DE1534522B - Geländer zur Abschrankung von Strassen, Brücken od. dgl - Google Patents

Geländer zur Abschrankung von Strassen, Brücken od. dgl

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DE1534522B
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Pending
Application number
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English (en)
Inventor
Walter Winterthur NiIl (Schweiz). B6lg
Original Assignee
Küderli & Co, Zürich (Schweiz)

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Description

Die Erfindung betrifft ein Geländer zur Abschrankung von Straßen, Brücken od. dgl., bestehend aus einem oberen und einem unteren Gurt, die über die ganze Geländerlänge ungeschwächt durchlaufen und auf Pfosten montiert sind.
Bei bekannten Geländern dieser Art sind die meistens durch vertikale Füllstäbe miteinander verbundenen Gurte mit den Pfosten verschweißt oder auf andere Weise, z. B. durch Verschrauben so fest verbunden, daß die Verbindung zwischen Gurten und Pfosten äußerst .starr und unnachgiebig ist. Beim Aufprallen eines Fahrzeuges auf ein solches Geländer wird letzteres nur etwa auf einem der Länge des Fahrzeuges entsprechenden Abschnitt beansprucht. Dabei wird der der Aufprallstelle am nächsten liegende Pfosten verbogen und eventuell aus seiner Verankerung gerissen. Die Gurte werden verbogen oder reißen zwischen zwei Pfosten, da jedes Geländerelernent mit mindestens zwei Pfosten starr verbunden ist. Das beanspruchte Geländerelement hat an den benachbarten Elementen keinen wirksamen Halt. Um diesen Nachteil zu beheben, hat man schon Drahtseile benutzt, welche mehrere Geländerelemente miteinander verbinden und an den Enden des Geländers, z. B. eines Brückengeländers, fest verankert werden. Diese Konstruktion ist ziemlich umständlich und teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Geländer zu schaffen, bei dem auf einfache Art und Weise die bei einem Aufprall eines Kraftfahrzeuges auftretenden Zugkräfte auf benachbarte Pfosten übertragen werden.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Verbindungen der Gurte mit den Pfosten wesentlich schwächer sind als die Zugfestigkeit der Gurte.
Dadurch werden Zugkräfte auf einfache Weise auf benachbarte Pfosten verteilt.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht eines Geländers mit einem im Schnitt dargestellten Pfosten und F i g. 2 einen Schnitt gemäß Linie Π-ΙΙ von Fi g. 1.
Das dargestellte Geländer weist einen oberen Gurt 1 auf, der aus einer Stahlschiene mit liegend angeordnetem rechteckigen Profil besteht, sowie einen unteren Gurt 2, der aus einer Stahlschiene mit hochkant angeordnetem rechteckigen Profil besteht. Die beiden Gurte 1 und 2 sind durch senkrechte Füllstäbe 3 miteinander verbunden. Das Geländer besteht aus Elementen von z. B. etwa 6 m Länge, und die Fig. 1 zeigt den mittleren Teil eines solchen Geländerelementes. An den Stoßstellen der einzelnen Geländerelemente sind die Stirnenden der aufeinander folgenden Gurte 1 und 2 miteinander verschweißt, unter Anwendung von Laschen miteinander vernietet oder verschraubt, oder auf andere Weise derart fest miteinander verbunden, daß die Zugfestigkeit der beiden Gurte 1 und 2 dadurch nicht geschwächt ist. Die Füllstäbe 3 sind an ihren Enden derart mit den Gurten 1 und 2 verschweißt, daß die Schweißstelle ebenfalls keine Schwächung gegenüber dem Querschnitt des Füllstabes 3 bedeutet.
Das Geländer weist außerdem Pfosten 4 auf, die jeweils in der Mitte der Geländerelemente angeordnet sind, um dieselben aufrecht zu halten. Jeder Pfosten 4 besteht aus einem Stahlrohr z. B. von quadratischem Querschnitt, dessen unteres Ende in den Rand des Straßen- oder Brückenkörpers 5 eingespannt und auf nicht näher dargestellte, übliche Weise mit Beton, Zement od. dgl. umgössen ist.
In das obere Ende des Pfostens 4 ragt ein Zapfen 6, der in der Mitte des Gurtes 1 an demselben angeschweißt ist. Zwischen dem Zapfen 6 und dem Pfosten 4 ist ein großes Spiel S1 vorgesehen. Besonders wichtig ist es, daß das Spiel S1 in der Längsrichtung des Geländers groß ist, während das Spiel S2 quer dazu gegebenenfalls kleiner gewählt werden kann.
Der untere Gurt 2, der in bezug auf den oberen Gurt 1 seitlich versetzt ist, liegt an dem Pfosten 4 an und wird durch einen abgewinkelten Haltelappen 7 auf demselben festgehalten. Der Haltelappen 7 wird bei der Schweißstelle 8 am Pfosten 4 angeschweißt, nachdem das Geländerelement auf dem Pfosten 4 montiert, d. h. der Zapfen 6 in dessen oberes Ende ,--^ gesteckt worden ist. An dem Gurt 2 sind auf beiden ν ν Seiten des Haltelappens 7 zwei als Anschläge dienende Zapfen 9 festgeschweißt, zwischen denen und dem Haltelappen 7 ein Spiel S3 vorgesehen ist. Bei starken Geländeformationen wird einer dieser Zapfen 9 von den Haltelappen 7 umgebogen oder abgeschert.
Es ist ersichtlich, daß beim beschriebenen Geländer nur eine relativ lose Verbindung zwischen den Gurten 1 und 2 und den Pfosten 4 besteht, während anderseits diese Gurte 1 und 2 auf der ganzen Länge des Geländers ungeschwächt sind. Dies hat zur Folge, daß im Falle des Aufprallens eines Fahrzeuges auf das Geländer die Verbindungsstellen der Gurte 1, 2 mit den Pfosten 4 nachgeben und sich das Geländer auf einer Länge von mehreren Geländerelementen deformiert. Dabei wird der in der Nähe der Aufprallstelle selbst befindliche Pfosten 4 stark deformiert und eventuell aus dem Untergrund herausgerissen, aber über die Gurte 1 und 2 werden auch die benachbarten Pfosten 4 am ,. Festhalten der Gurte 1 und 2 beteiligt. ( ^
Der Haltelappen 7 kann auch umgekehrt am Pfosten 4 befestigt werden, d. h. so, daß er nach oben gerichtet ist und die Schweißstelle 8 unterhalb des Gurtes 2 liegt. In diesem Falle kann der Haltelappen 7 schon vor der Montage am Pfosten 4 befestigt werden.
Während bei dem dargestellten Geländer das. Geländerelement mit dem Pfosten 4 lediglich über starkes Spiel aufweisende Verbindungen verbunden ist, würde natürlich prinzipiell dasselbe Ergebnis erzielt, wenn man im Vergleich zur Zugfestigkeit der Gurte 1 und 2 sehr schwache Schraub- oder Schweißverbindungen vorsehen würde. Wesentlich ist, daß erst die Verbindungen von mehreren (mindestens drei) Pfosten 4 mit den Gurten 1 und 2 eine der Zerreißkraft der Gurte 1 und 2 entsprechende Einspannung ergeben.
Durch die an ihren Enden voll belastbaren Füllstäbe 3 werden die beiden Gurte 1 und 2 gewissermaßen zu einem starken Band miteinander verbunden, so daß die Zugkraft des unteren Gurtes 2 voll ausgenützt wird. Die Gurte 1 und 2 könnten selbstverständlich auch aus Schienen von anderem Querschnitt und/oder Material bestehen, doch ist die be-
schriebene Ausführungsform besonders einfach und zweckmäßig. Das gleiche gilt auch für die Zapfen 6 und 9 sowie für die Haltelappen 7. Man kann ferner auch auf die Füllstäbe verzichten, so daß das Geländer dann nur aus dem Pfosten 4 und den beiden daran montierten Gurten 1 und 2 besteht. Es wird ferner noch bemerkt, daß man gegebenenfalls zwischen dem Zapfen 6 und dem Pfosten 4 zwar das Spiel S1, S2 vorsehen, aber außerdem noch eine ganz schwache Verbindung irgendwelcher Art zwischen diesen Elementen vorsehen kann, um ein zu starkes Vibrieren der Gurte 1 und 2 zu vermeiden.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Geländer zur Abschrankung von Straßen, Brücken od. dgl., bestehend aus einem oberen und einem unteren Gurt, die über die ganze Geländerlänge ungeschwächt durchlaufen und auf Pfosten montiert sind, dadurchgekenn- ao zeichnet, daß die Verbindungen der Gurte (1, 2) mit den Pfosten (4) wesentlich schwächer sind als die Zugfestigkeit der Gurte (1, 2).
2. Geländer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gurte (1, 2) auf den Pfosten (4) so montiert sind, daß mindestens in Längsrichtung ein Spiel (sv S2) besteht.
3. Geländer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Gurten (1, 2) Füllstäbe (3) angeschweißt sind.
4. Geländer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfosten (4) aus Rohren bestehen, in deren oberen Enden an dem oberen Gurt (1) angebrachte Zapfen (6) mit Spiel (S1) eingesteckt sind, und die seitlich mit Haltelappen (7) für den unteren Gurt (2) versehen sind.
5. Geländer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Gurt (2) auf beiden Seiten jedes Haltelappens (7) Anschläge mit Spiel (S3) vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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