DE137653C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G9/00—Frozen sweets, e.g. ice confectionery, ice-cream; Mixtures therefor
- A23G9/04—Production of frozen sweets, e.g. ice-cream
- A23G9/06—Production of frozen sweets, e.g. ice-cream characterised by using carbon dioxide or carbon dioxide snow or other cryogenic agents as cooling medium
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVr 137653 -KLASSE XJb.
FRANZ PAMPE in HALLE a. S.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Juli 1901 ab.
Die Verwendung flüssiger Kohlensäure für die Eiserzeugung durch directes Einströmen
von Kohlensäure in Fruchtsäfte ist bekannt, ebenso die Anwendung von flüssiger Kohlensäure
für die Erzeugung von Selterwasser mittelst verschiedener Mischyorrichtungen. Die
Kohlensäure wird ferner für die Eis- und Kälteerzeugung im Grofsen verwendet, indem dieselbe
beständig verdampft und wieder verflüssigt wird.
Die in beiliegender Zeichnung dargestellte Einrichtung und das nachfolgend beschriebene
Verfahren bezwecken, durch Combination der Eiserzeugung und Selterwasssrfabrikation die
Productionskosten zu vermindern, indem man die bei der Eiserzeugung in gasförmigen Zustand
übergegangene Kohlensäure zur Selterwasserfabrikation benutzt.
Die Gesammteinrichtung für dieses Verfahren besteht aus der Kohlensäureflasche A, der Eiserzeugungsvorrichtung
B und der Kohlensäuremischvorrichtung für die Selterwassererzeugung
C. An der Kohlensäureflasche A sind zwei Reducirventile a, a1 angebracht, durch
welche die Kohlensäure in flüssigem Zustande nach der Vorrichtung B geführt wird. In der
Flasche A befindet sich ein Einhängerdhr, damit nur flüssige Kohlensäure austreten kann.
Die Eiserzeugungsvorrichtung JB besteht aus dem oberen Salzwassergefäfs b, dem Salzwasserzwischengefäfs
c, dem Verdampfer d mit dem Berieselungskranz d1, der zuckerhutförmigen
Eisform e, der Spindel / mit Deckel g, den beiden konischen Rädern h, fr1, der Welle z,
dem Behälter für Fruchtsaft η und dem Absperrhahn ο. Um zu vermeiden, dafs mit der
verdampften Kohlensäure auch noch flüssige Kohlensäure in den Selterwasserapparat übertritt
und dadurch der ökonomische Zweck der Einrichtung beeinträchtigt wird, ist für den
Eisbildner die Rieselverdampfung angewendet. Die Kohlensäure wird durch ein enges Röhrchen
in den Raum geführt, der über dem zuckerhutförmigen Behälter durch Aufsetzen des Kranzes d1 gebildet wird. Dieser Kranz
ist am oberen Rande ringsherum und ganz nahe neben einander mit feinen Einschnitten
von 0,3 bis ι mm Breite und 20 mm Höhe versehen. Die Kohlensäure füllt diesen Raum
an und ergiefst sich darauf durch die feinen Einschnitte des Kranzes auf die äufsere Oberfläche
des Behälters, verdampft dabei sofort und erzeugt eine starke Kälte. Innerhalb dieses
Behälters ist eine metallene, verzinnte Form eingesetzt und gedichtet. Zwischen der inneren
Wand des Behälters und der Oberfläche der eingesetzten Form circulirt Salzwasser, welches
von oben aus dem Behälter durch ein kleines Röhrchen zugeführt wird. Unterhalb dieser
Form ist ein auf einer Schraubenspindel befestigter Deckel, der bei dem Indiehöheschrauben
der Spindel durch ein entsprechendes Dichtungsmaterial den inneren Raum der Eisform
vollkommen abdichtet und abschliefst. Die Spindel wird mittelst zweier konischer
Räder, einer kleinen Welle und einer Kurbel leicht auf- und abwärts bewegt, so dafs das
gebildete Fruchteis durch Niederschrauben der
Spindel aus der Form leicht entfernt werden kann. Durch den Deckel ist ein kleines Luftröhrchen
geführt, um die Luft aus dem oberen Theile der Form zu entfernen, sobald der Fruchtsaft in die Form gefüllt werden soll.
Nach unten zu ist dieses Luftröhrchen verlängert, so dafs etwa überfliefsender Fruchtsaft
in ein daruntergesetztes kleines Gefäfs fliefsen kann. Für die Füllung der Form mit Frucht-*
saft ist unten am Deckel ein kleines Röhrchen angebracht, an dem ein Schlauch befestigt ist,
der zum Fruchtsaftbehälter führt. Die Fruchteisbereitung geschieht in der Weise, dafs die
Form zuerst durch Oeffnen des Hahnes ο mit Fruchtsaft gefüllt wird, darauf der kleine Hahn
oder Ventil hinter dem Reducirventil der Kohlensäureflasche geöffnet und die flüssige
Kohlensäure in den Raum innerhalb des geschlitzten Kranzes geleitet wird; sie rieselt durch
die feinen Einschnitte auf die äufsere Oberfläche des zuckerhutförmigen Körpers über
und verdampft dort vollständig. Das gebildete Kohlensäuregas mufs natürlich abgeleitet werden,
damit eine genügende Menge Kohlensäure verdampfen kann, und damit die Kohlensäure
nicht unbenutzt fortströmt, wird dieselbe zur Selterwasserfabrikation verwendet, indem man
das Gas in die aus einer Düse gebildete Mischvorrichtung leitet.
In der Hauptsache liegt die Absicht vor, das Wasser aus einer Druckwasserleitung zu entnehmen,
weil nach den angestellten Versuchen die Absorptionsfähigkeit mit der Stärke des
Druckes des zuströmenden Wassers erheblich zunimmt. Von der Mischvorrichtung kann das
Gemenge von Wasser und Kohlensäure entweder in einen Zwischenbehälter geleitet oder
auch direct in Flaschen gefüllt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur gleichzeitigen Erzeugung von Fruchteis, Selterwasser und anderen moussirenden
Getränken, dadurch gekennzeichnet, dafs die für die Eisbildung verwendete flüssige Kohlensäurenach ihrer Verdampfung
in bekannten Mischvorrichtungen zur Erzeugung von Selterwasser oder anderen moussirenden Getränken verwendet wird.
2. AusfUhrungsform des Verfahrens nach An-. spruch i, gekennzeichnet durch die Anordnung
einer mit feinen Einschnitten versehenen Vertheilungsvorrichtung (dl) auf dem
Verdampfer (d) für die flüssige Kohlensäure, wobei die infolge der gleichmäfsigen
Vertheilung der letzteren sich schnell entwickelnden Dämpfe angesaugt und durch eine Saug- und Mischdüse (c) mit dem zur
Erzeugung von moussirenden Getränken oder dergl. dienenden Wasser vermischt
werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE137653C true DE137653C (de) |
Family
ID=405517
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT137653D Active DE137653C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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