DE1297772B - Vorrichtung zum Bestrahlen von Proben in einem Kernreaktor - Google Patents
Vorrichtung zum Bestrahlen von Proben in einem KernreaktorInfo
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Description
diese Weise wird es möglich, alle Brutstoffteile mehr 15 schiedenen Dosen bestrahlt werden, bevor sie in der
oder weniger lange dem von dem Reaktorkern ausgehenden Fluß unmittelbar auszusetzen, wobei allerdings
in keiner Weise dafür gesorgt ist, daß die Bestrahlung der einzelnen Brutstoffkörper in untereinander
gleicher Weise erfolgt.
Insofern kann die aus der deutschen Auslegeschrift 1039146 bekannte Konstruktion auch nicht ohne
weiteres für Vorrichtungen der eingangs erwähnten Art zum Vorbild genommen werden, da es bei diesen
heißen Zelle ausgewechselt werden. Es ist auf diese Weise möglich, die Wirkung verschiedener Parameter
zu bestimmen, die die jeweils untersuchte Erscheinung, wie beispielsweise Bestrahlungswirkungen auf
Materialien und die Kinetik von Ausheilprozessen, beeinflussen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Halterungen längs der drehbaren
Welle fluchtend angeordnet, von denen jede
Bestrahlungsvorrichtungen sehr darauf ankommt, daß 25 mit einer Probenkapsel versehen ist. Dabei ist es
jede der miteinander zu vergleichenden Bestrahlungs- weiter möglich, eine der Probenkapseln durch eine
proben genau die gleiche Strahlungsdosis zugeführt Kapsel mit einem Thermoelement zur Messung der
erhält. Eine derartige Gleichheit der den einzelnen Temperatur zu ersetzen, wenn die Kenntnis dieses
Bestrahlungsproben zugeführten Energiemengen ist Parameters erforderlich ist. Als solche Temperaturnämlich unabdingbare Voraussetzung für einen Ver- 3° meßkapsel kann man eine den übrigen Probenkapseln
gleich der in den verschiedenen Proben durch den gleiche Kapsel verwenden, die lediglich zusätzlich ein
von dem Reaktorkern ausgehenden Fluß hervor- durch ihre Wand hindurchgeführtes und in die Probe
gerufenen Veränderungen. hineinragendes Thermoelement enthält.
Leider wird nun die Erzielung einer solchen Gleich- Zur weiteren Erläuterung der Erfindung soll nun-
heit der den einzelnen Bestrahlungsproben zugeführ- 35 mehr ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung
ten Strahlungsdosis durch die sowohl zeitliche als gemäß der Erfindung beschrieben werden, das in der
auch räumliche Heterogenität der von dem Reaktorkern ausgehenden Strahlung sehr erschwert. Zwar
läßt sich der störende Einfluß der räumlichen Heterogenität dieser Strahlung dadurch ausschalten, daß 40
man die einzelnen Bestrahlungsproben nacheinander
an die gleiche Stelle in bezug auf den Reaktorkern
bringt, indem man sie etwa nach dem Vorbild der
belgischen Patentschrift 627174 der Reihe nach um
läßt sich der störende Einfluß der räumlichen Heterogenität dieser Strahlung dadurch ausschalten, daß 40
man die einzelnen Bestrahlungsproben nacheinander
an die gleiche Stelle in bezug auf den Reaktorkern
bringt, indem man sie etwa nach dem Vorbild der
belgischen Patentschrift 627174 der Reihe nach um
eine feststehende Achse in den Strahlungsbereich ein- 45 Kern eines Schwimmbecken-Reaktors. Die Vorrichschwenkt,
jedoch stellt dann immer noch die zeitliche tang besitzt einen unteren Teil A, der in den Reaktor-Heterogenität
der Kernstrahlung die Gleichheit der
den einzelnen Bestrahlungsproben zugeführten Dosis
in Frage. Diese zeitliche Heterogenität bzw. ihr störender Einfluß läßt sich allein dadurch beseitigen, 50
daß man alle miteinander zu vergleichenden Bestrahlungsproben gleichzeitig dem von dem Reaktorkern ausgehenden Fluß aussetzt. Dies bedeutet aber
naturgemäß, daß man die Bestrahlung der einzelnen
den einzelnen Bestrahlungsproben zugeführten Dosis
in Frage. Diese zeitliche Heterogenität bzw. ihr störender Einfluß läßt sich allein dadurch beseitigen, 50
daß man alle miteinander zu vergleichenden Bestrahlungsproben gleichzeitig dem von dem Reaktorkern ausgehenden Fluß aussetzt. Dies bedeutet aber
naturgemäß, daß man die Bestrahlung der einzelnen
Proben an verschiedenen Stellen gegenüber dem Re- 55 Tragrostes für den Kern des Reaktors eingesetzt ist.
aktorkern durchführen muß, wodurch sich wieder Der untere Teilet der eigentlichen Vorrichtung
ein störender Einfluß der räumlichen Heterogenität umfaßt eine Welle 8, die drehbar in einem Umhülder
Kernstrahlung ergeben kann. lungsrohr 10 angeordnet ist. Das Umhüllungsrohr 10
Im Ergebnis ist also festzustellen, daß mit den bis- greift, wenn es eingesetzt ist, von seinem oberen Ende
herigen Bestrahlungsvorrichtungen immer nur ent- 60 her in den Wasserkasten 4 ein, der die Zentrierung
weder die räumliche oder die zeitliche Heterogenität des Rohres 10 sicherstellt. Das Rohr 10 ist mit einer
der Kernstrahlung für die Messung unwirksam ge- Reihe von Öffnungen 12 für den Durchtritt von Kühlmacht
werden kann, niemals aber beide störenden wasser aus dem Schwimmbecken versehen, das längs
Einflüsse gleichzeitig zu unterdrücken sind. Dement- des Wasserkastens 4 und durch dessen Fuß 6 in den
sprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, 65 Kühlkreislauf des Reaktors eingesaugt wird,
eine Vorrichtung anzugeben, die eine genaue Fest- Die Welle 8 trägt bei dem gezeigten Ausführungs-
legung der den einzelnen miteinander zu vergleichen- beispiel fünf übereinander angeordnete Halterungen
den Bestrahlungsproben zugeführten Dosisleistung 14, von denen eine in F i g. 2 vergrößert dargestellt
Zeichnung veranschaulicht ist. Es zeigt
Fig. 1 die wesentlichen Teile der Vorrichtung
(teilweise im Schnitt) und
Fig. 2 einen mit II bezeichneten Teil der Vorrichtung
nach Fig. 1 in vergrößertem Maßstab.
Die dargestellte Vorrichtung dient zur Bestrahlung von Graphitproben innerhalb von dichten Kapseln
aus nichtrostendem Stahl in Heliumatmosphäre im
kern eingebracht wird, und einen oberen Teil B, der dann in das Wasser des Schwimmbeckens außerhalb
der Zone hohen Flusses eintaucht.
Bestrahlungsort und -raumbedarf werden durch einen Wasserkasten 4 festgelegt, dessen äußere Form
gleich derjenigen eines Brennstoffelements des Reaktors ist. Der Wasserkasten 4 endet in einem rohrförmigen
Fuß 6, der in das Gitter des (nicht gezeigten)
ist. Die Halterungen 14 bestehen beispielsweise aus Aluminium und haben im wesentlichen die Form
eines Gestells mit einer Muffe 15, einer mit der Welle 8 fest verbundenen Grundplatte 16 und einer
Deckplatte 20. Die Grundplatte 16 ist mit einer Reihe von Ausnehmungen 18 versehen, die gleichmäßig über
einen auf die Welle 8 zentrierten Kreis verteilt sind. Die Deckplatte 20 ist auf der Muffe 15 verschiebbar
angebracht und wird gegen die Grundplatte 16 durch eine Reihe von vorzugsweise aus Nickellegierung
bestehenden Federn 22, gedrückt, die zwischen der Deckplatte 20 einer Halterung 14 und der Grundplatte
16 der unmittelbar darüber angeordneten Halterung zusammengedrückt werden. Lediglich die
Federn 22 der in F i g. 1 sichtbaren obersten Halterung 14 stützen sich direkt gegen einen an der Welle 8
fixierten Ring 24 ab. In den Ausnehmungen 18 sind Bestrahlungskapseln 26 angeordnet und werden darin
durch die aufgedrückte Deckplatte 20 gehalten. Zur Steigerung der Sicherheit wird im allgemeinen ein
Aluminiumdraht vorgesehen, der die Fixierung der Kapseln 26 vervollständigt, die durch Abstandshalter
28 an ihrem Platz gehalten werden.
Von den sieben in jeder Halterung sitzenden Kapseln 26 sind fünf als Bestrahlungskapseln ausgebildet,
die Bestrahlungsproben enthalten, eine weitere (nicht gezeigte) enthält ein Dosimeter zur Messung der aufgenommenen
Strahlung. Die siebente dient als Kapsel zur Messung der Temperatur und enthält eine Vergleichsprobe
30, in der ein Thermoelement 32 angeordnet ist. Die Durchführung der Thermoelementdrähte
durch den Verschluß der entsprechenden Kapsel in dichter Weise wird beispielsweise durch
Bogenschweißen in Argonatmosphäre erreicht. Die insgesamt fünf Vergleichsproben sowie die insgesamt
fünf Dosimeter sind vorzugsweise jeweils längs der gleichen Erzeugenden ausgerichtet. Herausgeführte
Leitungen 34 gehen durch die Wand der rohrförmigen Welle 8 und erreichen den außerhalb des hohen
Flusses gelegenen Teil B durch das Innere der Welle 8.
Es sind verschiedene Ausführungsarten möglich, insbesondere ist es möglich, ein und dieselbe Kapsel
für die Messung von Temperatur und Strahlungsdosis zu verwenden. Die Kapsel enthält dann die mit einem
Thermoelement versehene Probe und ein integrierendes Dosimeter, beispielsweise in Form einer Scheibe
von 3 mm Durchmesser und 0,1 mm Dicke.
Die Kapseln 26 werden durch die Zirkulation von durch den Wasserkasten 4 nach unten strömendem
Wasser gekühlt. Die Temperatur der Proben und der Vergleichsprobe wird also einerseits durch die mit
der Strahlungsabsorption verbundene Aufheizung und andererseits durch die Kühlung auf Grund des
Wärmeaustausches zwischen Wasser und Kapseln bestimmt.
Die Temperatur der Proben stellt sich im allgemeinen zwischen 30 und 40° C längs der Achse bei
einem sehr engen Spiel bzw. Spalt zwischen Proben und Kapseln und einer nuklearen Aufheizung von
etwa 4 W/g im Graphit ein: Damit diese Temperatur für alle Proben gleich und vor allem gleich derjenigen
in der Vergleichsprobe wird, muß der Wärmewiderstand zwischen Graphit und Kapsel bei allen Kapseln
möglichst gleich sein; dieser Widerstand hängt wesentlich von der Einpassung der Probe in die
Kapsel ab, und es ist notwendig, daß diese sorgfältig vorgenommen wird: Beispielsweise brachte eine Bearbeitungsungenauigkeit
von ± 0,02 mm der Bohrung der Kapsel oder des Durchmessers der Probe bei
einem tatsächlich durchgeführten Einbau eine Schwankung von etwa ± 1,2° C der Graphittemperatur.
Der obere Teil Z? der Vorrichtung umfaßt einen Abschnitte' der drehbaren Welle8, der koaxial zu
einem Abschnitt 10' des Umhüllungsrohres 10 angeordnet ist: Die Wellenabschnitte sind durch einen
nicht gezeigten Mitnahmestift miteinander verbunden. Die Abschnitte des Umhüllungsrohres sind durch eine
ίο auseinandernehmbare dichte Flanschverbindung 35
zusammengefügt.
Der obere Abschnitt ist nach einem Gehäuse 36 hin offen, das der Aufnahme verschiedener mechanischer
Vorrichtungen oder Anordnungen dient, die weiter unten beschrieben werden, sowie zur Sicherstellung
einer dem biologischen Schutz dienenden Versetzung zwischen dem Umhüllungsrohr 10 und
einem zweiten vertikalen Rohr 38, das teilweise aus der Wassermasse des Reaktors herausragt.
ao Die beiden Abschnitte der Welle 8 sind in dem Gehäuse 36 mittels eines Lagers 40 eingehängt und
am Ausgang des Gehäuses 36 durch ein Lager 42 sowie im Wasserkasten4 durch in Fig. 1 nicht gezeigte
Zentrierkörper geführt. Die Lager sind für Trockenbetrieb eingerichtet; die Zentrierkörper können
durch drei in 120°-Teilung angeordnete Saphire gebildet werden, die im Innern eines Ringes aus nichtrostendem
Stahl rotieren.
Zum Antrieb der Rotation der Welle 8 ist ein Getriebemotor 44 im Gehäuse 36 angeordnet. Die Rotationsgeschwindigkeit soll im allgemeinen einige Umdrehungen pro Minute betragen, und sie lag beispielsweise bei einer bereits erprobten Ausführungsart der Vorrichtung gemäß der Erfindung bei 14 Um- drehungen pro Minute.
Zum Antrieb der Rotation der Welle 8 ist ein Getriebemotor 44 im Gehäuse 36 angeordnet. Die Rotationsgeschwindigkeit soll im allgemeinen einige Umdrehungen pro Minute betragen, und sie lag beispielsweise bei einer bereits erprobten Ausführungsart der Vorrichtung gemäß der Erfindung bei 14 Um- drehungen pro Minute.
Die mit den Thermoelementen 32 gemessenen Temperaturen werden auf außerhalb des Reaktorbeckens
angeordnete Meßgeräte durch die Leitungen 34 übertragen, die wie die Welle 8 und das Umhül·-
lungsrohr 10 in zwei Abschnitte unterteilt sind. Diese beiden Abschnitte sind durch Mikro-Steckverbindungen
46 verbunden, die bei zusammengebauter Vorrichtung in einem Niveau oberhalb der dichten Verbindung
35 liegen, wodurch die Demontage erleichtert wird, wie weiter unten gezeigt wird. Ebenfalls zur
Erleichterung des Zuganges zu diesen Mikro-Steckverbindungen 46 während der Demontage besitzt der
Teil 48 der Leitungen 34 oberhalb der Mikro-Steckverbindungen 46 durch spiralförmige Aufwicklung
eine gewisse Elastizität.
Die Leitungen 34 enden in elektrisch leitenden Kreisringen 50, die gegeneinander und gegen das
Gehäuse 36 isoliert sind. Auf jedem der Ringe 50 schleift eine festgelegte Kollektorbürste 52, die mit
einem Leiter 54 verbunden ist, der durch das vertikale Rohr 38 hindurchgeführt und dieses durch eine
dichte, oberhalb des Wasserspiegels des Reaktorbeckens angeordnete Dichtung 56 verläßt; zusätzliche
(nicht gezeigte) Abstreiforgane können zur Beseitigung von Abrieb bzw. Staub vorgesehen sein, der
durch Ausrichtungsfehler im Temperaturmeßsystem erzeugt wird.
Die in dem Gehäuse 36 und wenigstens die in dem Abschnitt 10' des Umhüllungsrohres 10 angeordneten
mechanischen Vorrichtungen sollen trocken funktionieren, und der obere Teil B der Vorrichtung bildet
eine dichte Umhüllung. Durch einen seitlichen Rohransatz 58 kann ein neutrales Gas, beispielsweise He-
Hum, unter Druck in diese Umhüllung eingeleitet werden, wodurch das Wasser bis zum Niveau einer
in dem Umhüllungsrohr 10 angebrachten Kontrollöffnung 60 zurückgedrängt werden kann.
Weiter ist eine in Fig. 1 nicht gezeigte Bedienungstafel
vorgesehen. Sie enthält eine Regelvorrich- r tung für den Heliumdruck, die dazu dient, den
Wasserspiegel im Umhüllungsrohr 10 auf einer im wesentlichen konstanten Höhe zu halten, einen Druckanzeiger,
der mit einem Alarm-Kontaktgeber versehen ist, einen Niederspannungs-Versorgungskreis für den
Getriebemotor 44 und ein Temperatur-Registriergerät. Ein Maximalwert-Kontaktgeber bzw. eine
(automatische) Sicherung ist vorzugsweise zur Unterbrechung der Versorgung des Getriebemotors 44 für
den Fall einer Überlastung infolge beispielsweise einer zufällig auftretenden Blockierung der drehbaren
Welle 8 vorgesehen.
Die Betriebsweise ist bereits nach der vorstehenden ausführlichen Beschreibung der Vorrichtung verstandlieh
und soll daher nur in knapper Form zur Erläuterung der Vorzüge der Erfindung beschrieben werden.
Zum Einsetzen wird die Vorrichtung einfach herabgelassen, so daß sie mit dem unteren Ende des
UrnhüUungsrohres 10 in den Wasserkasten 4 eingreift. Die Abmessungen der Vorrichtung sind derart, daß
bei eingefahrener Vorrichtung eine Wasserschicht von etwa wenigstens 4 m oberhalb des Gehäuses 36 zur
Sicherstellung eines ausreichenden biologischen Schutzes für das Bedienungspersonal oberhalb des Wasserspiegeis
besteht. Nach Einsetzen der Vorrichtung wird Helium durch den seitlichen Rohransatz 58 bis
zum Auftreten von Blasen, die aus der Kontrollöffnung 60 entweichen, zugeführt: Der Druck wird
dann leicht vermindert, wodurch der Wasserspiegel im Umhüllungsrohr 10 wieder bis über die Öffnung
60 ansteigt. Die Vorrichtung ist nun betriebsfertig. Selbstverständlich sind andere Lösungen zur Festlegung
des Helium(druck)niveaus ohne Gasverlust anwendbar.
Das Herausnehmen umfaßt bis zum Auftauchen der Verbindung 35 eine Reihe von inversen Operationen.
Der untere Teilvi der Vorrichtung wird festgelegt,
dann wird die Flanschverbindung 35 gelöst und der obere Teil B um 10 cm angehoben. Die beiden
Abschnitte der Welle 8 können nun durch Ausrücken des Mitnahmestiftes voneinander getrennt
werden. Der untere Abschnitt des Umhüllungsrohres 10 hängt natürlich am unteren Flansch der Verbindung
35 und wird so in seiner Stellung gehalten.
Das Gehäuse 36 wird erneut etwa 30 cm angehoben, um den Zugang zu den Mikro-Steckverbindungen
46 und ihre Entkopplung zu ermöglichen. Die Teile A und B sind nun vollständig voneinander
getrennt und der allein(radio)aktive Teil A wird in eine heiße Zelle überführt.
In dieser Zelle kann man das Auswechseln einer oder mehrerer Gruppen von Proben oder auch der
Gesamtheit der Proben vor der Rückführung der Vorrichtung in Bestrahlungsposition vornehmen.
Das Auswechseln der Kapseln 26 findet nacheinander für jede Gruppe statt: Der zur Absicherung
dienende Aluminiumdraht wird durchschnitten, die Deckplatte 20 durch Zusammenpressen der Federn
angehoben, und die einzelnen Kapseln 26 werden herausgezogen. Die Vergleichsprobe 30 kann eingesetzt
bleiben oder nach Abschneiden und Herausziehen der Leitungen 34 ihres Thermoelements 32
ausgewechselt werden; im letzteren Fall wird sie durch eine neue Kapsel ersetzt, die mit einer neuen
Vergleichsprobe 30 und einem neuen Thermoelement versehen ist.
Zur Freigabe des Zugangs zu den bestrahlten Proben müssen die Kapseln 26 geöffnet werden. Dann
werden sie in der Nähe einer im oberen Teil eingravierten Markierung mittels irgendeines herkömmlichen
Schneidwerkzeuges aufgeschnitten. Dabei ist als Spielraum für das Werkzeug ein Zwischenraum
von einigen Millimetern zwischen der Probe und dem Verschluß der Kapsel vorgesehen. Dieser Zwischenraum
ist vorteilhaft mit Aluminiumwolle zum Ableiten der im oberen Teil der Probe freigesetzten
Wärme ausgefüllt.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum gleichzeitigen Bestrahlen mehrerer kontinuierlich um eine feste Achse drehbar
angeordneter Kapseln zur Aufnahme von Bestrahlungsproben mit dem im aktiven Teil eines
Kernreaktors herrschenden Fluß, dadurchgekennzeichnet, daß jeweils mehrere Kapseln
(26) in einer gemeinsamen Halterung (14) mit gleichem gegenseitigem Winkelabstand rund um
eine während der Bestrahlungszeit sich gleichmäßig drehende und die Halterung dabei mitnehmende
Welle (8) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (14) außer einer
an der Welle (8) befestigten Grundplatte (16) eine Deckplatte (20) und elastische Mittel (22) aufweist,
die die Deckplatte (20) so auf die oberen Enden der Kapseln (26) drücken, daß diese mit
ihren unteren Enden in in der Grundplatte (16) vorgesehene Ausnehmungen (18) greifen und mit
ihrer Unterseite am Boden der Ausnehmungen (18) anliegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere Halterungen
(14) umfaßt, die längs der Welle (8) angeordnet sind und daß die elastischen Mittel durch
Federn (22) gebildet sind, die jeweils zwischen der Deckplatte (20) einer Halterung (14) und der
Grundplatte (16) der folgenden Halterung (14) eingespannt sind.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (8)
und die Halterungen (14) in einem Umhüllungsrohr (10,10') eingeschlossen sind und daß das
Umhüllungsrohr (10,10') und die WeUe (8) beide in zwei Abschnitte unterteilt sind, die durch auseinandernehmbare
Verbindungen aneinandergefügt sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1,2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Halterung
(14) einen Platz zur Aufnahme einer Kapsel aufweist, die ein Thermoelement (32) enthält, das
durch eine durch das Innere der Welle (8) gehende Leitung (34) mit einem Ring (50) verbunden
ist, der an einem oberen Abschnitt der Welle (8) angebracht ist und an einer feststehenden
Kollektorbürste (52) schleift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Leitung (34)
größer ist als diejenige der Welle (8) und daß die Leitung (34) durch eine trennbare Mikro-Steckverbindung
(46), die etwa in Höhe der ausein-
andernehmbaren Verbindungen angeordnet ist, in zwei Abschnitte geteilt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zur Bestrahlung von Proben in einem
Reaktor vom Schwimmbeckentyp, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen unteren vertikalen, in
das Schwimmbecken eintauchenden und die drehbare Welle (8) enthaltenden Teil und einen oberen
über das Niveau des Schwimmbeckens herausragenden Teil, der gegenüber dem unteren
Teil horizontaler Richtung versetzt ist, sowie ein Gehäuse (36) zur Verbindung dieser beiden Teile
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als oberer Teil ein vertikales
Rohr (38) vorgesehen ist, das mit dem Gehäuse (36) und dem oberen Teil des Umhüllungsrohres
(10,10') zu einem wasserdichten Gebilde zusammengefügt ist, das mit Mitteln (58) für die
Zuführung von Gas unter Druck versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909525/135
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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