DE154698C - - Google Patents

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DE154698C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, bei Neigungswageii die wagerechten Bewegungen des Schwerpunktes des Gegengewichtes oder proportionale Bewegungen auf eine Anzeigevorrichtung zu übertragen, um dadurch gleichförmige Ausschläge der letzteren zu erhalten. Besonders bei Verwendung solcher Einrichtungen an Neigungswagen mit rollendem Gewichtshalter entsteht indessen der Nachteil, daß die Reibung der Zeigerübertragung zufolge der großen senkrechten Bewegungen des Gegengewichtes bezw. des Gewichtshalters auf die Empfindlichkeit der Wage wesentlich einwirkt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diesen Nachteil zu beseitigen, und ist auf die Verwendung von Geradführungen gegründet, durch welche die Einwirkung der senkrechten Bewegungen des Gegengewichtes bezw. des Gewichtshalters auf die Zeigerübertragung völlig oder mit hinreichender Genauigkeit beseitigt wird. Bei der Ausführung der Erfindung wird derjenige Punkt, dessen wagerechte Bewegungen übertragen werden sollen, mit demjenigen Punkte der Geradführung verbunden, der die geradlinige Bewegung beschreibt, und das die Geradführung bildende Gelenksystem wird auf solche Weise angeordnet, daß der letztgenannte Punkt gegenüber seiner in senkrechter Richtung unbewegliehen Basis eine senkrechte Bewegung beschreibt. Durch diese Einrichtung wird eine zuverlässige Verbindung zwischen dem Gegengewichte und der Zeigervorrichtung erhalten, wobei die senkrechten Bewegungen desjenigen Punktes, dessen wagerechte Bewegungen die Ausschläge der Wage bewirken, ohne Einwirkung auf die genannte Basis bleiben. Wenn außerdem diese Basis nebst dem Gelenksystem in wagerechter Richtung verschiebbar angeordnet wird, werden die Bewegungen des Schwerpunktes des Gegengewichtes in zwei Bewegungen zerlegt, und zwar in eine senkrechte und eine wagerechte, von denen die senkrechte Bewegung von den gegenüber der Basis beweglichen Teilen des Gelenksystems und die wagerechte von dem ganzen Gelenksystem aufgenommen wird, ohne daß die eine Beweg'ung auf die andere einwirkt. Aus dem Obigen ist ersichtlich, daß die Basis des Gelenksystems ausschließlieh eine wagerechte Bewegung beschreibt, weshalb die Verschiebungen der genannten Basis den Belastungen der Wage genau proportional werden und in bekannter Weise dazu verwendet werden können, die Größe der Belastung auf einer geradlinigen, gleichförmig eingeteilten Skala anzugeben, oder mittels geeigneter Vorrichtungen auf eine Zeigerachse zu übertragen.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung an einer Neigungswage mit rollendem Gewichtshalter schematisch veranschaulicht.
Mit einem Punkte 12 einer durch das Zentrum des Gewichtshalters 1 und den Schwerpunkt des Gegengewichtes 2 gelegten Geraden . ist der geradlinig geführte Punkt einer E ν an s'sehen Geradführung verbunden, in welcher die Brücke 13 das feste Glied bildet und 14, 15 und 16 die beweglichen Glieder sind. Die. Geradführung ist derart angeordnet, daß der Punkt 12 sich längs
einer senkrechten Linie gegenüber der als festes Glied angeordneten Brücke 13 verschiebt. Die genannte Brücke ist selbst in wagerechter Richtung beweglich und kann zu diesem Zwecke an zwei Stellen 17 und 18 von den geradlinig geführten Punkten zweier Lemniskoidenführungen getragen werden, in denen der Rahmen 19 das feste Glied bildet und 20, 21, 22 bezw. 23, 24, 25 die beweglichen Gelenke sind. Der Mittelpunkt des A^erbin-. dungsgelenkes 21 bezw. 24 beschreibt bei einer derartigen Führung bekanntlich innerhalb gewisser Grenzen annähernd eine gerade Linie; die Gelenksysteme sind derart angeordnet, daß sich die Punkte 17 und 18 wagerecht bewegen. Statt der Führungen 20, 21, 22 und 23, 24, 25 können auch gewöhnliche Führungsrollen zum Tragen der Brücke 13 verwendet werden. Es ist ersichtlich, daß bei den Ausschlägen der Wage die senkrechten Bewegungen des Punktes 12 durch das Gelenksystem 14, 15, 16 aufgenommen und ausschließlich die wagerechten Bewegungen des genannten Punktes auf die Brücke 13 übertragen werden. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Brücke 13 als Zahnstange ausgebildet und mit einem auf der Achse 26 des Zeigers 11 angebrachten Zahnrad 10 in Eingriff. Jedoch dürfte es bei Verwendung von nur annähernd richtigen Geradführungen vorteilhafter sein, ein Band oder eine Schnur zu benutzen, das längs der Brücke gespannt und um eine auf der Zeigerachse angebrachte Rolle oder dergl.
gelegt wird.
Es ist schon angegeben, daß der Punkt 12 auf einer Geraden durch das Zentrum des Gewichtshalters ι und den Schwerpunkt des Gegengewichtes 2 liegt. Wie ersichtlich, kann jeder beliebige Punkt der genannten Geraden zur Übertragung der Ausschläge der Wage auf die Zeigervorrichtung verwendet werden, da die wagerechten Bewegungen aller dieser Punkte den wagerechten Bewegungen des Schwerpunktes des Gegengewichtes immer proportional sind.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Geradführung beschränkt, sondern es können anstatt der dargestellten Führung beliebige andere geeignete Vorrichtungen dieser Art zur Erzielung des beabsichtigten Zweckes verwendet werden. Solche sind z. B. der Peaucellier'sche Mechanismus, der Hartsche Mechanismus, die beide absolute Geradführungen sind, die Robert'sehe Dreieckführung und andere.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neigungswage, bei welcher die Bewegungen des Schwerpunktes des Gegengewichtes oder eines Punktes, dessen Verschiebungen in wagerechtem Sinne den wagerechten Verschiebungen des genannten Schwerpunktes proportional sind, auf ein die Anzeigevorrichtung beeinflussendes, verschiebbares Glied übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei den Ausschlägen der Wage die senkrechten Bewegungen des Schwerpunktes des Gegengewichtes (2) oder eines ähnlichen Punktes durch ein Geradführungssystem (13, 14, 15, 16) aufgenommen werden, dessen als Basis dienendes Glied (13) in wagerechtem Sinne verschiebbar ist, so daß es sich bei den Ausschlägen des Gegengewichtes lediglieh proportional der wagerechten Bewegung desselben verschiebt, während die Einwirkung der senkrechten Bewegung des Gegengewichtes auf das genannte, wagerecht verschiebbare Glied (13), das den Zeigerantrieb vermittelt, völlig oder mit großer Annäherung beseitigt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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