DE138730C - - Google Patents
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 138730 KLASSE 46«.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein Arbeitsverfahren für Explosionskraftmaschinen,
in denen aus Brennstoff und Sauerstoff bestehende Gemische entzündet werden. Das
Wesentliche des neuen Verfahrens besteht darin, dafs die Brennstoffsauerstoff ladung mit
toten Gasen vermengt wird, die aus einem Reiniger angesaugt werden, der von den aus
dem Cylinder auspuffenden Gasen beschickt wird.
Man kann entweder reinen Sauerstoff anwenden, welcher mit Luft oder einem anderen
verdünnenden Gase gemischt wird, oder mit Sauerstoff beladene Luft.
Die Menge der anzuwendenden, mit Sauerstoff beladenen Luft oder des Sauerstoffes
ändert sich je nach den Umständen und der Belastung der Maschine. Es ist empfehlenswerth,
jedoch nicht unumgänglich nothwendig, die Ansaugung in einem Kautschukmisch beutel
vorzunehmen, in welchen man gewöhnliche Luft oder ein anderes, den Sauerstoff oder die
mit einem Sauerstoffüberschufs beladene Luft, verdünnendes Gas, unter einem schwachen
Druck (2 bis 4 cm Wassersäule) einführt. Man regelt dann mit gröfster Leichtigkeit die Gaszulafsventile,
indem man sich nach der Aufschwellung richtet, welche der Kautschukbeutel annimmt, und zwar so lange, bis die Maschine
den maximalen Wirkungsgrad annimmt, der durch die Bremse angezeigt wird. Der Auspuff
der Maschine kann in die Luft stattfinden.
Wenn man nun als verdünnendes Gas die von der Kohlensäure befreiten Verbrennungsgase benutzt und die Hinzufügung von Sauer
stoff verändert, so ändert man gleichzeitig den mechanischen Wirkungsgrad der Maschine,
und zwar geschieht dies in gröfseren Grenzen infolge der vollkommeneren Verbrennung,
welche man auf diese Weise erreicht.
Es möge hier ein Beispiel folgen:
Eine .Petroleumkraftmaschine von einer indicirten Pferdestärke macht ungefähr 340Touren,
giebt an der Bremse 50 Kilogrammmeter und verbraucht 620 1 Petroleumgas in der Stunde.
Dieselbe Maschine zeigt bei Verwendung von gereinigten Abgasen 50 Kilogrammmeter und
ebenfalls 340 Touren, sie verbraucht aber nur ungefähr 460 1 Gas in der Stunde; es ergiebt
sich also bei Anwendung des neuen Verfahrens eine Ersparnifs von 20 pCt. des brennbaren
Gases.
Es ist wichtig, dafs der Ueberschufs an Sauerstoff nicht verloren ist und dafs, da der
Wirkungsgrad bedeutend vergröfsert ist, der wirkliche -Verbrauch an Sauerstoff derselbe
bleibt.
Die Einrichtung ist folgende:
Nachdem die Auspuffgase der Maschine sich in einem genügend grofsen Auspuffgefäfs ausgebreitet
haben und in einem von Kühlwasser umgebenen Schlangenrohr abgekühlt sind, gelangen
sie in einen Reiniger, welcher nach Art der Scrubber eingerichtet ist. Der Reiniger
enthält eine Lösung von kaustischer Soda, Pottasche oder Kalk, welche Stoffe die Kohlensäure
absorbiren. Von hier aus gehen die Gase in den Ansaugeraum der Maschine, d. h. :in den oben erwähnten Kautschukbeutel, wo
sie einen geeigneten Zusatz von Sauerstoff erhalten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Arbeitsverfahren für Explosionskraftmaschinen, in denen aus Brennstoff und Sauerstoff bestehende Gemische entzündet werden, dadurch gekennzeichnet, dafs die Brennstoffsauerstoffladung mit toten Gasen vermengt wird, welche aus einem Reiniger angesaugt werden, der von den aus dem Cylinder auspuffenden Gasen beschickt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE138730C true DE138730C (de) |
Family
ID=406516
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT138730D Active DE138730C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE138730C (de) |
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