DE1534483C - Leitplanke für Straßen - Google Patents
Leitplanke für StraßenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Leitplanke für Straßen, bestehend aus einem Fußteil für die Befestigung
am Erdboden und aus.einem einen Holm tragenden Arm, der schwenkbar an dem Fußteil angeordnet
ist, wobei zwischen diesem Arm und dem Fußteil ein Stoßdämpfer vorgesehen ist.
Bei einer derartigen bekannten Leitplanke ist der Arm genau senkrecht nach oben gerichtet und federnd
schwenkbar, so daß bei einem Stoß auf die Leitplanke der Arm und der daran befestigte Holm nur
.in der Weise nachgeben kann, daß die Leitplanke sich auf einem Kreisbogen um den unteren Schwenkpunkt
nach unten bewegt. Wenn nun ein Fahrzeug, insbesondere mit hohem Schwerpunkt, gegen die so abgestützte
bekannte Leitplanke geschleudert wird, wird die nach unten gerichtete Bewegung der Leitplanke
die Neigung des Fahrzeugs, darüber hinwegzurollen, noch unterstützen. Zumindest aber wird ein
Widerstand, der der Kippbewegung des Fahrzeugs entgegenwirkt, durch die bekannte Abstützung nicht
erzielt.
. Es ist weiter eine Leiteinrichtung an Fahrbahnen
mit quer zur Fahrbahn schwenkbaren und federnd abgestützten Pfosten .mit daran quer zur Fahrbahn
federnd abgestützten Holmen bekannt, wobei die Pfosten gegen das freie Ende einer am Pfostensockel
befestigten Blattfeder abgestützt sind. Die Pfosten sind hierbei wiederum senkrecht angeordnet, so daß
bei einem starken Stoß infolge der Nachgiebigkeit der Blattfeder die Leitplanke nach unten ausweicht. Dabei
treten wieder die bereits erwähnten Nachteile auf.
Es ist auch ein Schutzgeländer an Autostraßen bekannt, bei dem die Geländerstützen gelenkig an feste
Sockel angeschlossen und gegen diese Sockel durch Federn derart abgestützt sind, daß die Bewegungen
der Geländerstützen um ihre Anschlußgelenke durch Hebelwirkung untersetzt auf die Federn übertragen
werden. Auch hierbei tritt wieder der Nachteil in Erscheinung, daß bei einem starken Stoß gegen die
Leitschiene dieselbe nicht nur nach außen in bezug auf die Fahrbahn, sondern auch nach unten ausweicht.
Zur Abstüzung dieses bekannten Schutzgeländers können auch Hebel vorgesehen sein, die
aber nur in horizontaler Richtung, also mit lotrechter Achse, schwenkbar sind. Sie können somit ein Ausweichen
des bekannten Schutzgeländers nach unten nicht verhindern, zumindest aber die entgegengesetzte
Wirkung nicht erzeugen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
Leitplanke der eingangs erwähnten Art so zu verbessern, daß beim Aufprall eines Fahrzeugs das erwähnte
Ausweichen nach unten nicht nur verhindert wird, sondern daß die Leitplanke durch den Aufprall angehoben wird, um dem Fahrzeug ein seinem
Kippbestreben entgegengesetztes Drehmoment zu verleihen.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, daß der Arm in der Ruhelage zur Fahrbahn
hin nach oben geneigt und der Stoßdämpfer so beschaffen ist, daß er eine nach oben gerichtete Bewegung
des Arms um dessen Schwenkpunkt gestattet, jedoch ein Schwenken des Arms 1 über die lotrechte
Lage hinaus verhindert. Vorzugsweise beträgt die Neigung des Arms bezüglich der Horizontalen 45°.
Wenn nun ein Fahrzeug gegen die Leitplanke stößt, bewegt sich der Arm auf einem Kreisbogen nach
oben, bis er die lotrechte Stellung erreicht hat. Da diese Bewegung erst nach dem Aufprall des Fahr-
zeugs erfolgt, wird das Fahrzeug an der Aufprallstelle durch die Leitplanke ein wenig angehoben und
ihm somit ein Drehmoment verliehen, das der erwähnten
Kippbewegüng, verursacht durch den über der Straße gelegenen Schwerpunkt, entgegengesetzt
gerichtet ist. Die Kippbewegung wird somit aufgehalten urid das Fahrzeug in weit größerem Maße als
bei den bekannten Leitplanken am Überrollen der Leitplanken gehindert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein Befestigungsteil für die Holme
schwenkbar mit dem Arm verbunden ist. Dabei ist eine Federung zwischen dem Befestigungsteil und
dem Arm, wie an sich bekannt, aber nicht vorgesehen, weil sich die erfindüngsgemäße Befestigung
der Holme der Lage der letzteren anpassen soll, ohne an dieser Stelle nachzufedern.
Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung kann der Stoßdämpfer einen hydraulischen
ao Puffer aufweisen, dessen eines Ende an einem Bauteil
angeordnet ist, der bezüglich des Fußteils festliegt, wobei das andere Ende schwenkbar mit dem Arm
verbunden ist. Dadurch tritt eine gewisse Hebelwirkung des Stoßdämpfers ein, und dieser übernimmt
as keinesfalls den ganzen Stoß, sondern nur eine gewisse
Komponente, da der Hauptstoß von der Lagerung des Arms aufgenommen und von diesem nach oben
gelenkt wird.
; Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben
3" sich aus den Unteransprüchen 5 bis 8.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
Erfindung dargestellt. Es zeigt ;
Fig. 1 eine Seitenansicht der Leitpunkte für
Straßen,
Fig. 2 eine Ansicht von vorn,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie HI-III der Fig. 2,
F i g. 4 und 5 Seitenansichten weiterer Ausführungsbeispiele,
Fig. 6 bis 9 weitere Ausführungsformen der Erfindung
und ■
Fig. 10 und 11 darüber hinausgehende Ausführungsformen mit Gummifederungen.
In Fig. 1 ist ein Arm 1 am Schwenkpunkt2 an einem Fußteil 3 schwenkbar angelenkt. Der Fußteil 3
ist am Erdboden z.B. in einem Zementblock oder durch Gründungsbolzen od. dgl. an einer Zementgründung
der Straßenseite befestigt. Am oberen Ende des Arms 1 ist an einem Schwerpunkt 30 schwenkbar
ein Befestigungsteil 29 angeordnet, der Bolzenlöcher 4 (s. Fig. 2) aufweist, mittels welcher ein
Holm 5, der in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist, an der Leitplanke befestigt werden kann.
Zwischen dem Fußteil 3 und dem Arm 1 ist ein Stoßdämpfer 6 vorgesehen und am Schwenkpunkt 7
an dem Arm 1 angelenkt. Der Stoßdämpfer 6 besteht aus einem Zylinder 8, in dem ein Kolben 9 gleitet,
dessen Kolbenstange 10 sich durch eine Dichtung 11 aus dem Zylinder 8 heraus erstreckt (s. F i g. 2 und 3).
Das freie Ende der Kolbenstange 10 zeigt .eine öse
12, durch die über einen Schwenkstift eine Verbindung mit dem Arm 1 hergestellt ist. Die Dichtung 11
ist mit einer Ausnehmung 13 versehen, in der ein Dichtungsring 14 angeordnet ist, wobei es sich um
einen U-förmigen Ring aus Leder, Gummi, Kunststoff od. dgl. handeln kann. Der Kolben 9 zeigt einen
in Längsrichtung verlaufenden Schlitz 15, und an der Innenwandung des Zylinders 8 ist ein verjüngt zu-
Claims (8)
1. Leitplanken für Straßen, bestehend aus einem Fußteil für die Befestigung am Erdboden
und aus einem einen Holm tragenden Arm, der schwenkbar an dem Fußteil angeordnet ist, wobei
zwischen diesem Arm und dem Fußteil ein Stoßdämpfer vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Arm(l) in der Ruhelage zur Fahrbahn hin nach oben geneigt und der Stoßdämpfer (6) so beschaffen ist; daß er eine
nach oben gerichtete Bewegung des Arms um dessen Schwenkpunkt (2) gestattet, jedoch ein
Schwenken des Arms (1) über die lotrechte Lage hinaus verhindert. 1
2. Leitplanke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung des Arms (1) be-
Arms 1 verstärkt die nach unten gerichtete Kraftkomponente.
Dabei wird das öl durch den Schlitz 15 fließen, so daß der Arm 1 langsam in seine Ruhelage
zurückkehrt. Hierdurch wird ein starkes Zurückwerfen des gegen die Leitplanke geprallten.
Fahrzeugs verhindert. Bei bekannten Federeinrichtungen ist es nämlich möglich, daß durch dieses Zurückwerfen
das Fahrzeug auf die. gegenüberliegende Fahrbahn gelangt und einen Unfall mit einem entgegenkommenden
Fahrzeug verursacht.
Der Arm 1 ist, wie in F i g. 1 veranschaulicht, vorzugsweise
mit einem Backen 32 versehen, der das Gewicht des Arms 1 abstützt und ihn genau, vorzugsweise
in einem Winkel von 45° gegenüber dem Boden in seiner Ruhelage hält.
Die Ausführungsform nach Fig.4 zeigt einen
Stoßdämpfer in Form einer den Schwenkpunkt 2 umgebenden Spiralfeder 31, wobei ein Ende der Feder
an dem Arm 1 und das andere Ende an dem Fußte|13 befestigt ist. ..
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 zeigt die Spiralfeder 31 einen größeren Durchmesser als die
Schwenkverbindung.
F i g. 6 zeigt die Anwendung einer zusammengedrückten Schraubenfeder 33. Ein Stab 36 ist an einer
Platte 38 befestigt, welche mit der Schraubenfeder 23 verbunden ist. Der Stab 36 ist bei 37, ähnlich wie
züglich der Horizontalen 45° beträgt.
3. Leitplanke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Befestigungsteil (29) für die
Holme (5) schwenkbar mit dem Arm (1) verbunden ist.
4. Leitplanke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßdämpfer (6) einen hydraulischen
Puffer aufweist.
5. Leitplanke nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßdämpfer (6) einen Zylinder
(8), einen in dem Zylinder (8) gleitenden Kolben (9) und eine mit dem Kolben (9) verbun-
dene Kolbenstange (10) aufweist, die sich durch eine Dichtung (11) hindurch aus dem Zylinder
(8) heraus erstreckt, der an einer Stelle im Abstand vom Schwenkpunkt (2) des Arms (1) mit
dem Fußteil (3) verbunden ist.
6. Leitplanke nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinder (8) und/oder der Kolben (9) einen Schlitz (15} und der Kolben (9)
und/oder der Zylinder (8) einen Vorsprung (16), der in dem Schlitz (15) geführt ist, aufweist, wobei
der Schlitz (15) und/oder der Vorsprung (16) über die Länge des Zylinders (8) verjüngt unter
Veränderung des. Durchflußquerschnitts des! Schlitzes (15) zuläuft. . . ■- , , ; ^ : j
7, Leitplanke nach einem der Ansprüche Ii
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoß-! dämpfer (6) eine Federanordnung· aufweist, die j
durch eine Feder(33, 46) und/oder ein Gummi-: element (40, 41) gebildet ist. . !
8. Leitplanke nach einem der Ansprüche Ii
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (1) einen Backen (32) aufweist, der das Gewicht des
Arms, des Befestigungsteils (29) und des Holms (5) in der Ruhelage trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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