DE1292877B - Verfahren und Vorrichtung zum selbsttaetigen photoelektrischen Zaehlen, Registrierenund Differenzieren von Teilchen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum selbsttaetigen photoelektrischen Zaehlen, Registrierenund Differenzieren von Teilchen

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DE1292877B DE1961C0024434 DEC0024434A DE1292877B DE 1292877 B DE1292877 B DE 1292877B DE 1961C0024434 DE1961C0024434 DE 1961C0024434 DE C0024434 A DEC0024434 A DE C0024434A DE 1292877 B DE1292877 B DE 1292877B
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum selbsttätigen photo elektrischen Zählen, Registrieren und Differenzieren von Teilchen in gasförmigen oder flüssigen Medien, insbesondere in der Luft.
  • Sie gibt ferner eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens an und bezieht sich schließlich auf eine hierzu mit Vorteil anwendbare elektrische Schaltungsanordnung.
  • Es sind bereits mehrere Verfahren zur Feststellung, Zählung und Analysierung von Teilchen in der Luft bekanntgeworden. Diese Verfahren bestehen im wesentlichen darin, die Teilchen aus der Luft abzusondern, zu konzentrieren und sie an irgendeiner Stelle, beispielsweise elektrostatisch, niederzuschlagen. Die niedergeschlagenen Teilchen wurden dann mit Hilfe normaler chemischer Analysen untersucht und analysiert oder unter dem Mikroskop gezählt.
  • Diese Verfahren sind jedoch umständlich und zeitraubend, da durch die chemischen Untersuchungsvorgänge im Laboratorium sehr viel Zeit beansprucht wird. Auch war es mit den bekannten Verfahren nicht ohne weiteres möglich, die Teilchen nach vitalem oder nichtvitalem Zustand zu differenzieren.
  • Es ist ferner ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ermittlung undloder Zählung der Größe von in einer Flüssigkeit suspendierten Teilchen bekanntgeworden, bei welchen die Suspension einem elektrischen Feld ausgesetzt wird, wobei die Schwebeteilchen bei ihrer Annäherung oder Durchgang durch dieses Feld infolge der Verschiedenheit der elektrischen Faktoren der Suspensionsflüssigkeit und der Schwebeteilchen in einem dieses Feld einschließenden Stromkreis Stromänderungen hervorzurufen.
  • Diese Stromänderungen werden durch entsprechende Mittel angezeigt und gezählt, so daß die Anzahl der Strom änderungen ein Maß für die Anzahl der suspendierten Teilchen und der Modulationsgrad ein Maß für die Größe des suspendierten Teilchens darstellen. Eine genaue Differenzierung der zu analysierenden Teilchen bezüglich ihrer Form und ihres biologischen Zustandes ist jedoch mit dem genannten vorbekannten Verfahren nicht möglich.
  • Es ist ferner eine Vorrichtung zur Ermittlung von Teilchen, die in einer Flüssigkeit suspendiert sind, bekanntgeworden, bei welcher in eine unter Vakuum stehende Röhre durch eine kleine Öffnung die zu untersuchende Flüssigkeit, welche die suspendierten Teilchen enthält, eintreten kann. Durch die Veränderung des Widerstandes in der Öffnung, wenn ein suspendiertes Teilchen durch die Öffnung hindurchtritt, kann die Zahl der Teilchen, die durch die Öffnung hindurchtreten, gemessen werden. Auch bei der genannten Vorrichtung ist eine genaue Differenzierung und Analysierung der Teilchen nicht möglich.
  • Einem nicht vorbekannten Vorschlag zufolge kann das Teilchengrößenspektrum von Dispersoiden durch eine photoelektrische Methode bestimmt werden. Dabei durchlaufen die zu bestimmenden Teilchen einen beleuchteten Meßraum, wobei ein Parallelstrahlenbündel, welches ein kleines Meßfeld unter einem bestimmten Winkel zur optischen Achse durchläuft, in schneller Folge mit einem zweiten Parallelstrahlenbündel abwechselt, das dasselbe Meßfeld unter einem anderen Winkel durchläuft. Das Verhältnis der Streulichtintensitäten dient dabei als Maß für die Teilchengröße. Mit diesem nicht vorbekannten Verfahren ist aber nur eine Aussage, nämlich die Ermittlung eines Teilchengrößenspektrums möglich. Eine individuelle Behandlung, d. h. eine Zählung, Registrierung und Differenzierung ist mit dem genannten Verfahren nicht möglich.
  • Die vorliegende Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, nicht nur die Zählung und Registrierung, sondern auch die Differenzierung von Teilchen nach ihrer Größe, ihrem Format und ihrem biologischen Zustand zu ermöglichen.
  • Gemäß der Erfindung wird daher ein Verfahren zum selbsttätigen photoelektrischen Zählen, Registrieren und Differenzieren von Teilchen in gasförmigen oder flüssigen Medien, insbesondere in der Luft, vorgeschlagen, bei welchen die Teilchen einen beleuchteten Meßraum durchlaufen und welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die aus dem Medium mittels an sich bekannter Methoden ausgeschiedenen Teilchen in einem strömenden Medium durch eine mit einem oder zwei engen Spalten versehene Meßkammer gleichmäßig hindurchbewegt werden, daß die Kammer in der Höhe des oder der Spalte von einer oder zwei Lichtquellen in Verbindung mit einer geeigneten Optik derart durchstrahlt wird, daß die durchlaufenden Teilchen über eine weitere Optik auf einem Multiplier scharf abgebildet werden, daß die durch die Bewegung der Teilchen im Photomultiplier hervorgerufenen elektrischen Impulse einem Diskriminator und einem Zählwerk oder Analysatoren zugeführt werden.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also das Strahlenbündel dauernd auf jedes durch die Meßkammer sich bewegende Teilchen gerichtet, welches durch eine geeignete Optik auf dem Schlitz des Photomultipliers scharf abgebildet wird. Da die Teilchen sich mit und in dem strömenden Medium gleichmäßig durch die Kammer hindurchbewegen, wird durch die geeignete Optik sich die Abbildung des Teilchens auch über den Schlitz des Photomultipliers bewegen.
  • Bei bekannter Teilchengeschwindigkeit, bekannten Projektionsverhältnissen und bekannter Schlitzbreite des Photomultipliers kann somit außer der Zählung und Registrierung der Teilchen aus der Zeitdauer der Passage über den Schlitz auf den Teilchendurchmesser geschlossen werden. Dabei ist die Bewegung der Teilchen Voraussetzung für die Messung, wobei die Lichtmenge nicht nur als Streulicht, sondern auch als Durchlicht voll gemessen werden kann, was für die vielen Aussagemöglichkeiten, die durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielt werden, von wesentlicher Bedeutung ist.
  • Zur Durchführung des Verfahrens können die Teilchen zunächst mittels an sich bekannter Methoden aus einem Medium ausgeschieden und mittels eines strömenden Mediums durch eine mit einer oder zwei engen Spalten versehene Kammern, die von Licht durchstrahlt werden, hindurch am Spalt vorbeibewegt werden. Die durch die Bewegung der Teilchen über den Spalt hervorgerufenen Hell-Dunkel-Effekte werden in dem Photo element in elektrische Impulse umgewandelt. Diese Impulse werden einem Diskriminator, einem Zählwerk oder Analysatoren zugeführt. Dadurch können die Impulse diskriminiert, gezählt und nach Amplitude und Zeitdauer analysiert werden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den großen Vorteil, daß die Erfassung großer Mengen Luft in relativ kurzer Zeit ermöglicht wird und daß vor allem die Zählung und Analysierung kontinuierlich durchgeführt werden kann. Dabei ist es möglich, eine fast vollständige Erfassung von Teilchen in der Luft zwischen 0,5 F bis 50 in zu erreichen.
  • Die Differenzierung und Analysierung der Teilchen kann dabei nicht nur nach Größe, Dichte und chemischer Zusammensetzung, sondern auch nach vitalem oder nicht vitalem Zustand erfolgen. Während die bisher bekannten Verfahren nur eine Unterscheidung der Größe der Teilchen ermöglichten, ist es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erstmalig möglich, auch deren Dichte und chemische Zusammensetzung zu bestimmen. Darüber hinaus ist es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, festzustellen, ob die Teilchen sich in vitalem Zustand, d. h. lebendem Zustand befinden oder nicht. Es können daher auch Bakterien, die sich in der Luft befinden, ermittelt und von den übrigen Teilchen unterschieden werden.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens ist es zweckmäßig, für das strömende Medium, in welchem die Teilchen am Spalt vorbeibewegt werden, eine Flüssigkeit zu verwenden. Hierzu kann reines Wasser Anwendung finden, welches bei Ansaugen der Luft in diese zerstäubt wird. Hierzu werden gleichzeitig die Teilchen von der Flüssigkeit aufgenommen und können mit dieser am Spalt vorbeibewegt werden.
  • Um die Teilchen in gleicher Lage an dem Spalt vorbeizuführen, ist es erforderlich, daß die die Teilchen enthaltende Flüssigkeit als feiner Stromfaden turbulenzfrei am Spalt vorbeibewegt wird. Hierzu wird ein besonderer Flüssigkeitsumlauf vorgesehen, der die Strömung durch die Kammer aufrechterhält und in welchem gleichzeitig eine Reinigung von bereits analysierten Teilchen vorgenommen wird. Der Flüssigkeitsumlauf sorgt dafür, daß die die Teilchen enthaltende Flüssigkeit durch eine feine Düse, welche in die Kammer einmündet, herausgezogen und als feiner turbulenzfreier Strahl am Spalt vorbeibewegt wird.
  • Zur Differenzierung von Teilchen nach vitalem oder nichtvitalem Zustand werden an der Kammer zwei oder mehrere Spalten hintereinander angeordnet, die von zwei oder mehreren Lichtquellen durchstrahlt werden. An den Spalten wird der Stromfaden mit den Teilchen vorbeibewegt, wobei im Bereich eines Spaltes Gesamtlicht und im Bereich des anderen Spaltes monochromatisches, polychromatisches oder UV.-Licht eingestrahlt wird. Die Spalte sind über je eine Optik mit zwei Photomultipliern verbunden, wobei die von den Photomultipliern herrührenden Impulse anschließend, wie weiter unten näher beschrieben wird, weiterverarbeitet werden.
  • Zur Durchführung des Verfahrens wird ferner eine Vorrichtung angegeben, welche gekennzeichnet ist durch eine an eine Kondenskammer angeschlossene Luftansaugpumpe und einen mit einer Düse in den Luftstrom einmündenden Wasserbehälter. Die Kondenskammer steht über eine Zuleitung mit der Meßkammer in Verbindung, welche einen oder mehrere Spalte aufweist.
  • In dieser Meßkammer mündet die Zuleitung für die die Teilchen enthaltende Flüssigkeit mit einer feinen Düse ein.
  • Zur Aufrechterhaltung der Flüssigkeitsbewegung in der Kammer und zur Herstellung eines feinen turbulenzfreien Strahles ist ferner ein weiterer Flüssigkeitskreislauf vorgesehen, der aus einer Kreislaufpumpe, einem Mikrofilter, einem Entlüftungswasser- behälter und zwei oder mehreren in die Strömungskammer einmündenden Zur und Ableitungen besteht.
  • Zur Durchstrahlung des Flüssigkeits-Stromfadens werden eine oder mehrere mit einer Optik versehene Lampen in der Weise an der Kammer angeordnet, daß sie ein Lichtbündel in die Kammer werfen, und zwar auf die Stellen, wo sich die Spalte befinden.
  • Hinter den Spalten in der Kammer sind jeweils Photomultiplier zur Umwandlung der Hell-, Dunkel-oder Fluoreszenzeffekte in elektrische Impulse vorgesehen. Bei einer Anordnung von zwei Lichtquellen kann die eine Lichtquelle Gesamtlicht und die zweite Lichtquelle monochromatisches, polygromatisches oder UV.-Licht aussenden.
  • An die Photomultiplier ist ein elektrisches Netzwerk angeschlossen, welches aus einer Diskriminatorstufe, einem Verstärkerumformergitter und einer Zählvorrichtung besteht.
  • Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist dadurch gekennzeichnet, daß hinter den Photomultipliern, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Vorverstärkers, eine Diskriminatorstufe geschaltet ist.
  • Der Ausgang dieser Diskriminatorstufe steht über ein Verstärkerumformergitter unmittelbar mit der Zählvorrichtung in Verbindung.
  • Bei Anordnung von zwei Lichtquellen und zwei Photomultipliern können die Ausgänge der Photomultiplier, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Vorverstärkers auf eine Antikoinzidenzstufe geschaltet werden, welche über eine Diskriminatorstufe und ein Verstärkerumformergitter mit einer weiteren Zählvorrichtung in Verbindung stehen. An die Vorverstärker kann ferner noch je ein Oszillograf angeschlossen werden, um die Form der Impulse zu beobachten.
  • Um eine Aussage über die Größe und Dichte der Teilchen machen zu können, wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung an den Ausgang des Photomultipliers ein Impulshöhenanalysator und parallel hierzu ein Impulsbreitenanalysator r geschaltet, wobei diese beiden Geräte jeweils mit dem Zählgerät in Verbindung stehen. Es ist auch möglich, eine weitere Stufe vorzusehen, um nur diejenigen Teilchen zu zählen, die eine bestimmte Größe bzw. Dichte haben.
  • Der Impulsbreitenanalysator kann mit einem Hochfrequenzmodulator zusammengeschaltet werden, mit Hilfe dessen eine bestimmte konstante Impulsbreite eingestellt werden kann, so daß nur diejenigen Impulse erfaßt werden, die gleich oder kleiner als die eingestellte Impulsbreite sind. Breitere Impulse werden dabei nicht mitgezählt. Auf diese Weise ist es möglich, die Größe der Teilchen ziemlich genau zu bestimmen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren soll an Hand einer bevorzugten Vorrichtung und Schaltungsanordnung näher erläutert werden.
  • A b b. 1 stellt im Prinzip eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dar, während in den A b b. 2 und 3 bevorzugte Schaltungsanordnungen im Blockschema zur Aufnahme, Differenzierung, Zählung und Registrierung der elektrischen Impulse wiedergegeben sind.
  • In Ab b. 1 werden durch eine Luftansaugpumpe 1 größere Mengen der zu untersuchenden Luft angesaugt und zu einer Vernebelungsdüse 3 geleitet, die filtriertes Wasser aus dem Wasserbehälter 2 in die angesaugte Luft zerstäubt. Dabei werden die Schwebeteilchen in der Luft in dem Vernebelungsprozeß an die Wasserteilchen gebunden und dieser Nebel wird in eine Kondenskammer 4 geführt. Innerhalb dieser Kondenskammer sind Kondenslamellen 5 eingebracht, auf die der Nebel aufprallt und sich daran niederschlägt. Durch die plötzliche Richtungsänderung des Nebelluftstromes wird nämlich zusätzlich der sogenannte Inpingereffekt nutzbar gemacht, so daß die Schwebe- und Nebelteilchen an den Kondenslamellen haften bleiben. Wenn ein gewisser Feuchtigkeitsgrad überschritten ist, tropft die Flüssigkeit auf den Boden der Kondenskammer und fließt durch den Kondenswasseraustritt über die Rohrleitung 8 ab.
  • Am hinteren oberen Teil der Kondenskammer befindet sich ein Luftaustritt 7, vor welchem ein Luftstromanzeiger 6 eingebaut ist.
  • Über die Rohrleitung 8 fließt das Kondenswasser durch ein Knie 9 zu einem Teller 10, auf welchem sich Probebecher 11 zur Ansammlung des gewonnenen Kondenswassers befinden. Mit dem so gewonnenen Kondenswasser kann zusätzlich eine normale chemische Analyse durchgeführt werden.
  • Vom Knie 9 führt eine Zuleitung 12 zu einer Zählkammerdüse 13, die in einer besonders konstruierten Kammerl4 untergebracht ist. Diese Kammer arbeitet nach dem Wasserstrahlprinzip, bei dem die obere Düse 15 unter Vakuum steht, und die die in einem besonderen Flüssigkeitskreislauf befindliche zusätzliche Flüssigkeit ansaugt. Dies hat zur Folge, daß der Zustrom von Flüssigkeit über die Zuleitung 16 und über die beiden Wasserstrahldüsen 17a und 17 b durch die Kammer 14 erfolgt. Dadurch wird beim Vorbeifließen des Flüssigkeitsstromes ein Teil des in der unteren Düse 13 befindlichen Kondenswassers mitgerissen und als feiner Stromfaden durch die Kammer geführt. Danach gelangt dieser Stromfaden in die obere Düse 15 und wird mittels einer Pumpe 16 a durch ein Mikrofilter 17 zu einem Entlüftungswasserbehälter 18 geführt. Innerhalb dieses Behälters befindet sich eine Kammer 18, durch die das entlüftete und gesäuberte Wasser wiederum zu der Wasserstrahlzufuhr 16 geführt wird. Zur Anzeige des Druckes im Flüssigkeitskreislauf ist ferner oberhalb der Düse 15 ein Manometer 19 vorgesehen. Durch das Filter 17 wird das mit den Schwebeteilchen durchsetzte Wasser von diesen gereinigt.
  • In der Kammer 14 befindet sich ein Spalt 20, vor welchem der zu untersuchende Stromfaden vorbeigeführt wird. Außerhalb der Kammer ist eine Lichtquelle 21 vorgesehen, deren Lichtstrahlen durch eine Optik 22 derart abgelenkt werden, daß sich der Stromfaden im Brennpunkt der Dunkelfeldbeleuchtung befindet. Vor die Optik 22 ist noch eine Dunkelfeldblende 23 gespannt, so daß der Hohlkegellichtbrennpunkt genau auf die Mitte der Kammer und damit auf den zu untersuchenden Stromfaden justiert wird. Der Lichtkegel, der sich auf der anderen Seite -des Brennpunktes ausbreitet, ist so eingestellt, daß kein Licht auf das Objektiv 24 fällt. Ein Teilchen, das sich zwischen der unteren und oberen Düse durch den Brennpunkt am Spalt vorbeibewegt, verursacht eine Deflektion des Lichtes, so daß dieses Licht durch das Objektiv 24 als Lichtimpuls über ein Projektionsokkular 25 auf einen Schlitz 26 des Photomultipliers 27 geworfen wird.
  • Dieser Lichtimpuls wird durch den Photomultiplier 27 in einen elektrischen Impuls umgewandelt, so daß jedes Teilchen, das die Kammer 14 passiert, gezählt und gemessen werden kann.
  • Eine zweite Lichtquelle 21 a und ein zweiter Photomultiplier 27 a sind auf monochromatisches Licht eingestellt, so daß etwa 3650 Ä Licht die Kammer durch die gleiche oder eine hiervon getrennte nicht dargestellte Optik passieren kann. Bei dieser Wellenlänge werden die meisten organischen und metallorganischen Verbindungen, Gewebestoffe und Eiweißverbindungen fluoreszierend. Diese Fluoreszenzeffekte werden dabei ebenfalls in ;elektrische Impulse umgewandelt, so daß es möglich ist, diese Teilchen getrennt von den übrigen Teilchen zu unterscheiden und gesondert zu zählen und zu registrieren.
  • In A b b. 2 ist im Prinzip eine Schaltungsanordnung zur Zählung, Registrierung und Differenzierung der durch die Teilchen erzeugten Lichtimpulse gemäß der Erfindung dargestellt. Die Lichtquelle21, die aus einer Wolframfadenlampe und einem Reflektor besteht, strahlt Gesamtlicht durch die nicht gezeigte Kammer und Optik auf die Teilchen, die ihrerseits das Licht auf den Photomultiplier 27 werfen. Es ist ferner eine zweite Lichtquelle 21 a vorgesehen, die aus einer Quarzlampe besteht, welche hauptsächlich Licht abgibt. Vor diese Lampe ist ein Indifferenzfilter geschaltet, welches nur 3650 A Wellenlänge durchläßt und ebenfalls durch die Kammer auf den Photomultiplier 27 a trifft. Die Lichtimpulse der jeweiligen Lichtquelle werden durch die beiden Photomultiplier in elektrische Impulse umgewandelt, verstärkt und jeweils einer Vorverstärkerstufe 28 bzw. 28 a zugeführt. An den Ausgang der beiden Vorverstärker sind zwei Oszillografe 29 und 29 a zur Kontrolle der optischen Einstellung geschaltet. Die beiden Ausgänge der Vorverstärker 28 und 28 a sind gleichfalls auf eine Antikoinzidenzstute 30 geschaltet. Diese Antikoinzidenzstufe 30 zeigt nicht an, wenn die Impulse vom Gesamtlicht und zu gleicher Zeit vom UV-Licht stammen. Sowohl die beiden Ausgänge der Vorverstärker 28 und 28 a, als auch der Ausgang der Antikoinzidenzstufe 30 sind jeweils mit einem Diskriminator 31, 31 a, 31 b verbunden. Hinter die Diskriminatoren sind jeweils Verstärkerformergitter 32, 32 a, 32b geschaltet, die sämtliche Impulse auf einen gleichen elektronischen Wert bringen, so daß die schließlich angeschlossenen Zähldekaden 33, 33 a, 33 b, gleichmäßig ansprechen, gleichgültig, ob die Impulse stark oder schwach zu den Verstärkerumformergittern gelangen.
  • Die Wirkungsweise der beiden Photomultiplier und der Antikoinzidenzstufe ist dabei folgende: Die Antikoinzidenzstufe zeigt nicht an, wenn die Impulse vom Gesamtlicht und zu gleicher Zeit vom Licht stammen. Sollten daher Teilchen gleichzeitig als organisch und anorganisch über beide Photomultiplier registriert werden, so kommt keine Zählung zustande. Gelangt jedoch ein Impuls, der auf ein Teilchen zurückzuführen ist, nur durch den Gesamtlicht-Photomultiplier 27, so wird er angezeigt, da in jedem Fall, wenn ein organisches Teilchen als UV fluoreszierender Impuls auftritt, dieses auch vom anorganischen Gesamtlicht-Photomultiplier 27 a mit erfaßt wird. Die Antikoinzidenzstufe 30 wird also nur nichtfluoreszierende Teilchen zur nächsten Stufe, dem Diskriminator 31 b, weiterleiten. Darüber hinaus gelangen die Impulse des Gesamtlichtes durch den Photomultiplier 27 zur Gesamtzählvorrichtung 33, so daß alle Teilchen insgesamt erfaßt werden. Impulse, die von Teilchen stammen, die durch monochromatisches Licht fluoreszieren, werden von dem Photomultiplier 27 a über den Vorverstärker 28 a, den Diskriminator 31 a und das Verstärkerumformergitter 32a zur Zähivorrichtung 33 a geführt und dort als organische Teilchen gezählt.
  • Durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung in Verbindung mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist es also möglich, eine Vordiskriminierung nach folgenden Unterteilungen zu erreichen: 1. Gesamtpartikelzählung (GZ), 2. Gesamtpartikelzählung minus Zählung der organischen Partikel (OZ) ergibt Zählung der anorganischen Partikel (AZ), 3. Gesamtzählung der organischen Partikel (OZ).
  • In A b b. 3 ist zur Analysierung der Amplitudenbreite und Höhe der in den Photomultipliern erzeugten Impulse eine besondere Schaltungsanordnung im Prinzip dargestellt. Der Photomultiplier 27 ist über den Vorverstärker 28 gleichzeitig an einen Impulshöhenanalysator 34 und einen Impulsbreitenanalysator 35 geschaltet. Der Ausgang des Impulshöhenanalysators 34 führt zu einer nicht dargestellten Zählvorrichtung.
  • Parallel zu dem Impulsbreitenanalysator ist ein gegebenenfalls regelbarer Hochfrequenzerzeuger 36 auf eine Antikoinzidenzstufe 37 geschaltet. Der Ausgang dieser Koinzidenz stufe steht wiederum mit einer nicht dargestellten Zählvorrichtung in Verbindung.
  • Mit dieser Schaltungsanordnung ist es möglich, die Impulse nicht nur nach ihrer Höhe zu unterscheiden, sondern auch durch eine Einstellung des Hochfrequenzerzeugers für bestimmte Impulsbreiten beliebige Impulse mit bestimmter Breite auszuwählen und zur Zählung zu bringen. Durch die dargestellte Schaltungsanordnung läßt sich daher das Auflösungsvermögen des Gerätes auf die Unterscheidung in Abhängigkeit von Größe und Dichte der Teilchen noch weiter steigern. Dieses ist vor allem deshalb wichtig, weil durch eine Analyse der Impulshöhe und Impulsbreite ein kleineres Teilchen mit größerer Dichte von einem größeren Teilchen mit kleinerer Dichte, das in dem Photomultiplier nahezu den gleichen Impuls erzeugt, unterschieden werden kann.
  • Die Verwendung von derartigen Analysatoren ist auch aus dem Grunde besonders zweckmäßig, da die Größe der Lichtimpulse im großen und ganzen abhängig von der reflektierenden Fläche des Teilchens ist. Daher werden kleine Teilchen schwache und große Teilchen starke Impulse verursachen. Da die Zeit des Vorbeifiießens der Teilchen möglichst konstant gehalten werden muß, würde die Fußbreite der Impulskurve relativ gleichbleibend sein, während sich die Höhe entsprechend verändert.
  • Es ist selbstverständlich, daß alle Vorgänge entweder durch Kurvenschreib- oder Zahlendruckgeräte registriert werden können.

Claims (14)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum selbsttätigen photoelektrischen Zählen, Registrieren und Differenzieren von Teilchen in gasförmigen oder flüssigen Medien, insbesondere in der Luft, bei welchem die Teilchen einen beleuchteten Meßraum durchlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Medium mittels an sich bekannter Methoden ausgeschiedenen Teilchen in einem strömenden Medium durch eine mit einem oder zwei engen Spalten (20) versehene Meßkammer (14) gleichmäßig hindurchbewegt werden, daß die Kammer (14) in der Höhe des oder der Spalte (20) von einer oder zwei Lichtquellen (21, cola) in Verbindung mit einer geeigneten Optik (22, 23) derart durchstrahlt wird, daß die durchlaufenden Teilchen über eine weitere Optik (24, 25) auf einem Multiplier (27) scharf abgebildet werden, daß die durch die Bewegung der Teilchen im Photomultiplier hervorgerufenen elektrischen Impulse einem Diskriminator (31) und einem Zählwerk (33) oder Analysatoren (34, 35) zugeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzierung der Teilchen nach Größe, Dichte, chemischer Zusanunensetzung und nach vitalem oder nichtvitalem Zustand in der Weise erfolgt, daß bei Anwendung von zwei in der Kammer hintereinander angeordneten Spalten (20), die sich an den Spalten vorbeibewegenden Teilchen im Bereich des einen Spaltes mit Gesamtlicht und im Bereich des anderen Spaltes mit monochromatischem, polychromatischem oder Licht bestrahlt werden und daß die Spalte über je eine Optik auf zwei Photomultipliern (27, 27a) abgebildet werden, und daß die von den Photomultipliern (27, 27a) herrührenden Impulse einzeln diskriminiert und gleichzeitig in einer Antikoinzidenzstufe (30) miteinander verglichen werden, worauf die einzelnen Impulse entsprechenden Zähleinrichtungen (33, 33 a, 33b) zur differentiellen Aussage zugeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das strömende Medium, mit welchem die Teilchen am Spalt vorbeibewegt werden, eine Flüssigkeit, insbesondere reines Wasser ist, welches beim Ansaugen der Luft in diese zerstäubt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Teilchen enthaltende Flüssigkeit durch eine Düse als feiner, turbulenzfreier Strahl in die Kammer geführt und durch eine oberhalb in der Kammer angebrachte Öffnung abgesaugt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines besonderen Flüssigkeitskreislaufes die Strömung durch die Kammer aufrechterhalten wird, in welchem eine Reinigung von bereits analysierten Teilchen vorgenommen wird.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine an eine Kondenskammer (4) angeschlossene Luftansaugpumpe (1) und ein mit einer Düse in den Luftstrom mündenden Wasserbehälter (2) sowie ein über eine Zuleitung (8) mit der Kondenskammer (4) in Verbindung stehende Meßkammer (14) mit einem oder mehreren Spalten (20).
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen eine gleichmäßige Flüssigkeitsbewegung in der Kammer (14) aufrechterhaltenden Flüssigkeitskreislauf, bestehend aus einer Kreislaufpumpe (16 a) einem Mikrofilter (17), einem Entlüftungswasserbehälter (18) und zwei oder mehreren in die Strömungskammer einmündende Düsen (17 a, 17 b).
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine oder zwei mit einer Optik (22, 23) versehenen Lampen (21, 21a), welche ein Lichtbündel in die Kammer (14) werfen, und einen oder zwei hinter den Spalten (20) in der Kammer angebrachte Photomultiplier (27, 27a) zur Umwandlung der Hell-Dunkel- oder Fluroreszenzeffekte in elektrische Impulse.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von zwei Lichtquellen (21, 21 a) die eine Lichtquelle (21) Gesamtlicht und die zweite Lichtquelle (21a) monochromatisches, polychromatisches oder Licht aussendet.
  10. 10. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Photomultiplier (27), gegebenfalls unter Zwischenschaltung eines Vorverstärkers (28), eine Diskriminatorstufe (31) geschaltet ist, deren Ausgang über ein Verstärkerumformergitter (32) mit der Zählvorrichtung (33) in Verbindung steht. ii.
  11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von zwei Lichtquellen (21, 21a) und zwei Photomultipliern (27, 27a) die Ausgänge der Photomultiplier (27, 27a) unter Zwischenschaltung von Verstärkern (28, 28a) außer auf die Diskriminatorstufen (31, 31 a) auf eine Antikoinzidenz- stufe (30) geschaltet sind, welche über eine Diskriminatorstufe (31b) und ein Verstärkerumformergitter (32b) mit einer weiteren Zählvorrichtung (33 b) in Verbindung steht.
  12. 12. Schaltung zur Anordnung nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der hinter die Photomultiplier (27, 27a) geschalteten Verstärker (28, 28a) an je ein Oszilloskop (29, 29a) angeschlossen sind.
  13. 13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an den Ausgang des oder der Photomultiplier (27) ein Impulshöhen- und ein Impulsbreiten-Analysator (34 bzw. 35) geschaltet sind und daß beide Analysatoren mit je einem Zählgerät in Verbindung stehen.
  14. 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsbreiten-Analysator (35) mit einem Hochfrequenzmodulator (36) zur Einstellung einer konstanten Impulsbreite in Verbindnung steht und daß der Hochfrequenzmodulator (36) sowie der Impulsbreiten-Analysator (35) auf eine Antikoinzidenzstufe (37) geschaltet sind und sowohl diese Antikoinzidenzstufe (37) als auch der Impulshöhenanalysator (34) mit je einem Zählgerät in Verbindung stehen.
DE1961C0024434 1961-06-23 1961-06-23 Verfahren und Vorrichtung zum selbsttaetigen photoelektrischen Zaehlen, Registrierenund Differenzieren von Teilchen Pending DE1292877B (de)

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