DE16104C - Neuerungen an Dampfkesseln - Google Patents
Neuerungen an DampfkesselnInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B1/00—Methods of steam generation characterised by form of heating method
- F22B1/22—Methods of steam generation characterised by form of heating method using combustion under pressure substantially exceeding atmospheric pressure
- F22B1/26—Steam boilers of submerged-flame type, i.e. the flame being surrounded by, or impinging on, the water to be vaporised
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
JULIUS HOCK in WIEN. Neuerungen an Dampfkesseln.
Zusatz-Patent zu No. 11942 vom 4. Juni 1880.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. April 1881 ab. Längste Dauer: 3. Juni 1895.
Die in dem Patente No. 11942 gesonderten
Stücke, Ofen und Dampfkessel sind hier in einem einzigen Stück vereinigt.
A ist der Rost, auf den durch die Feuerthür B Brennstoff eingebracht wird. Nachdem
auch durch C Wasser in den Verdampfer D eingebracht ist, wird der Brennstoff auf dem
Roste A entzündet.
Der Verdampfer besteht aus zwei concentrischen Cylindern, von denen der äufsere, der
Verdampfungsmantel, unten geschlossen und oben gegen den inneren Cylinder, den eigentlichen
Verdampfungscylinder, abgedichtet ist. In diesem befinden sich die Verdampfungsscheiben EE derart angeordnet, dafs sie abwechselnd,
entweder zwischen ihrem Umfange und der Cylinderwand, oder in ihrer Mitte eine Oefmung lassen, welche in dem ersten Falle
eine Ringfläche, in dem zweiten Falle eine Kreisfläche ist.
Das bei C eingebrachte Wasser trifft auf die oberste Verdampfungsscheibe, breitet sich darauf
aus, fällt durch die ringförmige, an der Peripherie befindliche Oefmung auf die zweite Verdampfungsscheibe,
von dieser durch die Mittelöffnung auf die dritte u. s. f., bis es sich in dem Räume D sammelt. Sein Niveau kann
durch die Hähne FF ermittelt werden.
Zwischen der äufseren Fläche des Verdampfungsmantels und der inneren des feuerfesten
Materials, mit welchem der schachtförmige Ofen verkleidet ist, befindet sich ein
Zwischenraum, der den Durchgang der bei H ins Freie abziehenden, gasförmigen Verbrennungsproducte
gestattet. Die zur Verbrennung erforderliche Luftmenge tritt bei der Aschthür G
ein und durchzieht den Rost nach oben. Die Feuergase umspülen mithin den Verdampfer D
und bringen das darin enthaltene Wasser zum Sieden. Der Dampf geht mit den Rauchgasen
bei H so lange ab, bis die Dampfabgabe beginnen soll. Es werden dann die Oefrhungen B,
G und H verschlossen, so dafs das Innere des Dampfofens nicht mehr mit der Atmosphäre
communicirt. Der Dampfdruck steigt, was an dem nebst einem Sicherheitsventile bei J angebrachten
Manometer zu erkennen ist. Dieses ist in directer Verbindung mit dem zwischen Verdampfungscylinder und Verdampfungsmantel
befindlichen Räume. Von eben demselben Räume führt bei K ein Rohr, in welchem ein
Absperrventil eingeschaltet ist, zur Dampfmaschine. Wird das Ventil geöffnet, so strömt
der gespannte Dampf in den Dampfcylinder, die Maschine bewegt sich und nimmt eine in
beliebiger Weise von ihr angetriebene Luftpumpe mit, welche Wind durch den Rost A
drückt. Die Verbrennungsgase umspülen den Verdampfungsmantel und machen dann weiter
denselben Weg wie das bei C eingepumpte Wasser, indem sie es zwischen den Verdampfungsscheiben
E E theilweise zur Verdampfung bringen. Im Räume D treten Gase
und Dämpfe unter das Wasserniveau, um nach-
her durch den zwischen den beiden Cylindern des Verdampfers gelegenen Raum als Luft-
und Dampfgemisch durch K in die Dampfmaschine geführt zu werden.
Es findet also auch hier, wie bei den unter No. 11942 patentirten Neuerungen, die Verbrennung
in geschlossenem Räume und die Verwerthung der Wärme der Feuergase bis zur
Temperatur der Exhaustproducte statt.
Die Compressionswärme, welche im Luftpumpencylinder auftritt, wird durch Wasser aufgenommen,
welches in fein zertheiltem Zustande in den Cylinder eingeführt wird. Das Wasser
gelangt mit dem Winde durch den Ofen in Dampfform in den Arbeitscylinder, so dafs ein
Theil der im Luftpumpencylinder in Wärme verwandelten Arbeit sich im Dampfcylinder
wieder in nutzbare Arbeit umsetzt.
Man kann die Oeffnungen der Verdampfungsscheiben auch in anderer als der beschriebenen
Weise gegen einander versetzen, den Scheiben statt der kreisförmigen irgend eine beliebige
andere Gestalt geben, sie anstatt horizontal abwechselnd nach verschiedenen Richtungen geneigt,
eben, convex oder concav, oder an Stelle der Scheiben eine schraubenförmig um eine
Axe gewickelte schiefe Ebene anordnen. Ferner kann man die Feuergase, statt durch den
beschriebenen Raum mit ringförmigem Querschnitt um den Verdampfer herum, durch diesen
hindurch, durch eine oder mehrere Feuerröhren streichen lassen, oder für den Dampfofen statt
des verticalen Aufbaues einen horizontalen wählen.
Claims (2)
1. Die Verdampfung des Wassers auf einem System von beliebig über einander angeordneten
Scheiben, welches von den Heizgasen in gleicher Richtung mit dem Wasser durchströmt
wird.
2. Die so beschaffene Führung der Feuergase, dafs sie sowohl während des Betriebes des
Compressors, als während seines Stillstandes, in diesem Falle bei natürlichem Luftzuge,
den Verdampfer umspülen oder ihn durch eine oder mehrere Feuerröhren durchstreichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16104C true DE16104C (de) |
Family
ID=293107
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT16104D Active DE16104C (de) | Neuerungen an Dampfkesseln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16104C (de) |
-
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