DE158722C - - Google Patents

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DE158722C
DE158722C DENDAT158722D DE158722DA DE158722C DE 158722 C DE158722 C DE 158722C DE NDAT158722 D DENDAT158722 D DE NDAT158722D DE 158722D A DE158722D A DE 158722DA DE 158722 C DE158722 C DE 158722C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/06Electric devices for operating points or scotch-blocks, e.g. using electromotive driving means
    • B61L5/065Construction of driving mechanism

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

§Μ\ψ
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Weichenstellvorrichtung und besteht in der gemeinsamen Verwendung einer elektromagnetischen und einer mechanischen, den Elektromotor mit der Weiche verbindenden Kupplung. Die elektromagnetische Kupplung wird bei Betriebsstörungen elektrischer Natur, z. B. Stromloswerden des Elektromotors infolge Kabelbruches oder Schmelzen
ίο der Bleisicherung, während der Umstellbewegung gelöst und dadurch ein mechanisches Spannwerk (hydraulischer oder pneumatischer Druck, Gewicht, Feder o. dgl.) freigegeben, welches die Weiche in eine ihrer Endlagen bewegt, so daß ein Verharren der Weiche außerhalb ihrer Endlagen (z. B. mit Rücksicht auf spitz befahrene Weichen am Ablaufsberge) ausgeschlossen ist, während die mechanische Kupplung, welche zwischen der elektromagnetischen Kupplung und dem Spannwerk angeordnet ist, bei Betriebsstörungen mechanischer Natur, z. B. Vorhandensein von Fremdkörpern zwischen Stammschiene und Weichenzunge oder Aufschneiden der Weiche, sich auslöst, so daß trotz Behinderung der Weiche der Elektromotor nebst Zubehör seine Bewegung bis zu deren normalen Endstellung zu Ende führt bezw, trotz Aufschneidens der Weiche in Ruhe bleibt und hierbei einen Nebenstromkreis schließt, der im Stellwerk das Auslösen der mechanischen Kupplung anzeigt und dort eine Sperrung des Fahrstraßenhebels o. dgl. bewirkt. Bei dem Spannwerk muß jegliche Totpunktlage ausgeschlossen sein, damit dasselbe bei jeder Lage der Weiche nach seiner Freigabe diese in eine ihrer Endstellungen bewegt.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die Stellvorrichtung in den Fig. 1, 2, 3, 4 und 8 in senkrechten Schnitten dargestellt. Fig. 9, 10, 11, 12 und 14 bis 24 sind Grundrißdarstellungen. Die übrigen Figuren zeigen Einzelheiten.
α ist die in dem Gehäuse b drehbar gelagerte senkrechte Hauptwelle der Vorrichtung. In der unteren Platte des Gehäuses b befindet sich eine festliegende Kurvenführung 0 (Fig. 15 bis 20). Auf der Wellen ist lose drehbar der zweiarmige Hebel d, e angeordnet, mit dessen einem Arm d ein mit einer sich in der Kurvennut c führenden Rolle j versehener Lenker f verbunden ist, während der andere Arm e einen Kulissengleitstein g trägt. Auf der verlängerten Nabe h des Doppelhebels d, e ist eine Scheibe i lose drehbar angeordnet, die an ihrem äußeren Umfange das Schneckenrad k trägt. Oberhalb der Scheibe i ist auf der Nabe h die elektromagnetische Kupplung / mit der Wicklung m fest aufgekeilt. Über der Kupplung / ist eine Ankerscheibe η auf der Hauptwelle α auf- und abbeweglich angeordnet, so daß, sobald die Wicklung m der Kupplung / stromdurchflössen wird, die Ankerscheibe n, welche sonst durch die in der Nabe h untergebrachte Spiralfeder 0 nach oben gedrückt wird, an-
gezogen wird. Hierbei gelangen die an der Kupplung Z angeordneten Ansätze ρ (Fig. 26) in die in der Scheibe η vorgesehenen Aussparungen q, wodurch die Kupplung / nebst dem mit seiner Nabe h an dieser festsitzenden Hebel d, e mit der Ankerscheibe η und der Welle α gekuppelt ist.
Über der Scheibe η ist eine mechanische Kupplung auf der Welle α angeordnet, bestehend aus dem unteren, auf der Welle a befestigten Teil r, dem von diesem in jeder Drehrichtung stets mitgenommenen mittleren Teils und dem oberen, auf Welle a beweglichen Teil t. Am unteren Kupplungsteil r sind vier Führungs- und Mitnehmerknaggen u (Fig. 9 bis 12 und 14) vorgesehen, zwischen welchen sich der mittlere Teils führt, so daß er jede Drehbewegung des Teiles r mitmachen muß, jedoch sich in der Längsrichtung der Knaggen u infolge seiner ovalen Nabenbohrung gegen Teil r verschieben kann. Im übrigen ist der mittlere Kupplungsteil s als zweiarmiger Hebel ausgebildet, dessen linker Arm in eine schräg zugespitzte, mit einer Gleitrolle versehene Kuppelfläche ν ausläuft, während sein rechter Arm als Kreissegment mit der zur Welle α konzentrischen Rille w (Fig. 13) geformt ist. Mittels zweier Federn x, welche einerseits am Teil .v und andererseits am Teilr befestigt sind, wird Teil s stets nach links gezogen; dabei wird die zugespitzte Kuppelflache ν in eine entsprechend winklige Aussparungj·' des oberen Kupplungsteiles t hineingedrängt, wodurch die Teile t und r gekuppelt werden. Die nach oben verlängerte Nabe des Teiles t ist in der Deckplatte des Gehäuses b drehbar gelagert und darüber ist auf ihr die mit den Weichenzungen verbundene Kurbel ^ befestigt.
Wird die untere Kupplungshälfte r festgehalten und die obere Hälfte t gleichzeitig zwangsweise in einer der beiden Drehrichtungen bewegt oder umgekehrt, dann wird Teil s mit seiner Kupplungsfläche ν aus der Aussparung y der oberen Kupplungshälfte t bei gleichzeitigem Spannen der Federn χ hinausgedrängt, wodurch eine Entkupplung der Teile t und r bewirkt wird. Dabei gleitet die Rolle der Kuppelfläche ν auf den zur Welle α konzentrisch angeordneten Auslaufsrändern y des Teiles t (Fig. 10 und Ii).
Am Gehäuse b ist ferner der Antriebsschalter 4 (Fig. 8 bis 11 und 14) mit den konzentrisch zur Achse 5 befestigten Schleifkontakten und dem um Achse 5 drehbaren Schalthebel 6 angeordnet. Die beiden festen Kontaktstücke 1 und 2 stellen durch das Kontaktstück 3 bei der in Fig. 10 und 11 gezeichneten Stellung einen Nebenstromkreis nach der Stellbude her zur Signalisierung der vorgekommenen Betriebsstörung" und zur Verriegelung des Fahrstraßenhebels o. dgl. Zwischen Welle α und Schalterachse 5 ist der doppelarmige, um Punkt 7 drehbare Hebel 8, 9 angeordnet, dessen Arm 9 das Kontaktstück 3 trägt, während Arm 8 mit einer Gleitrolle 40 in die konzentrische Rille w des kreissegmentförmigen Armes des Teiles s eingreift. Solange der andere Arm des Teils s mit der zugespitzten Kuppelfläche ν in der Aussparung y der oberen Kupplungshälfte t sich befindet und die Teile f und r gekuppelt sind, bleibt der doppelarmige Hebel 8, 9 in der in Fig. 9 und 14 gezeichneten ausgeschalteten Stellung. Nur durch gewaltsames Entkuppeln der Teile r und t infolge von Betriebsstörungen, wobei das mittlere Kupplungsstück s aus der Aussparung^ verdrängt und nach rechts geschoben wird, wird der Hebel 8,9 in die in Fig, 10 und 11 gezeichnete Stellung gebracht, in welcher der erwähnte Nebenstromkreis geschlossen wird.
Die an dem Schalthebel 6 angeordneten beweglichen Schleifkontakte sind derart federnd mit demselben verbunden, daß die eigentliche Umschaltung stets am Ende der Bewegung des Hebels ruckweise und plötzlich erfolgt. Der Hebel d, e (Fig. 15 bis 20) nimmt mit dem Stein g den auf der Schalterachse 5 aufgekeilten Kulissenhebel 10 mit, so daß entsprechend der jeweiligen Bewegungsrichtung des Hebels d, e, welche Bewegung in den Zeichnungen auf nur '/4 Drehung bemessen ist, auch jedesmal eine Umstellung des Schalthebels 6 mit seinen federnden Schleifkontakten erfolgt.
Die festliegende Kurvenführung c (Fig. 15 bis 20) ist in ihrem mittleren Teile konzentrisch zur Welle α geformt, welcher Teil Y4 des Kreises einnimmt, während sie an beiden Enden exzentrisch zur Welle ausläuft, und zwar derart, daß das obere linksseitige Ende nach außen hin ausbiegt, während das untere rechtsseitige Ende nach der Mitte hin geneigt ist. In der Scheibe i ist eine Kurvenrille 11 angebracht, die in ihren beiden Hälften konzentrisch zur Welle a mit verschieden großen Radien geformt ist, während der mittlere Verbindungsteil derselben radial zur Welle a verläuft. Die Bewegung der Scheibe i wird no vom Elektromotor 12 (Fig. 21 bis 24) aus eingeleitet und mittels Schnecke 13 (Fig. 2) und Schneckenrad k auf Scheibe i übertragen.
Am äußeren Ende des Lenkers/ sind nach oben und unten je eine Gleitrolle j derart angeordnet, daß die obere Rolle in die bewegliche Kurvennut 11 hineinragt, während gleichzeitig die untere Rolle in der unteren festliegenden Kurvenführung c sich befindet (Fig. 15 bis 20). Wird nun die Scheibe i
durch den Motor 12 in einer der beiden Drehrichtungen bewegt, dann wird der Lenker / mit dem Hebel d, e so lange in Ruhe bleiben, als die obere Rolle./ in einem der beiden zur Welle α konzentrischen Teile der Nut 11 und die untere Rolle j in dem entsprechenden exzentrisch auslaufenden Ende der Kurve c sich befindet (s. Fig. 15 und 20). Ist die Scheibe i aus der Lage nach Fig. 15 oder 20 in die in Fig'. 16 gezeichnete bezw. in die in Fig. 19 punktierte Lage gelangt, dann wird bei der weiteren Bewegung der Scheibe i der Lenker/mit den Rollen./' durch die entsprechende äußere oder innere Rillenwandung des mittleren radialen Teiles der Kurvennut 11 zunächst in den mittleren Teil der festliegenden Kurvenführung c hineingeführt, ohne dabei den Doppelhebel d, e mitzunehmen (s. Fig. 17 und die mit vollen Linien gezeichnete Lage des Lenkers / in Fig. 19). Bei der Weiterbewegung der Scheibe i aus der in Fig. 17 nach der in Fig. 18 und 19 gezeichneten Lage wird, wie leicht ersichtlich, auch der Doppelhebel d, e und hierdurch auch Hebel 10 und Schalthebel 6 mitbewegt. Wird jetzt Scheibe i aus der in Fig. 19 gezeichneten in die daselbst punktierte Lage weiter bewegt, so wird zunächst der Lenker / allein mitgenommen, bis er in den unteren exzentrischen, nach innen hin geneigten Teil der Kurvenführung c gelangt ist. Hierdurch wird ein Auslaufen der Scheibe i ermöglicht (s. Fig. 20), wobei alle anderen Teile in Ruhe bleiben. Bei der Rückbewegung der Scheibe i erfolgt dasselbe Spiel in umgekehrter Reihenfolge.
An der Scheibe i ist ein nach oben hin federnder Riegelstift 14 (Fig. 25 und 26) mit einem Anschlage 15 vorgesehen; ferner ist am äußeren Umfange der Ankerscheibe η ein über den Anschlag 15 des Riegelstiftes 14 ragender Rand 16 derart angebracht, daß bei eingerückter elektromagnetischer Kupplung der Riegelstift 14 mit seinem Anschlage 15 nach unten bewegt wird. Am äußeren Rande der unteren, auf Welle a aufgekeiten mechanischen Kupplungshälfte r sind drei nach unten gerichtete Vorspränge 17, 18 und 19 (Fig. 15 bis 20 und 25, 26) vorgesehen.
Sobald der Motor 12 seine Arbeit in der in Fig. 20 angedeuteten Pfeilrichtung vollendet hat und entsprechend dem äußeren Ende der Kurvennut 11 in die in Fig. 15 gezeichnete Stellung leer ausgelaufen ist, wobei auch die Wicklung der elektromagnetischen Kupplung stromlos geworden ist und die Ankerscheibe η den Riegelstift 14 nach oben hin freigegeben hat, dann befindet sich letzterer zwischen den beiden Vorsprüngen 17 und 18 der Kupplungsscheibe r. Wenn in dieser Stellung (Fig. 15) die Weiche aufgeschnitten und demnach die mechanische Kupplung in der in den Fig. 15 bis 19 angedeuteten Pfeilrichtung durch die Kurbel \ mitgenommen wird, wird die untere Hälfte der mechanischen Kupplung durch Vorsprung 17 festgehalten, sobald derselbe bis an den Stift 14 gelangt ist. Hierdurch wird die mechanische Kupplung entkuppelt und der Nebenstromkreis geschlossen; dasselbe wird der Fall sein, sobald das Aufschneiden der Weiche im zweiten, in Fig. 20 veranschaulichten Ruhezustande des Motors erfolgt, nur wird dann die untere Kupplungshälfte r durch Anschlagen des Vorsprunges 19 an Stift 14 festgehalten.
Wird jedoch Motor 12 zur Umstellung eingeschaltet, dann wird sofort durch Wirkung der magnetischen Kupplung der Riegelstift 14 durch Ankerscheibe η nach unten gedrückt und aus dem Bereiche der Vorsprünge 17, 18, 19 verdrängt. Der Motor wird nun zunächst entsprechend dem äußeren konzentrischen Teile der Kurvennut 11 die Scheibe i samt dem Riegelstifte 14 leer in der in den Fig. 15 bis 19 angedeuteten Pfeilrichtung bewegen, während alle anderen Antriebsteile noch in Ruhe verharren. Während der Bewegung von der in Fig. 16 nach der in Fig. 17 angedeuteten Stellung, wobei nur der Lenker/ in den konzentrischen Teil der Kurvenführung c eingeführt wird, also noch bevor die Weiche bewegt wird, gelangt der Riegelstift 14 unter den Vorsprung 18 der Kupplungsscheibe r (s. Fig. 17 bis 19). Jetzt, . wo die ganze Antriebsvorrichtung während der Bewegung des Lenkers/ mit den Rollen j in dem konzentrischen Teile der Kurve c und dem radialen Teile der Kurvennut 11 sich bewegt (Fig. 17 bis 19), findet keine Verschiebung zwischen dem Riegelstift 14 und dem Vorsprunge 18 statt. Falls während dieser Zeit der Motor samt der magnetischen Kupplung durch Kabelbruch oder Schmelzen der Bleisicherung stromlos wird, verbleibt der Riegelstift 14 unter dem Vorsprunge 18 und die Weiche kann durch ein Spannwerk nach der einen der beiden Endlagen unbehindert bewegt werden. Während der Bewegung der Scheibe i aus der in Fig. 19 voll gezeichneten nach der daselbst punktierten Lage der Kurve 11, während welcher Zeit der Antrieb mit der Weiche bereits die Endlage erreicht hat und im Ruhezustande ist und nur der Lenker/ aus der gezeichneten in die punktierte Lage bewegt wird, ändert auch der Riegelstift 14 seine Lage gegen den Vorsprung 18 und gelangt in die in Fig. 19 punktierte Lage zwischen die Vorsprünge 18 und 19, wo er beim Stromloswerden des
Motors und der magnetischen Kupplung wieder nach oben bewegt wird. Wenn jetzt bei der Ruhelage nach Fig. 20 die Weiche aufgeschnitten wird, wird die untere Hälfte r der mechanischen Kupplung am Vorsprung 19 vom Riegelstifte 14 festgehalten, die machanische Kupplung entkuppelt und der Nebenstromkreis geschlossen.
In den Fig. 2 und 21 bis 24 ist die An-Ordnung eines Federspannwerkes und einer Verriegelung der Weiche bei jedesmaliger erfolgter Umstellung derselben veranschaulicht. 20 ist das von der Kurbel % nach den üblichen Weichenhakenschlössern führende Gestange und 21, 22 sind zwei von den Weichenzungen aus bewegte Schieber, welche im Gehäuse b geführt sind (bei doppelten Kreuzungsweichen mit zwei Zungenpaaren sind auch zwei Schieberpaare anzuordnen). Die Kurbel ^ ist über den Gelenkpunkt des Gestänges 20 hinaus verlängert. An ihrem Ende ist die Spannfeder 25 befestigt, deren anderes Ende unter Zwischenschaltung eines Gelenkstückes 26 am Antriebsgehäuse b angreift. Die An-Ordnung der Spannfeder 25 ist derart, daß sie über die Kurbel ^ und deren Drehpunkt sich hinwegbewegen kann. Die Kurbel \ ist ferner auch über ihren Drehpunkt hinaus verlängert in Form eines Kreissegmentes 27, welches sich über den Schiebern 21, 22 bewegt. An dem Segmente 27 sind nach unten gerichtete, in die Bahn der Schieber 21, 22 hinwegragende Ansätze 28, 29 (Fig. 2 und 21 bis 24) mit den Verriegelungsflächen 30, 31
und den Überwachungs- und Anschlagsflächcn 32, 33 vorgesehen. Außerdem befindet sich in der Mitte des Segmentes 27 diametral zum Arm ■{ eine Druck- und Ablenkrolle 34, welche in die Bahn des Gelenkstückes 26, jedoch unterhalb der Spannfeder 25, hineinragt.
In den Schiebern 21, 22 sind je zwei nach oben gerichtete Aussparungen 35, 36 und 37, 38 vorgesehen derart, daß bei der in Fig. 21 angedeuteten Endlage des Antriebes der Ansatz 29 in den Schieberaussparungen 36, 37 sich befindet und die Verriegelungsfläche 31 des Ansatzes 29 den Schieber 22, dessen Weichenzunge bei dieser Stellung des Antriebes an ihrer Gleisschiene anliegt, in der
Endlage verriegelt. Überwachungsschieber 21, dessen Weichenzunge von der Schiene abliegt, ist nicht verriegelt, jedoch ist seine richtige Endlage, ebenso wie die des Schiebers 22, mit ihren zugehörigen Weichenzungen durch den Ansatz 29 und die Aussparungen 36, 37 in bekannter Weise überwacht.
Die Fig. 22 veranschaulicht die Mittelstellung der Kurbel \ nebst Zubehör während der Bewegung in der Pfeilrichtung; in Fig. 23 beginnt Ansatz 28 sich gerade in die Aussparungen 38 und 35 hineinzubewegen und in Fig. 24 ist die zweite Endlage des Antriebes veranschaulicht. In dieser Stellung sind die Weichenzungen durch Kurbel ^ und Gestänge 20 und die Schieber 21, 22 wiederum durch die Weichenzungen nach rechts hin bewegt worden. Flierbei liegt jetzt die Zunge des Schiebers 21 an ihrer Gleitschiene an und die des Schiebers 22 liegt von der Schiene ab; es wird also jetzt Schieber 21 durch die Verriegelungsfläche 30 des Ansatzes 28 in seiner Endlage verriegelt, während die Endlagen der Schieber 21, 23 durch die Fläche 32 des Ansatzes 28 überwacht wird.
Die verschiedenen Längenbemessungen der Aussparungen 35, 36 und 37, 38 sowie der Schieber 21 und 22 sind durch die zueinander ungleichmäßigen Bewegungen der Weichenzungen mit ihren Flakenschlössern bedingt.
Die Wirkungsweise der Stellvorrichtung ist folgende:
Sobald durch Umlegen des Stellhebels in der Stellbude der Motor 12 (Fig. 21 bis 24) und die magnetische Kupplung eingeschaltet werden, wird der Scheibenanker η (Fig. 1 bis 8 und 25, 26) angezogen und dadurch die Kupplung bewirkt. Bei der in Fig. 15 gezeichneten Lage der Kurven c und 11 wird der Motor 12 zunächst nur die Scheibe i leer im Sinne der Pfeilrichtung bewegen. In der Stellung" nach Fig. 16 wird der Lenker/ in den konzentrischen Teil der Kurve c hineingeführt und in der Stellung nach Fig. 17 wird die Bewegung des Motors auf die Weiche übertragen. Während des Umlegens der Weiche nimmt die Kurbel \ die Spannfeder 25 mit Gelenkstück 26 aus der Lage Fig. 21 in der Pfeilrichtung bis zur Endlage Fig. 24 mit. Bei plötzlichem Stromloswerden des Motors infolge Kabelbruches o. dgl. wird, bevor die Weiche die angestrebte Endlage erreicht hat, die elektromagnetische Kupplung gelöst und durch die Spannfeder 25, je nach der augenblicklichen Stellung der Kurbel %, die Weiche entweder zurück in die Anfangslage oder in die angestrebte Endstellung gebracht.
Durch Anfügung des Gelenkstückes 26 an der Spannfeder 25 und Anordnung der Druck- und Ablenkrolle 34 ist eine Totpunktlage in dem Spannwerk vermieden, denn in der Mittelstellung der Teile ^, 27 (Fig. 21) ist Gelenkstück 26 nebst Spannfeder durch die Ablenkrolle 34 seitwärts verschoben; hierdurch wirkt ein seitlicher Druck der Feder 25 auf Rolle 34 und Segment 27, wodurch beim Stromloswerden des Motors und der Kupplung das Zurückbewegen der Weichenzunge in die Anfangsstellung (Fig. 21) bewirkt wird. Auch in der in Fig. 23 gezeigten Lage, wo
die Mittellinien der Teile Jf, 27 und 25 zusammenfallen, entsteht dadurch, daß der von 26 und 25 eingeschlossene Winkel kein rechter ist und somit der Berührungs- und Druck-S punkt zwischen dem über den Angriffspunkt der Feder 25 entsprechend verlängerten Gelenkstück 26 und der Ablenkrolle 34 außerhalb der gemeinsamen Mittellinie der Teile \, 27 und 25 liegt (Fig. 23 a), eine am Umfange der Druckrolle 34 seitwärts wirkende Kraft, welche beim Stromloswerden von Motor und Kupplung die Druckrolle 34 um ihre Achse rückwärts drehen wird. Das Spannwerk wird die Weichenzunge in die Lage Fig. 21 zurückbewegen.
Aus den Fig. 15 bis 20 ist ohne weiteres ersichtlich, daß der Schalter 4 bei der Bewegung des Antriebes richtig umgelegt wird. Beim Vorhandensein eines Fremdkörpers zwischen Gleisschiene und Weichenzunge wird durch die Weiterbewegung des Motors die mechanische Kupplung entkuppelt.
Durch das mechanische Entkuppeln wird auch der Nebenstromkreis über einen Elektromagneten in der Stellbude geschlossen.
Aus den Fig. 1 bis 4 und 8 bis 14 geht hervor, daß beim Aufschneiden der Weiche in der Ruhestellung des Motors und des Antriebes ein mechanisches Entkuppeln erfolgt; dabei wird die untere Kupplungshälfte r durch den Riegelstift 14 festgehalten, während die obere Knpplungshälfte t von der Weichenzunge aus bewegt wird, wodurch das Entkuppeln erfolgt und das Schließen des Neben-Stromkreises bewirkt wird.
Erfolgt eine plötzliche Stromunterbrechung im Motor und in der Kupplung während des Arbeitszustandes des ganzen Antriebes, dann befindet sich, wie aus Fig. 2 und 17 bis 19 ersichtlich, der Riegelstift 14 gerade unter dem Vorsprunge 18 der unteren Kupplungshälfte r und kann also nicht zwischen den Vorsprüngen 17, 18 bezw. 18, 19 einschnappen, so daß das Spannwerk 25 in diesem Falle in seiner Wirkung unbehindert ist und die Weiche in eine der Endlagen bringt.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine elektrische Weichenstellvorrichtung, gekennzeichnet durch die gemeinsame Verwendung einer elektromagnetischen und einer mechanischen Kupplung, von denen die elektromagnetische Kupplung bei Betriebsstörungen elektrischer Natur, z. B. Stromloswerden des Elektromotors infolge Kabelbruches oder Schmelzen der Bleisicherung während der Stellbewegung, gelöst und dadurch ein mechanisches Spannwerk freigegeben wird, welches die Weiche in eine der Endlagen bewegt, während die mechanische Kupplung, welche zwischen der elektromagnetischen Kupplung und dem Spannwerk angeordnet ist, bei Betriebsstörungen mechanischer Natur, z. B. Vorhandensein von Fremdkörpern zwischen Schiene und Zunge oder Aufschneiden der Weiche, sich auslöst und einen Nebenstromkreis schließt, der im Stellwerk das Auslösen der Kupplung anzeigt und eine Sperrung des Fahrstraßenhebels o. dgl. bewirkt.
  2. 2. Eine Ausführungsform der Weichenstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine von dem Elektromagneten in Umdrehung versetzte Scheibe
    (I) einen mit dem Elektromotor zusammengeschalteten Elektromagneten (m) trägt, der bei geschlossenem Stromkreise, eine mit der Scheibe (I) in Eingriff gelangende Ankerscheibe (n) anzieht, die die Bewegung der Weiche und das Spannen des mechanischen Spannwerkes bewirkt, während bei unterbrochenem Stromkreise eine Feder (0) die Ankerscheibe (n) von der Scheibe (I) freimacht, so daß das dadurch ebenfalls freigewordene Spannwerk die Weiche in eine der Endlagen bewegt.
  3. 3. Eine Ausführungsform der Weichen-Stellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ruhelage der Weiche der von dem Motor getriebene Teil (r) der mechanischen Kupplung (r, s, t) durch einen federnden, zwischen Ansätze (17, 18, 19) dieses Teiles (r) greifenden Verriegelungsstift (14) an der Drehung gehindert wird, um beim Aufschneiden die mechanische Kupplung auszulösen, während bei der Umstellung der Weiche die von dem Elektromagneten (m) angezogene Ankerscheibe (n) mittels eines über einen Vorsprung (15) des A^erriegelungsstiftes greifenden Randes (16) das Eintreten des Stiftes (14) in die Ansätze (17, 18, 19) des Kupplungsteiles (r) verhindert.
  4. 4. Eine Ausführungsform der Weichenstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des normalen Arbeitszustandes der Stellvorrichtung der eine Ansatz (18) des Kupplungsteiles (r) sich über dem Verriegelungsstift (14) befindet und denselben niederhält, so daß bei plötzlicher Stromunterbrechung und Freigabe der Ankerscheibe (n) der Verriegelungsstift (14) den Kupplungsteil (r) nicht sperren kann, sondern das Spannwerk in seiner Wirkung ungehindert ist.
    5· Eine Ausführungsform der Weichenstellvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das mechanische Spannwerk zum Bewegen der Weiche in eine der Endstellungen bei Unterbrechung des Betriebsstromes aus einer zwischen der Kurbel (\) und einem schwingend gelagerten Arm (26). eingespannten Feder (25) besteht und bei der Mittelstellung der Kurbel fc) ein an letzterer angebrachter Anschlag (34) den Arm (26) und die Feder (25) in eine Winkelstellung zueinander zwängt, um eine Totpunktlagc des Spannwerkes zu vermeiden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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