DE1568614C - - Google Patents

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Es ist bekannt, in aliphatischen Kohlenstoffverbindungen, die Chlor und/oder Brom und gegebenenfalls •Wasserstoff enthalten, durch Einwirkung von Fluorwasserstoff in der Gasphase bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von Katalysatoren, z. B. Aluminiumfluorid oder Chrom(III)-oxid, ein oder mehrere Halogenatome gegen Fluoratome auszutauschen. Insbesondere ist es bekannt, diesen Austausch bei Temperaturen von 125 bis 6000C mit Hilfe eines Chromoxyfluorid-Kontaktes durchzuführen, de'n man erhält, indem man wasserhaltiges Chromfiuorid CrF3 · χ H2O (χ S 3) unter Überleiten von Sauerstoff schnell auf eine Temperatur über 3500C erhitzt, und der die empirische Zusammensetzung CrO3F2 hat.
Es wurde nun ein Verfahren zur katalytischen Umsetzung von aliphatischen Halogenkohlenwasserstoffen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Fluorwasserstoff gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man als Ausgangsstoffe aliphatische Halogenkohlenwasserstoffe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen verwendet, in denen mindestens 1 Kohlenstoffatom mit mindestens zwei Valenzen an Chlor und/oder Bromatome gebunden ist und die Umsetzung in Gegenwart von Katalysatoren ausführt, die aus Oxydhydraten des dreiwertigen Chroms und Fluorwasserstoff gemäß dem deutschen Patent 1 252 182 hergestellt worden sind.
Das in dem besagten Patent beschriebene Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zur Fluorierung chlorierter und/oder bromierter aliphatischer Kohlenwasserstoffe in der Gasphase ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein Oxydhydrat des dreiwertigen Chroms mit mindestens der äquimolaren Menge Fluorwasserstoff, gegebenenfalls unter Zusatz eines Inertgases, umsetzt, wobei man die Umsetzung entweder unter Erhitzen oder in der Nähe von Raumtemperatur ausführt und in letzterem Fall das erhaltene Produkt anschließend zum Trocknen auf Temperaturen in der Nähe von 1000C und höher erhitzt.
Diese Kontakte haben ein atomares Verhältnis von Cr: F: O wie etwa 1: (2 bis 1): (1 bis 2), je nach Wassergehalt des Oxydhydrates.
Geeignete Halogenkohlenwasserstoffe sind beispielsweise: Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Methylenbromid, Tetrabromkohlenstoff, 1,1,1-Trichloräthan, Tetrachloräthan, 1-Chlor-l-brombutan, Trichloräthylen, 1,1-Dichloräthylen, die entsprechenden bromierten Äthylene sowie die chlorierten und/oder bromierten Propene und Butene.
Die Fluorierungen werden in an sich bekannter Weise durchgeführt, und . zwar vorzugsweise bei Normaldruck und Temperaturen von 125 bis 6000C unter Verwendung von 1 bis 2 Mol Fluorwasserstoff pro Mol des zu fluorierenden Halogenkohlenwasserstöffes und pro auszutauschendes Halogenatom.
Es war sehr überraschend, daß die durch die Fluorierung von Oxydhydraten des dreiwertigen Chroms erhaltenen Kontakte der empirischen Zusammensetzung CrO1 bu^Fa bis ι so hochaktive Fluorierungskatalysatoren darstellen. Ihre Verwendung bringt, wie in den Beispielen 1, 2 und 5 zu entnehmen ist, einen erheblichen technischen Fortschritt.
Beispiel 1
Über einen Kontakt, der durch Fluorierung von Chromoxydhydratgrün erhalten wurde und ein Schüttvolumen von etwa 700 ml aufweist, werden bei 1400C 43 g (2,15 MoI) HF und 185 g (1,2 Mol) CCl4 in der Stunde geleitet. Dabei werden 99% des Fluorwasserstoffes mit dem CCl4 zu fluorierten Methanen und HCl umgesetzt. Das Gemisch der fluorierten Methane enthält in Volumprozent: 0,6% CF3Cl, 83,5'% CF2Cl2, 11,3% CFCl3 und 4,6% CCl4.
Bei Verwendung eines Katalysators nach der USA.-Patentschrift 2 745 886 werden bei einem HF: CCl4-Verhältnis von 1,74 (in obigem Beispiel beträgt dieses Verhältnis 1,79) in den fluorierten Produkten nur 52% CF2Cl2, dagegen 14% CF3Cl gefunden, welch ίο letzteres wenig technisches Interesse hat (s. die USA.-Patentschrift Tab. I run 13).
Beispiel2
Über einen Kontakt, der durch Fluorierung von Chrom(III)-hydroxyd erhalten wurde und ein Schüttvolumen von etwa 0,8 1 aufweist, werden in 5 Stunden bei 3500C Tetrachlorkohlenstoff in einer Menge von 450 g (2,92 Mol) und Fluorwasserstoff in einer Menge von 280 g (14,0 Mol) geleitet.
Die Ausbeute an organischem Produkt beträgt 265 g. Davon sind 238 g = 92,5 % Tetrafluormethan und 18 g = 5,8% Trifluormonochlormethan, beides bezogen auf den eingesetzten Tetrachlorkohlenstoff. Es werden 11,22 Mol HCl gefunden.
Verwendet man einen Katalysator nach obiger USA.-Patentschrift (vgl. dort Beispiel 5), so erhält man bei einer um 50% höheren Reaktionstemperatur und einem weit höheren HF-Überschuß (HF:CCI4 = 7,7 gegen 4,8 in obigem Beispiel) nur 16 % CF4.
Beispiel 3-
Über einen Kontakt, wie er im Beispiel 2 verwendet wird, werden bei 2000C innerhalb von 4,75 Stunden 828 g (6,93 Mol) Chloroform und 415 g (20,75 Mol) Fluorwasserstoff geleitet.
Die Ausbeute an organischem Produkt beträgt
484 g. Davon sind 430 g = 88,6% CHF3, 6 g = 1,0% CHClF2, 3g = 0,4% CHCl3F und 47g = 5,5% CHCI3, alles bezogen auf das eingesetzte Chloroform.
Es werden 19,0 Mol HCl gefunden.
Beispiel 4-
Über einen Kontakt, der durch Fluorierung von Chromoxydhydratgrün erhalten wurde und ein Schüttvolumen von etwa 11 aufweist, werden bei 2500C in 5,8 Stunden 450 g (5,29 Mol) Methylenchlorid und 460 g (23 Mol Fluorwasserstoff geleitet.
Die Ausbeute an fluorierten Produkten beträgt 300 g; es werden 6,98 Mol HCl gefunden.
Beispiel5
Über einen Kontakt, wie im Beispiel 2 angegeben, werden bei 3000C in 5 Stunden 620 g Hexachloräthan (2,62 Mol) und 240 g (12 Mol) Fluorwasserstoff geleitet.
Die Ausbeute an organischem Produkt beträgt, bezogen auf das eingesetzte Hexachloräthan: 1,9% Pentafluor-monochloräthan, 49,6 % Tetrafluordichloräthan, 34,0% Trifluortrichloräthan, 8,0% Difluortetrachloräthan, 1,1% Hexachloräthan. Es werden 9,22 Mol HCl gefunden.
Bei Verwendung eines Katalysators nach obiger USA.-Patentschrift (vgl. dort Beispiel 13) benötigt man eine um 200°C höhere Reaktionstemperatur, um nur 43 % Tetrafluordichloiäthan zu erhalten, obwohl dort bereits von Difluor-tetrachloräthan ausgegangen wird. Das Verhältnis HF: Hexachloräthan beträgt in
obigem Beispiel 4,6; im Beispiel der USA.-Patentschrift (umgerechnet) 4,15. ■
Beispiele
Über einen Kontakt, wie im Beispiel 2 angegeben, werden bei 2500C in 6 Stunden 510 g Trichloräthylen (3,89 Mol) und 530 g (26,5 Mol) Fluorwasserstoff geleitet.
Die Ausbeute an organischem Produkt beträgt 445 g, davon sind 95,9% Trifluormonochloräthan und 1,9% Trichloräthylen. Der Umsatz beträgt demnach 98,3%, bezogen auf eingesetztes Trichloräthylen, die Ausbeute 94,8%, bezogen auf umgesetztes Trichloräthylen. Es werden 7,66 Mol HCl gefunden. '
B e i s p.i e 1 7
Über einen Kontakt, wie im Beispiel 2, werden in 5,25 Stunden bei 20O0C etwa 20,25 Mol HF und etwa 3,3 Mol CCl2 = CHBr geleitet.
Es werden 372 g = 2,29 Mol CF3CH2Br erhalten, entsprechend einer Ausbeute von 69,2%, bezogen auf · das eingesetzte Material.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur katalytischen Umsetzung von aliphatischen Halogenkohlenwasserstoffen mit 1 bis 4Kohlenstoffatomen und Fluorwasserstoff, dadurch geke η η zeichnet, daß man als Ausgangsstoffe aliphatische Halogenkohlenwasserstoffe mit 1 bis 4 C-Atomen verwendet, bei denen mindestens 1 Kohlenstoffatom mit mindestens zwei Valenzen an Chlor- und/oder Bromatome gebunden ist und die Umsetzung in Gegenwart von Katalysatoren ausführt, die aus Oxydhydraten des dreiwertigen Chroms und Fluorwasserstoff gemäß dem deutschen Patent 1 252182 hergestellt worden sind. .

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