DE155233C - - Google Patents

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DE155233C
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piston
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D22/00Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
    • B21D22/20Deep-drawing
    • B21D22/30Deep-drawing to finish articles formed by deep-drawing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
.M 155233 KLASSE 7c.
nach dem Ziehen.
Der Zweck des neuen Verfahrens besteht darin, Kapseln, Dosen, Deckel und ähnliche Hohlkörper nach dem Ziehen so zu behandeln, daß dieselben mit einem vollkommen glatten Rande aus der Maschine herauskommen, so daß ein nachträgliches Beschneiden oder sonstiges Bearbeiten des Randes nicht erforderlich ist.
Diese neue technische Wirkung wird dadurch erreicht, daß der Rand der in bekannter Weise in der Ziehrichtung umgelegten Werkstückzarge einem achsialen Preßdruck in einem der Materialdicke entsprechenden Ringraum ausgesetzt wird, dessen eines Ende in an sich bekannter Weise durch einen glattflächigen Widerstand geschlossen und der mit einer wulstartigen, ebenfalls an sich bekannten Erweiterung versehen ist, wobei die (rauhe, zackige) Zargenkante auf der Widerstandsfläche glattgedrückt und gleichzeitig aus der Zarge eine Wulst herausgedrückt wird, innerhalb deren der Ausgleich der inneren Materialverschiebungen erfolgt. Dieser Vorgang tritt in unmittelbarem Anschluß an das Umlegen der Zarge in der Ziehrichtung ein.
Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Ziehpresse ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen die Fig. ι bis 3 an Vertikalschnitten die Ausbildung und die Lage der einzelnen Teile der Ziehpresse in verschiedenen Arbeitsstufen und Fig: 4 einen Querschnitt durch das Obergesenk.
Die Ziehpresse besteht aus zwei Hauptteilen, von denen der obere kleinere (vergl. Fig. 1) an das Exzenter einer Exzenterpresse angeschlossen, und der untere größere auf dem Arbeitstisch der Presse befestigt bezw. in diesen eingelassen ist. Der obere Teil besteht aus den zylindrischen Teilen 1, 2, einem dem Zylinderteil 2 an Durchmesser entsprechenden Ring 3, und einem innerhalb von 2 und 3 angeordneten Kolben 5, 6. Von dem Kolben erstreckt sich nach oben eine Führungsstange 7, die von einer Schraubenfeder 8 umgeben ist.
Von dem Zylinderteil 2 erstrecken sich nach unten Stangen 9, die sowohl als Führungsstangen für den Ring3 als auch (in einer weiter unten näher beschriebenen Weise) als Druckbezw. Stoßstangen wirken. Bei der in Fig. 1 dargestellten Lage der Teile befindet sich 3 in einiger Entfernung von 2, jedoch ist immer eine Verbindung zwischen beiden Teilen vorhanden, da der Teil 2 mit Nuten und der Teil 3 mit Stiften versehen ist, die, wie in punktierten Linien angedeutet, in diese Nuten greifen. Durch die Länge dieser Nuten wird das Maß bestimmt, um welches sich der Ring 3 von dem Zylinderteil 2 entfernen kann.
Befinden sich die vorbeschriebenen Teile in der in Fig. I gezeigten Lage, so wird die Entfernung zwischen den Teilen 2 und 3 aufrecht erhalten durch Klinken, deren Nasen 12 über den Ring 3 greifen, wogegen die Nasen 13 in das Innere des Zvlinderteils 2 bezw. in den
Weg des Kolbenteils 5 reichen (vergl. Fig. 4). Wird der Zylinderteil 2 so weit über den Kolbenteil 5 bewegt, daß dieser an die Nasen 13 anstößt, so werden die Klinken so gedreht, daß die Nasen 12 den Ring 3 freigeben, wobei die gegenüberliegenden Teile der Klinken in eine Ausdrehung des Kolbenteils 5 eintreten. Der Ring 3 kann dann bis an den Zyliiiderteil 2 heranbewegt werden, wobei die Enden der ,Stangen 9 um ein entsprechendes Maß unten hervortreten (vcrgl. Fig. 3).
Die untere, größere Hälfte der eigentlichen Ziehvorrichtung besitzt unter dem Kolben 5, 6 einen Kolben 14, der nach unten eine Führungsstange 16 trägt, die von einer Schraubenfeder 17 umgeben ist. Der Durchmesser des Kolbens 14, der später von dem Ring 3 übergriffen wird, ist um so viel kleiner als der Durchmesser des Kolbens 6, daß zwischen 14 und 3 ein der Stärke des zu verarbeitenden Bleches entsprechender Raum verbleibt. Der Kolben 14 ist von einem Ring 18 umgeben, der an seiner Innenkante 19 ungefähr viertelkreisförmig ausgekehlt ist und darunter bei 20 einen Absatz bildet. Genau solche Auskehlung wie 19 ist auch an der Kante 3" des Ringes 3 vorhanden, und diese beiden Auskehlungen bilden zusammen den Raum, in welchem späterhin die Herstellung der oben erwähnten Wulst erfolgt.
Der Ring 18-ruht auf Bolzen 21, die unter dem Druck von Schraubenfedern 22 stehen. Jeder Bolzen hat in seinem oberen Teil einen Längsschlitz 23, in den ein Stift 24 eingreift.
Dieser Stift ist durch Glieder 25 mit einem Riegel 26 verbunden, der in der Anfangslage unter den Kolben 14 greift und dessen Niederbewegung verhindert. Wird der Ring 18 nach unten bewegt, so nehmen die Bolzen 21 hieran teil, und es stößt schließlich das obere Ende der Längsschlitze auf die Stifte 24, so daß nun durch Vermittelung der Glieder 25 die Rieg'el 26 von dem Kolbenteil 14 entfernt werden, so daß dieser sich nun abwärts bewegen kann.
Wird der Materialstreifen, aus dem die Dosen oder dergl. hergestellt werden sollen, auf die feste Fläche 27 aufgelegt, und erfolgt nun der Niedergang des Zylinders 1,2 mit dem Ring 3 und den zugehörigen Teilen, so wird zunächst bei 28 eine kreisförmige Scheibe aus dem Materialstreifen ausgestanzt, weil der Ring 3 den Ring 18 herabdrückt, ohne daß aber der Kolben 14 an dieser Niederbewegung teilnehmen kann. Er ist zu dieser Zeit durch die Riegel 26 verriegelt und tritt somit in den Ring 3 hinein, wobei er eine relative Bewegung des Kolbens 6, 5 zu dem Ring 3 und den Zylinderteilen 2, ι bewirkt. Indem der Ring 3 nun weiter herabgeht, preßt seine untere Innenkante 3", wie bei einem gewöhnlichen Ziehvorgang, den über den Kolben 14 hinwegreichenden Ringrand des kreisförmigen Materialstückes nach unten bezw. um das obere Ende des Kolbens 14 herum (vergl. Fig. 2).
Zu dieser Zeit haben die beweglichen Teile die in Fig. 2 gezeigte Lage erreicht, bei der der Kolbenteil 5 durch seine Einwirkung auf die Nasen 13 die Klinken so gedreht hat, daß die Nasen 12 jetzt nicht mehr über den Ring 3 greifen. Dieser nimmt also an der weiteren Aufwärtsbewegung vorläufig" keinen Anteil, wohl aber geht der Zylinder 2 mit den Stangen 9 weiter herab, wobei der Zylinder 2 auf den Kolbenteil 5 stößt, und die Stangen 9 die Bolzen 21 weiter herabdrücken, so daß nun die Riegel 26 zurückgezogen werden. Währenddem hat sich der Ring 18 auf eine Fläche 29 aufgesetzt, und die Bolzen 9 sind, indem sie auf die Bolzen 21 weiter wirken, in den Ring 18 eingetreten (vergleiche Fig. 3). Infolge des Freiwerdens des Kolbens 14 von den Riegeln 26 wird dieser nun durch den Kolben 5, 6 mit nach unten bewegt, bis die Unterkante des gezogenen Blechkörpers gegen den Ansatz 20 des Ringes 18 stößt.
Jede weitere Abwärtsbewegung der Zargenkante ist damit verhindert, der Zylinder 1, 2 kann sich jedoch mit dem Kolben 5,6 noch um so viel weiter nach unten bewegen, bis der Zylinderteil 2 auf den Ring 3 stößt. Indem sich der Ring 3 vordem auf den Ring 18 aufsetzte, bildeten die ausgekehlten Kanten 30 und 19 die Form für die herzustellende Wulst, wie schon oben erwähnt wurde. Wird nun der Kolben 5, 6 mittels des Bodens des Zylinders 2 um das vorerwähnte Maß herabbewegt, so drückt der Kolbenteil 6 dabei auch das gezogene Werkstück weiter nach unten. Durch den hierbei auf die Zargenkante von dem Absatz 20 ausgeübten Druck wird die bis dahin ungleichmäßige Kante vollkommen glatt gepreßt, wobei sich das überschüssige Material in die von den ausgekehlten Kanten 3a und 19 gebildete Nut hineinschiebt und dabei gleichzeitig die herzustellende Wulst bildet. Beim Rückgang der Rreßgesenke wird das nun fertige Werkstück von dem Ring 18 selbsttätig ausgehoben.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Ein Verfahren zum Glätten der Ränder von Kapseln, Deckeln und dergl. nach dem Ziehen, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand der in bekannter Wreise in der Ziehrichtung umgelegten Werkstückzarge einem achsialen Preßdruck in einem der Materialdicke entsprechenden Ringraum ausgesetzt wird, wobei zugleich in bekannter Weise aus der Zarge eine Wulst herausgepreßt wird, innerhalb deren der Ausgleich der inneren Materialverschiebungen erfolgt.
  2. 2. Eine Ziehpresse zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige, den Gegenhaltekolben (6) umgebende Niederhaltering aus zwei Ringteilen (2 und 3) besteht, die durch an dem oberen Ringteil (2) angelenkte Klinken, deren Nasen (12) sich auf den oberen Rand des unteren Ringteiles (3) stützen, so lange auseinander gehalten werden, bis beim Niedergehen des Niederhalteringes, und zwar nach dem hierbei erfolgenden Ziehen des Werkstückes über den zunächst feststehenden Ziehkolben (14), der Gegenhaltekolben (6) an Nasen (13) der Klinken anstößt und diese auslöst, worauf der obere Ringteil (2) sich nun unabhängig von dem unteren weiter abwärts bewegt und nach Aufstoßen auf den Gegenhaltekolben (6) auch diesen samt dem nun nicht mehr feststehenden Ziehkolben (14) und dem auf demselben befindlichen Werkstück nach abwärts mitnimmt, wobei der Rand der Werkstückzarge gegen den Absatz (20) einer ringförmigen Ausdrehung in dem den Ziehkolben umgebenden, bereits in seine Endstellung angelangten Gegenhaltering (18) gepreßt und hierbei geglättet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    6ERLIN. GEbMJCKT in Der reichsDruckeuei.
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