DE139282C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE139282C DE139282C DENDAT139282D DE139282DA DE139282C DE 139282 C DE139282 C DE 139282C DE NDAT139282 D DENDAT139282 D DE NDAT139282D DE 139282D A DE139282D A DE 139282DA DE 139282 C DE139282 C DE 139282C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- voltage
- machines
- motor
- dynamos
- potential
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M5/00—Arrangements along running rails or at joints thereof for current conduction or insulation, e.g. safety devices for reducing earth currents
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Ergänzung oder Erweiterung der durch das Patent 137020 geschützten
Schaltungsweise.
Die Bezeichnungen sind in sämtlichen Figuren die gleichen wie in denen der Haupt-Patentschrift.
Indessen sind in den Figuren des vorliegenden Zusatzes die nicht wesentlichen Teile
weggelassen und lediglich das gezeichnet, was in den einzelnen Fällen besonders hervorgehoben
werden soll. So sind die Primärmaschinen d mit doppelter Spannung, die Erregerwicklungen
usw. manchmal weggelassen; aber in allen Figuren sollen: dd die Primärmaschinen
von halber Außenleiterspannung, a b die Ausgleichsmaschinen (Nebenschluß), m, rx
und r2 Hauptstrommotoren und K5JJ1 und j?2
Hauptstromdynamomaschinen darstellen. Zum leichteren Verständnis der weiter unten erläuterten
Verhältnisse sind in allen Figuren die Stromrichtungen für einen bestimmten Belastungsfall
eingezeichnet.
Die Fig. 1 und 2 der vorliegenden Patentschrift stimmen im wentlichen mit Fig. 1 der
Haupt-Patentschrift überein; während nun bei letzterer die Schaltung der Erregerwicklung
des Motors in nicht eingezeichnet ist, zeigen die Fig. 1 und 2 des Zusatzes Ausführungsformen, bei denen die Magnetwicklung des.
Motors m in verschiedener Weise angeordnet ist. Nach Fig. 1 besteht die Erregerwicklung
des Hauptstrommotors m aus mehreren, z. B. aus drei parallel geschalteten Wicklungen, von
denen eine mit dem Anker des Motors m hintereinander geschaltet ist, während von den
beiden anderen je eine in den Ankerstromkreis einer Ausgleichsmaschine α bezw. b derart eingeschaltet
ist, daß die Wirkungen dieser drei getrennten Erregerwicklungen sich bei gleichmäßiger
Belastung der beiden Dreileiterhälften, also bei stromlosem Mittelleiter, aufheben, dagegen
bei Belastungsverschiedenheiten, also bei stromführendem Mittelleiter, sich in der Felderregung
des Motors m unterstützen.
Die Wirkungsweise der oben bezeichneten Anordnung bleibt auch die gleiche, wenn man die
mittlere, mit dem Anker des Motors m hintereinander geschaltete Erregerwicklung ganz wegläßt
oder wenn man die beiden mit den Ankern der Ausgleichsmaschinen hintereinander geschalteten
Magnetwicklungen nicht vor, sondern hinter der mittleren Magnetwicklung abzweigt.
Bei all diesen Anordnungen können selbstverständlich die Erregerwicklungen für den Motor
m ohne Beeinträchtigung der Wirkungsweise vor oder hinter den betreffenden Ankern
angeordnet werden.
Gemäß Fig. 2 besteht die Erregerwicklung des Hauptstrommotors m wieder nur aus einer
Wicklung; die Anordnung unterscheidet sich aber von Fig. 1 des Haupt-Patentes dadurch,
daß die Magnetwicklung des Motors m direkt in den Mittelleiter zwischen die Fahrschiene s
und den Knotenpunkt 2 von a, b und m geschaltet ist.
Die Wirkungsweise dieser beiden neuen Schaltanordnungen ist nur insofern etwas von
der in der Patentschrift 137020 erläuterten verschieden,
als bei denselben der ganze durch den direkten Anschluß des Knotenpunktes 2 von a, b, m an s den Schienen s entnommene
bezw. zugeführte Strom zur Erregung der Magnete von m verwendet wird. Es wird also
hier, sobald die beiden Hälften des Dreileiternetzes ungleich belastet sind, der gesamte
Mittelleiterstrom durch die Magnetwicklung von m fließen, der mit den Maschinen α und b
starr gekuppelte Motor m Gegenspannung erzeugen und somit, wie in der Haupt-Patentschrift
ausgeführt, Strom durch die Leitung / gedrückt oder gesaugt werden; hierbei wird
die Leitung des Motors m in bekannter Weise zum Antrieb der Maschinen α und b verwendet.
Diese neuen Anordnungen (Fig. 1 und 2), sowie die folgenden nach Fig. 3 und 4 haben
sämtlich im Vergleich mit Fig. 1 des Haupt-Patentes den Vorzug, daß bei ihnen das richtige
Zusammenwirken der Maschinen a,b,m und
der Leitungen / von deren gegenseitigem Widerstandsverhältnis in weiteren Grenzen unabhängig
gemacht ist als bei der ursprünglichen Anordnung, bei welcher die beabsichtigte Wirkung
des Aggregates a, b,m von der passenden
Wahl der Maschinenwiderstände abhängig war, wie in der Haupt-Patentschrift Seite 2, Spalte 1,
Zeile 4 usw. von oben auch besonders hervorgehoben ist.
Die Fig. 3 und 4 zeigen zwei Anordnungen, bei denen im Gegensatz zu den bisherigen Anordnungen
der gesamte, von den Schienen unmittelbar der Maschinenstation zu- oder von ihr abfließende Strom durch den Hauptstrommo.tor,
also durch dessen Anker und Magnete, hindurchfließen muß, so daß also, eine Stromverteilung
erst hinter dem Motor m oder überh.aiipt
nicht stattfindet, während gemäß den Fig. ι der Haupt- und der Zusatz-Patentschrift
eine Verteilung dieses Mittelleiterstromes vor dem Motor m und bei Fig. 2 des Zusatzes vor
dem Anker, aber hinter den Magneten, stattfindet.
Der Motor m liegt hier nicht mehr, wie bei den bisherigen Anordnungen, zwischen der
Primär- und den Ausgleichsmaschinen bezw. den Fahrschienen, sondern er ist bei Fig. 3
von den Primär- und bei Fig. 4 von den Ausgleichsmaschinen losgetrennt.
Die Wirkungsweise der Anordnungen nach Fig. 3 und 4 ist im wesentlichen aus der Beschreibung
von Fig. ι der Haupt-Patenschrift bekannt. Im unbelasteten Zustande laufen a
und b als Motoren und treiben den Motor m mit an; letzterer läuft ohne Strom leer mit.
Tritt eine einseitige Mehrbelastung ein, so wird der Strom über den Motor m den Ausgleichsmaschinen (in Fig. 3) oder den Primärmaschinen
(in Fig. 4) zugeführt oder entnommen und in m eine Gegenspannung erzeugen, durch die das
Potential der Schienen am Anschlußpunkt 3 von m gehoben oder gesenkt wird. Eine derartige
Potentialverschiebung der Schienen wird deshalb eintreten, weil der Motor m Spannung
verbraucht und in beiden Fällen einerseits an die Schienen (bei 3), andererseits an einen
Punkt konstanten oder nahezu konstanten Potentiales — d. i. bei Fig. 3 an den Verbindungspunkt
2 der Ausgleichsmaschinen und bei Fig. 4 an den Verbindungspunkt 1 der Primärmaschinen
—■ angeschlossen ist. Die. Größe dieser Potentialverschiebung der Schienen hängt nun
außer von dem durch den direkten Schienenanschluß und den Motor m hindurchfließenden
Mittelleiterstrom noch von der Wahl der Gegenspannung des Motors m und vom Widerstand
der Leitung/ ab, aber in keiner Weise vom Spannungsabfall in den Schienen; abgesehen go
von diesem Abfall wird das Potential der Schienen auf ihrer ganzen Länge um den gleichen Betrag verschoben. Es herrscht somit
am entfernten Anschlußpunkt der Speiseleitung / das gleiche Potential wie am Anschlußpunkt 3
des Motors m an die 'Fahrschienen s.
Nach Fig. 3 liegt der Motor m zwischen den Fahrschienen s und dem Verbindungspunkt 2
der Ausgleichsmaschinen α undö, während die
Leitung / an die Schienen und den Verbindungspunkt 1 der Primärmaschinen angeschlossen
ist. Da nun die erwähnten beiden Verbindungspunkte, abgesehen von den Verschiedenheiten
der Spannungsabfälle in den Ankern, der betreffenden Maschinen, nahezu gleiches Potential
haben, wird der Spannungsabfall iri der Leitung / jeweilig nahezu gleich der Verbrauchsspannung des Motors m sein. In Fig. 4 sind
die Anschlüsse 1 von Motor m und 4 der Leitung/ unter Beibehaltung der Schienenanschlüsse
miteinander vertauscht: es ist somit ohne weiteres ersichtlich, daß auch hier der Spannungsabfall
in der Leitung / . jeweilig nahezu gleich der Verbrauchsspannung des Motors m sein muß.
Außerdem läßt sich noch bei Fig. 4, falls der Anschluß einer weiteren Leitung wünschenswert
erscheint, ein solcher zwischen dem Knotenpunkt ι von dd und einem entfernten Punkt
der Schienen bewerkstelligen. Diese in Fig. 4 punktiert gezeichnete Leitung Z1 hat einen
Spannungsabfall, der jeweilig nahezu gleich der Spannung des Motors m ist.. Diese Leitung I1
wird daher ebenso wie die Leitung / an der Stromlieferung teilnehmen.
Außer dem bereits oben angeführten Vorteil dieser Anordnungen nach Fig. 3 und 4 besteht
noch ein weiterer darin, daß das Potential des Knotenpunktes (2 in Fig. 3 und 4 in Fig. 4)
von α und b nicht mehr wie bei der Anordnung nach Fig. 1 des Haupt-Patentes von der
Spannung des Motors m, sondern lediglich von den durch den Stronidurchgang in den Ankern
verursachten Abfällen abhängig ist. Die Potentialverschiebung des Knotenpunktes 2 bezw. 4 von
a, b hat aber einerseits die Erhöhung der Spannung
in der einen und eine Spannungserniedrigung in der anderen Hälfte und andererseits
eine Änderung der Umdrehungszahl zur Folge. Je geringer aber bei Belastungsänderungen diese
Potentialverschiebung bezw. der Spannungsunterschied zwischen den beiden Ausgleichs-
maschinen α und b ist, desto geringer ist auch die hierdurch bedingte Änderung der Umdrehungszahl
und desto rascher erfolgt daher die Einstellung auf richtige Stromverteilung. Es geht hieraus hervor, daß die Regelung im
ersteren Falle (nach Fig. 3 und 4 des Zusatzes) rascher erfolgen wird wie im letzteren (Fig. 1
des Haupt-Patentes). Zur Vereinfachung der Maschinenanlage könnten auch bei den angeführten
Anordnungen Fig. 1 bis 4 die beiden Maschinen dd durch eine Dreileitermaschine
ersetzt werden; außerdem könnte bei Fig. 3 statt zweier Primärdynamos von halber Außenleiterspannung
bezw. einer Dreileiterdynamo eine gewöhnliche Zweileitermaschine verwendet werden, nur müßte dann die Schienenspeiseleitung/,
wie punktiert eingezeichnet, an den Knotenpunkt 2 von a, b und m angelegt werden.
Selbstverständlich kann bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 1, 2 und 3 das Schienenpotential
durch Anordnung einer Nullmaschine (n) oder durch Kompoundierung der Primärmaschinen
beliebig gehoben oder gesenkt oder auch für alle Belastungen konstant gehalten werden.
Dieselbe Wirkung wie durch Kompoundierung mit dem Mittelleiterstrom läßt sich auch
durch Anschluß der Nebenschlußwicklungen der Primärmaschinen an geeignete Punkte des
Systems mit variabler Spannung erzielen. Die Anschlußpunkte für die Erregerwicklungen der
beiden Primärmaschinen sind alsdann so zu wählen, daß die Spannung zwischen den Anschlußpunkten
für die Erregung der stärker belasteten Maschinenseite mit stärkerer Belastung
zunimmt und gleichzeitig für die schwächer belastete Seite um den gleichen Betrag abnimmt.
Eine derartige Anordnung ist z. B. in Fig. 5 dargestellt und kennzeichnet sich dadurch, daß
in die Erregerwicklung der stärker belasteten Maschine eine zusätzliche E. M. K. eingeschaltet
ist, während gleichzeitig in die Erregung der schwächer belasteten Maschine eine gleich große,
abzügliche E. M. K. eingeschaltet wird. Da im gezeichneten Falle diese Hülfs-E. M. K. durch
die Nullmaschine η erzeugt wird, ist es ohne weiteres klar, daß sich die Erregerspannung
jeweilig mit der Größe und Richtung des Mittelleiterstromes ändern muß. Nimmt man
z. B. in Fig. 5 eine stärkere Belastung der unteren Hälfte an, so wird der Strom von der
Maschinenstation durch die Dynamo η und den Motor m den Schienen zugeführt: Es muß infolgedessen
das Potential des Verbindungspunktes 5 von m und η höher als das Schienenpotential
sein und die Spannung der Nullmaschine sich zur Spannung der unteren Primärmaschine
hinzufügen und von der der oberen abziehen. Es wird demnach die Erregung der unteren, stärker belasteten Maschine und somit
auch ihre Spannung größer wie die Erregung und die Spannung der schwächer belasteten,
oberen Maschine sein, also die Erregung der Dynamos dd in demselben Sinne wie bei Anbringung
der Kompoundierung beeinflußt. Es können daher sowohl die eben beschriebenen Nebenschlußwicklungen als auch die Kompoundierung
mittels Mittelleiterstromes so bemessen werden, daß sie nicht nur den Spannungsabfall
in den Ankern der Dynamos dd einflußlos machen, sondern sogar die beiden Primärmaschinen
noch über- bezw. untererregen; in beiden Fällen kann die Nullmaschine η für eine
um den Betrag der Kompoundierung geringere ■ Spannung gewählt werden wie die Verbrauchsspannung des Motors m. Die durch die Über-
bezw.Un terkompoundierung erzielten Spannungsverschiedenheiten der beiden Primärmaschinen
dd ergeben im allgemeinen, unter Beibehaltung konstanter Außenleiterspannung, ein veränderliches
Potential des Verbindungspunktes 1 von dd. Die Potentialschwankung dieses Punktes 1
kann jedoch durch entsprechende Bemessung der Erregerwicklungen in solchen Grenzen gehalten
werden, daß das Potential der Schienen gegen die Außenleiter praktisch konstant ist.
Bei der .eben beschriebenen Schaltung der
Neberischlußerregungen für die Primärmaschinen dd zwischen Außenleiter und dem Verbindungspunkt 5 von Nullmaschine η und Motor m
muß jede Maschine mit der Spannung der eigenen Seite erregt werden. Bei allen Anordnungen
aber ohne Nullmaschine oder mit veränderlichem Schienenpotential, bei denen durch
Veränderung der Spannung der Primäfmaschinen d d das Schienenpotential beeinflußt werden
soll, können die Erregerwicklungen der Maschinen dd z. B. zwischen die Außenleiter und
den Anschlußpunkt 3 des Motors m an die Schienen angelegt werden, nur muß dann die
Erregung jeder Maschine von der anderen Hälfte aus erfolgen, da jetzt nicht mehr wie
im oben beschriebenen Falle eine zusätzliche
E. M. K., sondern eine abzügliche oder Gegen-E.
M. K. in den Strömkreis der stärker belasteten Maschine eingeschaltet ist. Da die
Wirkung der Gegen - E. M. K. genau die entgegengesetzte wie die einer E. M. K. ist, so
ist es ohne weiteres klar, daß auf der stärker belasteten Seite die Spannung zwischen den
Anschlußpunkten der Erregung sinken und auf der anderen Seite steigen wird. Um nun durch
ίο die Erregung eine Spannurigsverschiebung an
den Maschinen dd im beabsichtigten Sinne zu erzielen, muß die Erregung jeweilig von der
anderen Seite erfolgen. Es können natürlich auch sonst zwei beliebige Punkte des Systems
für den Anschluß der Erregung gewählt werden, nur müssen die zu Anfang dieser Betrachtung
auf S. 3 Zeile 17 ff. v. unten gestellten Bedingungen erfüllt sein.
Wenn auch die Nullmaschine in ihrer Wirkung durch eine geeignete Kompoundierung
ersetzt werden kann, so wird häufig eine Kombination beider Mittel angezeigt sein, sobald
— z. B. bei größeren Netzen '— außer dem unmittelbaren Anschluß der Schienen und der
Speiseleitung / ein weiterer Kabelanschluß erforderlich wird. Denkt man sich z. B., daß
in Fig. 6 die Nullmäschine den durch sie hindurchfließenden
Strom nur um einen Teil der Verbfauchsspannung des Motors ni hebt, so
muß die Kompoundierung der Primärmasehinen mittels des Ausgleichsstromes so bemessen werden,
daß sie das Potential des Anschlußpunktes der Nullmäschine an den Verbindungspunkt 1
der Maschinen dd jeweilig um die Differenz der Spannungen zwischen Motor m und Nullmaschine
η je nach der Stromrichtung im Mittelleiter erniedrigt oder erhöht. Dieser Verbindungspunkt
ι von dd ist in Fig. 6 in bezug
auf die Schienen ein Punkt variablen Potentials; es ist somit die Potentialdifferenz oder das
Spannungsgefälle zwischen einem beliebigen Punkt der Schienen und dem Verbindungspürikt
ι der Dynamos dd eine mit den Belastungsschwankungen
zu- und abnehmende Größe. Eine an diese beiden Punkte angelegte Leitung wird daher den Schienen Strom zuführen
oder entnehmen und dadurch weiter zur Entlastung der Schienen beitragen. Eine derartige Leitung Z2 ist z. B. bei der in Fig. 6
dargestellten Schaltung angeschlossen. Die Anordnung nach Fig. 6 geht unmittelbar aus
Fig. 4 hervor, wenn für letztere Anordnung die Bedingung gestellt wird, daß die Potentialschwankungen
des Schienenmittelleiters durch Nullmäschine und Kompoundierung der Primärmasehinen
verringert werden sollen. Die beabsichtigte Wirkung der Ausgleichsmäschinen
wird in Fig. 6 durch eine geeignete Kompoundierung derselben etwa mit dem durch den
Motor m hihdurchfließendeh Mittelleiterstrom herbeigeführt. Die Wirkungsweise dieser Anordnung
unterscheidet sich nur wenig von den bisher beschriebenen:
Solange die Belastungen beider Hälften gleich sind, wird weder durch irgend eine Schienenspeiseleitung
noch durch den direkten Schienenänschluß 3, 5, 1 und Motor m Strom fließen;
die Ausgleichsmaschinen α und b werden als Motoren leer laufen und den Motor m mit
antreiben; die Nullmäschine η kann hierbei von außen angetrieben werden oder mit dem
Aggregate a,b,m gekuppelt sein. Die Spannungen
der beiden Netzhälften sind dann sowohl an den Primärmaschinen als auch im
Netz ganz gleich. Tritt nun eine Mehrbelastung, z. B. der unteren Hälfte, ein, so wird zunächst
wieder Strom durch den Motor m fließen und dadurch die Leitung I3 an Punkten (5 und s)
verschiedenen Potentials anliegen, also ebenfalls den Schienen Strom zuführen. Der gesamte,
durch den Motor m und die Leitung /3 fließende Strom wird durch die Nullmaschine in seiner
Spannung nur um einen Teil der Verbrauchsspannung des Motors m gehoben, während
gleichzeitig durch die Kompoundierung der Primärmaschinen mit diesem Strom das Potential
des Verbindungspunktes 1 der beiden Primärmasehinen um den Differenzbetrag zwischen
Motor- und Nullmaschinenspannung im Sinne der Wirkung der Nullmaschine verschoben
wird. Durch diese Potentialverschiebung erhält ■— wie oben ausgeführt — die Leitung L2
zwischen ihren Anschlußpunkten 1 und s ein Potentialgefälle gleich der Differenz zwischen
Motor- und Nullmaschinenspannung; die Folge davon ist, daß auch durch diese entfernt angeschlossene
Leitung ohne Einschaltung einer E. M. K. oder Gegen-E. M. K. den Primärmasehinen
Strom entnommen wird. Gleichzeitig wird aber auch durch Kompoundierung der Ausgleichsmaschinen mit dem durch den
Motor m hindurchfließenden Strom eine Spannungsverschiedenheit der beiden Ausgleichsmaschinen
a, b in beliebigen Grenzen erzielt und das Potential ihres Verbindungspunktes 4
in bezug auf das Schienenpotential verschoben. Da nunmehr die Speiseleitung I1 durch die
Potentialverschiebung des Verbindungspunktes 4 der Ausgleichsmaschinen a, b an Punkte verschiedenen
Potentiales, d. i, einerseits an die Fahrschierien s und andererseits an die Ausgleichsmaschinen
(bei 4), angeschlossen ist, muß Strom durch die Leitung Z1 hindurchfließen.
Es ist für die Wirkungsweise der Anordnung nach Fig. 6 selbstverständlich ganz gleich, durch
welches Mittel die Potentialverschiebung des Verbindungspunktes 4 von α und b herbeigeführt
wird. In Fig. 6 sind zu diesem Zwecke die Ausgleichsmaschinen mit dem durch den Motor m hindurchfließenden Strom kompoundiert;
mit gleichem Erfolge könnte man auch den durch L2 oder Z3 fließenden Mittelleiter-
strom zur Kompoundierung der Ausgleichs^·
maschinen verwenden oder etwa durch Anschluß der Nebenschlußwicklung der Ausgleichsmäschinen
an zwei Punkte des Systems, deren Spannung mit den Belastungsschwankungen sowohl
in dem einen als auch in dem anderen Sinne variiert, die erforderliche Potentialverschiebung
des Verbindungspunktes der Ausgleichsmaschinen erzielen, wie für die Primä'rdynamo
oben erläutert.
Durch eine sinngemäße Verdoppelung oder Vervielfachung irgend einer der in der Hauptoder
in der vorliegenden Zusatz-Patentschrift beschriebenen Anordnungen lassen sich ohne
Vermehrung der Primärmaschinen für ein ausgedehntes Netz beliebig viele Anschlußpunkte
für Schienenspeiseleitungen schaffen.
Die Anordnungen nach Fig. 7 und 8 der vorliegenden Patentschrift für mehr als zwei
Schienenanschlüsse sind unmittelbar aus der Anordnung nach Fig. 4 der Haupt-Patentschrift
durch Einschaltung einer weiteren E. M. K. bezw. Gegen-E. M. K. entstanden. Beide Anordnungen
Fig. 7 und 8 zeigen gegenüber Fig. 4 der Haupt-Patentschrift den Vorteil, daß
durch die Hinzufügung einer einzigen E. M. K. zwei weitere Anschlußpunkte für Schienenspeiseleitungen
geschaffen wurden. Die Anordnung nach Fig. 7 ist bereits bei Beschreibung
von Fig. 4 der Haupl-Patentschrift erwähnt, denn erstere entwickelt sich aus letzterer, wenn
»zur Abgleichung, der Spannungen der beiden Dreileiterhälften .... eine Kompoundwicklung
oder eine Nullmaschine, wie beschrieben, Anwehdung
finden«. Natürlich ist auch hier eine Kombination beider Mittel zur Abgleichung der Spannungen möglich (s. Fig. 7). Die Wirkungsweise
des Aggregates r1pl und der Leitung
Z1 ist aus der Beschreibung von Fig. 4 des Haupt-Patentes bekannt. Es wird nun
ferner bei Belastungsungleichheiten, wie im Obigen bereits mehrfach hervorgehoben, durch
die Kompoundierung der Primärmaschinen d d eine Potentialverschiebung an ihrem Verbin-
4-5 dungspunkt 1 erzielt; ferner wird in der Dynamo
p.2 (Fig. 7) Spannung erzeugt und im Motor T1 Spannung verbraucht, wobei die
Spannungen beider Dynamos um den Betrag der Kompoundierung der Primärmaschinen voneinander
verschieden sind. Es ist nun ohne weiteres einzusehen, daß eine einerseits an die
Schienen s, andererseits an die Verbindung 5 von p2 und T1 angelegte Leitung Z3 ein Spannungsgefälle
gleich der Verbraüchsspannung des Motors T1 aufweisen wird, während eine an
die Schienen und an den Verbindungspunkt der Primärmaschinen vor (bei 6) oder hinter
der Kompoundwicklung (bei 1) angeschlossene Leitung L2 ein Spannungsgefälle aufweisen wird,
das immer gleich sein wird der Differenz zwischen der vom Motor T1 verbrauchten und von
der Dynamo p2 erzeugten Spannung, zu welcher Differenz noch ■—■ falls der Anschluß
von Z2 am Verbindungspunkt 1 der Primärdynamos
d d, also hinter der Kompoundwickelung erfolgt — der geringe Spannungsabfall
in letzterer hinzukommt. Es ist somit klar, daß die Leitungen Z2 und Z3 an der Schienenentlastung
teilnehmen müssen.
Die Anordnung nach Fig. 8 ist, wie oben bereits hervorgehoben, gleichfalls durch Erweiterung
der Anordnung nach Fig. 4 des Haupt-Patentes entstanden ; die gegenüber letzterer
Figur neu hinzugekommenen Elemente bestellen in Fig. 8 in einem Motor r2 und zwei
an entfernte Punkte angeschlossenen Schienenspeiseleitungen Z4 und /3, in deren eine der
Motor r2 eingeschaltet ist, ferner noch in der Kompoundierung der Primärmaschinen', die
jedoch für die Wirkungsweise des Aggregates P1 T1 r0 belanglos ist, da sie hier lediglich zur
Konstanthaltung des Schienenpotentiales dient.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung entspricht ganz der Wirkungsweise der oben beschriebenen Anordnungen. Bei stärkerer Be-
lastung z. B. der unteren Hälfte wird Strom durch den Motor T1 hindurchfließen und in
diesem ein Spannungsgefälle erzeugt; infolgedessen
fließt dann auch der Strom durch die über die Schienen parallel zum Motor T1 liegenden
Leitungen Z1,./2,/3. Durch diesen Stromdurchgang
wird in der Leitung Z2 ein Spannungsabfall erzeugt, der stets gleich der Verbrauchsspannung
des Motors rx sein muß, während in der Leitung I1 ein größerer und in
der Leitung Z3 ein kleinerer Abfall als in I2
auftreten wird. Gleichzeitig erzeugen die in den Leitungen I1 und I3 fließenden Ströme
einerseits im Motor r2 eine Gegen-E. M. K. und andererseits in der DynamoP1 eine E. M. K.
Die durch die Dynamo P1 erzeugte E. M. K.
dient zur Hebung des ganzen, von der Maschinenstation aus durch die Leitungen I1 und Z3
fließenden Mittelleiterstromes; hinter der Dynamo P1 (bei 7) verteilt sich dann der Strom
und fließt teils durch die Leitung Z1, teils über
den Motor r2 und die Leitung Z3 den Schienen
zu. Der Spannungsabfall in der Leitung Z1 muß demnach gleich sein der Verbrauchsspannung
des Motors r2 vermehrt um den Spannungsabfall
in der Leitung Z3; aber er muß auch außerdem gleich sein der Verbrauchsspannung des Motors r1 vermehrt um die
Spannung der Dynamo P1. Hieraus geht hervor,
daß bei dieser Anordnung der Spannungsabfall in der Leitung I1 größer sein muß als
die Spannung von T1, während die Leitung Z3
je nach Wahl der Spannung von r2 einen Abfall haben kann, der größer (wenn Spannung
P1 > r2), gleich Ip1 = r2) oder kleiner (^1
< r2) ist als die Verbrauchsspannung des Motors r\.
Da nun die Motoren T1 und r2 mit der Dy-
riain ο P1 gekuppelt sind, müssen erstere —
wenn sie von außen nicht weiter angetrieben werden — so bemessen werden, daß ihre
Leistung stets gleich der Leistung der Dynamo P1 ist.
Jedem Belastungszustand entspricht somit eine ganz bestimmte Stromverteilung. Es kann auch
hier durch geeignete Wahl der Kompoundierung und der Spannungsverhältnisse zwischen Motoren
und Dynamo erreicht werden, daß die Potentialschwankungen des Mittelleiters ein Minimum werden und somit die Spannungen
zwischen den Außenleitern und den Schienen bei allen Belastungen nahezu konstant bleiben.
Bei allen Anordnungen, bei denen das Schienenpotential nicht festliegt, können weitere
Anschlußpunkte für beliebig viele Schienenspeiseleitungen mit verschiedenem Spannungsgefälle
dadurch geschaffen werden, daß für jede neu anzuschließende Leitung je zwei geeignet
kompoundierte Ausgleichsmaschinen aufgestellt werden. Denkt man sich z. B. eine Anordnung, bei der das Schienenpotential bei
einseitiger Mehrbelastung (s z. B. Fig. 4) um die ganze Verbrauchsspannung des Motors m
gehoben oder gesenkt wird, so wird eine einerseits an einen entfernten Punkt der Schienen,
andererseits an den Verbindungspunkt 4 zweier Ausgleichsmaschinen angeschlossene Leitung /
— wenn keine Kompoundierung für die Ausgleichsmaschinen angewendet wird — immer
einen Spannungsabfall aufweisen, der nahezu gleich der Verbrauchsspannung des Motors in
ist. Werden hingegen die Ausgleichsmaschinen noch derart kompoundiert, daß nicht allein
die Spannungsabfälle in den Ankern wirkungslos gemacht werden, sondern die Maschine
der stärker belasteten Seite noch überregt wird, so wird die an den Verbindungspunkt dieser
Maschinen angeschlossene Schienenspeiseleitung für einen Abfall zu bemessen sein, der gleich
ist der Verbrauchsspannung des Motors m vermehrt um den Betrag der Kompoundierung
bezw. die Größe der Potentialverschiebung des Verbindungspunktes a, b gegen die halbe Außenleiterspannung.
Wirkt aber die Kompoundierung im Sinne der Abfälle in den Ankern, d. h. wird durch
die Kompoundierung die Spannung der als Dynamo laufenden Ausgleichsmaschine noch
weiter erniedrigt und die Spannung des Motors erhöht, so wird eine an den Verbindungspunkt
der derart kompoundierten Ausgleichsmaschinen angeschlossene Schienenspeiseleitung für einen
Abfall zu bemessen sein, der gleich ist der Verbrauchsspannung des Motors m vermindert
um den Betrag der Kompoundierung.
Diesoeben beschriebeneMethode derSchaffung beliebig vieler Anschlußpunkte verschiedenen
Potentiales mittels kompoundierter Ausgleichsmaschinen setzt ein variables Schienenpotential
voraus. Aber auch wenn das Schienenpotential konstant gehalten wird, lassen sich durch Aufstellung
geeignet kompoundierter Ausgleichsmaschinen beliebig viele Anschlußpunkte für Schienenspeiseleitungen schaffen. In Fig. 6 sind
z. B. derartige Ausgleichsmaschinen, die mit dem durch den Motor m hindurchfließenden
Strom kompoundiert sind, eingezeichnet. In der gleichen Weise kann man nun auch zwei
weitere Ausgleichsmaschinen aufstellen, die mit dem den ersten Ausgleichsmaschinen zugeführten
oder entnommenen Mittelleiterstrom kompoundiert sind. Es ist dann klar, daß bei einseitiger
Mehrbelastung beide Ausgleichsmaschinenaggregate eine Potentialschwankung ihres Verbindungspunktes
aufweisen werden und daß die Schienenspeiseleitungen, die einerseits an die Schienen und andererseits an den Verbindungspunkt zweier Ausgleichsmaschinen angelegt sind,
Strom führen müssen.
Verzichtet man nun bei dieser Anordnung, die aus einer Erweiterung der Fig. 6 entstanden
ist, auf den Anschluß der Leitungen Z2 und Z3,
so können ohne Beeinflussung der Wirksamkeit der übrigen Anordnung der Motor m und
die Dynamo η bezw. die Kompoundierung der Primärmaschinen wegfallen. Eine derartige
Anordnung zeigt z. B. die Fig. 9. Bei dieser Anordnung liegt das Schienenpotential fest, abgesehen
von den sehr geringen Schwankungen, die hervorgerufen werden durch den mit den
Belastungsverschiedenheiten der beiden Netzhälften veränderlichen Spannungsabfall in den
Kompoundwicklungen der Ausgleichsmaschinen, die von dem den Primärmaschinen unmittelbar
zugeführten oder entnommenen Mittelleiterstrom gespeist werden. Die Schaffung von Anschlußpunkten
für Schienenspeiseleitungen mit beliebigem Abfall erfolgt daher auch — wie
oben angeführt — Selbstregulierung der Spannung der Ausgleichsmaschinen vorausgesetzt,
durch geeignete Kompoundierung derselben mit einem diesen Maschinen nicht zufließenden Teil
des Mittelleiterstromes. Würde jedoch die Verschiedenheit in den Spannungen der beiden
Ausgleichsmaschinen eines Satzes von Hand mittels Nebenschlußregulierung herbeigeführt,
so könnte auch die Kompoundierung der Ausgleichssätze mittels des ihnen durch die Leitungen
Z1 bezw. Z2 selbst zufließenden oder entnommenen
Mittelleiterstromes bewirkt werden. Es lassen sich naturgemäß auch hier beliebig
viele Schienenspeiseleitungen durch Aufstellung weiterer Ausgleichsmaschinenaggregate anschließen.
Die Kompoundierung eines zweiten Ausgleichsmaschinensatzes mit dem den Primärmaschinen
entnommenen Mittelleiterstrom ist in Fig. 9 punktiert eingezeichnet.
Es sei auch gleich an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die oben erwähnte Regelung
der Spannungen von Hand durch die Neben-
schlußregier in allen Fällen, bei denen Verschiedenheiten der Spannungen zweier zwischen
die Außenleiter geschalteter Primärdynamos mit halber Spannung oder selbstgetriebener Ausgleichsmaschinen
erforderlich ist, ohne weiteres angewendet werden könnte, um eine beliebige Belastung der Schienenspeiseleitungen zu erreichen.
Sämtliche in der Haupt- und Zusatz-Patentschrift bisher beschriebenen Anordnungen mit
zwei Primärmaschinen von halber Außenleiterspannung oder mit Spannungsteilung durch
Ausgleichsmaschinen haben bei sinngemäßer Anwendung auch dann die beabsichtigte Wirkung,
wenn zur Spannungsteilung eine Sammler-· batterie Verwendung finden soll. Dies ist ohne
weiteres klar für alle Anordnungen, bei denen die Außenleiterspannung durch die zur Verwendung
kommenden, hintereinander geschalteten Primärmaschinen in zwei gleiche Teile
geteilt wird, bei denen also der Verbindungspunkt ι der Primärmaschinen bei allen Belastungsschwankungen
stets die gleiche Spannung gegen die Außenleiter oder das gleiche Potential aufweist. Bei Ersatz der beiden
. Primärmaschinen d d von halber Außenleiterspannung durch je eine Batteriehälfte wird bei
den eben genannten Anordnungen weder an deren Schaltung noch an deren Wirkungsweise
etwas geändert.
Anders jedoch verhält sich die Batterie, sobald dieselbe in einer Anordnung an Stelle
von Primärdynamos von halber Außenleiterspannung angewendet werden soll, bei der
die Primärmaschinen kompoundiert oder von Punkten variabler Spannung erregt werden,
bei der sich also das Potential des Verbindungspunktes ι der hintereinander geschalteten Primärmaschinen
zur Erzielung der beabsichtigten Schienenentlastung mit einseitigen Belastungsschwankungen ändern muß. Diesem Verbindungspunkt
der Primärmaschinen entspricht bei Anwendung einer Batterie der Halbierungspunkt der letzteren; es könnte das Potential
dieses Punktes dann durch einen Zellenschalter verändert werden. Eine derartige Anordnung
hätte aber wie Fig. 5 der Haupt-Patentschrift infolge der zu überwindenden mechanischen
Trägheit der selbsttätigen Zellenschalter eine geringere Regulierfähigkeit als diejenigen Anordnungen,
bei denen die Regelung durch den die Maschinen oder Motoren durchfließenden Strom selbsttätig erfolgt. Es läßt sich jedoch
bei Anwendung einer Batterie die für die Erzielung einer richtigen Wirkungsweise erforderliche
Potentialverschiebung auch durch die Anordnung von zwei kleinen, hintereinander geschalteten
Dynamos für beliebige Spannungen erreichen. Wenn diese beiden Maschinen als Ausgleichsmaschinen (Nebenschlußmaschinen) geschaltet
werden und mit den beiden freien Enden an einen der Summe ihrer Spannungen
entsprechenden, von beiden Außenleitern gleich weit entfernten Teil der Batterie angelegt werden,
stellt der Verbindungspunkt dieser Ausgleichsmaschinen bei Kompoundierung derselben
mit dem Mittelleiterstrom den Punkt variablen Potentials dar, der in jeder Beziehung dem
Verbindungspunkt zweier zwischen die Außenleiter geschalteten Ausgleichsmaschinen entspricht.
Die in der Mitte gelegenen Zellen der Batterie, an denen die Ausgleichsmaschinen
anliegen, werden hierbei bei gleicher Belastung der Netzhälften die zum Leerlauf der Ausgleichsmaschinen
erforderliche Energie liefern.
Werden diese beiden Maschinen mit beliebiger, aber gleicher Spannung nicht parallel
an einen entsprechenden Batteiieteil, sondern (als durch den Mittelleiterstrom getrennt erregte
Dynamos) in den Batteriestromkreis derart eingeschaltet, daß sie genau in die Mitte der
Batterie zu liegen kommen, so stellt auch hier ihr Verbindungspunkt 8 bei entsprechender Erregung
den gesuchten Punkt variablen Potentials dar. Eine derartige Anordnung, die aus Fig. 6
des Zusatzes entsteht, sobald man an Stelle der Maschinen d d zwei Batteriehälften U1 u.2
setzt, ist in Fig. 10 dargestellt. Bei letzterer ist jedoch zur Vereinfachung der Darstellung
die Nullmaschine η weggelassen und in ihrer go
Wirkung durch entsprechende Erregung der kleinen Maschinen an b1 ersetzt gedacht. Es
wird demnach bei der Anordnung nach dieser Figur das Potential des. Anschlußpunktes der
Leitung I2 und des Motors m an den Verbindungspunkt
8 der beiden Batteriehälften durch die zwei kleinen Maschinen Ct1 und b1 , deren
Schaltung und Wirkung weiter unten beschrieben ist, jeweilig um die ganze Verbrauchsspannung
des Motors m gesenkt oder gehoben. Die Wirkungsweise der kompoundierten Ausgleichsmaschinen a, b, sowie des Motors m und der
Leitungen I1 und L2 ist aus der Erläuterung
von Fig. 6 bekannt. Die Wirkungsweise des Aggregates ^1-O1 ist folgende: Diese beiden
starr gekuppelten Maschinen ax und by werden
im gezeichneten Falle von außen angetrieben und erzeugen infolge ihrer entsprechenden
Erregung mittels des den Motor m durchfließenden
Stromes Spannungen, die immer nahezu gleich der Verbrauchsspannung des Motors m sind. Die eine der durch die Maschinen
(Z1, bl erzeugten Spannungen wirkt auf
der stärker belasteten Hälfte im Sinne der Entladespannung und die andere auf der schwächer
belasteten Hälfte im Sinne der Ladespannung der Batterie; es wird somit die Batterie auf
der stärker belasteten Hälfte entladen und auf der schwächer belasteten geladen. Sind beide
Hälften gleich belastet, so laufen Ct1 und by
von außen angetrieben ohne Erregung leer mit und stellen sonach nur einen sehr kleinen
Ohm'schen Widerstand im Batteriekreis dar. Tritt eine einseitige Belastung z. B. der unteren
Hälfte ein, so werden Motor m und Leitung /2
in bekannter Weise zusammenwirken und der ganze oder ein Teil des Mittelleiterstromes die
Magnete von ^1 und bL durchfließen und letztere
derart erregen, daß die Spannungen der beiden nunmehr als Stromerzeuger laufenden
Dynamos av bx einander entgegenwirken. Die
ίο Spannung VOn^1 addiert sich dann zur Spannung
der unteren Batteriehälfte hinzu, und zwar erzeugt bx stets genau so viel Spannung,
wie m verbraucht; es wird demnach, da keine weiteren Spannungsverbraucher oder -erzeuger
in die Anschlußleitung der Batterie an die Schienen eingeschaltet werden, die Spannung
zwischen Schiene und unterem Außenleiter bei allen Belastungen gleich der Spannung der
unteren Batterieha'lfte, also praktisch gleich der halben Außenleiterspannung sein. Das Potential
des Anschlußpunktes des Motors m an den Verbindungspunkt 8 von CL1 und bx wird also,
da in b eine zusätzliche Spannung erzeugt wird, bei Belastung der unteren Hälfte stets um die
in by erzeugte oder in m verbrauchte Spannung
höher liegen wie das Potential der Schienen. Die Maschine ax auf der oberen Hälfte muß
nun, da die Spannung zwischen den Außenleitern gleich der Summe der Spannungen der
beiden Batteriehälften ist, so geschaltet werden, daß sie der Dynamo bx entgegenwirkt und eine
gleich große Spannung wie diese erzeugt. Die Spannung von U1 muß also auch der oberen
Batteriehälfte entgegenwirken und wird dadurch, da der Strom von der Primärmaschine
nur durch die obere Batteriehälfte und Maschine U1 zur Belastung gelangen kann, gleichzeitig
den zur Ladung dieser Batteriehälfte erforderlichen Überschuß an E. M. K. liefern.
Anders verhält sich jedoch diese Anordnung, wenn bei gleichzeitiger Belastung beider Netzhälften
die Belastung einer Hälfte überwiegt. Es werden dann beide Batteriehälften von einer
bestimmten Größe der Belastung an Strom liefern, und zwar die Batteriehälfte der stärker
belasteten Seite um den ganzen Mittelleiterstrom mehr wie die schwächer belastete Hälfte.
Da nun bei dem unmittelbar vorhergehenden Belastungsfall die eine Batteriehälfte entladen
und die andere geladen wurde, jetzt aber beide Hälften entladen werden, ist es klar, daß
die Stromrichtung in der einen Hälfte, also auch der Ankerstrom in einer der Maschinen αλ
oder bx in umgekehrter Richtung fließt. Da aber ferner ■—· wenn man auch hier die untere
Hälfte als stärker belastet annimmt — die Stromrichtung im Mittelleiter und auch in den
Erregerwicklungen der Maschinen ax und bx
die gleiche bleibt wie früher, wird jetzt die Maschine Ci1, deren Ankerstrom umgekehrt wie
früher verläuft, als Motor mit gleichem Drehsinn und die andere Dynamo bx als Generator
weiter laufen.
Bei der eben beschriebenen Schaltung (Fig. 10) sind zur Schaffung eines Anschlußpunktes mit
variablem Potential an Stelle des Verbindungs7 punktes der mit dem Mittelleiterstrom kornpoundierten
oder entsprechend erregten Primärmaschine mit halber Außenleiterspannung —
wie oben erläutert — zwei hintereinander ge- η0
schaltete Maschinen Ci1 und bx in den Batteriestromkreis
eingeschaltet. Da nun aber auch der Verbindungspunkt zweier mit dem Mittelleiterstrom
kompoundierten und zwischen die Außenleiter geschalteten Ausgleichsmaschinendas
gleiche Verhalten zeigt, wie der Verbindungspunkt der Primärmaschinen dd, so ist
es klar, daß auch hier die Ausgleichsmaschinen mit ganzer Außenleiterspannung bei Verwendung
von Sammlern in ihrer Wirkung ersetzt werden können durch zwei kleinere Maschinen a.2
und b.2, die statt an die Außenleiter in den Batteriestromkreis eingeschaltet werden. Es
müßten dann diese Maschinen a2 und b2 zur
Erzielung eines neuen Anschlußpunktes mit variablem Potential für eine Schienenspeiseleitung
anderen Spannungsgefälles bei Erregung durch den Mittelleiterstrom oder einen Teil
desselben andere Spannungen erzeugen wie die Maschinen ax und b\ und parallel zu letzteren go
in den Batteriestromkreis eingeschaltet werden. Bei dieser Anordnung ist vorausgesetzt, daß
die zusammengehörigen Maschinen αλ und bx
bezw. a.2 und &2 usw. paarweise für gleiche
Spannungen gebaut sind.
Eine hiervon etwas abweichende Schaltanordnung in Anlagen mit Sammlern zur Spannungsteilung
erhält man, wenn man als Ersatz für die Kompoundierung der Primärmaschinen dd die auf S. 7 beschriebene Anordnung zweier
kleinen Maschinen Ci1, b1 in Parallelschaltung
zu einer der Spannung entsprechenden, in der Mitte der Batterie gelegenen Zellenreihe anwendet.
In letzterem Falle wirken die Maschinen ax , bx als Ausgleichsmaschinen und
können beliebig viele Anschlußpunkte für Schienenspeiseleitungen mit verschiedenem Potential
dadurch geschaffen werden, daß man entweder verschieden kompoundierte Maschinen
a1} b1 für die gleiche Spannung an die gleichen
Zellen parallel anlegt, oder auch dadurch, daß man verschieden kompoundierte Maschinen mit
von den ersten Maschinen Ci1, bY abweichender
Spannung an eine entsprechend größer oder kleinere Zellenzahl der Batterie anlegt. Sind
die Maschinen ax und bx für gleiche Spannungen
gebaut, so müssen ihre Anschlußpunkte an die Batterie gleich weit von der Mitte der
Batterie entfernt sein; haben die Maschinen al und by jedoch verschiedene Spannungen, so
müssen sie derart an die Batterie angeschlossen werden, daß die Spannung vom Außenleiter
zum Verbindungspunkt der beiden Maschinen flj, b1, das ist die Spannung der zwischen Außenleiter
und Batterie-Anschlußpunkt der Maschinen U1 bezw. ^1 gelegenen Zellenreihe vermehrt
um die Spannung der an diesen Punkt angeschlossenen Maschine, bei unbelastetem Mittelleiter auf beiden Seiten die gleiche ist.
Bei all den zuletzt erwähnten Schaltungen mit parallel zu einem Batterieteil liegenden
ίο Ausgleichsmaschinen kann der Mittelpunkt der Batterie auch zum unmittelbaren Anschluß der
Schienen und somit zur Konstanthaltung des Schienenpotentials dienen.
Claims (4)
1. Eine Ausführungsform der durch das Patent 137020 geschützten Schaltungsweise,
bei der die mit den isolierten Schienenanschlußleitungen in Verbindung stehenden
elektromotorischen Kräfte oder Gegenkräfte teils durch Motordynamos, teils durch Motoren
und Dynamos gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß der im Anschlußpunkt (3) durch die unmittelbare Schienenanschlußleitung
fließende Mittelleiterstrom ganz oder teilweise zur Über- bezw. Unterkompoundierung
der Motordynamos (a, b, Fig. 6, 9 und 10J oder zur Erregung der
Motoren (m, Fig. 1 bis 6 und 10, bezw. T1,
Fig. 7 und 8) und Dynamos (αλ und blf
Fig.: ίο) verwendet wird.
2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι geschützten Schaltungsweise, bei
welcher beliebig viele weitere Anschlußpunkte für verschiedene Schienenspeiseleitungen
mit voneinander abweichendem Spannungsgefälle dadurch geschaffen werden, daß die mit diesen Leitungen (I1 L2I3)
in Verbindung stehenden Motordynamos (a,b, Fig. 6, 9 und 10, und aL,bu Fig. 9;
bezw. die in diese Leitungen eingeschalteten Motoren (V2, Fig. 8,) oder Dynamos (px undj?2,
Fig. 7,pi, Fig. 8, O1 und J1, Fig. 10; entweder
mit dem diesen Maschinen zugeführten Mittelleiterstrom selbst (px und p2, Fig. 7,
P1 und r2, Fig. 8, Ci1 und bv Fig. loj oder
mit einem beliebigen anderen Teil des Mittelleiterstromes (a, b, Fig. 6, 9 und iö,
1Z1, b1 , Fig. 9) kompoundiert bezw. erregt
werden.
3. Eine Einrichtung zur beliebigen Verringerung der Potentialschwankungen der
Fahrschienen (s) bei einer Schaltungsweise nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den
Anschluß der Erregerwicklungen der hintereinander geschalteten Primärmaschinen (d d,
Fig. 5^ oder der zum Ausgleich verwendeten Dynamos (a, b) an verschiedene Punkte des
Systems, derart, daß die Spannung der stärker belasteten Maschine mit der Belastung
steigt und gleichzeitig die Spannung der schwächer belasteten Maschine in gleichem
Maße sinkt.
4. Eine Schaltungsweise mit Akkumulatorenbatterien zur Spannungsteilung (Fig. 10)
nach Anspruch 1, bei welcher beliebig viele weitere Anschlußpunkte für Schienenspeiseleitungen
mit verschiedenem Spannungsgefälle dadurch geschaffen werden, daß für jede dieser neuen Leitungen (L2) zwei hintereinander
geschaltete, in geeigneter Weise mit dem Mittelleiterstrom erregte oder kompoundierte
Dynamomaschinen (ax und bj angeordnet werden, wobei diese Maschinen,
deren Spannungen voneinander verschieden sein können, aber zusammen immer kleiner
oder höchstens so groß wie die Außenleiterspannung sein müssen, entweder in den Batteriestromkreis selbst eingeschaltet
oder parallel an einen entsprechenden Teil der Batterie angeschlossen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE139282C true DE139282C (de) |
Family
ID=407039
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT139282D Active DE139282C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE139282C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5860278A (en) * | 1996-12-23 | 1999-01-19 | Chrysler Corporation | Apparatus and method for providing a compact low pressure drop exhaust manifold |
| US6523343B2 (en) * | 2000-11-01 | 2003-02-25 | Daimlerchrysler Ag | Air gap insulated exhaust manifold assembly for an internal combustion engine and a method of making same |
-
0
- DE DENDAT139282D patent/DE139282C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5860278A (en) * | 1996-12-23 | 1999-01-19 | Chrysler Corporation | Apparatus and method for providing a compact low pressure drop exhaust manifold |
| US6523343B2 (en) * | 2000-11-01 | 2003-02-25 | Daimlerchrysler Ag | Air gap insulated exhaust manifold assembly for an internal combustion engine and a method of making same |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH667168A5 (de) | Mehrphasige elektrische maschine mit gesteuerter magnetflussdichte. | |
| DE2305251B2 (de) | Erreger-einrichtung fuer einen selbsterregten asynchron-generator | |
| DE69511933T2 (de) | Synchronmaschine mit Oberwellen-Dämpfungsfunktion | |
| DE2603783A1 (de) | Wechselstromgenerator | |
| EP0910888B1 (de) | Generatorschaltung | |
| DE139282C (de) | ||
| DE417416C (de) | Anordnung zur selbsttaetigen Regelung von elektrischen Gleichstrommaschinen und Einanker-Umformern mit Haupt- und Hilfspolen sowie mit mehreren Buersten | |
| DE2216226A1 (de) | Antrieb mit mindestens zwei Synchron motoren | |
| DE138073C (de) | ||
| DE54728C (de) | Schaltung der Krregerspulen von Stromerzeugermaschinen zur Regelung der Gebrauchsspannung in Mehrleitersystemen | |
| DE720646C (de) | Gleichstrommotor, dessen Drehzahl bei Netzspannungsschwankungen konstant gehalten werden soll | |
| DE388898C (de) | Dynamoelektrische Maschine | |
| DE137020C (de) | ||
| DE637326C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Leistungsregelung von Puffermaschinen | |
| DE244223C (de) | ||
| DE533760C (de) | Schaltung zur Verhinderung der Selbsterregung einer Kaskade, bestehend aus asynchronem Hauptmotor und Kommutatorhintermaschine | |
| DE746125C (de) | Die Anwendung mehrerer in Reihe geschalteter Umformer- oder Generatormetadynen zur selbsttaetigen Lichtbogenloeschung | |
| DE910568C (de) | Anordnung zur Energieuebertragung ueber weite Entfernungen mittels Drehstromasynchronmaschinen | |
| DE569577C (de) | Anordnung zum Betrieb eines Asynchrongenerators mit Kommutatorhintermaschine, welchem die Erregerenergie mindestens teilweise ueber einen Frequenzumformer von einem Hilfssynchrongenerator zugefuehrt wird | |
| DE129788C (de) | ||
| DE591061C (de) | Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom konstanter Spannung in Gleichstrom von praktisch konstantem Strom | |
| DE267776C (de) | ||
| DE890383C (de) | Gleichstrommaschine | |
| DE1952068A1 (de) | Erregeranordnung fuer einen buerstenlosen Synchrongenerator | |
| DE53353C (de) | Regelungsverfahren für dynamoelektrische Maschinen |