DE1585488C - Warenaufwickelvorrichtung für vibrierende Textilmaschinen, insbesondere Kettenwirkmaschinen - Google Patents

Warenaufwickelvorrichtung für vibrierende Textilmaschinen, insbesondere Kettenwirkmaschinen

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DE1585488C
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Inventor
Gerhard 7400 Tübingen Rösch
Original Assignee
Wafios Maschinenfabrik Wagner, Picker & Schmid, 7410 Reutlingen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Warenaufwickelvorrichtung für vibrierende Textilmaschinen, insbesondere Kettenwirkmaschinen, bei welcher die Wickelwalze auf einem ortsfesten, von der Maschine getrennten Gestell gelagert ist.
Es ist zwar durch die Zeitschrift »Deutsche Textiltechnik«, November 1961, S. 586, linke Spalte, 3. Absatz, bereits eine Warenaufwickelvorrichtung dieser Art bekannt. Aus der Beschreibung dieser Vorrichtung geht jedoch nicht hervor, wie deren Antrieb beschaffen ist.
Es ist ferner durch die USA.-Patentschrift 2 090 022 bereits eine Warenaufwickelvorrichtung für vibrierende Textilmaschinen bekannt, bei welcher die Wickelwalze auf einem ortsfesten, von der Maschine getrennten Gestell gelagert ist. Bei dieser bekannten Vorrichtung erfolgt der Antrieb der Aufwickelwalze mittels einer Stachelwalze, die in den Wickel eingreift und über ein Hebelgetriebe sowie ein Klinkengesperre von einem Exzenter der Textilmaschine angetrieben wird. Abgesehen davon, daß ein solcher Antrieb nur anwendbar ist, wenn das aufzuwickelnde Material ohne Beschädigung angestochen werden kann, was häufig nicht der Fall ist, ist diese Konstruktion für stärker vibrierende Maschinen nicht geeignet, weil das Hebelgetriebe den Vibrationen ausgesetzt ist und dadurch ein sicheres Greifen der Stachelwalze nicht gewährleistet ist.
Schließlich ist durch die USA.-Patentschrift 2 652 704 bereits eine Warenaufwickelvorrichtung für Kettenwirkmaschinen bekannt, bei welcher zum Antrieb der Wickelwalze an der Maschine eine von dieser angetriebene Rutschkupplung vorgesehen ist. Bei dieser Vorrichtung ist jedoch die Wickelwalze an der Maschine selbst gelagert, so daß sie die Vibrationen der Maschine mit ausführt.'
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufwickelvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche mit dem Antrieb der Textilmaschine derart verbunden ist, daß die Vibrationen der Textilmaschine selbst nicht über den Antrieb der Aufwickelvorrichtung auf dieselbe übertragen werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Antrieb der Wickelwalze an der Textilmaschine eine von dieser angetriebene Rutschkupplung vorgesehen ist, deren getriebener Teil über eine unter Spannung stehende Kette mit einer an dem Gestell gelagerten Welle verbunden ist, über welche eine Schlupfkupplung antreibbar ist, welche aus einer an einem federbelasteten Hebel gelagerten angetriebenen Trommel besteht, die an eine weitere auf der Wickelwalzenwelle angeordnete Trommel gepreßt wird, und daß ferner die Rutschkupplung derart bemessen ist, daß das von ihr übertragbare maximale Drehmoment größer ist als dasjenige der Schlupfkupplung.
Die Schwingungen der Maschine haben zur Folge, daß sich der Abstand zwischen der Textilmaschine und der Warenaufwickelvorrichtung ändert Durch die an der Textilmaschine vorgesehene Rutschkupplung wird erreicht, daß die zusätzlichen Kräfte, die infolge dieser Schwingungen auf das belastete Trum der Kette übertragen werden, von der Rutschkupplung mit ihrem verhältnismäßig kleinen Massenträglieitsmonieiit aufgenommen und nicht auf die am Gestell gelagerte Welle bzw. die Schlupfkupplung übertragen werden. Die durch die Wickelwalze und den während des Betriebs im Durchmesser zunehmenden Wickel dargestellte Masse braucht daher nicht im Hinblick auf Vibrationen begrenzt zu werden. Da das von der Rutschkupplung übertragbare maximale Drehmoment größer ist als dasjenige der Schlupfkupplung, dient letztere lediglich dazu, die Umfangsgeschwindigkeit des Wickels trotz zunehmenden Wickeldurchmessers bei konstanter Arbeitsgeschwindigkeit konstant zu halten.
Eine bevorzugte weitere Ausbildung der Erfindung
ίο ergibt sich aus dem Unteranspruch.
Nachstehend ist ein Ausfülirungsbeispiel einer Warenaufwickelvorrichtung gemäß der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt
Fig. 1 eine Ansicht der Antriebsseite der erfindungsgemäßen Aufwickelvorrichtung und
F i g. 2 eine teilweise im Schnitt dargestellte Ansicht der Vorrichtung in der Laufrichtung der Bahn gesehen.
In einem getrennt von der zugeordneten Textilmaschine ortsfest angeordneten Gestell 7 einer erfindungsgemäßen Warenaufwickelvorrichtung ist eine an ihren Enden je mit einem Kugellager 18 versehenen Wickelwalze 1 zwischen Haltern 14, 14' gelagert. Die auf der der Textilmaschine abgekehrten Seite vorgesehenen Halter 14' sind lösbar am Gestell? angeordnet. Durch Entfernung der Halter 14' kann eine Wickelwalze 1 aus dem Gestell 7 herausgerollt werden, wofür an jede Lagerstelle eine schwenkbar am Gestell 7 angeordnete Schiene 15 sich anschließt (F i g. 1).
Die Wickelwalze 1 wird über eine Schlupfkupplung S angetrieben, deren getriebener Teil drehfest auf der Wickelwalzenwelle 1' sitzt und als zylindrische Trommel 5" ausgebildet ist, deren Mantelfläche teilweise eingelassene Ringe aus Gummi oder einem anderen als Reibflächenbelag 16 geeigneten Werkstoff aufweist. Der treibende Teil der Schlupfkupplung 5, der ebenfalls als Trommel 5' ausgebildet ist, ist unterhalb der Wickelwalzenachse 1' und achsparallel zu ihr in einem am Gestell 7 angelenkten Hebel 6 fliegend gelagert. Durch die Kraft einer Feder 9, die einerseits am Gestell 7, andererseits am Hebel 6 befestigt und mittels eines Gewindebolzens 9' auf eine bestimmte Spannung einstellbar ist, wird die treibende Trommel 5' von unten her ständig gegen die mit dem Belag 16 versehene Reibfläche der Trommel 5" gedrückt. Ein sich in den Schwenkbereich des Hebels 6 erstreckender, am Gestell 7 einstellbar angeordneter Anschlag 8 begrenzt den Federweg in Richtung der Federkraft und verhindert damit, daß die Trommel 5' die Wickelwalze 1,. vor allem wenn sie bei Beginn des Wickelvorgangs noch leicht ist, aus den nach oben offenen Lagerstellen hebt.. Die Schlupfkupplung 5 wird mittels einer Kette 12 über eine Zwischenwelle 2 angetrieben, deren Achse parallel zur Wickelwalzenwelle 1' im Gestell 7 angeordnet ist und gleichzeitig als Gelenkzapfen des Hebels 6 dient.
Der Antrieb der Zwischenwelle 2 erfolgt über eine Rutschkupplung 3 (Fig. 2). Diese Rutschkupplung3 ist in einem der beiden bei bekannten Vorrichtungen die Wickelwalze tragenden Tragarme 17 des Kettenwirkstuhles gelagert. Der eine Teil 3' der Rutschkupplung 3 wird mittels der Ketteil angetrieben, die schon bisher für den Antrieb der Aufwickelvorrichtung vorgesehen war. Der getriebene Teil 3", der durch die Kraft einer Feder 13 gegen den treibenden Teil 3' gedrückt wird, ist mittels einer endlosen
Kette 4 mit der Zwischenwelle 2 verbunden. Wegen der Schwingungen, die die Rutschkupplung 3 zusammen mit der Maschine ausführt, weist die Kette 4 eine größere Länge auf, als dem Achsahstand zwischen Rutschkupplung 3 und Zwischenwelle 2 entspricht und ist mit einer Spannrolle 10 versehen. Die durch die Wahl entsprechender Übersetzungen einstellbare Solldrehzahl des treibenden Teiles der Schlupfkupplung 5 wird zweckmäßig so festgelegt, daß bei der größten erforderlichen Drehzahl der Wickelwalze 1 noch ein kleiner Schlupf auftritt. Die Spannung der Feder 9 richtet sich nach dem für die aufzuwickelnde Ware zulässigen Zug. Das zu Beginn des Aufwickelvorganges durch die Schlupfkupplung 5 übertragbare Drehmoment darf den sich aus Wickelwalzenhalbmesser und zulässiger Zugkraft an der Ware ergebenden Wert nicht überschreiten. Auf die mit zunehmendem Durchmesser des Wickels kleiner werdende Drehzahl der Wickelwalzenwelle stellt sich die Schlupfkupplung 5 von selbst durch größer werdenden Schlupf ein. Mittels der Feder 13 ist das übertragbare Drehmoment der Rutschkupplung 3 so einstellbar, daß es bei drohenden Überschreitungen des zulässigen, auf die aufzuwickelnde Ware wirkenden Zuges überschritten wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Warenaufwickelvorrichtung für vibrierende Textilmaschinen, insbesondere Kettenwirkmaschinen, bei welcher die Wickelwalze auf einem ortsfesten. \on der Maschine getrennten Gestell gelagert ist, dadurch g e k e η η ι e i c h net, daß zum Antrieb tier Wickelwalze (1) an der Textilmaschine eine von dieser angetriebene Rutschkupplung (3) \orgesehen ist. deren getriebener Teil (3") über eine unter .Spannung stehende Kette (4) mit einer an dem Gestell (7) gelagerten Welle (2) verbunden ist, über welche eine Schlupfkupplung (5) antreibbar ist, welche aus einer an einem federbelasteten Hebel (f>) gelagerten angetriebenen Trommel (5') besteht. die an eine weitere auf der Wickekvaizenwelle (1') angeordnete Trommel (5") gepreßt wird, und daß ferner die Rutschkupplung (3) derart bemessen ist. daß das von ihr übertragbare maximale Drehmoment größer ist als dasjenige der Schlupfkupplung (5).
2. Warenaufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerstellen für die Wickelwalzenwelle (Y) nach oben offen sind, daß die an dem federbelasteten Hebel (6) gelagerte Trommel (5') \on unten nach oben an die auf der Wickelwalzenwelle (1') angeordnete Trommel (5") gepreßt wird, und daß der Fedenveg des federbelasteten Hebels (6) durch einen Anschlag (8) derart begrenzt ist, daß die Wickelwalze (1) nicht aus den nach oben offenen Lagerstellen herausgehoben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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