DE1294596B - Vorrichtung zum Verabreichen eines durch Inhalieren einzunehmenden Medikamentes - Google Patents

Vorrichtung zum Verabreichen eines durch Inhalieren einzunehmenden Medikamentes

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DE1294596B
DE1294596B DEF46852A DEF0046852A DE1294596B DE 1294596 B DE1294596 B DE 1294596B DE F46852 A DEF46852 A DE F46852A DE F0046852 A DEF0046852 A DE F0046852A DE 1294596 B DE1294596 B DE 1294596B
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inlet opening
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Description

1 2
Das Hauptpatent bezieht sich auf eine Vorrichtung den Vorgänge zeitlich aufeinander abzustimmen; zum Verabreichen eines durch Inhalieren in zer- andererseits ist derjenige Teil des Ansaugvorganges, stäubter Form einzunehmenden Medikamentes, das bei dem die Einspritzung der Dosis des Medikamenin einem Aerosolbehälter unter Gasdruck steht, wo- tes durch das Aerosol erfolgt, nicht festgelegt. Wird bei der Behälter mit einem hohlen Abgabekopf ver- 5 z. B. diese Dosis gegen Ende des Einsaugvorganges sehen ist, durch dessen Betätigung ein durch ihn erst freigegeben, so kann das Medikament nur in gesteuertes bewegliches Ventilglied eines Abgabe- den Mund und in die Luftröhre eingesaugt werden, ventile des Behälters in seine Offenstellung beweg- obgleich solche Medikamente tief in die Lunge und bar ist. Dabei ist ein an beiden Enden offener rohr- bis zu den letzten Bronchiolen eindringen sollen, förmiger Ansatz des Abgabekopfes in zwei Stellun- io Man kann dies dadurch erreichen, daß man die gen bringbar, wobei in der einen Stellung bei ge- Einspritzung der Dosis des Medikaments mit dem schlossenem Ventil eine Lufteintrittsöffnung, über die Aerosol schon unmittelbar nach Beginn des EinLuft in den Raum zwischen Ansatz und Behälter saugvorganges stattfinden läßt und dann das Medieintreten kann, geschlossen ist und in der anderen kament durch Einsaugen weiterer Luft sozusagen Stellung bei geöffnetem Ventil auch die Lufteintritts- 15 tief in die Lungen einschwemmt.
öffnung geöffnet ist. In dem der Erfindung zugrunde liegenden Haupt-Für viele Bronchialbeschwerden ist es erwünscht, patent ist eine Vorrichtung der eingangs beschriedaß Medikamente durch den Patienten unmittelbar benen Art gezeigt, bei der der Benutzer dazu verinhaliert werden. Seit vielen Jahren ist es bekannt, anlaßt wird, gleichzeitig mit dem Einatmen von Luft daß ein bequemes Verfahren zur Verabreichung des 20 das Ventil des Aerosolbehälters zu betätigen. Auf Medikamentes die Verabreichung in Form eines diese Weise wird eine optimale Verwendung der Aerosols ist. Vorrichtung und des Medikamentes erreicht. Die Ein für diese Zwecke geeignetes Aerosol kann auf Synchronisierung dieser beiden Vorgänge ist dabei verschiedene Art und Weise hergestellt werden, z. B. dadurch erreicht worden, daß der einzuatmende Luftindem man ein Pulver oder das Medikament in ein 25 strom des Benutzers so lange beschränkt wird, bis Treibmittel einbläst bzw. in diesem dispergiert, das das Ventil betätigt worden ist. Diese Beschränkung sich in einem Behälter befindet und unter Druck der Atemluft wird beispielsweise durch eine längs steht, so daß das Medikament als feiner Sprühnebel der Wandung des Mundstückes verlaufende, nach oder als sogenanntes Aerosol aus dem Behälter aus- innen ragende Lippe erzielt. Diese Wandung paßt gesprüht werden kann. Zur Zeit hat es sich als be- 30 über den Aerosolbehälter, der auch durch Druck quemer herausgestellt, die letztgenannte Verfahrens- auf diese Wandung betätigt wird. Bei der Ausfühweise anzuwenden, und zwar im allgemeinen in der rungsform nach dem Hauptpatent bildet die Lippe Form, daß das Medikament zusammen mit dem mit der Wandung so lange eine Dichtung, bis der Treibmittel in einem kleinen Behälter enthalten ist, Behälter heruntergedrückt wird, um das Ventil des an den ein Mundstück angesetzt ist, das einen Teil 35 Aerosolbehälters zu betätigen. Hierdurch verschieben besitzt, der derart in den Mund des Patienten ein- sich die Wandung und der Behälter relativ zugeführt oder über dessen Mund angebracht werden einander, und die kreisringförmige Lippe wird in kann, daß dabei das Ventil des Aerosolbehälters ge- Eingriff mit einer ihr entsprechenden kreisförmigen öffnet und ein Sprühnebel mit dem Medikament un- Einschnürung, die sich um den Behälter herumzieht, mittelbar in den Mund des Patienten eingeführt wird. 40 gebracht, wodurch eine Lufteintrittsöffnung entsteht. Durch Druckausübung auf das Ventil des Aerosol- Hierdurch wird nunmehr der Eintritt von Luft in behälters mittels des Mundstückes wird bei der be- den Mund des Benutzers über das Mundstück des kannte Vorrichtung das Öffnen des Ventils bzw. das Behälters ermöglicht. Bei dieser Ausführungsform Ausströmen des Medikamentes herbeigeführt. Zu erstreckt sich der Ansatz mit dem Kreisring über diesem Zweck besitzt der Aerosolbehälter für ge- 45 eine gewisse Länge der Seitenwandung des Behälters. wohnlich eine durch eine Zylinderfeder belastete, Der Erfindung ist die Aufgabe gestellt, die nach z. B. als Ventil ausgebildete Auslaßvorrichtung. Die dem Hauptpatent vorgeschlagene Vorrichtung derart Druckausübung auf diese Vorrichtung führt das Aus- zu verbessern, daß das Eindringen von Schmutz in sprühen des Behälterinhalts durch die Auslaßvorrich- die Ventilöffnung erschwert wird. Ferner soll eine tung hindurch herbei. Dabei ist das Mundstück über 50 Führung für das Ventil geschaffen werden, durch dem Auslaß des Aerosolbehälters an diesen so an- die eine Beschädigung des Ventils beim Betätigen gesetzt, daß dessen Auslaß mit einem Kanal und verhindert wird.
einer Düse des Mundstückes in Verbindung steht, Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge-
die beim öffnen des Auslasses einen für orale Ver- löst, daß der Ansatz als Gehäuse ausgebildet ist und
abreichung geeigneten Sprühstrahl erzeugt, wenn 55 den Behälter umschließt.
durch Druckausübung auf das Mundstück das Öffnen Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die
des Aerosolbehälterventils bewirkt wird. Lufteintrittsöffnung durch eine öffnung im Boden
Bei den üblichen Vorrichtungen ist der Aerosol- des Gehäuses gebildet. Bei der Vorrichtung nach dem
behälter dafür eingerichtet, daß bei jedem Öffnungs- Hauptpatent ist der Ansatz im wesentlichen röhren-
vorgang seines Ventils eine abgemessene Dosis seines 60 förmig mit einem oberen seitlichen Mundstück aus-
Inhalts bzw. des Medikamentes abgegeben wird. Der gebildet, das mit dem Betätigungsteil des Federventils
Patient versucht dabei, zunächst tief Atem zu holen des Aerosolbehälters zusammenarbeitet, um den
und während des Saugens das Ventil des Aerosol- Sprühnebel aus dem Behälter zum Benutzer zu leiten,
behälters zu betätigen, damit die Dosis des Medi- Der Ansatz nach der vorliegenden Erfindung um-
kamentes abgegeben wird. Dabei treten jedoch zwei 65 schließt den Aerosolbehälter, wobei er einen ring-
Schwierigkeiten auf: Einerseits ist es schwer, zugleich förmigen Raum zwischen der Innenwand des An-
mit dem tiefen Einatmen die Ventilbetätigung zu satzes bzw. des Gehäuses und der Außenwand des
bewirken, weil es Schwierigkeiten bereitet, diese bei- Behälters läßt. Die Luftemtrittsöffnung kann dabei
in der Seitenwand des Gehäuses oder nach einer bevorzugten Ausführungsform im Bodenteil des Gehäuses angeordnet sein, d. h. in dem Teil, der von dem Sprühende und dem Ventil entfernt liegt, wenn der Behälter in dem Gehäuse angeordnet ist. Ist die Lufteintrittsöffnung im Bodenteil des Gehäuses angeordnet, so wird diese Lufteintrittsöffnung vorzugsweise durch ein luftdichtes Verschließen des Spaltes zwischen dem Bodenteil des Behälters und dem Bodenteil des Gehäuses erzielt.
Der Ansatz bzw. das Gehäuse muß so ausgebildet sein, daß der Aerosolbehälter in ihn eingeführt und auch wieder aus ihm entfernt werden kann. Dies kann dadurch erzielt werden, daß das Gehäuse aus einem oberen und einem unteren Teil hergestellt wird, die beim Zusammenfügen das gesamte Gehäuse bilden.
Die Betätigungsmittel für das Ventil des Aerosolbehälters können an beliebiger Stelle im Bodenteil des Gehäuses angeordnet sein und auch einen Teil ao des Gehäuses bilden, der eine Bewegung des Aerosolbehälters und des Gehäuses relativ zueinander erlaubt, wodurch das Ventil gleichzeitig mit der Öffnung der Lufteintrittsöffnung betätigt wird. Ist diese Lufteintrittsöffnung in der Bodenfläche des Gehäuses as angeordnet, so ist das Betätigungsmittel zur Betätigung des Aerosolbehälters von Hand vorzugsweise innerhalb dieser Öffnung angeordnet. In diesem Fall kann dieser Betätigungsknopf die Lufteintrittsöffnung verschließen, indem beispielsweise ein Betätigungsknopf innerhalb der Öffnung angeordnet ist, der in die Bodenöffnung nach Art eines Zapfens eingelassen ist und dessen vergrößerter Kopfteil die Lufteintrittsöffnung zwischen Gehäuse und Behälter verschließt und also fest zwischen diesen beiden Teilen angeordnet ist, wenn das Ventil geschlossen ist. Wird der Knopf betätigt, so wird der verbreiterte Kopfteil des Betätigungsknopfes vom Behälter abgehoben und bildet so die Lufteintrittsöffnung. Die Lufteintrittsöffnung ist dann auf den ringförmigen Zwischenraum zwischen dem Betätigungsmittel und den Wänden der öffnung im unteren Teil beschränkt. Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Druckknopf, der mit der Hand zu betätigen ist, mit einem verbreiterten Kopfteil innerhalb des Gehäuses, der nach Art eines Zapfens in der im unteren Teil des Gehäuses vorgesehenen Öffnung angeordnet ist, vorgesehen. Dieser Druckknopf besitzt vorzugsweise Längsnuten, durch die das wirksame Gebiet, durch welches Luft hindurchströmen kann, wenn der Knopf zum öffnen des Ventils betätigt wird, vergrößert wird.
Durch diese Ausführungsformen werden die vorstehend geschilderten Schwierigkeiten behoben. Der Patient atmet zunächst tief aus, legt dann die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Abgabe von unter Druck stehendem Aerosol an seinen Mund an und beginnt tief einzuatmen. Dabei kann er zunächst nur saugen und im Mundstück der Vorrichtung ein teilweises Vakuum herstellen. Hierauf drückt er das Betätigungsglied von Hand und betätigt so das Ventil, wodurch eine Dosis des Medikamentes austritt und gleichzeitig Luft durch die Lufteintrittsöffnung hindurchströmen kann.
Die einleitende Saugwirkung gegen ein Vakuum fördert eine tiefe Einatmung und stellt sicher, daß das Medikament zu Beginn der Einatmung abgegeben wird.
Die beim Ansaugen gegen ein Vakuum hervorgerufene Atemnot gibt den Anstoß für die Betätigung des Aerosolventils und sichert somit die Gleichzeitigkeit der Freigabe der Medikamentdosis und des Einatmens.
Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung an Hand der Zeichnung beispielsweise beschrieben, in der
Fig. 1 teilweise im Schnitt eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt längs der Linie A -A in F i g. 1 darstellt.
Die dargestellte Vorrichtung zur Verabreichung eines Aerosols besitzt einen Aerosolbehälter 1 mit einem Aerosolauslaßventil, das von dem unter Federdruck stehenden Schaft 2 betätigt werden kann. Dieser Schaft ist in einem Ansatz oder röhrenförmigen Gehäuse 3 angeordnet, dessen eines Ende eine Abgabeöffnung oder ein Mundstück 4 aufweist. Sein anderes Ende steht in Verbindung mit dem Ende des Aerosolbehälters 1, wobei durch die Stirnwandung 5 des Gehäuses 3 ein Druckknopf 6 hindurchragt. Mit dem Mundstück 4 ist ein Ansatz 7 mit einer Bohrung 8 verbunden, in der der Schaft 2 angeordnet ist. Die Bohrung 8 ist über den Durchtrittskanal 9 mit der Sprühdüse 10 verbunden.
Der Druckknopf 6 besitzt Längsnuten 13, durch die die Innenseite der Vorrichtung mit atmosphärischer Luft verbunden wird, wenn der Aerosolbehälter 1 weit genug in Richtung auf den Ansatz 7 bewegt worden ist, so daß das Auslaßventil betätigt wird. Hierdurch kann Luft durch die Vorrichtung hindurch inhaliert werden. In allen anderen Stellungen des Druckknopfes 6 stehen Druckknopf 6 und Stirnwandung 5 miteinander in Verbindung und bilden einen im wesentlichen luftdichten Abschluß.
Beim Betätigen bringt der Benutzer das Mundstück 4 in seinen Mund ein und saugt. Wegen des luftdichten Abschlusses zwischen Druckknopf 6 und Stirnwandung 5 wird ein teilweises Vakuum aufgebaut. Der Benutzer betätigt dann den Druckknopf 6.
Dadurch wird der Aerosolbehälter 1 zusammen mit dem Druckknopf 6 nach oben bewegt, die Dichtung zwischen Druckknopf 6 und Stirnwandung 5 wird geöffnet, und Luft kann durch die Vorrichtung hindurch eingeatmet werden. Gleichzeitig wird der Schaft 2 zusammengedrückt, so daß das Medikament durch die Bohrung 8, den Durchtrittskanal 9 und die Sprühdüse 6 ausgesprüht wird und zusammen mit der die Vorrichtung durchströmenden Luft inhaliert wird.
Ist der Aerosolbehälter so ausgebildet, daß er das Medikament in umgekehrter Lage abgibt, so wird die Vorrichtung in einer Lage verwendet, die umgekehrt zu der in den Figuren dargestellten ist.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Verabreichen eines durch Inhalieren in zerstäubter Form einzunehmenden Medikamentes, das in einem Aerosolbehälter unter Gasdruck steht, wobei der Behälter mit einem hohlen Abgabekopf versehen ist, durch dessen Betätigung ein durch ihn gesteuertes bewegliches Ventilglied eines Abgabeventils des Be-
hälters in seiner Offenstellung bewegbar ist, wobei ein an beiden Enden offener rohrförmiger Ansatz des Abgabekopfes in zwei Stellungen bringbar ist und in der einen Stellung bei geschlossenem Ventil eine Lufteintrittsöffnung, über die Luft in den Raum zwischen Ansatz und Behälter eintreten kann, geschlossen ist und in der anderen Stellung bei geöffnetem Ventil auch die Lufteintrittsöffnung geöffnet ist, nach dem deutschen Patent 1 243 825, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz als Gehäuse (3) ausgebildet ist und den Behälter (1) umschließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lufteintrittsöffnung durch eine öffnung im Boden des Gehäuses (3) gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil durch einen Betätigungsknopf (6) von Hand betätigbar ist, der in die Bodenöffnung nach Art eines Zapfens eingelassen ist und dessen dem Behälter zugewandter Teil die Bodenöffnung verschließt, solange der Knopf nicht betätigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der längliche, nach außen weisende Teil des Betätigungsknopfes (6) Längsnuten (13) aufweist, durch die Luft in die Lufteintrittsöffnung strömen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEF46852A 1964-08-11 1965-08-10 Vorrichtung zum Verabreichen eines durch Inhalieren einzunehmenden Medikamentes Pending DE1294596B (de)

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