DE14997C - Neuerungen in dem Verfahren zur Darstellung des künstlichen Indigos und zur Erzeugung dieses Farbstoffs direkt auf der Faser. (I - Google Patents

Neuerungen in dem Verfahren zur Darstellung des künstlichen Indigos und zur Erzeugung dieses Farbstoffs direkt auf der Faser. (I

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DE14997C
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Badische Anilin and Sodafabrik AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der durch Einwirkung von concentrirter Schwefelsäure und Eisenvitriol auf Orthonitrophenylpropiolsäure entstehende künstliche Indigo (zweites Zusatz-Patent P. R. No. 12 601, Patent-Anspruch 1.) besteht wesentlich aus einem dem Indigoblau verwandten Farbstoffe. Seine unterscheidenden Merkmale sind: Leichte Löslichkeit in kaltem Anilin; Fähigkeit, mit schwefliger Säure wasserlösliche Verbindungen einzugehen und sich in concentrirter Schwefelsäure sofort mit blauer Farbe zu lösen.
Der neue Farbstoff bildet sich ferner nicht direct durch Sauerstoffentziehung aus der Orthonitrophenylpropiolsäure, sondern aus einem im ersten Stadium des Verfahrens entstehenden Umwandlungsproducte der genannten Säure durch concentrirte j Schwefelsäure.
Statt des Eisenvitriols vermögen zahlreiche andere Agentien das erwähnte Umwandlungsproduct in den blauen Farbstoff überzuführen, z. B. Eisen, Zink, Zinn, Blei, Kupfer, Wismuth, Nickel, ferner die niedrigeren Oxydationsstufen und entsprechenden Salze von Eisen, Mangan, Kupfer, Zinn und anderen Metallen, endlich Schwefelmetalle, schwefligsaure und unterschwefligsaure Salze, Schwefelcyankalium, Jod- und Bromkalium.
Zur Darstellung des Farbstoffes und seiner Farbstoffderivate verfahren wir folgendermafsen:
ι kg Orthonitrophenylpropiolsäure wird unter Abkühlung und bei einer 200 nicht übersteigenden Temperatur in der 10- bis 2 ο fachen Gewichtsmenge Schwefelsäure von ungefähr 1,84 specifischem Gewicht aufgelöst. Die Lösung nimmt eine tieforangegelbe Farbe an und enthält nach kurzem Stehen keine unveränderte Orthonitrophenylpropiolsäure. Dann werden 5 kg gepulverten Eisenvitriols (oder die entsprechende Menge eines der vorgenannten Ersatzmittel desselben) hinzugesetzt. Die Orangefärbung der Schwefelsäurelösung beginnt sofort in Blau überzugehen, und nach kurzem Stehen ist die Farbenänderung vollständig. Darauf wird die Lösung in viel Wasser eingetragen, und der sich abscheidende blaue Farbstoff filtrirt und ausgewaschen.
Zur Darstellung des vorerwähnten wasserlöslichen Schwefligsäurederivates wird der wie vorstehend erhaltene blaue Farbstoff mit wässriger schwefliger Säure oder mit der Auflösung eines alkalischen Bisulfits digerirt. Die entstandene blaue Lösung wird filtrirt und mit Kochsalz niedergeschlagen. Der sich abscheidende blaue Niederschlag wird filtrirt, geprefst und in Teigform oder trockenem Zustande dargestellt. In reinem Wasser ist derselbe leicht löslich und wird beim Erwärmen oder durch Mineralsäuren in schweflige Säure und in einen neuen, in Wasser unlöslichen Farbstoff zerlegt. Dieses neue Farbstoffderivat geht keine wasserlöslichen Verbindungen mit schwefliger Säure ein, läfst sich aber durch die alkalische Reduc-
tionsküpe wieder in den ursprünglichen blauen Farbstoff zurückverwandeln.
Die erwähnten Farbstoffderivate bilden sich auch in Gegenwart der Zeugfaser, z. B. kann man das vorerwähnte Schwefligsäurederivat oder statt dessen eine Mischung des ursprünglichen blauen Farbstoffs mit einem Bisulfit zum Drucken ■ oder Imprägniren der animalischen Faser benutzen und den Farbstoff durch darauf folgendes Dämpfen bezw. durch Säurepassage fixiren.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Anwendung von.Metallen (Eisen, Zink, Zinn, Blei, Wismuth, Kupfer, Nickel), niedrigeren Oxydationsstufen und Salzen derselben (von Eisen, Mangan, Zinn, Kupfer), Schwefelmetallen, schwefligsauren und unterschwefligsauren Salzen, Schwefelcyankalium, Jod- und Bromkalium als Ersatzmittel des Eisenvitriols zur Ueberführung des aus Orthonitrophenylpropiolsäure und concentrirter Schwefelsäure entstehenden Um wandlungsproductes in künstlichen Indigo oder in einen dem Indigoblau verwandten Farbstoff.
    Darstellung eines wasserlöslichen Schwefligsäurederivates aus dem unter i. genannten Farbstoff durch Behandlung desselben mit schwefliger Säure oder alkalischen Bisulfiten und Fällen der erhaltenen Lösungen mit Kochsalz oder ähnlichen Fällungsmitteln.
    Erzeugung eines unlöslichen blauen Indigofarbstoffs in der Faser durch Imprägniren derselben mit dem unter 2. genannten Schwefligsäurederivat und darauf folgende Zersetzung dieses Derivates mittelst Wärme oder Säuren.
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