. Hierdurch wird der in Nähe des Ablesekopfes 310 befindliche Abschnitt des Bandes gegenüber dem Ablesekopf rückwärts bewegt, so daß dieselbe Steuermarkierung auf dem Band anschließend noch ein zweites Mal vor den Ablesekopf gelangt. Der Ablesekopf erzeugt dabei ein Signal für die Umschaltung von langsamer Geschwindigkeit auf Stop, so daß der Vorschubsattel genau in der gewünschten Lage stillgesetzt wird.
  • In Nähe des Ringes 315 liegt ein Schalter 328, dessen Betätigungsarm von einer Nase 330 auf dem Ring erfaßt werden kann. Dieser Schalter wird normalerweise durch Anlage an dieser Nase 330 geöffnet gehalten, wenn sich der Ring 315 in seiner Normalstellung befindet, die in voll ausgezogenen Linien dargestellt ist. Wenn jedoch der Ring 315 gedreht wird, so bewegt sich die Nase von dem Schalter weg, und dieser schließt sich beispielsweise infolge einer in dem Schalter angebrachten Feder, wobei dem Steuersystem ein Signal zugeleitet wird, das bewirkt, daß die nächste, von dem Kopf 310 abgetastete Markierung die Bewegung des Vorschubsattels unterbrechen soll.
  • F i g. 12 zeigt ein Blockschaltbild eines Steuersystems für diese Anordnung und auch für die Anordnung gemäß F i g. 14. Die Papierschneidmaschine ist als ein Block dargestellt und weist wieder den Vorschubsattel auf, und die Motorsteuerung 335 ist von der im unteren Teil des Schaltplanes in F i g. 8 dargestellten Art. Es werden also das Anlaufen, das Anhalten, die Richtungsumkehr und die Einschaltung der hohen oder der niedrigen Geschwindigkeit des Vorschubsattelmotors gesteuert. Der Bandantrieb 337 wird in der bereits erläuterten Weise von dem Vorschubsattelantrieb abgeleitet, und das Band 300 bewegt sich bei Bewegung des Vorschubsattels an dem Ablesekopf 310 vorbei. Außer diesem Ablesekopf ist ein weiterer, bei 338 angedeuteter Ablesekopf der gleichen Art vorgesehen, der auf die gleiche Weise wie der Ablesekopf 310 die Rückwärtsbewegung des Vorschubsattels steuert.
  • Wenn angenommen wird, daß sich das Band und demzufolge auch der Vorschubsattel nach vorn bewegen, so tastet der Ablesekopf 310 die erste Steuer-- magnetmarkierung auf dem Band ab und leitet einen Impuls über den Vorverstärker 340 zu der Umschaltvorrichtung 342, --die von der in F i g. 9 dargestellten Konstruktion sein kann. Von dieser Umschaltvorrichtung aus läuft außerdem ein Impuls über die Leitung 343 zur Motorsteuerung 335, so daß der Vorschubsattelantrieb von hoher auf niedrige Geschwindigkeit umgeschaltet wird. Gleichzeitig leitet die Umschaltvorrichtung 342 über die Leitung 344 einen Impuls zur Bandschaltsteuerung 345, wodurch der Ring 315 verdreht wird. Hierbei gelangen die Rollen 318 und 320 in die gestrichelt dargestellten Lagen und bewegen dabei die bereits abgetastete Steuermarkierung wieder zurück bis in eine vor dem Ablesekopf 310 liegende Stellung. Wenn die Umschaltvorrichtung 342 eingeschaltet wird, so schließt der Schalter 328, und hierdurch wird die Stop-Schaltung 348 über eine Leitung 349 betätigt, die beispielsweise dazu dienen kann, dem Gitter des Thyratrons, wie es bei der Steuerschaltung gemäß F i g. 9 gezeigt ist, eine positive Spannung zuzuleiten.
  • Wenn dieselbe bereits einmal abgetastete Markierung wieder am Ablesekopf 310 vorbeiläuft, so läuft ein weiterer Impuls über den Verstärker 350 zur Stop-Schaltung 348, so daß deren Thyratron zündet und über die Leitung 352 der Motorsteuerschaltung einen Impuls zuleitet, durch den der Antrieb des Vorschubsattels ganz abgestellt wird.
  • Nach dieser genauen Einstellung des Vorschubsattels löst der Bedienungsmann einen Schneidarbeitsgang aus, bei dessen Beendigung über die Leitung 354 der Bandschaltsteuerung 345 ein Impuls zugeleitet wird, mit der Wirkung, daß der Ring 315 in seine Ausgangsstellung zurückbewegt wird, in der er dem Abtasten zwecks Umschaltung von Schnell auf Langsam dient. Während dieser umgekehrten Relativbewegung zwischen dem Aufnahmekopf 310 und dem Band wird das Band am Ablesekopf vorbei nach vorn gezogen, wobei die bereits vorher abgetastete impulserzeugende Markierung, die die Ausschaltung des Vorschubsattels bewirkte, bis über den Ablesekopf 310 hinaus bewegt wird. Wenn dieser ersten Markierung eine Markierung mit geringem Abstand folgt, der kleiner ist als die bei der Bewegung des Ringes 315 abgetastete Bandlänge, so bewirkt diese Markierung unmittelbar das Hindurchlaufen eines Impulses vom Ablesekopf über den Vorverstärker 340, um die Umschaltvorrichtung 342 zu betätigen. Der Vorschubsattel läuft dann in Vorwärtsrichtung mit niedriger Geschwindigkeit an, und der Ring wird sofort in die gestrichelte Lage zurückbewegt, und wenn die Markierung den Kopf 310 erreicht, so bewirkt er eine Auslösung der Stop-Schaltung 348, um den Antrieb des Vorschubsattels in der für den Beschneidvorgang erforderlichen genauen Lage anzuhalten.
  • Die in F i g. 14 dargestellte abgewandelte Schaltung arbeitet in der gleichen Weise, wie es vorstehend in Verbindung mit F i g. 13 beschrieben wurde, und deshalb sind die gleichen Teile mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Der einzige Unterschied liegt darin, daß das Band 400 optisch ablesbar ist, und zwar ist es vorzugsweise durchsichtig oder durchscheinend und weist löschbare undurchsichtige Markierungen auf. Außerdem ist der Magnetablesekopf 310 durch eine Photozelle 410 und eine Lichtquelle 412 ersetzt. Die Wirkungsweise dieser Konstruktion ist die ;leiche, wie bereits beschrieben, und es kann auch die ;leiche Steuerung gemäß F i g. 12 Verwendung finden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Lagesteuereinrichtung zur Einstellung eines beweglichen, große Trägheit aufweisenden Teils, insbesondere eines Vorschubsattels einer Schneidmaschine, entlang einer Bahn in bestimmte, beliebig und stufenlos veränderliche Stellungen, mit einem Aufzeichnungsträger, wie beispielsweise einem Speicherband, auf dem sich eine Anzahl von strich- oder punktförmigen Markierungen entsprechend den Abständen der vorbestimmten aufeinanderfolgenden Stellungen des beweglichen Teils befinden, mit einer Abtasteinrichtung für die Markierungen auf dem Aufzeichnungsträger, mit einer von der Abtasteinrichtung in zwei Geschwindigkeitsstufen steuerbaren und abschaltbaren Antriebseinrichtung für das bewegliche Teil und zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen dem Aufzeichnungsträger und der Abtasteinrichtung entsprechend der Bewegung des zu steuernden Teils, mit einer zwischen die Abtasteinrichtung und die zweistufige Antriebseinrichtung geschalteten Schalteinrichtung zur Umschaltung derselben von höherer auf niedrigere Geschwindigkeit beim ersten Abtasten einer Markierung auf dem Aufzeichnungsträger und zur Ausschaltung des Antriebs bei nochmaliger Abtastung derselben Markierung durch die Abtasteinrichtung, gekennzeichnet durch eine nach jeder Abschaltung der Antriebsrichtung (50, 55) durch die Schalteinrichtung kurzzeitig einschaltbare Verschiebeeinrichtung (85, 86, 90, 92, 95, 244, 245, 250, 255, 260, 262, 315, 318, 320) zur Erzeugung einer zusätzlichen, von der Bewegung des gesteuerten Teiles (10) unabhängigen Vorabtastbewegung zwischen der Abtasteinrichtung (105; 240; 242; 310; 410) und dem Aufzeichnungsträger (80; 210; 300; 400) über jeweils einen vor der Abtasteinrichtung befindlichen Trägerabschnitt, der mindestens einem für die Umschaltung der Antriebseinrichtung von der höheren auf die niedrigere Geschwindigkeit bis zum Abschalten erforderlichen Abstand der Markierungen (180, 182) entspricht, und mit einem von der Abtasteinrichtung (105; 240; 242; 310; 410) gesteuerten Sperrschalter (H, 340), der vor dem Wiederanlaufen der Antriebseinrichtung (50, 55) die Umschaltung auf die höhere Geschwindigkeit bei Vorabtastung einer Markierung sperrt.
  2. 2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 mit einem Paar Abtasteinrichtungen, die in Richtung der Relativbewegung des Aufzeichnungsträgers in einem durch die Umschaltung bis zur Abschaltung der Antriebseinrichtung bestimmten gegenseitigen Abstand voneinander gelagert sind und von denen die eine die Geschwindigkeit der Antriebseinrichtung umschaltet und die andere die Antriebseinrichtung abschaltet, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschiebeeinrichtung (85, 86, 90, 95, 244, 245, 250, 255, 260, 262, 315, 318, 320) den vorabzutastenden, zwischen den Abtasteinrichtungen (106; 107; 240; 242) liegenden Trägerabschnitt in einer Rück- und Vorwärtsbewegung an der ersten Abtasteinrichtung (107, 240, 242) für die Umschaltung der Geschwindigkeit der Antriebseinrichtung vorbeiführt.
  3. 3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 mit einer einzigen Abtasteinrichtung, gekennzeichnet durch einen Steuerring (315) mit zwei Rollen (318, 320) als Verschiebeeinrichtung, über die ein die Markierungen tragendes Speicherband (300, 400) geführt ist, und durch einen den Steuerring (315) mit den Rollen (318, 320) um einen der Länge des vorabzutastenden Bandabschnittes entsprechenden Bogenwinkel gegenüber der Abtasteinrichtung (310, 410) kurzzeitig verdrehenden Antrieb.
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