DE15211C - Apparat zur trocknen Destillation von Kohle unter Benutzung von überhitztem Dampf - Google Patents

Apparat zur trocknen Destillation von Kohle unter Benutzung von überhitztem Dampf

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DE15211C
DE15211C DENDAT15211D DE15211DA DE15211C DE 15211 C DE15211 C DE 15211C DE NDAT15211 D DENDAT15211 D DE NDAT15211D DE 15211D A DE15211D A DE 15211DA DE 15211 C DE15211 C DE 15211C
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Germany
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retorts
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DENDAT15211D
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D. green in London
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/02Stationary retorts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
Zwei Retorten, am besten aus schmiedeisernen Platten zusammengenietet, sind neben einander in Mauerwerk eingesetzt. Im Grundrifs sehen diese Retorten kreisrund und im Querschnitt oval aus, mit mehr oder weniger gekrümmter Peripherie. Der obere Theil ist mit den zum Füllen und Entleeren nöthigen Oeffnungen versehen, die mittelst beweglicher Deckel verschlossen werden. Unter und zwischen den beiden Retorten liegt die Feuerung, welche so construirt ist, dafs die Hitze in entsprechenden Zügen je nach Belieben entweder die eine oder die andere Retorte trifft.
Innerhalb jeder Retorte befindet sich, nicht weit vom Boden, eine gelochte Platte, auf welche das betreffende Material geschüttet wird,, und sind ein oder auch mehrere Rohre so ■ angebracht, dafs sie mit dem Raum unter der Platte communiciren. Durch diese Rohre wird überhitzter Dampf eingeleitet, der dann durch die gelochte Platte , nach oben steigt und die Kohlen etc. durchdringt. Es . kann auch die Einrichtung1, so getroffen werden, dafs der überhitzte Dampf aus einer mit feinen Löchern versehenen Dampfschlange unterhalb der Platte herauskommt. Ferner führen ein oder mehrere Rohre überhitzten Dampf auch in den Raum oberhalb der zu destillirenden Masse. '
Der obere Theil der Retorte ist in der bekannten Weise ' mit einem Helm versehen, dessen Rohr mit einer Kühlschlange communicirt; die. letztere liegt in einem Wasserbehälter und besitzt am unteren .· Ende einen Ablafs-' h.ahn. Der Wasserbehälter selbst, aus dünnwandigem Blech bestehend, ist mit Filz oder, einer ähnlichen Substanz bekleidet, die mit Wasser angefeuchtet erhalten wird, so dafs durch die Verdunstung desselben das Wasser im Behälter abgekühlt wird.
Jede Retorte liegt in einem entsprechenden Metallmantel, welcher genügend weit absteht, um Zwischenraum zur Einfüllung von Sand etc. zu lassen.
Eine Anzahl von Rippen dient zur Erhaltung der Retorte in entsprechender Entfernung vom Mantel; auf diese Weise wird eine möglichst gleichmäfsig anhaltende Temperatur erzeugt.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 zwei Retorten in Verbindung mit dem Condensator. .
Fig. 2 giebt eine Seitenansicht der schmiedeisernen Retorte und Fig. 3 einen Schnitt des Mantels.
Die Retorten α und a1 sind neben einander in dem Herd b eingemauert, welcher die Feuerung c und die Schieber e enthält. Durch die letzteren wird die Hitze nach einer beliebigen Seite gelenkt. Die Helme / und/' sind mit der im Behälter A1 eingeschlossenen Kühlschlange g durch Rohre verbunden.
Die Wände des Kühlbehälters // sind mit einer absorbirenden Substanz, Filz oder dergl., bekleidet, auf welche Wasser aus dem Reservoir i durch die durchlöcherten Rohre k strömt. Am unteren Ende von g befindet sich der Hahn /', durch welchen die erzeugten Producte in das Gefäfs m fliefsen. Die Hähne 11 nx dienen zum Verschlufs der Verbindungsrohre zwischen den Helmen ff1 und der Kühlschlange g.
Die in den Fig. 2 und 3 gezeigten Details der Retorte α und des Mantels d"1 lassen noch

Claims (1)

  1. folgende Theile sehen: hx ist der Hals der Retorte, auf welchem der Helm befestigt wird, und c{ ein Mannloch zur Beschickung des Apparates.
    Die gelochte Platte .1 dient zur Aufnahme des zu destillirenden Materials, und überhitzter Dampf dringt unterhalb derselben durch das Rohr //ein, während durch / der- für den oberen Theil der Retorte bestimmte Dampf einströmt, d2 ist der Mantel der Retorte, an welchem die Rippen e1 angebracht sind.
    Die Wirkungsweise meines Verfahrens ist nun... folgende: .. . ■
    Die eine der beiden Retorten wird mit dem zu destillirenden Material, das vorher sorgfältig pulverisirt worden ist, gefüllt. Dann läfst man die Glut des Feuers in c durch Oeffnung des betreffenden Schiebers e in den Zug d oder d1 überströmen und auf die Retorte bezw. deren Mantel wirken. Gleichzeitig aber dringt überhitzter Dampf durch / sowohl als durch h ein. und zieht mit den Destillationsproducten durch den Helm f bezw. /' in die Kühlschlange^, wo die Condensation vor sich geht.
    Unterdessen wird die andere Retorte abgekühlt, die Rückstände daraus entfernt und eine neue- Ladung eingeschüttet. Auf diese Weise läfst sich ein ununterbrochener Betrieb erzielen. Selbstverständlich kann man eine beliebige Anzahl von Retorten aufstellen und abwechselnd in Betrieb erhalten.
    ■ Patent-Ansprüche:
    ι . Die oben beschriebenen Retorten mit Mantel und Sandzwischenlage und gelochten Ein-
    . lageplatteh, in. welche, überhitzter Dampf eingelassen wird und welche paarweise zum continuirlichen Betrieb eingerichtet sind, in
    .. Verbindung mit einer einzigen Feueranlage ■ mit Schieber und Zügen.
    3/ Die Anbringung von Rohren zur Einführung von überhitztem Dampf in Retorten zur Destillation von Kohlen etc., sowohl über als auch; unter . dem zu destillirenden Material. · ·'.
    3. Die Verbindung der oben beschriebenen Retorten mit Abkühlungsgefäfsen,. welche mit Filz oder ähnlichem feuchtgehaltenen Material bedeckt sind und auf welche ein
    . _ :■ natürlicher oder künstlicher Luftstrom ein- ■ wirkt. .
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0200971A3 (de) * 1985-05-06 1988-03-02 DIDIER ENGINEERING GmbH Verfahren, Gefäss und Anlage zur Erzeugung von Koks

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