DE149652C - - Google Patents

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DE149652C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/16Double-plush looms, i.e. for weaving two pile fabrics face-to-face

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
k PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft Neuerungen an Webstühlen zur Herstellung von Kokosfasermatten der in der Patentschrift 87318 beschriebenen Art, die als Doppelware hergestellt werden. Bei derartigen Stühlen ist es schwierig, die Bildung von Schleifen im Schußfaden an der Leiste des Gewebes zu vermeiden, da der Faden beim Umkehren an der Leiste wegen der Rauheit des Garnes nicht festgezogen werden kann; daher kommt es, daß der Schuß an der Stelle, wo er das Gewebe verläßt, und bis zu der Stelle, wo er auf den ersten oder äußersten Polfaden trifft, für gewöhnlich eine Schleife an der Gewebekante bildet.
Diesen Übelstand zu beheben, ist der Zweck der Erfindung. Zu diesem Zwecke werden am Stuhle Haken (Hakenkamm) oder dergl. vorgesehen, durch die die Polfäden, nachdem sie gekreuzt sind, scharf über die Kanten der Distanzruten umgelegt werden, die in üblicher Weise in den Raum zwischen den beiden Grundketten eingelegt werden, um sie im gehörigen Abstande voneinder zu halten.
Dabei werden die Polfäden dicht an die Rückenfläche der Distanzruten angelegt und wenn die Schußfäden in die Fächer der Grundketten eingetragen sind und an das Gewebe angeschlagen werden, so kommen sie mit keinem Teile der Polfäden zusammen, . ehe sie an das Gewebe herangebracht sind.
In der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 im Grundriß den hier in Betracht kommenden Teil eines Webstuhles der Art mit den Neuerungen dar. Fig. 2 ist eine Teildarstellung zur Verbildlichung des Hakenkammes und des Zusammenspiels mit den Kettenfäden und Fig. 3 verbildlicht einen Teil der Darstellung nach Fig. 1 im vergrößerten Maßstabe. Fig. 4 ist ein senkrechter Längsschnitt des Vorderteils des Stuhles in größerem Maßstabe. Die Fig. 5 und 6 stellen im Grundriß einen Teil des Hakenkammes dar, während die Fig. 7 und 8 eine besondere Ausführungsform des Kammes mit feststehenden Zähnen an Stelle drehbarer Haken darstellen, wobei eine Stange durch Löcher der Zähne geführt ist. Die Fig. 9 und 10 zeigen schematisch zwei Stellungen der Haken mit entsprechenden Lagen der Grund-.und Polketten im Verlauf des Webvorganges. Fig. 11 ist eine schematische Darstellung des vermittels vorliegender Erfindung erzeugten Gewebes.
Die Haken 2 sind auf dem Schlitten 1 in zwei Reihen angeordnet, eine Reihe oberhalb, die andere unterhalb des zu erzeugenden Doppelgewebes. Der Schlitten läuft in Führungen am Stuhlgestell. Werden die Haken in die eine Lage gedreht, so können sie zwisehen den Kettenfäden hindurchtreten, wenn der Schlitten zurückläuft, und. werden sie dann in eine andere Lage gebracht, und geht der Schlitten wieder vor, so erfassen sie die Kettenfäden, ziehen sie mit und legen sie in der in Fig. io gezeigten Art über die Distanz-
ruten. Die Hin- und Herbewegung" des Schlittens wird durch Hebel 3 vermittelt, die einerseits mit dem Schlitten verbunden sind und andererseits um ihre Drehzapfen 4 (Fig. 4) schwingen, indem die Kurvennutscheibe 6 auf der Welle 7 den Hebel mittels der an den Hebel angezapften Rolle 5 mitnimmt.
Die Haken 2 sitzen nach Art eines Kammes in Schienen 8, deren eine oberhalb des zu erzeugenden Gewebes und die andere unterhalb desselben am Schlitten 1 angeordnet ist. Die Schienen 9 liegen parallel zu den Schienen 8, sind in der Längsrichtung verschiebbar und greifen mit einer Verzahnung in Zähne der festliegenden Hakenenden ein, so daß bei einer Längsverschiebung der Schiene 9 alle Haken eine Drehung ausführen müssen. Wie die Fig. 6 und 7 veranschaulichen, gibt man der Schiene 9 zweckmäßig eine Verzahnung in zwei Reihen, die mit dem einen oder dem anderen von zwei Zähnen der Haken in Eingriff gebracht werden können. Die Längsverschiebung der Stangen 9 wird durch die folgend beschriebene Vorrichtung bewirkt. Jede Schiene ist durch das Gelenk 10 , (Fig. ι und 3) mit einem Arme 11 der senkrechten Achse 12 verbunden. Der untere Arm der Achse greift mit einem geschlitzten Zapfen 14 um eine Stange 15 (Fig. 4), die etwas länger als die Bewegungsweite des Schlittens 1 und mittels zweier Scheiben 16 mit der Spindel 17 fest verbunden ist. Eine weitere Stange 18 (siehe Fig. 4 abgebrochen dargestellt) geht von einer Scheibe zur anderen und ist durch die Stange 19 mit dem Hebel 20 verbunden, der ebenfalls durch eine Kurvennutscheibe 23 unter Vermittelung der Rolle 22 um seinen Drehzapfen 21 auf- und niederbewegt wird. Dabei empfängt die Spindel 17 eine Schaukel- oder Wiegebewegung, die sich auf die Achse 12 fortsetzt, so daß auch die Schienen 9 eine Längsbewegung erfahren und damit die Haken aus der einen Lage in die andere Stellung gebracht werden.
Fig. 5 zeigt die Stellung der Haken, bei welcher sie durch die Polkettenfäden hindurchgeführt werden können, und Fig. 6 veranschaulicht die Haken in der Lage, um die Pol fäden nach vorn herauszuziehen (Fig. 2 und 10). Anstatt der Haken kann man zu diesem Zwecke auch eine Reihe von Zähnen 24 (Fig. 7) mit je einem Loche am freien Ende benutzen; sind diese Zähne in das Fach hineingegangen, so muß dann eine Stange 25 durch die Zahnlöcher hindurchgeführt werden (Fig. 8), damit beim Zurückgange die Polfäden mitgenommen werden.
Die flachen Distanzruten 26 im Fache dienen zum gehörigen Auseinanderhalten der beiden Grundgewebe. Sie sind in der Längsrichtung hin und her verschiebbar 'in feststehenden Lagern bezw. Führungen 27 am Gestell; jede Rute ist mit dem oberen Ende eines Hebels 28, dessen Lagerung bei 29 liegt, verbunden. Die beiden Hebel 28 sind ferner je mit einer Stange 30 gelenkig verbunden, deren Endstücke in feststehenden Führungen 31 verschiebbar und mit einer Verzahnung versehen sind, mit welcher sie in das Getriebe 32 auf entgegengesetzten Seiten eingreifen. Die Welle, auf der das Getriebe sitzt, läuft in einem feststehenden Lager und ist überdies am unteren Ende mit einem Zahnrade 33 versehen. Eine Zahnstange 34 greift in dieses Rad 33 ein und nimmt es bei ihrer Hin- und Herbewegung, die durch den bei 36 gelagerten und an die Stange 34 angeschlossenen Hebel 35 (Fig. 4), mit in der Kurvennutscheibe 38 laufender Rolle 37 vermittelt wird, mit.
Die Wirkungsweise des Stuhles ist folgende:.. Wenn die Lade 39 während des Webvorganges zurückgeht, werden die Ruten 26 in ihrer Längsrichtung zwischen die beiden Grundketten geschoben, die Polketten werden dann gekreuzt, der Schlitten 1 geht zurück und bringt die Haken 2 zwischen die Polfäden (Fig. 9), nämlich die obere Hakenreihe zwi- go sehen die oberen und die untere Hakenreihe zwischen die unteren Polkettenfäden. Allen Haken wird nunmehr eine axiale Drehung von 900 erteilt und der Schlitten 1 zurückgezogen, so daß die Haken bis an oder ein wenig hinter die Leistenfäden des Gewebes gelangen (Fig. 2 und 10) und die von den Haken gehaltenen Polfäden scharf über die Oberkante und Unterkante der Ruten 26 herumgeführt werden. Danach werden die Grundkettenfächer geöffnet, die Ruten 26 zurückgezogen und die Schützen wie in Fig. 10 angedeutet hindurchgeführt. Inzwischen ist der Schlitten 1 wieder zurückgelaufen und die Haken sind gedreht worden, so daß sie die Polfäden frei gegeben haben. Sind die Schützen hindurchgegangen, so tritt wieder die Lade in Tätigkeit und der Gesamtvorgang wiederholt sich. Die Trennung des Doppelgewebes erfolgt mitHilfe desMessers40 no in bekannter Weise.

Claims (2)

  1. " Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zur Herstellung von Doppelsamt, insbesondere zur Herstellung von Kokosfasermatten oder dergl., dadurch gekennzeichnet, daß die Polkettenfäden nach erfolgter Kreuzung durch zwei Hakenkämme nach vorn und scharf über die Kanten der zwischen die beiden Grundketten eingesetzten Distanzruten be-
    kannter Art gezogen werden, um ein glattes Einlegen der Schußfäden zu ermöglichen und Schleifenbildung derselben an den Kanten zu verhindern.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, da-• durch gekennzeichnet, daß die die Polfäden vorziehenden Haken (2) auf Schlitten (1) angeordnet sind und beim Rückwärtsgange des Schlittens frei zwischen den Polkettcn in das Fach eintreten können, worauf sie durch Drehung in eine solche Stellung gelangen, daß sie die Kettenfäden beim Vorwärtsbewegen des Schlittens erfassen und über die Kanten der Distanzruten hinwegziehen, so daß die in die Fächer der Grundketten eingelegten Schüsse nicht mit den Polkettenfäden in Berührung kommen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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