DE1421741C - Vorrichtung zur Herstellung von Vorzugs weise gebogenen Glasplatten fur Beleuchtungs zwecke - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Vorzugs weise gebogenen Glasplatten fur Beleuchtungs zwecke

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DE1421741C
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Inventor
Der Anmelder Ist
Original Assignee
Nikoll, Rupert, Wien

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von vorzugsweise gebogenen Glasplatten für Beleuchtungszwecke, die eine tiefprofilierte, eine Feuerpolitur aufweisende Oberfläche haben, bestehend aus einer dem fiächenhaften Ausbreiten des Glases dienenden Unterlage und einem der Profilierung dienenden rostartigen Formungswerkzeug.
Die Herstellung von Glasplatten mit einer tief welligen Oberfiächenprofilierung, die eine Feuer-■ politur aufweisen und eine stark lichtstreuende Wirkung haben, ist seit langem bekannt und erfolgt im großen Umfange z. B. in den berühmten Werkstätten von Murano in Italien. Bei dem dabei angewendeten Verfahren wird das Glas auf einer Unterlage im noch verformbaren Zustand flächenartig ausgebreitet und auf gleiche Stärke gebracht. Dann wird die gewünschte Profilierung in das auf der Unterlage ausgebreitete, plastisch verformbare Material mittels Blechschablonen, ähnlich Teigstechern, eingedrückt. Obwohl die mit der Herstellung solcher Platten befaßten Personen meist eine reiche Erfahrung und eine große Fertigkeit besitzen, weisen die erzeugten Platten doch einen stark individuellen Charakter auf. Ein weiterer Nachteil besteht jedoch vor allem darin, daß die nach dem bekannten Verfahren handwerklich hergestellten Platten verhältnismäßig teuer sind. Nach einem anderen, durch die österreichische Patentschrift 206 597 bekannten Verfahren erfolgt die Profilierung in der Weise, daß die heiße Glasmasse in einem auf einer ebenen Boden- bzw. Grundplatte liegenden zweiteiligen Rahmen durch Glattstreichen zu einer ebenen Glasplatte geformt wird und hierauf nach Abheben des oberen Rahmenteiles mit Hilfe eines Druckrostes ein Muster derart eingedrückt wird, daß zur Erzielung einer gewünschten gleichbleibenden Tiefe der Profilierung die überstehenden Teile des Rostes am Rahmenunterteil aufsitzen. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht vor allem darin, daß die Größe der erzeugten Glasplatten durch den Rahmen und die Größe des Druckrostes bestimmt ist und so jede Plattengröße ihre eigenen diesbezüglichen Werkzeugteile erfordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Herstellung von Glasplatten der einleitend geschilderten Art in der Anwendbarkeit zu veYbessern, vor allem um solche Glasplatten, die in immer größerem Umfange in allen möglichen, besonders auch gebogenen Formen, vor allem in der Beleuchtungsindustrie Verwendung finden, wesentlich einfacher, gleichmäßiger und billiger herstellen zu können.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß das Formungswerkzeug als Schablonenwalze ausgebildet ist, die zur Festlegung ihres Abstandes von der Unterlage und damit der Eingriffstiefe der einzuwalzenden Profilteile in das Glas, auf beiden Seiten mit Führungsscheiben versehen und zwischen diesen Führungsscheiben und den benachbarten Walzenprofilteilen zum Zuschneiden der Plattenlängsränder mit Messerscheiben ausgestattet ist.
Durch die USA.-Patentschrift 2 316 749 ist ein Verfahren zur Herstellung kissenförmiger Glasbausteine bekannt, bei dem als Formungswerkzeuge Walzen angewendet werden. Die Walzen dienen dem Zusammendrücken und Verschmelzen gegenüberliegender Innenwandungsteile eines entsprechend vorgeformten Glasrohres unter Bildung von luftgefüllten Hohlräumen. Die Ausgestaltung des dort behandelten Verfahrens und die Ausbildung der Formungswerkzeuge ist jedoch derart, daß jegliche Feuerpolitur, auf deren Erhaltung es beim Erfindungsgegenstand gerade ankommt, zerstört wird. Die Walzen wirken nämlich bei dieser Glasbausteinherstellung nicht als Profilierwalzen, sondern als Unterteilungswalzen.
Nach anderen Merkmalen der Erfindung ist die Schablonenwalze in an sich bekannter Weise mit
ίο wenigstens einem radial angeordneten, sich über die Walzenlänge erstreckenden Messer zum Ablängen der Plattenstücke in der Walzrichtung versehen.
Die Schablonenwalze kann, wie weitere Merkmale der Erfindung vorsehen, aus einem Tragdorn bestehen, auf dem durch Distanzstücke voneinander getrennte Profil-Musterscheiben angeordnet sind, wobei sowohl die Musterscheiben als auch die Distanzstücke zur Herstellung verschiedenartiger Muster auswechselbar sind. Es können aber auch die Distanzstücke selbst zur Herbeiführung verschiedenartiger Profilmuster eingerichtet, z. B. als mit Ausnehmungen zum Einsetzen von Profilstücken versehene Ringe ausgebildet sein.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles, welches in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt eine Schablonenwalze in perspektivischer Darstellung,
die F i g. 2 einen Schnitt durch die Walze nach der Linie II-II in F i g. 3 und
die F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2. j
Bei der Herstellung von Platten mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die ein plastisch verformbares Material bildende teigige Glasmasse auf eine glatte oder an ihrer Oberfläche gemusterte Grundplatte, die, um eine zu rasche Abkühlung des Materials zu verhindern, beheizt sein kann, aufgebracht und in bekannter Weise mit Hilfe einer Walze auf die gewünschte Stärke ausgewalzt, wobei die betreffende Walze in einer Führung mit entsprechendem Abstand über die Glasmasse gerollt, oder umgekehrt, die Grundplatte mit dem darauf befindlichen Material unter der in einem bestimmten Abstande gelagerten Walze hindurchgezogen wird. Die Breite des gewalzten Glasstreifens kann dabei durch seitlich angeordnete Leisten begrenzt werden. Anschließend wird das eigentliche Formungswerkzeug, z. B. die in der Zeichnung dargestellte Schablonenwalze, die ebenfalls in einem entsprechenden Abstand von der Grundplatte gelagert ist, fortlaufend über das plastisch verformbare und auf gleiche Stärke gebrachte Material geführt und das Walzenprofil durch Ausübung eines örtlichen Druckes in das Material eingepreßt.
Diese als Formungswerkzeuge dienende Schablonenwalze besteht aus einem als Achse ausgebildeten Tragdorn 1, dessen Enden 2 mit einem Gewinde versehen sind. Auf dem Tragdorn 1 sind verschiedene, der Musterung dienende, sowie durch Distanzstücke 3 voneinander getrennte und auf dem Tragdorn 1 in axialer Richtung aufgeschobene Musterscheiben 4 angeordnet, die Musterscheiben 4, welche im Ausführungsbeispiel einen gewellten Rand besitzen, sind zur Herstellung verschiedenartiger Muster auswechselbar. Die Distanzstücke 3 haben im vorliegenden Falle die Form von Hülsen, die einen kleineren Außendurchmesser als die Musterscheiben 4 aufwei-
sen und mit Ausnehmungen 5 zum Einsetzen von radial angeordneten, als Profilmusterscheiben ausgebildeten öuerstegen ausgestattet sind. Im Ausführungsbeispiel sind fünf Reihen von im gleichen Abstand voneinander angeordneter Profilstücke 6 vorgesehen. Sowohl die Musterscheiben 4 als auch die Querprofilstücke 6 sind vorzugsweise aus Blech mit einer Stärke von 1 bis 3 mm hergestellt. Der Rand der Profilstücke 6 kann ebenfalls gewellt sein. Zur Festlegung des ein ungehindertes Aufwölben des verdrängten Materials ermöglichenden Abstandes der Schablonenwalze von dem zu bearbeitenden Material und damit der Eingriffstiefe der einzuwalzenden Profilierung, sind auf beiden Seiten der Schablonenwalze Führungsscheiben 7 vorgesehen. Die mit einem Innengewinde versehenen Führungsscheiben 7 sind auf die Enden des Tragdornes 1 aufgeschraubt und halten die auf ihn aufgeschobenen Musterscheiben 4 und Distanzstücke 3 zwischen einander fest. Die Eingriffstiefe läßt sich vorzugsweise dadurch ändern, daß ao die Grundplatte mit der darauf befindlichen Formmasse gegenüber dem Tragdorn 1 gehoben oder gesenkt wird. Die Schablonenwalze ist an ihren beiden Enden außerdem mit Messerscheiben 8 versehen, durch welche beim Einpressen der Schablone in das verformbare Material gleichzeitig auch das Zuschneiden der seitlichen Längsränder des bearbeiteten Plattenstreifens erfolgt.
Um den durch die fortlaufende Bewegung der Schablonenwalze über dem verformbaren Material gebildeten Plattenstreifen in Walzrichtung auf bestimmte Plattenstücke abzulängen, kann die Walze mit mindestens einem radial angeordneten, sich über ihre ganze Länge bis zu den seitlichen Messerscheiben 8 erstreckenden Messer versehen sein, oder es können z. B. auch die Profilstücke 6 einer Reihe so hoch ausgebildet sein, daß sie zum Zwecke der Querabtrennung der Plattenstücke ebenso tief wie die Messerscheiben 8 in das verformbare Material eindringen.
Durch die im Ausführungsbeispiel dargestellte Schablonenwalze wird auf der Platte ein Profilmuster erzeugt, das sich sowohl in der Längs-, d. h. Wakrichtung, als auch in der Querrichtung dazu erstreckt Es ist z. B. aber auch möglich, die Schablonenwalze unter Weglassung der Profilstücke 6 so auszubilden, daß mit ihrer HiUe vorerst nur eine Profilierung in der Längsrichtung erfolgt und die Querprofilierung durch einen zweiten Walzvorgang hervorgerufen wird, bei dem gleichzeitig Plattenstücke in z. B. quadratischer Form vom Plattenstreifen abgeschnitten werden.
Ist vorgesehen, die so gewonnenen profilierten Platten noch zu krümmen, dann werden dieselben in bekannter Weise, solange sie noch plastisch verformbar sind, auf Schablonen, welche die gewünschte Krümmung aufweisen, aufgelegt.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung von vorzugsweise gebogenen Glasplatten für Beleuchtungszwecke, die eine tiefprofilierte, eine Feuerpolitur aufweisende Oberfläche haben, bestehend aus einer dem flächenhaften Ausbreiten des Glases dienenden Unterlage und einem der Profilierung dienenden rostartigen Formungswerkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß das Formungswerkzeug als Schablonenwalze (4, 6) ausgebildet ist, die zur Festlegung ihres Abstandes von der Unterlage und damit der Eingriffstiefe der einzuwalzenden Profilteile in das Glas, auf beiden Seiten mit Führungsscheiben (7) versehen und zwischen diesen Führungsscheiben und den benachbarten Walzenprofilteilen (4, 6) zum Zuschneiden der Plattenlängsränder mit Messerscheiben (8) ausgestattet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablonenwalze in an sich bekannter Weise mit wenigstens einem radial angeordneten, sich über die Walzenlänge erstreckenden Messer, zum Ablängen der Plattenstücke in der Walzrichtung, versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablonenwalze aus einem Tragdorn (1) besteht, auf dem durch Distanzstücke (3) voneinander getrennte Profilmusterscheiben (4) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Musterscheiben (4) und die Distanzstücke (3) zur Herstellung verschiedenartiger Profilmuster auswechselbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Distanzstücke (3) zur Herbeiführung verschiedenartiger ProfUmuster eingerichtet, z. B.' als mit Ausnehmungen (5) zum Einsetzen von Profilstücken versehene Ringe ausgebildet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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