DE1542011B1 - Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Aktivkohle-Katalysatoren und Verwendung dieser Katalysatoren zur Oligomerisierung von Olefinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Aktivkohle-Katalysatoren und Verwendung dieser Katalysatoren zur Oligomerisierung von OlefinenInfo
- Publication number
- DE1542011B1 DE1542011B1 DE19661542011 DE1542011A DE1542011B1 DE 1542011 B1 DE1542011 B1 DE 1542011B1 DE 19661542011 DE19661542011 DE 19661542011 DE 1542011 A DE1542011 A DE 1542011A DE 1542011 B1 DE1542011 B1 DE 1542011B1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- nitrate
- catalyst
- carbon
- temperature
- reaction
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2/00—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms
- C07C2/02—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by addition between unsaturated hydrocarbons
- C07C2/04—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by addition between unsaturated hydrocarbons by oligomerisation of well-defined unsaturated hydrocarbons without ring formation
- C07C2/06—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by addition between unsaturated hydrocarbons by oligomerisation of well-defined unsaturated hydrocarbons without ring formation of alkenes, i.e. acyclic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond
- C07C2/08—Catalytic processes
- C07C2/10—Catalytic processes with metal oxides
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J23/00—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
- B01J23/70—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J27/00—Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
- B01J27/20—Carbon compounds
- B01J27/22—Carbides
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J37/00—Processes, in general, for preparing catalysts; Processes, in general, for activation of catalysts
- B01J37/02—Impregnation, coating or precipitation
- B01J37/0201—Impregnation
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2521/00—Catalysts comprising the elements, oxides or hydroxides of magnesium, boron, aluminium, carbon, silicon, titanium, zirconium or hafnium
- C07C2521/18—Carbon
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2523/00—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group C07C2521/00
- C07C2523/70—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group C07C2521/00 of the iron group metals or copper
- C07C2523/74—Iron group metals
- C07C2523/75—Cobalt
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Catalysts (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
1 542 Oil
1 2
Die Herstellung von Kobalt-Aktiykohle-Kataly- Nitrats in Lösungsmitteln von verhältnismäßig hoher
satoren für die Dimerisierung von Äthylen durch Flüchtigkeit vorgenommen. Geeignet sind Wasser,
Imprägnierung der Aktivkohle mit Lösungen von niedere Äther und niedere Ketone. Sehr gut geeignet
Kobaltnitrat ist in den USA.-Patentschriften 2407813 als Lösungsmittel ist Aceton, das sich vor der Re-
und 2 407 814 beschrieben. In der USA.-Patentschrift 5 aktion des Nitrats und des Kobalts leicht entfernen
2 407 814 wird betont, daß eine heftige Reaktion läßt.
zwischen dem Nitrat und der als Träger dienenden Um eine wesentliche vorzeitige Zersetzung des
Aktivkohle oder Holzkohle vermieden werden muß, Nitrats zu vermeiden, muß die Entfernung des
wenn aktive und reproduzierbare Katalysatoren her- Lösungsmittels nach der Imprägnierung bei verhältnisgestellt
werden sollen, indem beispielsweise die Haupt- io mäßig niedrigen Temperaturen, die unter 100° C und
menge des Nitrats bei einer Temperatur unter etwa vorzugsweise unter 80° C liegen, vorgenommen werden.
1100C in Gegenwart eines Lösungsmittels, wie Wasser, Am besten wird das Lösungsmittel durch Anwendung
zersetzt wird. ' von vermindertem Druck entfernt. Der Feststoff kann
Zur Dimerisierung von Monoolefinen mit innen- in dieser Phase eine deutliche rosa Färbung behalten,
ständiger Doppelbindung wurden auch bereits Kobalt- 15 die ein Zeichen dafür ist, daß keine wesentliche
katalysatoren auf aktiviertem Kohlenstoff als Träger Zersetzung des Nitrats stattgefunden hat. Durch die
vorgeschlagen, die durch Imprägnieren von Aktiv- Zersetzung des Nitrats geht Stickstoff vom Feststoff
kohle mit einer Kobaltsalzlösung, Trocknen der im- verloren, und nach vollständiger Zersetzung des
prägnierten Aktivkohle bei verhältnismäßig hohen Nitrats ist der Stickstoffgehalt auf den Stickstoffgehalt
Temperaturen zwischen 100 und 200° C und an- 20 der ursprünglichen Kohle zurückgegangen. Das Ausschließendes
Erhitzen der getrockneten Kohle auf maß der stattfindenden Nitratzersetzung kann daher
Temperaturen von 400 bis 575° C in einem nicht oxy- durch übliche Analyse des Feststoffs auf Stickstoff
dierenden Gas hergestellt werden. bestimmt werden. Die während der Entfernung des
Es wurde nun gefunden, daß Katalysatoren von Lösungsmittels entwickelten Stickstoffoxyde können
höherer Aktivität, die sich insbesondere für die Oligo- 25 ebenfalls durch übliche Analyse gemessen werden, so
merisierung von Olefinen mit 3 oder mehr Kohlenstoff- daß es möglich ist, die Bedingungen zur Entfernung
atomen eignen, hergestellt werden können, indem man des Lösungsmittels so einzustellen, daß eine Zereine
heftige exotherme Reaktion stattfinden läßt, vor- Setzung des Nitrats weitestgehend vermieden oder
ausgesetzt, daß die Temperatur während dieser Re- ausgeschaltet wird.
aktion geregelt wird. 30 Die Temperatur, auf die die mit Kobalt imprägnierte
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Her- Aktivkohle nach der Entfernung des Lösungsmittels
stellung von Kobalt-Aktivkohle-Katalysatoren durch erhitzt wird, muß so gewählt werden, daß eine heftige
Imprägnieren der im wesentlichen wasserfreien Aktiv- exotherme Reaktion ausgelöst wird, ohne daß man
kohle mit Lösungen von Kobaltnitrat, Entfernen des die Temperatur der Kohle als Folge der gebildeten
Lösungsmittels und Erhitzen der imprägnierten Aktiv- 35 Wärme über 500° C steigen läßt. Vorzugsweise wird
kohle auf Temperaturen oberhalb von 400°C unter die Temperatur zwischen 150 und 450°C gehalten.
Inertgas, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Es ist zu bemerken, daß es nicht auf die Temperatur
Lösungsmittel bei Temperaturen unterhalb 100° C, beispielsweise des umgebenden Gases, sondern auf
vorzugsweise unterhalb 8O0C, entfernt wird, die im- die Temperatur der Kohle selbst ankommt. Eine mit
prägnierte Aktivkohle zusammen mit einer zur Ad- 4° Kobaltnitrat imprägnierte Aktivkohlenmasse reagiert
sorption der von der Kohle abgegebenen Reaktions- in einem auf 400° C erhitzten Inertgas, ζ. Β. Stickstoff,
wärme ausreichenden Menge an Inertgas durch eine so heftig, daß die Temperatur über 500° C steigt,
auf 100 bis 400° C erhitzte Zone geleitet wird, dabei die wodurch sich eine Schädigung des Katalysators ergibt.
Temperatur der Kohle bis zur vollständigen Reaktion Zur Auslösung der exothermen Reaktion nach der
unterhalb 500°C, vorzugsweise bei 150 bis 450° C, ge- 45 Entfernung des Lösungsmittels wird die Aktivkohle
halten wird und anschließend der Katalysator im auf eine Temperatur zwischen 100 und 400° C erhitzt.
Vakuum oder unter einem trockenen Inertgas bei Die zur Auslösung dieser Reaktion erforderliche
Temperaturen nicht über 500° C aktiviert wird. Temperatur schwankt innerhalb der Grenzen mit dem
Das Kobaltnitrat kann auf die Aktivkohle so auf- Typ der verwendeten Aktivkohle. Die meisten Aktivgebracht werden, daß sie im wesentlichen wasserfrei 50 kohlen brauchen jedoch Temperaturen von wenigstens
ist, indem die Aktivkohle mit einer Kobaltnitratlösung 200° C zur Auslösung der Reaktion. Die besten
imprägniert und dann die Hauptmenge des Lösungs- Ergebnisse werden im allgemeinen mit Temperaturen
mittels bei Temperaturen, die unter dem Wert liegen, um etwa 300° C erhalten.
bei dem eine wesentliche Zersetzung des Nitrats statt- Ob eine gegebene Temperatur zur Auslösung einer
findet, entfernt wird. 55 exothermen Reaktion ausreicht, kann bestimmt wer-
Der hier gebrauchte Ausdruck »Aktivkohle« be- den, indem man eine Menge der mit Kobalt imprägnierzeichnet
amorphe Kohlenstoffe von großer Oberfläche, ten Kohle auf diese Temperatur unter Bedingungen
die durch Teilverbrennung oder thermische Zersetzung erhitzt, bei denen keine wesentliche Abfuhr von Wärme
von tierischem oder pflanzlichem Material in Gegen- aus der mit Kobalt imprägnierten Kohle möglich ist,
wart oder Abwesenheit zugesetzter Chemikalien her- 60 indem man beispielsweise eine innige Berührung mit
gestellt werden, und umfaßt auch Steinkohle. Die einem wärmeabsorbierenden Gas vermeidet und einen
Aktivkohle kann zweckmäßig mit Wasserdampf bei etwaigen Anstieg der Temperatur der Kohle über die
Temperaturen bis zu 1200° C behandelt werden. Be- gegebene Temperatur mißt.
sonders geeignet sind Aktivkohlen, die aus cellulose- Die heftige exotherme Reaktion kann in verschie-
haltigen Substanzen, z. B. Kohle oder Kokosnuß- 65 dener Weise gesteuert werden. Geeignet ist eine
schalen, hergestellt sind. . Methode, bei der man die Kohle mit einem Inertgas
Die Imprägnierung der Aktivkohle mit dem Kobalt- in innige Berührung bringt, so daß die Reaktionswärme
nitrat wird unter Verwendung von Lösungen des durch das Gas absorbiert wird. Hierbei kann so
3 4
gearbeitet werden, daß man die imprägnierte Kohle bei Temperaturen im Bereich von —100 bis +2000C
entweder intermittierend jeweils in kleinen Mengen durchgeführt, wobei Temperaturen unter 15O0C und
oder kontinuierlich mit niedriger Geschwindigkeit insbesondere unter 1000C bevorzugt werden. Beson-
zusammen mit einem Inertgas in einer Menge, deren ders bevorzugt wird ein Temperaturbereich von 0 bis
Wärmeaufnahmevermögen ausreicht, um die vom 5 1000C, wobei ein Bereich von 0 bis 900C für die
Katalysator entwickelte Wärme zu absorbieren, durch Oligomerisierung von Propylen besonders geeignet ist.
eine erhitzte Zone führt, so daß die maximal zulässige Die Reaktion wird vorzugsweise in der Flüssig-
Temperatur nicht überschritten wird. Die Reaktion phase durchgeführt, indem entweder ein Druck ange-
wird ausgelöst, indem man die Temperatur der erhitzten wendet wird, bei dem die Reaktionsteilnehmer im
Zone auf einen vorbestimmten Wert im Bereich von io flüssigen Zustand bleiben, oder Lösungsmittel, wie
100 bis 4000C, der vom Nitratgehalt und von der Pentan, Hexan und Cylohexan, verwendet werden.
Teilchengröße des Feststoffs abhängt, erhöht. Die Für die Oligomerisierung von Propylen eignen sich
Temperatur der imprägnierten Kohle kann dann durch Drücke von 21 bis 70 atü.
Veränderung der Menge, mit der der Feststoff in die Die Olefinmengen, die über den Katalysator geleitet
erhitzte Zone eingeführt wird, reguliert werden. 15 werden, entsprechen einer Raumströmungsgeschwin-
Bei einer Ausführungsform wird die mit Kobalt digkeit von 0,1 bis 5 V/V/Stunde, bezogen auf den
imprägnierte Kohle mit dem Inertgas in innige Flüssigzustand.
Berührung gebracht, indem die Kohle einem laufenden Als Olefine, die sich vorteilhaft mit den erfindungs-Band,
das dem Inertgas ausgesetzt ist, zugeführt wird. gemäßen Katalysatoren oligomerisieren lassen, kom-Hierdurch
wird die Kohle als dünne Schicht auf der 20 men Äthylen, Propylen, Butene und Pentene sowie
Oberfläche des laufenden Bandes ausgebreitet. Die Gemische dieser Olefine in Frage. Am geeignetsten
Dicke der Kohleschicht auf dem laufenden Band für die Oligomerisierung mit diesen Katalysatoren sind
hängt von der Geschwindigkeit, mit der der Katalysator 1-Olefine. Bei Verarbeitung von Gemischen sollte
auf dem Band abgelegt wird, und von der Geschwindig- wenigstens ein Bestandteil des Gemisches ein 1-Olefin
keit des laufenden Bandes ab. Die besten Werte für 25 sein. Die erfindungsgemäßen Katalysatoren Tiaben den
diese Größen zur Erzielung einer Kohleschicht von besonderen Vorteil, daß sie die Herstellung von
geeigneter Dicke lassen sich durch einen einfachen Iligomeren aus Olefinen, die ein höheres Molekular-Versuch
ermitteln. gewicht haben als die Olefine, die gewöhnlich erfolg-Während die exotherme Reaktion stattfindet, wird reich mit Kobalt-Aktivkohle-Katalysatoren oligodie
Temperatur der Kohle unter 5000C, vorzugsweise 30 merisiert werden können, in hohen Ausbeuten erzwischen
150 und 45O0C, gehalten. Um dies zu er- möglichen. Die nach dem Verfahren gemäß der
reichen, darf zu keinem Zeitpunkt eine größere Fest- Erfindung erhaltenen Oligomeren enthalten einen
stoffmenge, in der die exotherme Reaktion unvoll- hohen Anteil an geradkettigen Olefinen, wenn die
ständig ist, sich in irgendeinem Teil der Vorrichtung verarbeiteten Monomeren geradkettige 1-Olefine sind
aufhalten, in der die Reaktion durchgeführt wird. 35 oder hohe Anteile dieser Olefine enthalten. Die
Die Reaktion läßt sich mit verhältnismäßig geringen Katalysatoren eignen sich daher gut für die Her-Feststoffmengen
gut beherrschen, kann aber, abge- stellung von Olefinoligomeren, die für viele chemische
sehen von einem nachteiligen Einfluß auf die Kataly- Synthesen geeignet sind,
satoraktivität, gefährlich sein, wenn man sie in einer
satoraktivität, gefährlich sein, wenn man sie in einer
großen Feststoffmasse stattfinden läßt. Anschließend 40 Beispiell
an die Entfernung des Lösungsmittels dürfen daher
an die Entfernung des Lösungsmittels dürfen daher
große Massen der imprägnierten Kohle nicht unter Vier Katalysatoren wurden wie folgt hergestellt:
Bedingungen gehalten werden, unter denen ein Eine aus Kokosnußschalen erhaltene Kohle wurde
wesentlicher Temperaturanstieg stattfinden kann. mit einer Lösung von Kobaltnitrat in Wasser im-Eine
besondere Methode zur Regulierung der 45 prägniert, wobei das Kobaltnitrat in einer solchen
Temperatur der Kohle besteht darin, daß man die Menge verwendet wurde, daß ein Katalysator erhalten
Kohle langsam im oberen Ende einer Inertgassäule wurde, der 18 Gewichtsprozent Kobalt, gerechnet als
zuführt, durch die Säule fallen läßt und am Fuß Metall, enthielt. Der erste Katalysator (Katalysator 1)
abzieht. Dies ist im Beispiel 2 beschrieben. wurde hergestellt, indem das Nitrat in Gegenwart von
Nach einer weiteren geeigneten Methode wird die 5° Wasser bei einer Temperatur von 1050C teilweise
Kohle im Inertgas im Wirbelzustand gehalten. zersetzt wurde. Beim zweiten Katalysator (Kataly-Nachdem
genügend Zeit verstrichen ist, um die sator 2) wurde das Nitrat vollständig in Gegenwart
Reaktion praktisch zur Vollendung zu bringen, was von Wasser bei 1050C zersetzt (s. USA.-Patentschrift
gegebenenfalls bestimmt werden kann, indem man 2 407 814). Die übrigen beiden Katalysatoren wurden
feststellt, wann die Entwicklung von Stickstoffoxyden 55 hergestellt, indem das Wasser unter Vakuum bei
aufhört, wird der Kohlekatalysator aktiviert, indem Temperaturen unter 8O0C bei minimaler Zersetzung
er eine gewisse Zeit unter Vakuum oder in einem des Nitrats entfernt wurde. Einer dieser Katalysatoren
Inertgas, wie Stickstoff, auf eine Temperatur unter (Katalysator 3) wurde dann erhitzt, wobei man die
5000C erhitzt wird. Das für diesen Zweck verwendete Reaktion zwischen Nitrat und Kohle heftig so statt-Inertgas
sollte vorzugsweise trocken sein. Zur Trock- 60 finden ließ, daß die Temperaur über 5000C stieg. Der
nung des Gases eignen sich übliche Methoden wie die andere Katalysator (Katalysator 4) wurde erhitzt,
Verwendung von Aluminiumoxyd oder Molekular- während man die Nitrat-Kohle-Reaktion bei einer
sieben. Die Aktivierung wird vorzugsweise für eine weit unter 5000C liegenden Temperatur unter Kon-Dauer
von 0,5 bis 12 Stunden vorgenommen. Die trolle hielt. Alle vier Katalysatoren wurde in der glei-Aktivierungstemperaturen
liegen im Bereich von 200 65 chen Weise durch eine abschließende Behandlung mit bis 4000C, vorzugsweise zwischen 300 und 4000C. trockenem Stickstoff bei 3000C aktiviert. Nur der
Die Oligomerisierung von Olefinen unter Ver- letzte Katalysator wurde somit nach dem Verfahren
Wendung der erfindungsgemäßen Katalysatoren wird gemäß der Erfindung hergestellt.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Aktivkohle-Katalysatoren durch Imprägnieren der
im wesentlichen wasserfreien Aktivkohle mit Lösungen von Kobaltnitrat, Entfernen des Lösungsmittels
und Erhitzen der imprägnierten Aktivkohle auf Temperaturen oberhalb von 400 0C unter
Inertgas, dadurchgekennzeichnet, daß das Lösungsmittel bei Temperaturen unterhalb
1000C, vorzugsweise unterhalb 8O0C, entfernt wird,
die imprägnierte Aktivkohle zusammen mit einer zur Adsorption der von der Kohle abgegebenen
Reaktionswärme ausreichenden Menge an Inertgas durch eine auf 100 bis 4000C erhitzte Zone geleitet
wird, dabei die Temperatur der Kohle bis zur vollständigen Reaktion unterhalb 5000C, vorzugsweise
bei 150 bis 450° C, gehalten wird und anschließend der Katalysator im Vakuum oder unter
einem trockenen Inertgas bei Temperaturen nicht über 500° C aktiviert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kohle zur Regulierung ihrer
Temperatur langsam in eine Inertgassäule einführt und am Boden der Säule abzieht.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierung während
0,5 bis 12 Stunden vorgenommen wird.
4. Verwendung der nach Ansprüchen 1 bis 3 hergestellten Katalysatoren zur Oligomerisierung
von Olefinen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1726665 | 1965-04-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1542011B1 true DE1542011B1 (de) | 1970-10-15 |
Family
ID=10092182
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661542011 Pending DE1542011B1 (de) | 1965-04-23 | 1966-04-15 | Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Aktivkohle-Katalysatoren und Verwendung dieser Katalysatoren zur Oligomerisierung von Olefinen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE679958A (de) |
| DE (1) | DE1542011B1 (de) |
| FR (1) | FR1508962A (de) |
| NL (1) | NL6605409A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3319254A1 (de) * | 1983-05-27 | 1984-11-29 | Bergwerksverband Gmbh, 4300 Essen | Verfahren zur herstellung von katalysatoren fuer die erzeugung von ungesaettigten kohlenwasserstoffen aus kohlenmonoxid-wasserstoff-gemischen |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1276631B (de) * | 1963-07-12 | 1968-09-05 | Monsanto Co | Verfahren zur Dimerisation von Mono-Olefinen mit innenstaendiger Doppelbindung |
-
1966
- 1966-04-15 DE DE19661542011 patent/DE1542011B1/de active Pending
- 1966-04-22 NL NL6605409A patent/NL6605409A/xx unknown
- 1966-04-22 BE BE679958D patent/BE679958A/xx unknown
- 1966-04-23 FR FR58808A patent/FR1508962A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1276631B (de) * | 1963-07-12 | 1968-09-05 | Monsanto Co | Verfahren zur Dimerisation von Mono-Olefinen mit innenstaendiger Doppelbindung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3319254A1 (de) * | 1983-05-27 | 1984-11-29 | Bergwerksverband Gmbh, 4300 Essen | Verfahren zur herstellung von katalysatoren fuer die erzeugung von ungesaettigten kohlenwasserstoffen aus kohlenmonoxid-wasserstoff-gemischen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL6605409A (de) | 1966-10-24 |
| FR1508962A (fr) | 1968-01-12 |
| BE679958A (de) | 1966-10-24 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2560442C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Olefinen aus Olefinen mit kleinerer Anzahl an Kohlenstoffatomen | |
| DE2127353C3 (de) | Verfahren zur Reaktivierung eines gebrauchten Dehydrierungskatalysators | |
| DE1249228C2 (de) | Hydrierungskatalysator | |
| DE2107568C3 (de) | Verfahren zur Reinigung von Kohlenwasserstoffen durch selektive Hydrierung | |
| DE1643152C3 (de) | Verfahren zur katalytischen Dehydrierung eines gesättigten aliphatischen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffes | |
| DE1542310B2 (de) | Verfahren zur herstellung eines katalysators und seine verwendung | |
| DE929365C (de) | Verfahren zur Herstellung von auf einem Traeger aufgebrachten Katalysatoren | |
| DE1211608B (de) | Verfahren zur Herstellung von chromoxydhaltigen Polymerisations-Katalysatoren | |
| DE1542011C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kobalt Aktivkohle Katalysatoren und Verwendung die ser Katalysatoren zur Ohgomerisierung von Olefinen | |
| DE1542011B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Aktivkohle-Katalysatoren und Verwendung dieser Katalysatoren zur Oligomerisierung von Olefinen | |
| DE1643754B1 (de) | Verfahren zur katalytischen Disproportionierung von acyclischen Olefinen | |
| DE1767118B2 (de) | Verfahren zur disproportionierung von olefinen | |
| DE69433270T2 (de) | Verfahren zur herstellung eines silberkatalysators | |
| DE1542014A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Kohle-Oligomerisierungskatalysatoren | |
| DE1468334C (de) | Verfahren zur Herstellung gradkettiger, flüssiger Olefine | |
| DE1171901B (de) | Verfahren zur Entfernung von Acetylenen und Diolefinen aus Kohlenwasserstoffgasen oder deren Gemischen durch selektive Hydrierung | |
| DE1542031B1 (de) | Verfahren zur Regenerierung erschoepfter,Nickel oder Kobalt enthaltender Aktivkohlekatalysatoren | |
| DE1276631B (de) | Verfahren zur Dimerisation von Mono-Olefinen mit innenstaendiger Doppelbindung | |
| DE1542031C (de) | Verfahren zur Regenerierung erschöpfter, Nickel oder Kobalt enthaltender Aktivkohlekatalysatoren | |
| DE2340081C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Disproportionierungskatalysatoren und deren Verwendung | |
| DE830789C (de) | Dehydrierungskatalysatoren, insbesondere fuer die Dehydrierung von Kohlenwasserstoffen | |
| DE880133C (de) | Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Aldehyden | |
| DE1642943C (de) | Verfahren zur Regenerierung von Kata lysatoren | |
| DE2216852C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines mit Kupfer ausgetauschten Zeoliths und dessen Verwendung | |
| DE1642943B1 (de) | Verfahren zur Regenerierung von Katalysatoren |