DE155558C - - Google Patents

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DE155558C
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valve
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liquid
gas
thumb
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F23/00Mixing according to the phases to be mixed, e.g. dispersing or emulsifying
    • B01F23/20Mixing gases with liquids
    • B01F23/23Mixing gases with liquids by introducing gases into liquid media, e.g. for producing aerated liquids
    • B01F23/236Mixing gases with liquids by introducing gases into liquid media, e.g. for producing aerated liquids specially adapted for aerating or carbonating beverages

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine verbesserte Ausführungsform der durch Patente 147837 und 152674 bekannt gewordenen Vorrichtung zum Imprägnieren von Flüssigkeiten mit Gas, bei welcher eine bestimmte Flüssigkeitsmenge durch den Gasdruck in den Mischbehälter getrieben und gleichzeitig eine ungefähr gleiche Menge von Flüssigkeit aus dem letzteren nach außen verdrängt wird, so daß das Mischen von Gas und Flüssigkeit unter vollem Gasdruck und in verhältnismäßig sehr kurzer Zeit erfolgt.
Der Zweck der verbesserten Ausführungsform ist nun, die Anwendung des Apparates sowohl zum Ausschänken als auch zum Abfüllen der imprägnierten Flüssigkeit auf Flaschen o. dgl. zu ermöglichen. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, daß die Ventile nicht wie bei den ursprünglichen Ausführungsformen von einer kontinuierlich nach einer Richtung zu drehenden, sondern von einer zwischen zwei Grenzlagen schwingenden Welle~ aus bewegt werden, wodurch es ermöglicht wird, das am Auslaßbehälter befmdliche Luftauslaßventil nach Belieben in Tätigkeit zu setzen oder aber die Flüssigkeit unter vollem Gasdruck in die Flasche austreten zu lassen.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein senkrechter Schnitt durch die vollständige Vorrichtung,
Fig. 2 ein in größerem Maßstabe gezeichneter Schnitt durch die Ventile und die Steuervorrichtung derselben,
Fig. 3 ein Schnitt nach Linie 10-10 der Fig. 2,
- Fig. 4 ein Schnitt nach Linie 11-11 der Fig. 2,
Fig. 5 ein Schnitt nach Linie 12-12 der Fig. 2.
Fig. 6 und 7 zeigen eine abgeänderte Ausführungsform des Abgabebehälters, bei welcher an Stelle des selbsttätigen ein von Hand zu bewegendes Absperrventil tritt.
Die wesentlichen Teile der Vorrichtung sind wie bei der in der Patentschrift 147837 beschriebenen.. Ausführungsform ein Einlaßbehälter A, ein. Mischbehälter B, ein Abgabebehälter C (Fig. 2), welcher nach Belieben durch eine Abfüllvorrichtung W (Fig. 1) ersetzt werden kann, und ein Zwischenbehälter M. Diese Teile sind hier in derselben Weise wie bei der vorhin erwähnten Vorrichtung miteinander verbunden. Das zu imprägnierende Wasser gelangt aus der Wasserleitung oder einem sonstigen hoch gelegenen Behälter in den Zwischenbehälter M, in welchem durch das Schwimmerventil Ai1 ein bestimmter Wasserspiegel und durch das Ventil Af2Af3JW4 ein bestimmter Maximaldruck erhalten wird. Aus dem Zwischenbehälter, welcher bekanntlich zum Anreichern der Flüssigkeit mit Gas dient, gelangt das Wasser über Leitung As und das selbsttätige Rückschlagventil A^ in den Einlaßbehälter A. Dieser Behälter A steht durch Leitung A1 und das. durch Feder Όΰ für gewöhnlich geschlossen gehaltene Ventil D4 mit einer Leitung E in Verbindung,
an welche die Kohlensäureflasche oder ein sonstiger Gasbehälter angeschlossen wird. Zur Verbindung des Einlaßbehälters A mit der Atmosphäre bezw. mit dem Zwischenbehälter M dienen ein Schwimmerventil P und ein vereinigtes Auspuff- und Ausgleichsventil S1 T, welches in der Patentschrift 152674 näher beschrieben ist. Der Mischbehälter B steht durch Leitung II1 (Fig. 4 und 5) mit der Ventilkammer J'2, letztere bei geöffnetem Ventil Ji mit dem Kanal J22 in Verbindung. An diesen Kanal J22 kann nun entweder der Abgabebehälter C (Fig. 2) oder eine Abfüllvorrichtung angeschlossen werden.
Wie aus Fig. 1 bis 4 zu ersehen, ist die von Hand zu bewegende kurze Steuerwelle H ungefähr in der Mitte zwischen den durch entsprechende Stopfbüchsen nach außen tretenden Ventilspindeln J9 und J19 des Einlaßventiles J4 und des Druckverminderungsventiles J11 und oberhalb der Ventilspindel D7 des Gaseinlaßventiles £>4 angeordnet und mit Daumen G3 G1 G2 G versehen, von denen Gs in der einen Grenzstellung (gleichzeitig Ruhestellung) der Welle das Druckverminderungsventil J11 öffnet, während G G2 in der zweiten Grenzstellung gleichzeitig zur Wirkung kommen und die Ventile £)4 bezw. J4 der Wirkung der Federn £)9 bezw. J8 entgegen öffnen.
Das den Luft- bezw. Gasaustritt aus dem Einlaßbehälter A regelnde Ventil P wird unter Vermittlung eines· zweiarmigen Hebels i?2 geöffnet, welcher bei Rückbewegung der Welle// in die Ruhestellung (Fig. 1) durch den Daumen G1 bewegt und sodann, noch ehe die Endstellung der Welle H erreicht ist, losgelassen wird. Bei der entgegengesetzten Bewegung der Welle H wird der auf das Ventil wirkende Bolzen R nicht beeinflußt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Für gewöhnlich befindet sich die Steuerwelle H in der in Fig. 1 gezeichneten Endstellung, bei welcher Ventil J11 offen ist, so daß Kanal W2 über Ventil S ] (vergl. Patentschrift 152674) mit der Atmosphäre in Verbindung steht. In dem Einlaßbehälter A befindet sich Wasser. Die \^entile P B1 Di Ji T sind geschlossen, das Ventil S1 ist offen. Die mit einem Kugelventil xl versehene Flasche χ wird eingespannt - und derart gestellt, daß das Kugelventil, auf der Verengung des Flaschenhalses ruhend, unwirksam bleibt. Diese Verengung ist bekanntlich derart gestaltet, daß sie durch Ventil x' nicht geschlossen wird. Wird nun die Welle H von Hand gedreht, so schließt sich zuerst Ventil Ju, sodann werden gleichzeitig (oder nahezu gleichzeitig) die Ventile D4 und J4 geöffnet, so daß durch das aus E kommende Gas das im Einlaßbehälter A befindliche Wasser (über Ventil B1) in den Mischbehälter und gleichzeitig eine entsprechende Flüssigkeitsmenge aus dem Mischbehälter über Ventil J4 und Kanäle W2 W in die Flasche χ gedrückt wird. Die. Ventile P und A^ bleiben hierbei durch den Gasdruck geschlossen. Bei der. Rückwärtsdrehung der Welle H schließen sich die Ventile Z)4 und J4; sodann wird durch Arermittlung des Daumens G1 und Hebels R'2 sowie Bolzens R das Ventil P geöffnet, so daß das im Einlaßbehälter A befindliche Gas zuerst über Ventil T in den Zwischenbehälter Mund sodann über Ventil S1 ins Freie entweicht. Hierbei schließt sich Ventil B1 selbsttätig. Nach entsprechender Druckverminderung tritt durch Ventil A* Wasser ein und schließt Ventil P. Die zu füllende Flasche hat gewöhnlich ein weit größeres Volumen als der Einlaßbehälter A, und es muß daher der Apparat durch Hin- und Herdrehen der Welle H mehrmals zur Wirkung gebracht werden, um die Flasche ganz zu füllen. Der den Apparat Benutzende hat ' es nun in der Hand, nach Öffnen des Ventils P die Welle H vollständig zurückzudrehen und das Ventil J11 zu öffnen oder unmittelbar nach Öffnen des Ventiles P wieder nach vorn zu bewegen. Im ersteren Falle läßt er Gas aus der Flasche durch die Kanäle W7W2J'23 L2 L1 Q8 Q.2 in den Zwischenbehälter M bezw. ins Freie entweichen und vermindert dadurch den Druck und den Kohlensäuregehalt nach Belieben, im letzteren Falle bleibt die Flasche nach außen hin abgeschlossen. In den meisten Fällen wird es sich empfehlen, das Ventil beim ersten und zweiten Füllen zu öffnen und lediglich bei der letzten oder bei den jzwei letzten Füllungen geschlossen zu halten.
In wesentlich gleicher Weise können mittels des beschriebenen Apparates Siphons gefüllt werden. Es muß hervorgehoben werden, daß durch die verbesserte Anordnung auch bei Anwendung des Apparates als Ausschankvorrichtung ermöglicht wird, die Druckverminderung in dem Abgabebehälter nach Belieben vorzunehmen oder auch die Flüssigkeit unter einem den atmosphärischen übersteigenden Drucke austreten zu lassen, je nachdem das Ventil Jli geöffnet wird oder nicht. Zu diesem. Zwecke muß jedoch das Auslassen der Flüssigkeit aus dem Abgabebehälter, welches bei der ursprünglichen, den Gegenstand des Patentes 147837 bildenden Anordnung des Apparates von dem Öffnen des Ventiles J11 abhängig war, auch bei geschlossenem Ventil J11 erfolgen können. Dies wird einfach dadurch erreicht, daß an Stelle des selbsttätigen Ventiles C* (Fig. 2) ein mittels Handgriffes H9 von der Welle H aus unter Vermittlung von Exzenter C18, Stange C12 und Hebel C11 zu
steuerndes Ventil C10 an der Mündung des Abgabegefäßes angebracht wird (Fig. 6 und 7).
Außer den obengenannten Vorteilen hat
die verbesserte Ausführungsform gegenüber der früheren noch den Vorzug, daß sämtliche Ventile leichter zugänglich sind und besser abgedichtet werden können. Durch Auslassen des Gases aus dem Abgabebehälter bezw. der zu füllenden Flasche in den Zwischenbehälter wird der Gasverbrauch wesentlich vermindert. Die Umwandlung des Apparates aus einer Ausschank- in eine Füllvorrichtung oder umgekehrt kann innerhalb kürzester Zeit durch einfaches Anschrauben eines Verbindungsstückes bewerkstelligt werden.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zum Imprägnieren von Flüssigkeiten mit Gas, bei welcher eine bestimmte Flüssigkeitsmenge unter vollem Gasdruck in den Mischbehälter getrieben und aus letzterem gleichzeitig eine entsprechende Menge imprägnierter Flüssigkeit verdrängt wird, dadurch gekennzeichnet , daß, um die Anwendung der Vorrichtung sowohl zum Ausschänken als auch zum Abfüllen der Flüssigkeit auf Flaschen zu ermöglichen, die Steuerwelle (H) für die Ventile eine oszillierende Bewegung derart erhält, daß in der einen Grenzstellung derselben das Druckverminderungsventil (J11) mittels eines Daumens (Gz), in der änderen Grenzstellung das Gaseinlaßventil (D4") und das Zwischenventil (J*) mittels Daumens (GG'2) geöffnet wird, während zur Betätigung des Schwimmerventils (P) ein Daumen (G1) dient, welcher beim Rückgang der Welle aus der letztgenannten in die erstgenannte Grenzstellung zur Wirkung kommt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschankbehälter (C) mit ·■ einem von der Steuerwelle (H) bewegten Auslaßventil (C10) versehen ist, wodurch das Austreten der Flüssigkeit aus diesem Behälter von der Druckverminderung unabhängig gemacht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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