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| Bek oh#un#,svorrichtung für Rostfeuerungen |
Die Erfindung betrifft eine Bekohlungsvorrichtung für Rostfeuerun,#"-en, bestenend
aus einem-Blasrohr mit einer Kohleaufgabevorrichtung und einer Drucklufteinrichtung
mit einem g#,steuerten Ventil zum Ei,'-rzeugen von die Kohle durch das Blas-0 rohr
in die Feuörung schleudernden Druckluftstößen, wobei die Kohleaufgabe#vo rri(;iitiing
aus einem Schneckenförderer mit radialer senkrecht oder schr#'jg von oben
in das Blasrohr ein.-mündender AustraßsÖffnun## besteht.
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B#,#i bekannten Vorrichtun--en dieser Art ist die Kohleaufgabevorrichtung
eis ein unmittelbar auf das Blasrohr aufgesetzter Aufgabetrichber ausgeführt. Aus
dieserti Aufgabätrichter rutscht die Kohle über eine in das Blaarohr hineinragende,
verstellbare
r.Junge in das Rohr hinein und fÜllt zwischen den einzeinen DruckluftstÖßen den
gesamten Rohrquerschnitt aus. Nachteilig ist hierbei, daß die aus der Feuerung in
das Blasrohr ei#gdringende Feuerungshitze die iin Blasrohr befindliche Kohle während
der gesamter, Zeit zwischen den aufeinanderfolgenden DruckluftstÖ!Jen aufheizt und
hierdurch nachteilig beeinflußt, insbes. verbacxt, so daß beim anschlie13enden Einblasen
der Kohle in die Feuerung keine beständigen Verbrennungsverhältnisse und dadurch
keine staubfreie Verbrennung mehr eintreten.
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Im einzelnen ist'eine Bekohlungsvorrichtung bekannt (s. schweiz. Patentschrift
35 193), bei der in einer Vorkammer des Feuerungsraums eine verschwenkbare
Verteilerplatte mit in Richtung des ##euerraumes divergierenden seitlicnen -'-,eitwänden
angeordnet ist. Auf diese Verteilerplatce wird die Kohle über ein 'Z-'jellenrad
aufgegeben.,An dem dem Feuerraum abgewandten -.&ide der Verteilerplatte ist
eine dampfbeaufschlagte ii-lachstahldÜse angeordnet, die die jeweils aus einer Zelle
des Zelienrades austretende Kohle von der Verteilerplatte herunter in den Feuerraum
befärdern soil. tüin derartiger Aufbau ist insofern nachteilig, da praktisch um
Anbackungen zu vermeiden, während der ganzen Zufuhr der aus einer Zelle des Verteilerrades
austretenden Kohle die Dempfdüse arbeiten mui#. Da ferner die Kohle'praktisch nur
yon einer Y*4#Oilorplatte ablieb14set *erden kanng- können
mit einer
derartigen Vorrichtung Rostfeuerungen großer Länge nicht besch.ickt werden- Das
beruht auf der Tatsache, daf3 kein echtes Blasrohr vorgesetien ist, dessen #u-ersch.nitt
Draktisch von der Koble ausgefülLt ist und welches der Kohle beim Auftreten des
Druckstoß5s die erforderliche FÜhrung und damit die für die Verteilung über
grÖßere Rostlängen erforderliche Beschleunigung verleiht. Eine Uberwachung der Funktionsweise
ist 'bei dieser bekannten AusfÜhrungsform nicht vorgesehen. Zwar wird bei der aus
der schwäz. Patentschrift 188 575 bekannten Ausführungsform mit einem Schnekkenförderer
gearbeitet, jedoch ist hier am Ende des Blas-. rohre-s eine verschwenkbare Düse
angeordnet, die zur Verteilung der Kohle in entsprecbender Weise verstellbar
ist. Eine derartige gelenkige Ausbildung der am Ende des Blasrahres angeordneten
DÜse bedingt einerseits einen komplizierten Aufbau und im Feuerraum liegende Gelenkausbildungen,
welche einer Wartung- praktisch nicht zugänglich sind. Darüber hinaus ist bei einem
derartigen Aufbau keine UberwachungsmÖglichkeit der Funktionsweise gegeben.
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Bekannt.ist es auch (s. schweiz. Patentschrift 241 865)9
an
einem Behälter ein Gebläse zu montieren, von dem aus eine Rohrleitung wegführt,
die in dem Gehäuse so endigt, daf#. der austretende Luftstrom Richtung auf-einen
Rohrstutzen nimmt. Schließlich ist es bei Kohlenstaubfeuerungen bekanrit (vgl. deutsche
Patentanmdlß. D 3313 Ja/24 1)g#
in den einzelnen Feuerungsrohren,
die im Übrigen mit spiralförmig verlaufenden Leitblechen versehen sindl koaxiel
ein besonderes Schaurohr anzuordnen. Diese besondere Maßnahme ist jedoch bei mit
Kohlen beschickten Blasrohren nicht durchführbar, da derartige zentral angeordnete
Schaurohre den "#uerschnitt der Blasrohre in einen Ringquerschnitt veriandel-u-und
zu Verklemmungen Anlaß geben. Dar-über hinaus ist über ein derartiges koaxiales
Schaurohr die Betriebsweise des Blasrohres selbst nicht überwachbar.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bekohlungsvorrichtung
des eingangs beschrieben-en Aufbaus so zu gestalten, daß mit einfachsten .-##li,tteln
und bei einfachstem t-'£,ifbau eine Uberwachung der Funktionsweise und damit eine
wohldefinierte Verteilung der Kohle auf den Rosten durchführbar ist. Die Erfindung
löst diese Aufgabe dadurch, dal# der Sciineckenförderer derart gesteuert ist, daß
nur jeweils unmittelbar vor jedem Druckluftstoß eine dosierte Kohlenmenge in das
sonst leere.Blesrohr einführbar ist, und da,.-'% die Drucklufteinrichtung radial
an das Blasrohr angeschlossen ist und das der Feuerung abgewandte Ende des Blasrohres
ein Schauglas trägt-sowie das Blasrohr feuerungsseitig ein rohrförmiges MiundstÜck
mit an der Unterseite nach innen eingedrückter, liase aufweist. V'orzugsweise mündet
der Schneckenfl-irderer mit radialer Austragsöffnung senkrectit oder schräg von
oben in das Blasrohr.
Die Vorteile der neuen Bekohlungsvorrichtung
sind insbesondere darin zu sehen, daß aufgrund der erfindungsgema.#en Ausbildung
eine eindeutige Uberwachung in der Funktionsweise una Arbeitsweise des Blasrohres
durchführbar ist. Dieses wird einerseits durch die ]Maßnahme erreicht, dal# über
die F.irderschnecke diskontinuierlich kurz vor dem Blasvorgang jeweils eine dosierte
Kohlenmenge aufgegeben wird, durch die besondere Anordnung der Druckluftzuführung
die erforderliche Freigabe des dem Peuerraum abgewandten Blasr.ohrendes erreicht
wird sowie die besondere Pormgebung des Mundstücks die Anordniinz- von verstellbaren
und komplizierten Einrichtun-en für das IlundstÜck erübrigt, so daß in wohldefinierter
'.'leise durch #nehr oder weniger starke DruckluftstÖße die erforderliche VertE#ilung
der Kohle herbeiführbar ist. Daräber hinaus erlaubt es der erfindungsgemäije Aufbau,
die Kohle praktisch in den Feuerraua hineinzuschie.Ilen, wobei aufgrund der Führun-
der einzelnen Kohlestücke im Rohr selbst nur ein geringer und kurzzeitiger Elnergieaufwand
erforderlich ist, Im fo.L#-"enden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Äusführungsbeispieles näher erläutert; es zeigen: Figl.
1 eine Seitenansicht'einer ereindungsgemäßen Bekohlungsvorrichtung, Fig.
2 eine Stirnansicht der Bekohlungsvorrichtung nach Fig. 1.
Die
in den Figuren dargestelite Bekohlungsvorrichtung Rostfeuerungen besteht ihrem wesentlichen
Aufbau nach aus einem Blasrohr 1 mib einer Drucklufteinrichtung zum Erzeugen
von DruckluftstÖ,#en, mittels welchen die im Blasrohr befindliche Kohle in die nicht
dargestellte Feuerung geschleudert wird. Das Blasrohr 1 wird mit dem Anschlußflansch
2 an die Öffnung der Feuerung angeschlossen. Die Kohle wird dem Blasrohr
1 durch eine Kohleaufgabeeinrichtung zugeführt, die aus einem Schneckenfirderer
3 besteht, der mit seiner Austragsöffnung 4 zwischen einem die Drucxluft
zuführenden Rohrstück .5 und dem AnschluMlansch 2 im Blasrohr 1 mündet. Im
einzelnen mündet der SchneckenfÖrderer 3 mit radialer Austragsöffnung 4 .senkrecht
oder schrc;:tg von oben in das Blasrohr 1. Aufgabeseitig ist der Schneckenförderer
3 an einen Aufgabetrichter oder Kohlenbunker 6 angeschlossen. Aufgabeseitigist
auch der Antrieb 7 des SchneckenfÖrderers 3 vorgesehen. Die Drucklufteinrichtung
ist an das vom Blasrohr 1 im wesentlichen rechtwinklig abzwei-ende Rohrstäck
5 angeschlossen und besteht aus einem Magnetventil 8 und einem Gebläse
9. Zwischen diesem Gebläse 9 und dem Magnetventil 8 ist ein
T-Rohr 10 einge'schalr tet, an das ein fiiaenetventil 11, eine Drosselklappe
12 und ein Schlauchstutzen 13 angeschlossen sind. An den Schlauchstutzen
13 ist ein nicht dargestellter Metallschlauch anschließbar, über den vom
Gebläse 9 gefÖrderte Luft als Unterwind in die Feuerung geleitet wird. Das
der Feuerung abgewandte Ende des Blasrohres 1 besitzt stirnseitig ein Schauglas
14.
Der Ansaugöffnung des Gebläses 9 ist eine in der Fig. im einzAlnen nicht
dargestellte Irisblende vorgescheltet, durch deren Verstellung die Einblasweite
der Kohle in die Feuerung beeinflußt und reguliert werden kann. Das Blasrohr besitzt
feuerungsseitig ein rohrförmiges idundstäck 16,
das an der Unterseite eine
nach innen eingedrückte Nase 17
.aufweist,_durch welche die aus dem Blasrohr
austretende Kohle gleichmäßig über den Feuerungsroet verteilt wird.
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Die #ffirkungsweise der dargestellten Vorrichtung ist wie folgt: Das
Gebläse 9'läuft kontinuierlich und fördert bei- geschlossenem Magnetventil
8 und geöffnetem Magnetventil 11 Luft als Unterwind in die Feuerung.
Unmittelbar bevor das Ylagnetventi1118 öffnet und das Magnetventil 11 schließt,
wird der Schneckenförderer 3 kurzzeitig in Betrieb gesetzt, wodurch eine
genau dosierte Kohlenmenge in das-Blasrohr 1 gefördert wird. Unmittelbar
danach öffnet das Ventil 8 und schließt das .Vantil 11,-wodurch im-Blesrohr
1 ein Druckluftstoß entsteht, der die-im Blesrohr abgelegte Kohle in Richtung
des Pfeiles 15 aus dem Blasrohr 1 hinaus und in die Feuerung hineinschleudert.
Bis zum Beschicken des Blasrohres 1 unmittelbar vor dem nächstenSruckluftsto!#
bleibt das Blasrohr . leer, so. daß durch das Schauülas 14 sowohl die Feuerung,
aber auch der Betrieb der BekohlungsvQrrichtung selbst überwarchtwerden kann.