DE1597656B - Trockenvorrichtung an Maschinen zum Beschichten von Trägerbahnen, insbesondere mit fotographischen Emulsionen - Google Patents

Trockenvorrichtung an Maschinen zum Beschichten von Trägerbahnen, insbesondere mit fotographischen Emulsionen

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DE1597656B
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photographic emulsions
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Pending
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English (en)
Inventor
Peter Dipl.-Ing.Dr. 5090 Leverkusen; Gref Hans Dipl.-Ing.Dr. 5000 Köln; Schweicher Wolfgang Dipl.-Ing.; Heidenreich Max; Frenken Hans Dipl.-Ing.; 5090 Leverkusen Herzhoff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert AG
Original Assignee
Agfa Gevaert AG

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Trockenvor7 richtung an Maschinen zum Beschichten von Trägerbahnen, insbesondere mit fotographischen Emulsionen, bestehend aus einem Flachtrockner, in welchem die Trägerbahn über drehbare Walzen geführt ist.
Es ist eine bekannte Forderung bei der Konstruktion von solchen Walzenstrecken, daß für jede Walze ein Mindestumschlingungswinkel eingehalten werden muß. Hierdurch werden Relativgeschwindigkeiten zwischen Bahn und Walzenoberfläche vermieden, was bei Materialien mit empfindlichen Oberflächen (z. B. Photofilmen) von Bedeutung ist.
Eine mindestens ebenso große Rolle spielt der Umschlingungswinkel bei saugfähigen Unterlagen, z. B. Photopapier, die in der Begießmaschine einseitig begossen werden. Das einseitige Befeuchten führt zu dem bekannten Hochkrümmen der Bahnränder, dessen gefürchtete Folgen, nämlich Umschlagen der Ränder und Bahnrisse, vermeidbar sind, wenn in nicht zu großen Abständen gut umschlungene Leitwalzen angeordnet sind, an denen die Bahn immer wieder durchgewalkt wird.
Dieser Bedingung entsprechen die bekannten bogenförmigen Trockenstrecken, z. B. die spiralförmige Bahnführung. Die moderne Entwicklung führt aber zu den sogenannten Flachtrocknern, bei denen die Walzenachsen in einer Ebene liegen. Diese in der Bauweise sehr einfachen Trockner können beliebig lang ausgebildet werden.
Mit einer kräftigen einseitigen Düsen-Blas-Strecke gelingt es hier, bei entsprechender Abstimmung von Staudruck auf der Bahnoberfläche und Bahnspannung eine für den Walzenantrieb ausreichende Umschlingung zu erreichen, sofern man die Walzenlager-Reibung klein hält. Die Sicherheit einer solchen Konstruktion für die Produktion von kratzempfindlichem Photofilm im Dunkeln läßt aber zu wünschen übrig. Bei einseitig begossenem Papier jedoch reicht dieser durch den Staudruck bewirkte Umschlingungswinkel nicht aus, um den oben geschilderten Schwierigkeiten an den Bahnrädern zu begegnen.
Ein bekanntes Bahnführungselement ist der Hohl-. sauger, bei dem die Bahn über eine Folge eng beieinanderliegender Walzen geführt und dabei zwischen den Walzen Unterdruck angelegt wird, so daß die Bahn wellenförmig über die Walzenstrecke läuft. Die Bedingung, guter Umschlingung ist hier für jede Walze erfüllt. Es ist aber zu aufwendig, einen ganzen Flachtrockner durchgehend mit einem Hohlsauger auszurüsten. Außerdem würde ein beträchtlicher Teil
ίο der Rückseite der Bahn durch die Walzen abgedeckt und dadurch die bei saugfähiger Unterlage durchaus nicht zu vernachlässigende Rückseitentrocknung in ' nicht erwünschter Weise beeinträchtigt.
Es wurde nun gefunden, daß sich die Nachteile der bisher bekannten Trockenvorrichtungen vermeiden lassen, wenn die drehbaren Walzen im Flachtrockner Bestandteile an sich bekannter Hohlsauger sind und die Hohlsauger als Zweiwalzenhohlsauger ausgebildet sind, über die in vorgegebenen Abständen die Trägerbahn geführt ist. ■
Dadurch wird erreicht, daß die Bahn durch einen Flachtrockner beliebiger Länge geführt werden kann, ohne daß ein großer konstruktiver Aufwand oder hohe Anlagekosten erforderlich sind. Es können auch mehrere mit Zweiwalzenhohlsaugern ausgerüstete Flachtrockner in an sich bekannter Weise zu einem raumsparenden Kanaltrockner mit schleifenförmiger Bahnführung hintereinandergeschaltet werden. Die Umlenkung der Bahn jeweils in den nächsten Flachtrocknerabschnitt hinein erfolgt dabei bei der schichtseitigen Umlenkung zum Vermeiden von Beschädigungen jeweils über Luftkissen, während die Umlenkung der Bahn auf der der Schicht abgewandten Seite über Walzen erfolgt.
An Hand einer Zeichnung sei nun die erfindungsgemäße Trockenvorrichtung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert, und zwar zeigt
Fig. 1 den Zweiwalzenhohlsauger im Längsschnitt,
F i g. 2 im Querschnitt und
F i g. 3 die schematische Gestaltung der Trockenvorrichtung mit schleifenförmiger Bahnführung.
In den F i g. 1 und 2 läuft die mit fotographischer Emulsion beschichtete Trägerbahn 1 über das WaI-zenpaar 2 und 3, die zusammen mit dem Saugkasten 4 und dem Saugstutzen 5 den Zweiwalzenhohlsauger 6 darstellen. Die Walzen 2 und 3 sind mit ihren Zapfen 7 und 8 in den Seitenstücken 9 und 10 des Saugkastens 4 gelagert. Unter dem Einfluß der Saugwirkung umschlingt die Trägerbahn 1 die beiden Walzen mit den Winkeln cc.
In F i g. 3 ist die Bahn 1 über eine Anzahl von Zweiwalzenhohlsaugern 6 geführt, wobei an den beschichtungsseitigen Umlenkstellen Luftkissenführungen 11 vorgesehen sind. An den anderen Umlenkstellen, bei denen die Beschichtung nach außen gewandt ist, ist die Bahnl über Leitwalzen 12 geführt. Die Kanalwandungen sind der Übersichtlichkeit halber weggelassen worden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Trockenvorrichtung an Maschinen zum Beschichten von Trägerbahnen, insbesondere mit fotographischen Emulsionen, bestehend aus einem Flachtrockner, in welchem die Trägerbahn über drehbare Walzen geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbaren Walzen Bestandteile an sich bekannter Hohlsauger sind und daß die Hohlsauger als Zweiwalzenhohlsauger (6) ausgebildet sind, über die in vorgegebenen Abständen die Trägerbahn (1) geführt ist.

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