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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum selbsttätigen
photo elektrischen Zählen, Registrieren und Differenzieren von Teilchen in gasförmigen
oder flüssigen Medien, insbesondere in der Luft.
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Sie gibt ferner eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens an und bezieht sich schließlich auf eine hierzu mit Vorteil anwendbare
elektrische Schaltungsanordnung.
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Es sind bereits mehrere Verfahren zur Feststellung, Zählung und Analysierung
von Teilchen in der Luft bekanntgeworden. Diese Verfahren bestehen im wesentlichen
darin, die Teilchen aus der Luft abzusondern, zu konzentrieren und sie an irgendeiner
Stelle, beispielsweise elektrostatisch, niederzuschlagen. Die niedergeschlagenen
Teilchen wurden dann mit Hilfe normaler chemischer Analysen untersucht und analysiert
oder unter dem Mikroskop gezählt.
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Diese Verfahren sind jedoch umständlich und zeitraubend, da durch
die chemischen Untersuchungsvorgänge im Laboratorium sehr viel Zeit beansprucht
wird. Auch war es mit den bekannten Verfahren nicht ohne weiteres möglich, die Teilchen
nach vitalem oder nichtvitalem Zustand zu differenzieren.
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Es ist ferner ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ermittlung undloder
Zählung der Größe von in einer Flüssigkeit suspendierten Teilchen bekanntgeworden,
bei welchen die Suspension einem elektrischen Feld ausgesetzt wird, wobei die Schwebeteilchen
bei ihrer Annäherung oder Durchgang durch dieses Feld infolge der Verschiedenheit
der elektrischen Faktoren der Suspensionsflüssigkeit und der Schwebeteilchen in
einem dieses Feld einschließenden Stromkreis Stromänderungen hervorzurufen.
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Diese Stromänderungen werden durch entsprechende Mittel angezeigt
und gezählt, so daß die Anzahl der Strom änderungen ein Maß für die Anzahl der suspendierten
Teilchen und der Modulationsgrad ein Maß für die Größe des suspendierten Teilchens
darstellen. Eine genaue Differenzierung der zu analysierenden Teilchen bezüglich
ihrer Form und ihres biologischen Zustandes ist jedoch mit dem genannten vorbekannten
Verfahren nicht möglich.
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Es ist ferner eine Vorrichtung zur Ermittlung von Teilchen, die in
einer Flüssigkeit suspendiert sind, bekanntgeworden, bei welcher in eine unter Vakuum
stehende Röhre durch eine kleine Öffnung die zu untersuchende Flüssigkeit, welche
die suspendierten Teilchen enthält, eintreten kann. Durch die Veränderung des Widerstandes
in der Öffnung, wenn ein suspendiertes Teilchen durch die Öffnung hindurchtritt,
kann die Zahl der Teilchen, die durch die Öffnung hindurchtreten, gemessen werden.
Auch bei der genannten Vorrichtung ist eine genaue Differenzierung und Analysierung
der Teilchen nicht möglich.
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Einem nicht vorbekannten Vorschlag zufolge kann das Teilchengrößenspektrum
von Dispersoiden durch eine photoelektrische Methode bestimmt werden. Dabei durchlaufen
die zu bestimmenden Teilchen einen beleuchteten Meßraum, wobei ein Parallelstrahlenbündel,
welches ein kleines Meßfeld unter einem bestimmten Winkel zur optischen Achse durchläuft,
in schneller Folge mit einem zweiten Parallelstrahlenbündel abwechselt, das dasselbe
Meßfeld unter einem anderen Winkel durchläuft. Das Verhältnis der Streulichtintensitäten
dient dabei als Maß für die Teilchengröße. Mit diesem nicht vorbekannten Verfahren
ist aber nur eine Aussage, nämlich die Ermittlung eines Teilchengrößenspektrums
möglich. Eine
individuelle Behandlung, d. h. eine Zählung, Registrierung und Differenzierung
ist mit dem genannten Verfahren nicht möglich.
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Die vorliegende Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, nicht
nur die Zählung und Registrierung, sondern auch die Differenzierung von Teilchen
nach ihrer Größe, ihrem Format und ihrem biologischen Zustand zu ermöglichen.
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Gemäß der Erfindung wird daher ein Verfahren zum selbsttätigen photoelektrischen
Zählen, Registrieren und Differenzieren von Teilchen in gasförmigen oder flüssigen
Medien, insbesondere in der Luft, vorgeschlagen, bei welchen die Teilchen einen
beleuchteten Meßraum durchlaufen und welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die
aus dem Medium mittels an sich bekannter Methoden ausgeschiedenen Teilchen in einem
strömenden Medium durch eine mit einem oder zwei engen Spalten versehene Meßkammer
gleichmäßig hindurchbewegt werden, daß die Kammer in der Höhe des oder der Spalte
von einer oder zwei Lichtquellen in Verbindung mit einer geeigneten Optik derart
durchstrahlt wird, daß die durchlaufenden Teilchen über eine weitere Optik auf einem
Multiplier scharf abgebildet werden, daß die durch die Bewegung der Teilchen im
Photomultiplier hervorgerufenen elektrischen Impulse einem Diskriminator und einem
Zählwerk oder Analysatoren zugeführt werden.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also das Strahlenbündel
dauernd auf jedes durch die Meßkammer sich bewegende Teilchen gerichtet, welches
durch eine geeignete Optik auf dem Schlitz des Photomultipliers scharf abgebildet
wird. Da die Teilchen sich mit und in dem strömenden Medium gleichmäßig durch die
Kammer hindurchbewegen, wird durch die geeignete Optik sich die Abbildung des Teilchens
auch über den Schlitz des Photomultipliers bewegen.
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Bei bekannter Teilchengeschwindigkeit, bekannten Projektionsverhältnissen
und bekannter Schlitzbreite des Photomultipliers kann somit außer der Zählung und
Registrierung der Teilchen aus der Zeitdauer der Passage über den Schlitz auf den
Teilchendurchmesser geschlossen werden. Dabei ist die Bewegung der Teilchen Voraussetzung
für die Messung, wobei die Lichtmenge nicht nur als Streulicht, sondern auch als
Durchlicht voll gemessen werden kann, was für die vielen Aussagemöglichkeiten, die
durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielt werden, von wesentlicher Bedeutung
ist.
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Zur Durchführung des Verfahrens können die Teilchen zunächst mittels
an sich bekannter Methoden aus einem Medium ausgeschieden und mittels eines strömenden
Mediums durch eine mit einer oder zwei engen Spalten versehene Kammern, die von
Licht durchstrahlt werden, hindurch am Spalt vorbeibewegt werden. Die durch die
Bewegung der Teilchen über den Spalt hervorgerufenen Hell-Dunkel-Effekte werden
in dem Photo element in elektrische Impulse umgewandelt. Diese Impulse werden einem
Diskriminator, einem Zählwerk oder Analysatoren zugeführt. Dadurch können die Impulse
diskriminiert, gezählt und nach Amplitude und Zeitdauer analysiert werden.
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Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den großen Vorteil, daß die
Erfassung großer Mengen Luft in relativ kurzer Zeit ermöglicht wird und daß vor
allem die Zählung und Analysierung kontinuierlich
durchgeführt werden
kann. Dabei ist es möglich, eine fast vollständige Erfassung von Teilchen in der
Luft zwischen 0,5 F bis 50 in zu erreichen.
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Die Differenzierung und Analysierung der Teilchen kann dabei nicht
nur nach Größe, Dichte und chemischer Zusammensetzung, sondern auch nach vitalem
oder nicht vitalem Zustand erfolgen. Während die bisher bekannten Verfahren nur
eine Unterscheidung der Größe der Teilchen ermöglichten, ist es mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren erstmalig möglich, auch deren Dichte und chemische Zusammensetzung zu
bestimmen. Darüber hinaus ist es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, festzustellen,
ob die Teilchen sich in vitalem Zustand, d. h. lebendem Zustand befinden oder nicht.
Es können daher auch Bakterien, die sich in der Luft befinden, ermittelt und von
den übrigen Teilchen unterschieden werden.
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Bei der Durchführung des Verfahrens ist es zweckmäßig, für das strömende
Medium, in welchem die Teilchen am Spalt vorbeibewegt werden, eine Flüssigkeit zu
verwenden. Hierzu kann reines Wasser Anwendung finden, welches bei Ansaugen der
Luft in diese zerstäubt wird. Hierzu werden gleichzeitig die Teilchen von der Flüssigkeit
aufgenommen und können mit dieser am Spalt vorbeibewegt werden.
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Um die Teilchen in gleicher Lage an dem Spalt vorbeizuführen, ist
es erforderlich, daß die die Teilchen enthaltende Flüssigkeit als feiner Stromfaden
turbulenzfrei am Spalt vorbeibewegt wird. Hierzu wird ein besonderer Flüssigkeitsumlauf
vorgesehen, der die Strömung durch die Kammer aufrechterhält und in welchem gleichzeitig
eine Reinigung von bereits analysierten Teilchen vorgenommen wird. Der Flüssigkeitsumlauf
sorgt dafür, daß die die Teilchen enthaltende Flüssigkeit durch eine feine Düse,
welche in die Kammer einmündet, herausgezogen und als feiner turbulenzfreier Strahl
am Spalt vorbeibewegt wird.
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Zur Differenzierung von Teilchen nach vitalem oder nichtvitalem Zustand
werden an der Kammer zwei oder mehrere Spalten hintereinander angeordnet, die von
zwei oder mehreren Lichtquellen durchstrahlt werden. An den Spalten wird der Stromfaden
mit den Teilchen vorbeibewegt, wobei im Bereich eines Spaltes Gesamtlicht und im
Bereich des anderen Spaltes monochromatisches, polychromatisches oder UV.-Licht
eingestrahlt wird. Die Spalte sind über je eine Optik mit zwei Photomultipliern
verbunden, wobei die von den Photomultipliern herrührenden Impulse anschließend,
wie weiter unten näher beschrieben wird, weiterverarbeitet werden.
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Zur Durchführung des Verfahrens wird ferner eine Vorrichtung angegeben,
welche gekennzeichnet ist durch eine an eine Kondenskammer angeschlossene Luftansaugpumpe
und einen mit einer Düse in den Luftstrom einmündenden Wasserbehälter. Die Kondenskammer
steht über eine Zuleitung mit der Meßkammer in Verbindung, welche einen oder mehrere
Spalte aufweist.
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In dieser Meßkammer mündet die Zuleitung für die die Teilchen enthaltende
Flüssigkeit mit einer feinen Düse ein.
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Zur Aufrechterhaltung der Flüssigkeitsbewegung in der Kammer und
zur Herstellung eines feinen turbulenzfreien Strahles ist ferner ein weiterer Flüssigkeitskreislauf
vorgesehen, der aus einer Kreislaufpumpe, einem Mikrofilter, einem Entlüftungswasser-
behälter
und zwei oder mehreren in die Strömungskammer einmündenden Zur und Ableitungen besteht.
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Zur Durchstrahlung des Flüssigkeits-Stromfadens werden eine oder mehrere
mit einer Optik versehene Lampen in der Weise an der Kammer angeordnet, daß sie
ein Lichtbündel in die Kammer werfen, und zwar auf die Stellen, wo sich die Spalte
befinden.
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Hinter den Spalten in der Kammer sind jeweils Photomultiplier zur
Umwandlung der Hell-, Dunkel-oder Fluoreszenzeffekte in elektrische Impulse vorgesehen.
Bei einer Anordnung von zwei Lichtquellen kann die eine Lichtquelle Gesamtlicht
und die zweite Lichtquelle monochromatisches, polygromatisches oder UV.-Licht aussenden.
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An die Photomultiplier ist ein elektrisches Netzwerk angeschlossen,
welches aus einer Diskriminatorstufe, einem Verstärkerumformergitter und einer Zählvorrichtung
besteht.
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Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist dadurch gekennzeichnet,
daß hinter den Photomultipliern, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Vorverstärkers,
eine Diskriminatorstufe geschaltet ist.
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Der Ausgang dieser Diskriminatorstufe steht über ein Verstärkerumformergitter
unmittelbar mit der Zählvorrichtung in Verbindung.
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Bei Anordnung von zwei Lichtquellen und zwei Photomultipliern können
die Ausgänge der Photomultiplier, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Vorverstärkers
auf eine Antikoinzidenzstufe geschaltet werden, welche über eine Diskriminatorstufe
und ein Verstärkerumformergitter mit einer weiteren Zählvorrichtung in Verbindung
stehen. An die Vorverstärker kann ferner noch je ein Oszillograf angeschlossen werden,
um die Form der Impulse zu beobachten.
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Um eine Aussage über die Größe und Dichte der Teilchen machen zu
können, wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung an den Ausgang des Photomultipliers
ein Impulshöhenanalysator und parallel hierzu ein Impulsbreitenanalysator r geschaltet,
wobei diese beiden Geräte jeweils mit dem Zählgerät in Verbindung stehen. Es ist
auch möglich, eine weitere Stufe vorzusehen, um nur diejenigen Teilchen zu zählen,
die eine bestimmte Größe bzw. Dichte haben.
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Der Impulsbreitenanalysator kann mit einem Hochfrequenzmodulator zusammengeschaltet
werden, mit Hilfe dessen eine bestimmte konstante Impulsbreite eingestellt werden
kann, so daß nur diejenigen Impulse erfaßt werden, die gleich oder kleiner als die
eingestellte Impulsbreite sind. Breitere Impulse werden dabei nicht mitgezählt.
Auf diese Weise ist es möglich, die Größe der Teilchen ziemlich genau zu bestimmen.
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Das erfindungsgemäße Verfahren soll an Hand einer bevorzugten Vorrichtung
und Schaltungsanordnung näher erläutert werden.
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A b b. 1 stellt im Prinzip eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens dar, während in den A b b. 2 und 3 bevorzugte Schaltungsanordnungen im
Blockschema zur Aufnahme, Differenzierung, Zählung und Registrierung der elektrischen
Impulse wiedergegeben sind.
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In Ab b. 1 werden durch eine Luftansaugpumpe 1 größere Mengen der
zu untersuchenden Luft angesaugt und zu einer Vernebelungsdüse 3 geleitet, die filtriertes
Wasser aus dem Wasserbehälter 2 in die angesaugte Luft zerstäubt. Dabei werden die
Schwebeteilchen in der Luft in dem Vernebelungsprozeß an
die Wasserteilchen
gebunden und dieser Nebel wird in eine Kondenskammer 4 geführt. Innerhalb dieser
Kondenskammer sind Kondenslamellen 5 eingebracht, auf die der Nebel aufprallt und
sich daran niederschlägt. Durch die plötzliche Richtungsänderung des Nebelluftstromes
wird nämlich zusätzlich der sogenannte Inpingereffekt nutzbar gemacht, so daß die
Schwebe- und Nebelteilchen an den Kondenslamellen haften bleiben. Wenn ein gewisser
Feuchtigkeitsgrad überschritten ist, tropft die Flüssigkeit auf den Boden der Kondenskammer
und fließt durch den Kondenswasseraustritt über die Rohrleitung 8 ab.
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Am hinteren oberen Teil der Kondenskammer befindet sich ein Luftaustritt
7, vor welchem ein Luftstromanzeiger 6 eingebaut ist.
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Über die Rohrleitung 8 fließt das Kondenswasser durch ein Knie 9
zu einem Teller 10, auf welchem sich Probebecher 11 zur Ansammlung des gewonnenen
Kondenswassers befinden. Mit dem so gewonnenen Kondenswasser kann zusätzlich eine
normale chemische Analyse durchgeführt werden.
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Vom Knie 9 führt eine Zuleitung 12 zu einer Zählkammerdüse 13, die
in einer besonders konstruierten Kammerl4 untergebracht ist. Diese Kammer arbeitet
nach dem Wasserstrahlprinzip, bei dem die obere Düse 15 unter Vakuum steht, und
die die in einem besonderen Flüssigkeitskreislauf befindliche zusätzliche Flüssigkeit
ansaugt. Dies hat zur Folge, daß der Zustrom von Flüssigkeit über die Zuleitung
16 und über die beiden Wasserstrahldüsen 17a und 17 b durch die Kammer 14 erfolgt.
Dadurch wird beim Vorbeifließen des Flüssigkeitsstromes ein Teil des in der unteren
Düse 13 befindlichen Kondenswassers mitgerissen und als feiner Stromfaden durch
die Kammer geführt. Danach gelangt dieser Stromfaden in die obere Düse 15 und wird
mittels einer Pumpe 16 a durch ein Mikrofilter 17 zu einem Entlüftungswasserbehälter
18 geführt. Innerhalb dieses Behälters befindet sich eine Kammer 18, durch die das
entlüftete und gesäuberte Wasser wiederum zu der Wasserstrahlzufuhr 16 geführt wird.
Zur Anzeige des Druckes im Flüssigkeitskreislauf ist ferner oberhalb der Düse 15
ein Manometer 19 vorgesehen. Durch das Filter 17 wird das mit den Schwebeteilchen
durchsetzte Wasser von diesen gereinigt.
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In der Kammer 14 befindet sich ein Spalt 20, vor welchem der zu untersuchende
Stromfaden vorbeigeführt wird. Außerhalb der Kammer ist eine Lichtquelle 21 vorgesehen,
deren Lichtstrahlen durch eine Optik 22 derart abgelenkt werden, daß sich der Stromfaden
im Brennpunkt der Dunkelfeldbeleuchtung befindet. Vor die Optik 22 ist noch eine
Dunkelfeldblende 23 gespannt, so daß der Hohlkegellichtbrennpunkt genau auf die
Mitte der Kammer und damit auf den zu untersuchenden Stromfaden justiert wird. Der
Lichtkegel, der sich auf der anderen Seite -des Brennpunktes ausbreitet, ist so
eingestellt, daß kein Licht auf das Objektiv 24 fällt. Ein Teilchen, das sich zwischen
der unteren und oberen Düse durch den Brennpunkt am Spalt vorbeibewegt, verursacht
eine Deflektion des Lichtes, so daß dieses Licht durch das Objektiv 24 als Lichtimpuls
über ein Projektionsokkular 25 auf einen Schlitz 26 des Photomultipliers 27 geworfen
wird.
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Dieser Lichtimpuls wird durch den Photomultiplier 27 in einen elektrischen
Impuls umgewandelt, so daß jedes Teilchen, das die Kammer 14 passiert, gezählt und
gemessen werden kann.
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Eine zweite Lichtquelle 21 a und ein zweiter Photomultiplier 27 a
sind auf monochromatisches Licht eingestellt, so daß etwa 3650 Ä Licht die Kammer
durch die gleiche oder eine hiervon getrennte nicht dargestellte Optik passieren
kann. Bei dieser Wellenlänge werden die meisten organischen und metallorganischen
Verbindungen, Gewebestoffe und Eiweißverbindungen fluoreszierend. Diese Fluoreszenzeffekte
werden dabei ebenfalls in ;elektrische Impulse umgewandelt, so daß es möglich ist,
diese Teilchen getrennt von den übrigen Teilchen zu unterscheiden und gesondert
zu zählen und zu registrieren.
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In A b b. 2 ist im Prinzip eine Schaltungsanordnung zur Zählung,
Registrierung und Differenzierung der durch die Teilchen erzeugten Lichtimpulse
gemäß der Erfindung dargestellt. Die Lichtquelle21, die aus einer Wolframfadenlampe
und einem Reflektor besteht, strahlt Gesamtlicht durch die nicht gezeigte Kammer
und Optik auf die Teilchen, die ihrerseits das Licht auf den Photomultiplier 27
werfen. Es ist ferner eine zweite Lichtquelle 21 a vorgesehen, die aus einer Quarzlampe
besteht, welche hauptsächlich Licht abgibt. Vor diese Lampe ist ein Indifferenzfilter
geschaltet, welches nur 3650 A Wellenlänge durchläßt und ebenfalls durch die Kammer
auf den Photomultiplier 27 a trifft. Die Lichtimpulse der jeweiligen Lichtquelle
werden durch die beiden Photomultiplier in elektrische Impulse umgewandelt, verstärkt
und jeweils einer Vorverstärkerstufe 28 bzw. 28 a zugeführt. An den Ausgang der
beiden Vorverstärker sind zwei Oszillografe 29 und 29 a zur Kontrolle der optischen
Einstellung geschaltet. Die beiden Ausgänge der Vorverstärker 28 und 28 a sind gleichfalls
auf eine Antikoinzidenzstute 30 geschaltet. Diese Antikoinzidenzstufe 30 zeigt nicht
an, wenn die Impulse vom Gesamtlicht und zu gleicher Zeit vom UV-Licht stammen.
Sowohl die beiden Ausgänge der Vorverstärker 28 und 28 a, als auch der Ausgang der
Antikoinzidenzstufe 30 sind jeweils mit einem Diskriminator 31, 31 a, 31 b verbunden.
Hinter die Diskriminatoren sind jeweils Verstärkerformergitter 32, 32 a, 32b geschaltet,
die sämtliche Impulse auf einen gleichen elektronischen Wert bringen, so daß die
schließlich angeschlossenen Zähldekaden 33, 33 a, 33 b, gleichmäßig ansprechen,
gleichgültig, ob die Impulse stark oder schwach zu den Verstärkerumformergittern
gelangen.
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Die Wirkungsweise der beiden Photomultiplier und der Antikoinzidenzstufe
ist dabei folgende: Die Antikoinzidenzstufe zeigt nicht an, wenn die Impulse vom
Gesamtlicht und zu gleicher Zeit vom Licht stammen. Sollten daher Teilchen gleichzeitig
als organisch und anorganisch über beide Photomultiplier registriert werden, so
kommt keine Zählung zustande. Gelangt jedoch ein Impuls, der auf ein Teilchen zurückzuführen
ist, nur durch den Gesamtlicht-Photomultiplier 27, so wird er angezeigt, da in jedem
Fall, wenn ein organisches Teilchen als UV fluoreszierender Impuls auftritt, dieses
auch vom anorganischen Gesamtlicht-Photomultiplier 27 a mit erfaßt wird. Die Antikoinzidenzstufe
30 wird also nur nichtfluoreszierende Teilchen zur nächsten Stufe, dem Diskriminator
31 b, weiterleiten. Darüber hinaus gelangen die Impulse des Gesamtlichtes durch
den Photomultiplier 27 zur Gesamtzählvorrichtung 33, so daß alle Teilchen insgesamt
erfaßt werden. Impulse, die von Teilchen stammen, die durch monochromatisches Licht
fluoreszieren, werden von dem
Photomultiplier 27 a über den Vorverstärker
28 a, den Diskriminator 31 a und das Verstärkerumformergitter 32a zur Zähivorrichtung
33 a geführt und dort als organische Teilchen gezählt.
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Durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung in Verbindung mit
der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist es also möglich, eine Vordiskriminierung
nach folgenden Unterteilungen zu erreichen: 1. Gesamtpartikelzählung (GZ), 2. Gesamtpartikelzählung
minus Zählung der organischen Partikel (OZ) ergibt Zählung der anorganischen Partikel
(AZ), 3. Gesamtzählung der organischen Partikel (OZ).
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In A b b. 3 ist zur Analysierung der Amplitudenbreite und Höhe der
in den Photomultipliern erzeugten Impulse eine besondere Schaltungsanordnung im
Prinzip dargestellt. Der Photomultiplier 27 ist über den Vorverstärker 28 gleichzeitig
an einen Impulshöhenanalysator 34 und einen Impulsbreitenanalysator 35 geschaltet.
Der Ausgang des Impulshöhenanalysators 34 führt zu einer nicht dargestellten Zählvorrichtung.
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Parallel zu dem Impulsbreitenanalysator ist ein gegebenenfalls regelbarer
Hochfrequenzerzeuger 36 auf eine Antikoinzidenzstufe 37 geschaltet. Der Ausgang
dieser Koinzidenz stufe steht wiederum mit einer nicht dargestellten Zählvorrichtung
in Verbindung.
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Mit dieser Schaltungsanordnung ist es möglich, die Impulse nicht nur
nach ihrer Höhe zu unterscheiden, sondern auch durch eine Einstellung des Hochfrequenzerzeugers
für bestimmte Impulsbreiten beliebige Impulse mit bestimmter Breite auszuwählen
und zur Zählung zu bringen. Durch die dargestellte Schaltungsanordnung läßt sich
daher das Auflösungsvermögen des Gerätes auf die Unterscheidung in Abhängigkeit
von Größe und Dichte der Teilchen noch weiter steigern. Dieses ist vor allem deshalb
wichtig, weil durch eine Analyse der Impulshöhe und Impulsbreite ein kleineres Teilchen
mit größerer Dichte von einem größeren Teilchen mit kleinerer Dichte, das in dem
Photomultiplier nahezu den gleichen Impuls erzeugt, unterschieden werden kann.
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Die Verwendung von derartigen Analysatoren ist auch aus dem Grunde
besonders zweckmäßig, da die Größe der Lichtimpulse im großen und ganzen abhängig
von der reflektierenden Fläche des Teilchens ist. Daher werden kleine Teilchen schwache
und große Teilchen starke Impulse verursachen. Da die Zeit des Vorbeifiießens der
Teilchen möglichst konstant gehalten werden muß, würde die Fußbreite der Impulskurve
relativ gleichbleibend sein, während sich die Höhe entsprechend verändert.
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Es ist selbstverständlich, daß alle Vorgänge entweder durch Kurvenschreib-
oder Zahlendruckgeräte registriert werden können.