DE1409736C - Aus Gußeisen bestehender Schachtdeckel - Google Patents

Aus Gußeisen bestehender Schachtdeckel

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DE1409736C
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recess
recesses
cast iron
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Inventor
Armin Dipl.-Ing. 6750 Kaiserslautern Raquet
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Guss und Armaturwerk Kaiserslautern Nachf Karl Billand GmbH and Co KG
Original Assignee
Guss und Armaturwerk Kaiserslautern Nachf Karl Billand GmbH and Co KG

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Description

Die Erfindung betrifft einen aus Gußeisen bestehenden Schachtdeckel für in Straßen angeordnete Schächte von Kanalisationsanlagen, Entwässerungseinrichtungen, Sinkkästen u. dgl., dessen geschlossen ausgebildete Oberseite muschelartig ausgebildete Ausnehmungen für die Aushebewerkzeuge aufweist.
Um einen Eingriff der Aushebewerkzeuge zu ermöglichen, hat man auf der Deckeloberseite aus Stahl bestehende Schienen oder Stäbe so eingegossen, daß sie als Stege die muschelartig ausgebildeten Ausneh-■ mungen überbrücken, um einen Angriffspunkt für die Aushebewerkzeuge zu bilden, die unter die Stege geschoben werden. Da die Oberseite der Schachtabdeckungen dem Regen- und Schmutzwasser ausgesetzt ist, unterliegen die Stege einer schnellen Korrosion, so daß sie bereits nach verhältnismäßig kurzer Betriebszeit durch Rostbildung zerstört werden. Beim Ausheben eines durch Schmutz verklemmten Deckels besteht daher die Gefahr, daß die Stege brechen und damit ein Ausheben des Deckels fast ao nicht mehr möglich ist. Hinzu kommt noch, daß das Eingießen der Stege einen zusätzlichen Aufwand darstellt.
Es sind auch schon Deckel mit im Querschnitt rechteckigen Ausnehmungen bekannt, die bis auf einen mittigen Einführungsschlitz für eine bestimmte Art von Aushebewerkzeugen abgedeckt sind, so daß Hinterschneidungen gebildet sind, die dem Werkzeug als Widerlager dienen. Die Einführungsschlitze erstrecken sich auf den gesamten Durchmesser des in der Draufsicht gesehen runden Hohlraums. Wegen der Anordnung und Ausbildung der Schlitze können nur bestimmte Aushebewerkzeuge, die in ihren Abmessungen der Schlitzbreite entsprechen, zur Anwendung gebracht werden. Es kann beispielsweise eine Kreuzhacke benutzt werden, deren Breitteil in den Längsschlitz eingesteckt und dann rechtwinklig gedreht wird, um ein Ausheben des Deckels zu ermöglichen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Abmessungen der Kreuzhacke nicht über die Länge und Breite des Schlitzes hinausgehen. Außerdem kann sich die Ausnehmung durch in den Schlitz fallenden Straßenschmutz leicht zusetzen. Eine Reinigung der Ausnehmung ist aber sehr schwer, da der darin aufgenommene Schmutz durch den engen Schlitz entfernt werden muß. Zur Reinigung sind dabei ganz bestimmte Räumwerkzeuge erforderlich. Ein weiterer Nachteil besteht in der Herstellung, da sich der in der Ausnehmung befindliche Kern ebenso wie der Straßenschmutz nur sehr schwer aus dem Hohlraum entfernen läßt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannten muschelartigen Ausnehmungen so auszubilden, daß jedes beliebige Werkzeug zum Abheben des Deckels verwendet werden kann und zugleich eine leichte Reinigung der Ausnehmung von Straßenschmutz möglich ist und daß schließlich die mit der Herstellung der Ausnehmung verbundenen Schwierigkeiten in Wegfall kommen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß am Rand der Ausnehmungen zwei einander gegenüberliegende, aus dem Deckelmaterial bestehende, zungenartig vorspringende Laschen angeformt sind. Damit kann jedes beliebige Aushebewerkzeug verwendet werden, gleichgültig, wie dieses eingesetzt wird. So kann beispielsweise mit dem Spitzteil der Kreuzhacke ebenso gearbeitet werden wie mit ihrem Breitteil; es kann aber auch ein anderes Werkzeug benutzt werden, beispielsweise ein Haken, der aus einer beliebigen Richtung in die muschelartige Ausnehmung eingebracht werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Hohlraum auf einer großen Fläche zugänglich ist, so daß hineingefallener Straßenschmutz auf einfache Weise sicher entfernt werden kann. Aus dem gleichen Grund ist es möglich, den den Hohlraum der Muschel bei der Herstellung ausfüllenden Kern kräftig auszuführen. Er kann aus der Ausnehmung auf leichte und bequeme Weise entfernt werden.
Zweckmäßig ist es, wenn zwischen den Laschen ein das Einführen des Aushebewerkzeugs ermöglichender Spalt gebildet ist.
Außerdem können die Laschen, in der Draufsicht gesehen, zur Mitte der Ausnehmung hin sich keilförmig verjüngend verlaufen und mit ihrer Unterseite unter allmählicher Vergrößerung ihrer Wanddicke in den Boden der Ausnehmung übergehen. Dadurch wird erreicht, daß die Festigkeit und damit die Sicherheit der Laschen gegen Abbrechen sehr hoch ist, da der Querschnitt der Laschen sowohl in der Weite als auch in der Höhe zunimmt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch einen Schachtdeckel in der Ebene der Linie A-B der F i g. 2,
F i g. 2 dje Draufsicht auf den Schachtdeckel,
F i g. 3 einen Schnitt in der Ebene der Linie C-D der F i g. 2 in vergrößertem Maßstab,
F i g. 4 die Draufsicht auf den in F i g. 3 dargestellten Ausschnitt.
In dem Schachtdeckel, der sonst keine Durchbrechungen, sondern eine geschlossene Oberfläche hat, sind die beiden muschelartigen Ausnehmungen angeordnet. Vom oberen Rand der muschelartigen Ausnehmungen gehen zwei einander gegenüberliegende Laschen 2 aus, die aus dem gleichen Material, nämlich Gußeisen, wie der gesamte Deckel bestehen. Die beiden einander gegenüberliegenden Laschen 2 bilden zwischen sich einen Spalt 3, der das Einbringen eines entsprechend ausgebildeten Aushebewerkzeugs ermöglicht, das bei Drehung um 90° die Laschen 2 untergreift und somit das Ausheben des Schachtdeckels ermöglicht. Um den Laschen 2 die erforderliche Festigkeit zu geben, sind sie konisch sich zum Muschelrand hin verbreiternd ausgebildet (F i g. 4). Zugleich nimmt auch die Dicke der Laschen 2 beim Übergang in den Rand der muschelartigen Ausnehmung 1 zu (F i g. 3).

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Aus Gußeisen bestehender Schachtdeckel für in Straßen angeordnete Schächte von Kanalisationsanlagen, Entwässerungseinrichtungen, Sinkkästen u. dgl., dessen geschlossen ausgebildete Oberseite muschelartig ausgebildete Ausnehmungen für die Aushebewerkzeuge aufweist, d a durch gekennzeichnet, daß am Rand der Ausnehmungen (1) zwei einander gegenüberliegende, aus dem Deckelmaterial bestehende, zungenartig vorspringende Laschen (2) angeformt sind.
2. Schachtdeckel, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Laschen (2) ein das Einführen des Aushebewerkzeugs ermöglichender Spalt (3) gebildet ist.
3. Schachtdeckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (2), in der Draufsicht gesehen, zur Mitte der Ausnehmung (1) hin sich keilförmig verjüngend verlaufen und mit ihrer Unterseite unter allmählicher Vergrößerung ihrer Wanddicke in den Boden der Ausnehmung übergehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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