DE129753C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B59/00—Hull protection specially adapted for vessels; Cleaning devices specially adapted for vessels
- B63B59/04—Preventing hull fouling
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 129753 KLASSE 65«.
Bekanntlich sind die Böden hölzerner, eiserner oder stählerner Schiffe besonders in
Tropengewässern dem Ansetzen von Muscheln sehr stark ausgesetzt, welche die ganze eingetauchte
Schiffswand oft mit einer 10 und mehr Centimeter dicken Schicht vollständig
überziehen. Dagegen bleiben die mit Kupfer oder ähnlichem Metall beplatteten Schiffe von
Musch.elansätzen stets frei. Man hat daher mehrfach versucht, auch die eisernen Schiffsboden
durch eine Kupferbeplattung zu schützen. Solcher Belag, welcher aus einzelnen Platten
besteht, die ähnlich wie bei den Holzschiffen entweder einzeln unmittelbar an der Schiffswand oder auch in einem aus Rahmen gebildeten
, an der Schiffswand nach Art des Patentes 88558 angebrachten Gerippe durch
versenkte Schrauben o. dgl. befestigt werden, stellt sich jedoch so hoch im Preise, dafs an
seine allgemeinere Einführung nicht zu denken ist. Auch ist bei dieser Beplattung die Entstehung galvanischer Ströme nicht zu vermeiden,
wodurch wiederum das Material der Schiffshaut der Gefahr einer Zerstörung ausgesetzt,
wird.
Alle solche Uebelstände sind bei dem den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden
Verfahren und dadurch erzielten Schiffsbelag vollständig ausgeschlossen.
Der letztere besteht aus einer dünnen Folie aus Kupfer oder ähnlichem Metall, welche auf
der Rückseite mit einer aus Guttapercha, Pech und Schellack gebildeten Isolir- und Bindeschicht
versehen ist. Letztere kann auf die Metallfolie entweder in streichfähigem Zustande
mittelst eines Anstriches aufgetragen oder in festerem Zustande gewissermafsen als Fournier
aufgewalzt oder aufgeprefst werden. Die so vorbereitete Metallfolie kommt in möglichst
langen Streifen von gehöriger Breite am besten in Rollenform zum Versand.
Bei der Anbringung der Metallfolie an der Schiffswand wird auf folgende Weise verfahren
:
Nachdem der Schiffskörper gehörig gereinigt, abgekratzt, gewaschen und wieder getrocknet
ist, wird die Schiffswand vortheilhaft erst mit einem Firnifs überzogen, welcher die
Rostpartikelchen bindet und auf solche Weise eine weitere Oxydation vollständig verhindert.
Nachdem das geschehen, wird die Metallfolie mit der Isolirschicht gegen die zu verkleidende
Fläche gelegt und mit heifsen Eisen, Walzen oder sonstigen erwärmten Hülfsmitteln fest angedrückt.
Dabei erwärmt sich die aus Guttapercha, Pech und Schellack bestehende Schicht und haftet infolge ihrer grofsen Klebefähigkeit
aufserordentlich fest. Beim Anbringen des Belags mufs natürlich die Bildung von Luftblasen
vermieden werden, was bei regelrechter Arbeit von der Mitte oder von einem Ende aus mit Leichtigkeit geschehen kann. Die
Metallfolie ist so weich, dafs sie sich in alle Fugen, Unebenheiten und Vertiefungen bequem drücken, walzen oder streichen läfst, so
dafs ein luftdichter Abschlufs erzielt wird.
Unter Umständen kann auch die Isolirschicht unabhängig von der Metallfolie in Gestalt einer
dünnen Weichgummilage mittelst eines aus Pech und Schellack hergestellten oder anderen
geeigneten Klebstoffes auf der Schiffswand befestigt und auf diese Schicht die Metallfolie
/<""*' event, auch mittelst Klebstoffes aufgewalzt oder
■ί/' aufgeprefst werden. Diese Ausführung wird
sich hauptsächlich an stark vorspringenden Stellen u. s. w. empfehlen, um zu verhindern,
dafs die Kupferfolie mit der zu bekleidenden Wand in directe Berührung kommt. Hauptsache
ist, dafs Schiffswand und Metallfolie in zuverlässiger Weise von einander isolirt werden.
Rostgruben werden vorteilhaft erst ausgespachtelt, ehe die Folie mit Isolirschicht
aufgebracht wird.
Wenn auch die Verwendung dieses Schutzbelags in erster Linie für Schiffe aus Eisen
oder Stahl geplant ist, so steht seiner Verwendung für Holzschiffe dennoch nichts im
Wege und dürfte sich sogar wegen der einfachen Anbringung aufserordentlich empfehlen.
Das Verfahren kann natürlich auch auf alle anderen dem Wasser ausgesetzten Gegenstände,
wie Schleusenthore, Schwimmdocks, Pontons u. s. w. ausgedehnt werden.
Claims (2)
1. Eine Schutzhaut für Schiffsboden u. dgl.
gegen das Ansetzen von Muscheln u. dgl., gekennzeichnet durch eine aus Kupfer oder
einer geeigneten Metalllegirung hergestellte Folie, welche mittelst einer klebefähigen
Isolirschicht auf der Aufsenhaut befestigt ist.
2. Eine Schutzhaut nach Anspruch i, bestehend aus weicher Kupferfolie mit auf
derselben angebrachter, im Wesentlichen aus Guttapercha, Pech und Schellack gebildeter
klebefähiger Isolirschicht.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE129753C true DE129753C (de) |
Family
ID=398187
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT129753D Active DE129753C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE129753C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747724C (de) * | 1940-01-18 | 1952-01-31 | Chem Fab R Baumheier Komm Ges | Verfahren zur Herstellung eines unter Wasser nicht bewachsenden Anstriches auf Metallen |
| USRE30771E (en) * | 1971-10-21 | 1981-10-13 | Method of protecting the hulls of marine vessels from fouling | |
| WO1982002525A1 (en) * | 1981-01-20 | 1982-08-05 | Mitchell Frederick Charles | Marine anti-fouling cladding |
| EP1084948A1 (de) * | 1999-09-17 | 2001-03-21 | Magnus Kvant | Verfahren zum Hemmen von Bewuchs auf einer Unterwasseroberfläche |
-
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- DE DENDAT129753D patent/DE129753C/de active Active
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747724C (de) * | 1940-01-18 | 1952-01-31 | Chem Fab R Baumheier Komm Ges | Verfahren zur Herstellung eines unter Wasser nicht bewachsenden Anstriches auf Metallen |
| USRE30771E (en) * | 1971-10-21 | 1981-10-13 | Method of protecting the hulls of marine vessels from fouling | |
| WO1982002525A1 (en) * | 1981-01-20 | 1982-08-05 | Mitchell Frederick Charles | Marine anti-fouling cladding |
| EP1084948A1 (de) * | 1999-09-17 | 2001-03-21 | Magnus Kvant | Verfahren zum Hemmen von Bewuchs auf einer Unterwasseroberfläche |
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