DE1407855C - Verfahren zum Trennen von körnigem Saatgut in voll keimfähige Körner und nicht oder vermindert keimfähige Körner - Google Patents

Verfahren zum Trennen von körnigem Saatgut in voll keimfähige Körner und nicht oder vermindert keimfähige Körner

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DE1407855C
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Inventor
Der Anmelder Ist
Original Assignee
Knolle, Wilhelm, Dr., 6702 Bad Dürkheim

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Description

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Es ist bereits vorgeschlagen worden, körniges Saat- beispielsweise durch aufgeladene Kondensatorplatten gut in voll keimfähige und nicht oder vermindert gebildetes, elektrisches Feld vorgesehen sein,
keimfähige Körner zu trennen, indem man das Erfindungsgemäß besteht weiter die Möglichkeit,
Körnergut zunächst in viele kleine Fraktionen nach die elektrostatische Trennung durch sanfte Windder Korngröße aufteilt und hierauf jede Fraktion 5 einwirkung zu unterstützen, und zwar entweder durch getrennt oder nebeneinander einer weiteren Auftei- den Luftwiederstand des im freien Raum fliegenden lung durch Wind nach Gewicht und, da innerhalb Kornes oder durch einen gelenkten Windstrom. So einer Größenklasse die Körner etwa gleich sind, nach kann man beispielsweise einen Windstrom in Richspezifischem Gewicht unterwirft. Da die Windsortie- tung des bewegten Bandes oder etwa mit Bandrung nach Schwebegeschwindigkeit trennt und diese io geschwindigkeit über das zur Abwurfstelle transporvon dem Gewicht und dem Windwiderstand des ein- tierte Gut streichen lassen. Eine weitere Möglichkeit zelnen zu sortierenden Teilchens abhängig ist, arbeitet besteht darin, auf das abgeworfene Gut entgegendas Verfahren gemäß diesem älteren Vorschlag dann gesetzt zur Förderrichtung einen schwachen Luftmit hoher Vollkommenheit, wenn die zu sortierenden strom wirken zu lassen, der die elektrostatische AufTeilchen etwa die gleiche Form und Rauhigkeit 15 trennung unterstützt.
haben. Dies ist z. B. bei normalem Rübensamen der Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver-
FaIl, der im allgemeinen eine rauhe Oberfläche und fahrens dienenden Vorrichtungen können im Prinzip etwa kugelige Gestalt aufweist. Wird hingegen der aus Sieb vorrichtungen zur stufenlosen oder stufenmechanisch hergestellte Monogerm-Rübensamen, weisen Auftrennung des Körnergutes nach Größe d. h. ein Normal-Rübensamen, der in zwei Hälften 20 und die Fraktionen des so aufgeteilten Körnergutes gespalten ist, aufgearbeitet, so arbeitet die Wind- aufnehmenden, elektrostatisch aufladbaren Fördersortierung nicht mehr mit hoher Genauigkeit. vorrichtungen mit freiem Abwurfende bestehen. Als Es hat sich nun gezeigt, daß man die Trennung · Fördervorrichtungen kommen dabei vorzugsweise eines Körnergemisches in voll keimfähige Körner und horizontal oder leicht geneigt angeordnete Bänder in nicht keimfähige Körner oder vermindert keimfähige 35 Betracht, an deren Umlenkstelle die Körner frei Körner unbeeinflußt von Form und Rauhigkeit der abgeworfen werden. Die elektrostatische Aufladung einzelnen Teilchen vornehmen kann, wenn man erfin- der Förderbänder erfolgt zweckmäßig durch Reidungsgemäß das Körnergut zunächst stufenlos oder bungselektrizität. Die Reibungselektrizität kann durch stufenweise in an sich bekannter Weise durch Sie- die.Körner selbst herbeigeführt werden, wobei der bung in kleine Fraktionen nach Größe aufteilt, 30 Vorteil entsteht, daß die Körner entgegengesetzt zum worauf die Fraktionen der Trennung nach spezifi- Förderband geladen werden. Um dabei den geschem Gewicht in einem elektrostatischen Feld unter- wünschten Grad an Aufladung zu erhalten, werden worfen werden. Förderbänder aus Gummi, Kunststoffen, wie PoIy-Zum Stande der Technik ist hier anzumerken, daß vinylchlorid, Silikonelastomeren oder Kombinationen die elektrostatische Sortierung an sich bereits bekannt 35 dieser Stoffe untereinander oder mit anderen Werk- und für die Trennung stofflich voneinander verschie- stoffen, wie z. B. Geweben, verwendet. Die Siebdener Teilchen, beispielsweise Getreidekörner und anlagen der erfindungsgemäßen Vorrichtung können Unreinigkeiten, gebräuchlich ist. Demgegenüber wer- aus Sieben oder Rosten mit allmählich sich erweiden gemäß der Erfindung Teilchen gleicher Art im ternden Schlitzen, z. B. einem Harfensieb, oder mehelektrostatischen Feld getrennt, und zwar nach Vor- 40 reren übereinander angeordneten Rüttelsieben, von nähme eines in spezifischer Weise ausgeführten Sieb- denen die Lochweite der Einzelsiebe nach unten zu Vorganges, wodurch die Abtrennung der nicht oder abnimmt, bestehen. Weiterhin können Siebanlagen vermindert keimfähigen Körner von den voll keim- verwendet werden, die aus in gleicher Wirkungsebene fähigen .Körnern in hoher Vollkommenheit gelingt. angeordneten, um Umlenktrommeln herumlaufenden Für die Ausführung des Verfahrens gemäß der 45 Seilen oder Bändern von vorzugsweise quadratischem. Erfindung werden die auf Fraktionen gleicher oder oder dreieckförmigem Querschnitt und zwischen • annähernd gleicher Größe gesiebten Körner in locke- diesen angeordneten festen Wänden bestehen,
rer einkorndicker Schicht auf einer elektrostatisch Zusätzlich können erfindungsgemäß noch Vorrichaufgeladenen Transportvorrichtung einer Abwurf- tungen vorgesehen sein, welche eine Windrichtung stelle zugeführt. Sobald ein Korn diese Stelle erreicht 50 des an der Umlenkstelle des Förderbandes abgeworhat, wird es zwei Kräften ausgesetzt, nämlich der frei fenen Gutes bewirken. Hierdurch kann die durch wirkenden Schwerkraft, sobald das Korn das Band elektrostatische Aufladung bedingte Trennwirkung verläßt und der elektrostatischen Anziehungskraft des noch weiter verstärkt werden.
Bandes. Es werden infolgedessen die Körner mit Abb. 1 bis 6 erläutern die zur Ausführung der großer Masse eine andere parabelähnliche Bahn 55 Erfindung dienende Vorrichtung an Hand von drei beschreiben als die Körner mit kleiner Masse, da die Ausführungsformen.
Sortierung nach Masse erfolgt, die unabhängig ist von Abb. 1 und 2 zeigen schematisch im seitlichen
Form und Oberflächenrauheit. Schnitt und in Draufsicht eine Ausführungsform,
Bei der praktischen Ausübung kommen für die die als Siebanlage eine aus mehreren z. B. auf RoI-Zuführung der Körner in das elektrostatische Feld 60 !en 1 gelagerten Rüttelsieben 2 von unterschiedlicher insbesondere endlose Bänder, die von horizontal Lochweite bestehende Siebbatterie aufweist. Die gelagerten Walzen angetrieben werden, aber auch Siebe sind nach abnehmender Lochweite so angeordgeneigt angeordnete Rutschen in Betracht. Die Er- net, daß das Sieb mit der größten Lochweite als zeugur.g des elektrostatischen Feldes erfoigt zweck- oberstes zu liegen kommt.
mäßig durch elektrostatische Aufladung der Trans- 65 Durch diese Siebbatterie erfoigt eine Auftrennung portvorrichtung mittels Reibungselektrizität. Zusatz- der aufgegebenen Körner in Fraktionen unterschiedlich hic;zu kann noch im Bereiche der Fallstrecke der licher Größe. Die einzelnen Fraktionen werden über von der Fördervorrichtung abgeworfenen Körner ein, Rutschen 3, die sich an die Siebe 2 anschließen,
jeweils einem elektrostatisch aufgeladenen endlosen Band 4, das von Umlenktrommeln 5 angetrieben ist und in Richtung des Pfeiles 6 umläuft, zugeführt. Das Band transportiert die Körner zu der Umlenkstelle, wo sie abgeworfen werden. Hierbei erfolgt infolge der elektrostatischen Wirkung eine weitere Auftrennung der Körner in solche von größerer und geringerer Masse. Die nach Masse aufgetrennten Körner jeder Fraktion werden anschließend mit Hilfe an sich bekannter Mittel abgeführt, z. B. einer Wand 7 auf der Auftrefffläche 8.
Abb. 3 und 4 veranschaulichen im seitlichen Schnitt und in Draufsicht eine weitere Ausführungsform, bei der eine aus feststehenden Leisten 9 und umlaufenden Seilen oder Bändern 10 bestehende Siebanlage verwendet wird. Die Seile oder Bänder haben vorzugsweise dreieckförmigen Querschnitt und werden von Umlenktrommeln 11 in Richtung des. Pfeiles 12 angetrieben. Die feststehenden Leisten sind so angeordnet, daß sie in der gleichen Ebene mit den so oberen Seiltrum.s liegen. Sie sind an der Aufgabestelle 13 breit und bilden daher schmale Schlitze mit den Seilen. Gegen das Ablaufende werden sie allmählich schmaler, wodurch zunehmend breitere Schlitze entstehen. Diese Ausführung ermöglicht eine stufenlose Trennung der Körner nach Größe. Die so getrennten Körner fallen auf das elektrostatisch aufgeladene endlose Band 14* das quer zur Bewegungsrichtung der Seile der Siebanlage angeordnet ist und von Umlenktrommeln 15 in Richtung des Pfeiles 16 bewegt wird. Die Körner werden an Umlenkende 17 abgeworfen und dabei infolge der elektrostatischen Wirkung nach Masse getrennt. Sie können am Abwurfende zusammen oder nach Fraktionen getrennt abgeführt werden. Die elektrostatische Trennwirkung kann gegebenenfalls noch durch schwache Windwirkung unterstützt werden. Hierzu kann beispielsweise ein Windkanal vorgesehen sein, der einen Luftstrom in die Bahn der frei fallenden Körner lenkt. Bei der Ausführungsform der A b b. 3 und 4 kann an Stelle der dargestellten Siebanlage mit bewegten Seilen ein Harfensieb mit festen Rosten verwendet werden.
Abb. 5 und 6 zeigen eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung im seit- liehen Schnitt und in Draufsicht. Bei dieser Ausführungsform dient zur Sortierung des körnigen Gutes nach Größe eine Sortiervorrichtung, die aus einer lotrechten bewegten Wand und mehreren im Abstand zur Wand untereinander angeordneten Leitrinnen 18 besteht. Die Wand wird durch ein umlaufendes Band 19 gebildet, das durch Walzen 20 in Richtung des Pfeiles 21 bewegt wird. Die Leitrinnen sind so angeordnet, daß die Breite der mit der Wand gebildeten Schlitze stetig oder absatzweise in Flußrichtung zunimmt. Zur Aufgabe der zu sortierenden Körner dient der Zubringerschacht 22, der die Leitrinnen parallel speist. Unterhalb der durch die Leitrinnen und die bewegten Wände gebildeten Schlitze sind Rutschen 23 vorgesehen, die die stufenlos oder stufenweise nach Größe sortierten Körner den elektrostatisch aufgeladenen, in Richtung des Pfeiles 24 bewegten Förderbändern 25 zuführen, wo sie an der Umienkstelle abgeworfen und dabei nach Masse sortiert werden. Die Abführung der auf die Auftreffflächen 26 gelangten Körner erfolgt auch hier mit an sich bekannten Mitteln, von deren Darstellung in der Abbildung abgesehen wurde.
Die Verwendung von Siebvorrichtungen erübrigt sich dort, wo ein bereits hinsichtlich Größe einheitliches Körnergut aufzuarbeiten ist. In diesem Falle kann man die Körner ohne vorherige Siebung direkt der Trennung nach Masse im elektrostatischen Feld unterwerfen. Hierzu werden die Körner unmittelbar dem endlosen, elektrostatisch aufgeladenen Band zugeführt, wobei nur darauf zu achten ist, daß die Beschichtung des Bandes mit Körnern gleichmäßig und einschichtig erfolgt.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Trennen von körnigem Saatgut in voll keimfähige Körner und nicht oder vermindert keimfähige Körner, dadurch gekennzeichnet, daß man das Körnergut zunächst stufenlos oder stufenweise in an sich bekannter Weise durch Siebung in kleine Fraktionen nach Größe aufteilt, worauf die Fraktionen der Trennung nach spezifischem Gewicht in einem elektrostatischen Feld unterworfen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Körnergut einschichtig dem elektrostatischen Feld zuführt.
,3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das körnige Gut in einem in Bewegungsrichtung des körnigen Gutes und etwa dessen Fördergeschwindigkeit bewegten Windstrom dem elektrostatischen Feld zugeführt wird.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus Siebvorrichtungen zur stufenlosen oder stufenweisen Auftrennung des Körnergutes nach Größe und die Fraktionen des so aufgeteilten Körnergutes aufnehmenden elektrostatisch aufladbaren Fördervorrichtungen mit freiem Abwurfende bestehen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus mehreren übereinander angeordneten Rüttelsieben (2), von denen die Loch weite der Einzelsiebe nach unten zu abnimmt, und an die Einzelsiebe angeschlossenen, die gesiebten Körner jeweils auf ein jedem Einzelsieb zugeordnetes elektrostatisch aufgeladenes, horizontales oder nahezu horizontales endloses Band (4) abwerfenden Rutschen (3) besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus einer an sich bekannten, aus einem Sieb, Rost od. dgl. mit in der Förderrichtung allmählich breiter werdenden Schlitzen oder einer aus umlaufenden Seilen (10) und feststehenden Wänden (9) gebildeten Siebanlage einerseits und einem quer zur Siebanlage laufenden elektrostatisch aufgeladenen horizontalen oder nahezu horizontalen endlosen Band (14) besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus einer lotrechten oder annähernd lotrechten, kontinuierlich in waagerechter Richtung bewegten Wand (19) und mehreren, in einem jeweils einen Siebschlitz bildenden, sich in Bewegungsrichtung (21) der Wand erweiternden Abstand zur Wand befindlichen, untereinander angeordneten Leitrinnen (18) besteht, wobei sich unterhalb jeder Leitrinne jeweils eine das gesiebte Körnergut einem gesonderten,
elektrostatisch aufgeladenen, horizontalen oder nahezu horizontalen Förderband (25) zuführenden Rutsche (23) befindet und wobei ein die Leitrinnen (18) beschickender, gemeinsamer Zubringerschacht (22) vorgesehen ist. S
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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