DE159950C - - Google Patents
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- DE159950C DE159950C DENDAT159950D DE159950DA DE159950C DE 159950 C DE159950 C DE 159950C DE NDAT159950 D DENDAT159950 D DE NDAT159950D DE 159950D A DE159950D A DE 159950DA DE 159950 C DE159950 C DE 159950C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P5/00—Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft
- G01P5/18—Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring the time taken to traverse a fixed distance
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- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Investigating Materials By The Use Of Optical Means Adapted For Particular Applications (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um die Geschwindigkeit des Grundwassers zu messen, ist es nötig, die Bewegungsrichtung
desselben zu kennen. Bei den bisher üblichen Verfahren schloß man aus den Be-5 obachtungen an der Erdoberfläche, z. B. aus
den Niveauunterschieden des Grundwassers an verschiedenen Stellen, auf die Bewegung
des Grundwassers und stellte danach die Geschwindigkeitsmessungen an. Derartige
ίο Messungen haben sich aber nicht als zuverlässig
erwiesen, und es hat sich daher als erforderlich herausgestellt, daß in der Tiefe,
wo die Geschwindigkeitsmessungen stattfinden sollen, zunächst die Bewegungsrichtung des
Grundwassers bestimmt werden muß. Diese voraufgehende Richtungsbestimmung ist ein
wesentliches Kennzeichen des vorliegenden Verfahrens.
Der zur Richtungsbestimmung dienende Apparat, welcher ebenfalls zum Wesen der
vorliegenden Erfindung gehört, setzt voraus, daß an der Stelle, wo die Richtung des
Grundwassers bestimmt werden soll, ein Rohrbrunnen mit gewöhnlichem Gazefilter in den
Erdboden versenkt ist. Ein derartiger Brunnen ist in Fig. ι der beiliegenden Zeichnung schematisch
im Schnitt dargestellt, wobei derselbe (f) oben und unten abgebrochen gedacht
ist.
In der Höhe des Gazefilters a des Brunnens
hängt an Drähten, die bei e befestigt sind, der zur Bestimmung der Richtung des Grundwassers
dienende Apparat. Der letztere besteht im wesentlichen aus einer zylindrischen
Kammer b, die sich möglichst dicht an den Gazefilter des Brunnens anschließt. Der
zylindrische Mantel der Kammer ist durchlässig und mit einem weißen Gazestoff ausgekleidet.
Über und unter der Kammer b sind zwei undurchlässige Zylinder d angeordnet, die mit
der Kammer b fest verbunden sind.
Der untere dieser Zylinder ist massiv, während der obere zur Aufnahme von Farbflüssigkeit
bestimmt ist, die bei c austreten kann.
Das ·νοη einer Seite her durch den Gazefilter α tretende Grundwasser wird nun die
bei c austretende Farbflüssigkeit einseitig gegen den in der Kammer b befindlichen
weißen Gazestoff m treiben und dort einen farbigen Niederschlag verursachen.
Nach Beendigung der Farbzuführung wird der Apparat aus dem Brunnen herausgehoben,
und es kann nun aus der Lage der farbigen Stelle des Gazestoffes mit Bezug auf die
Achse des Brunnens f die Richtung der Grundwasserströmung festgestellt werden.
In der durchlässigen Kammer b bewegt sich das Grundwasser, namentlich wenn die
Kammer einen großen Durchmesser hat, nicht in gleichmäßigem Strome, sondern in fortschreitenden
Wirbeln. Dadurch wird der durch c in die Mitte der Kammer eintretende Farbstrom zerstreut und der Farbuiederschlag
am Umfange verwaschen und auf eine große Fläche verteilt.
Um die Wirbel zu vernichten und dem Farbstrome die Richtung des Grundwassers
zu erteilen, kann in die Farbkammer b der in Fig. 2 im Grundriß dargestellte Einsatz
gebracht werden.
Durch den Einsatz wird die Kammer b mit radial verlaufenden Scheidewänden / versehen,
wodurch ebensoviele radial verlaufende Kanäle η entstehen. Am Umfange und in
der Mitte sind die Kanäle offen. Sie bewirken, daß in der Bewegungsrichtung des Grundwassers ein stetiger Strom durch die
Mitte geht, die daselbst eintretende Farbflüssigkeit mitnimmt und in einer mehr begrenzten
Weise am Mantel der Kammer b ablagert.
Um nun die Geschwindigkeit des Grundwassers zu messen, ist in der ermittelten
Richtung ein zweiter Brunnen von gleicher Tiefe erforderlich.
In Fig. 3 sei I der Brunnen, in welchem die Richtung des Grundwassers ermittelt
wurde, und II ein in der Stromrichtung liegender zweiter Brunnen.
Die Ermittelung der Geschwindigkeit des Grundwassers kann nun z. B. dadurch geschehen,
daß in den Brunnen I ein Farbstoff eingeführt und dessen Erscheinen am Brunnen II
beobachtet wird, und zwar dadurch, daß in den Brunnen I ein Elektrolyt eingeführt wird,
während der Brunnen II mit einer in das Grundwasser tauchenden Elektrode i versehen
ist, die gegen die Wandung des Brunnenrohres II in der elektrochemischen Spannungsreihe
eine verschiedene Stellung einnimmt. Elektrode i und Rohrwandung sind durch
Leitungen /? bezw. k mit einem Galvanometer g verbunden.
Infolge der Polarisation sinkt der durch i h g k fließende elektrische Strom bald herab.
Bei Ankunft des Elektrolyten aus dem Brunnen I verstärkt sich der Strom aber plötzlich und gibt durch den Ausschlag am
Galvanometer das Zeichen dafür, daß das Grundwasser, vom Augenblicke des Einschüttens
des Elektrolyten in Brunnen I an gerechnet, die bekannte Strecke zwischen den beiden Brunnen zurückgelegt hat.
Claims (2)
1. \7erfahren zur Bestimmung der Geschwindigkeit
des Grundwassers, dadurch gekennzeichnet, daß nach Feststellung der Stromrichtung an einer bestimmten Stelle
die Geschwindigkeit mit Hilfe eines an dieser Stelle eingeführten und an einer zweiten in der Stromrichtung liegenden Beobachtungsstelle
einen Stromkreis schließenden Elektrolyten aus der bekannten Entfernung beider Beobachtungsorte und der
Zeit, welche der Elektrolyt zum Durchlaufen dieses Weges braucht, ermittelt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermittelung der Stromrichtung eine mit wasserdurchlässigem Stoff ausgekleidete Kammer mit
einer Vorrichtung zur Einführung von Farbe versehen ist, welche entsprechend der Stromrichtung einen Niederschlag an
dem wasserdurchlässigen Stoff hinterläßt, während zur Ermittelung der Geschwindigkeit
an dem zweiten Beobachtungsort ein Stromkreis mit Galvanometer vorgesehen ist, um die Ankunft des Elektrolyten
anzuzeigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE159950C true DE159950C (de) |
Family
ID=425971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT159950D Active DE159950C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE159950C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1169687B (de) * | 1958-09-26 | 1964-05-06 | Horst Andreae Dr Rer Nat | Einrichtung zur Ermittlung der Stroemungs-richtung und -geschwindigkeit des Grundwassers |
| DE4230919A1 (de) * | 1992-09-16 | 1994-03-17 | Schoettler Markus Dipl Geol | Einzel-Bohrloch-Verfahren und -Vorrichtung zur gleichzeitigen Ermittlung der Grundwasser-Strömungsrichtung und -geschwindigkeit |
-
0
- DE DENDAT159950D patent/DE159950C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1169687B (de) * | 1958-09-26 | 1964-05-06 | Horst Andreae Dr Rer Nat | Einrichtung zur Ermittlung der Stroemungs-richtung und -geschwindigkeit des Grundwassers |
| DE4230919A1 (de) * | 1992-09-16 | 1994-03-17 | Schoettler Markus Dipl Geol | Einzel-Bohrloch-Verfahren und -Vorrichtung zur gleichzeitigen Ermittlung der Grundwasser-Strömungsrichtung und -geschwindigkeit |
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