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Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Speisen einer Kardengruppe,
bei welcher das Fasergut pneumatisch in einer Leitung zugeführt wird, welche längs
einer Reihe parallel zueinander aufgestellter Karden verläuft und für jede Karde
eine unter sich liegende Abzweigung aufweist, von deren unterer Öffnung die Zufuhr
des Fasergutes zur Karde über ein endloses Band erfolgt.
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Bei einer solchen Anlage besteht die technische Aufgabe, aus dem in
der Leitung mit einem Luftstrom zugeführten Fasergut hinter jeder der Abzweigungen
für jede der Karden kontinuierlich ein gleichmäßiges Faserband einstellbarer Dicke
zu erzeugen. Dabei soll die Bauhöhe der Anlage möglichst niedrig sein.
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Bei einer bekannten derartigen Einrichtung (USA.-Patentschrift 3 029
477) sind die Abzweigungen als lange senkrechte Kanäle ausgebildet, an deren unteren
Enden das Fasergut durch ein Paar Entladerollen entomomen und der Karde zugeführt
wird. Da der Druck längs der Leitung, durch die hindurch die Fasern den Kanälen
zugeführt werden, abnimmt, ist es nicht einfach, den einzelnen Karden ein einstellbar
gleichmäßiges Faserband zuzuführen. Das Fasergut muß in den Kanälen abgelagert und
gesammelt werden, was eine ziemliche Kanalhöhe bedingt. Außerdem neigen die am Boden
der Kanäle angeordneten Einstellmittel zum Pendeln.
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Bei einer anderen bekannten Einrichtung ist unterhalb jeder Abzweigung
ein Siebtrommelluftabscheider angeordnet (deutsche Patentschrift 356 895). Dabei
erfolgt die Zufuhr des Fasergutes intermittierend über eine Wägevorrichtung. Für
einen modernen Krempelbetrieb ist jedoch eine absolut kontinuierliche Zufuhr des
Fasergutes während seines ganzen Zuteilungsweges unerläßlich.
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Bekannt ist ferner ein Füllschacht, der an eine pneumatische Faserflockenförderanlage
angeschlossen ist und unten zwei Siebwalzen aufweist (USA.-Patentschrift
1913 479). Eine gleichmäßige und einstellbare Faserbandzufuhr für jede Karde
läßt sich mit einer solchen Einrichtung schwerlich erzielen.
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Ein weiterhin bekannter, von einer pneumatischen Faserflockenanlage
beaufschlagter Füllschacht für Karden arbeitet mit durch den Luftstrom gesteuerten
Schließvorrichtungen (französische Patentschrift 1273 589). Durch Betätigung eines
unteren und eines oberen Schließers in Abhängigkeit von dem Luftstrom erfolgt auch
bei dieser Anlage die Fasergutzufuhr schrittweise. Außerdem erfordert der Füllschacht
eine relativ große Bauhöhe.
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Ferner ist bereits eine Anlage zum Beschicken von Karden vorgeschlagen
worden, bei der vor dem Eingang jeder Karde jeweils ein quer zur Speiserichtung
schwingender Füllschacht angeordnet ist (französische Patentschrift 572 556). Mit
welchen Mitteln die Fasern, die aus diesem Füllschacht kommen, in ein gleichmäßiges
Faserband verwandelt werden sollen und wie dieses Faserband kontinuierlich weitergefördert
werden kann, ist in der betreffenden Literaturstelle nicht angegeben. Dasselbe gilt
für eine weitere Literaturstelle (französische Patentschrift 570 605), die gleichfalls
einen hin- und herschwingenden Füllschacht offenbart, bei dem am Ausgang zwei Siebwalzen
vorhanden sind.
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Eine bekannte Anlage weist einen kleinen Füllschacht auf, dessen Seitenwände
aus mehreren Siebwalzen bestehen (französische Patentschrift 1247 687). Dieser
Füllschacht wird quer zur Einspeiseeinrichtung der nächsten Karde hin und her bewegt,
und es ist ein Rohr zum Abscheiden von Fasern am Eingang der ersten Maschine, ferner
öffnungen am Eingang eines Gebläses mit einstellbarer Geschwindigkeit sowie Mittel
zur Hin- und Herbewegung in der Zufuhrrichtung der zweiten Maschine erforderlich,
was diese Einrichtung recht umständlich macht. Durch die Konstruktion bedingt, erfolgt
die Zufuhr des Fasergutes diskontinuierlich.
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Schließlich ist noch eine Anlage zum Speisen mehrerer Karden vorgeschlagen
worden, bei welcher für die Speisung jeder Karde ein Füllschacht vorgesehen ist,
von dem ein endloser Gitterrost das Fasergut abzieht (britische Patentschrift 886
397). Ein solches Abzugsband weist jedoch erfahrungsgemäß keine besonders hohe Genauigkeit
auf.
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Erfindungsgemäß wird die eingangs angegebene technische Aufgabe dadurch
gelöst, daß zu jeder Leitung, die das Fasergut pneumatisch fördert, eine parallel
dazu verlaufende Hilfsleitung vorgesehen ist, die mit der Leitung durch eine Mehrzahl
von im Durchlaßquerschnitt einstellbaren Zweigleitungen in Verbindung steht, ferner
daß jede der Zweigleitungen eine niedrige Höhe aufweist und daß das Fasergut hauptsächlich
durch den überdruck innerhalb der Leitung kontinuierlich zur Zufuhrseite der Karde
zuführbar und jedes endlose Band perforiert ist.
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Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann eine Druckrolle zum Zusammendrücken
des vom Band abtransportierten Fasergutes zwischen dem unteren Ende der zur Karde
gerichteten Wandung der Abzweigung und dem endlosen Band angeordnet sein. Mit der
Druckrolle wird verhindert, daß an dieser Stelle Luft entweicht oder gar Fasergut
hinweggewirbelt wird.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in folgendem näher beschrieben. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht
einer Speiseanlage gemäß Erfindung, welche an einer Karde angebracht ist, F i g.
2 eine Draufsicht im Schnitt längs der Linien VI-VI der F i g. 1, F i g. 3 bis 8
Seitenansichten im Schnitt der Hauptteile von Weiterbildungen der Erfindung.
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Zunächst wird das Ausführungsbeispiel gemäß den F i g. 1 und 2 geschildert.
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Bei dieser Anlage zum Speisen einer Kardengruppe ist an einer geeigneten
Stelle in einer Leitung 1, die zur pneumatischen Speisung der einzelnen Karden mittels
Fasergut dient, welches aus einer nicht dargestellten Gebläsemaschine kommt, eine
Öffnung 2 vorgesehen, an welcher Öffnung eine Abzweigung 3, die sich nach unten
erstreckt, angebracht ist. Das untere Ende dieser Abzweigung 3 ist offen, und diese
Bodenöffnung 4 befindet sich oberhalb des oberen Abschnitts eines perforierten endlosen
Bandes 5, dessen unterer Abschnitt sich oberhalb des Zuführtisches 6 der Karde oder
Krempelmaschine erstreckt. Eine Druckrolle 7 ist am Ende der durch einen Pfeil markierten
überführungsrichtung des perforierten endlosen Bandes 5 unterhalb des unteren Endes
des Abzweiges 3 vorgesehen, wobei diese Druckrolle 7 synchron mit dem endlosen Band
5 und der Zufuhrwalze 8 angetrieben werden kann. Es kann eine Karde beliebiger Bauart
Anwendung finden, die aus einem Zuführtisch 6, einer Zufuhrwalze 8, einer
Vorreißwalze
9, einem Tambour 10, einer Abdeckung 11 und einer nicht dargestellten Abnehmerwalze
besteht, wie es aus dem Beispiel ersichtlich ist.
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Erfindungsgemäß ist eine Mehrzahl, und zwar eine geeignete Anzahl
der zuvor beschriebenen Zuliefereinrichtungen entlang der Längsrichtung der Leitung
1 vorgesehen. Jede Zuliefereinrichtung steht, wie zuvor beschrieben, mit einer Karde
in Verbindung. Demgemäß sind die Abzweigungen 3 an solchen Stellen angebracht, die
den Lagen der zugehörigen Karden entsprechen.
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Bei einer solchen Anlage strömt, sobald Fasergut aus der nicht dargestellten
Gebläsemaschine kommt und pneumatisch mittels eines geeigneten, nicht dargestellten
Luftgebläses in die Leitung 1 eingespeist wird, ein Teil der Luft und des Fasergutes
aus der Leitung 1 durch die Öffnung 2 in die Abzweigung 3, und das Fasergut fällt
durch die Bodenöffnung 4 der Abzweigung 3 hindurch nach unten als Folge der nach
dort entweichenden Luft und seines eigenen Gewichtes. Da nun der obere Abschnitt
des perforierten endlosen Bandes 5 dicht an der Bodenöffnung 4 liegt, bleibt eingeströmtes
und in die Abzweigung 3 gefallenes Fasergut an dem perforierten endlosen Band 5
hängen, während andererseits die in die Abzweigung 3 eingeströmte Luft hauptsächlich
durch die zahlreichen Perforationen des perforierten endlosen Bandes 5 und teilweise
durch den Zwischenraum zwischen der Bodenöffnung der Abzweigung 3 dem perforierten
endlosen Band 5 und der Druckrolle 7 hindurch ausströmt. Dabei kann die Höhe jeder
Abzweigung 3 derart bemessen sein, daß das Fasermaterial kontinuierlich dem Zufuhrteil
der Karde durch den Druck eines Teils der Luft innerhalb des Kanals 1 zugeführt
wird und die notwendige Menge an Fasern sich in der Abzweigung 3 befindet. Diese
Höhe ist verhältnismäßig gering und kann geringer als die Weite der Karde sein.
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Solange das eingeströmte und eingefallene Fasergut noch nicht gleichmäßig
auf dem oberen Trum des perforierten endlosen Bandes 5 innerhalb der Abzweigung
3 aufliegt, strömt der kontinuierlich einfließende Luftstrom, der als Träger des
Fasergutes dient, mehr in Richtung der dünner mit Fasergut besetzten Stellen des
oberen Trums des endlosen Bandes 5 als in Richtung der dichter besetzten Stellen,
was dazu führt, daß auf dem oberen Trum des Bandes 5 innerhalb der Abzweigung 3
das Fasergut nach und nach in einer gleichmäßigen Dicke über den gesamten Bereich
der Öffnung 4 abgesetzt wird.
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Das Fasergut, welches sich innerhalb der Abzweigung 3 absetzt, wird
dann in ein Faserband verwandelt, und zwar dadurch, daß das perforierte endlose
Band 5 und die Druckrolle 7 in einer Richtung, die durch den Pfeil gekennzeichnet
ist, mit Hilfe einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung langsam gedreht bzw.
bewegt werden. Das Faserband wird dabei kontinuierlich in Richtung zum Zuführtisch
hin bewegt und nach und nach der Vorreißwalze 9 und dem Tambour 10 mit Hilfe der
Zufuhrwalze 8 zugeführt und anschließend gekrempelt.
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Ferner ist, wie die F i g. 1 und 2 zeigen, eine Hilfsleitung 61 zur
Zufuhr von Hilfsluft parallel zur Leitung 1 vorgesehen, wobei diese Hilfsleitung
61 und die Leitung 1 mittels der Zweigleitungen 62, 62', 62" . . . zur Zufuhr von
Hilfsluft an geeigneten Stellen zwischen den beiden Leitungen Verbindung haben.
Da bei der beschriebenen Anlage ein Teil der Trägerluft des Fasergutes, welche innerhalb
der Leitung 1 strömt, in die Zweige 3, die mit der Leitung 1 verbunden sind, abfließt
und durch den Boden der Abzweigung 3 ausfließt, würde sich mit zunehmender Anzahl
an Abzweigungen 3 nach und nach die Fließgeschwindigkeit dieser Trägerluft des Fasergutes,
die innerhalb der Leitung 1 strömt, erniedrigen, was dazu führt, daß die Menge an
Fasergut, welches sich pro Zeiteinheit in jedem der Abzweige, die mit der Leitung
1 verbunden sind, absetzt, sich verändert und geringer wird, je weiter die Luft
sich dem äußeren Ende der Leitung 1 nähert.
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Wenn jedoch erfindungsgemäß eine Hilfsleitung 61 parallel zur Leitung
1 verläuft, eine genügende Anzahl Verbindungsleitungen 62, 62', 62" . . . zwischen
den Öffnungen 2 jeder Abzweigung 3 angeordnet sind und ein entsprechend genügendes
Volumen an Hilfsluft durch diese Verbindungsleitungen hindurch zugeführt wird, ist
es möglich, die Menge an Faser= gut zu vergieichmäßigen, welches in jeder der- Abzweigungen
verbleibt, welche mit der Leitung 1 nach und nach an deren Gesamtlänge verbunden
sind,- und zwar dadurch, daß der Luftdruck innerhalb der Leitung 1 gleichmäßig durch
die Länge der Leitung 1 hindurch gehalten wird oder, wenn es die Gegebenheiten erfordern,
der Druck erhöht wird, wenn die Leitung sich ihrem äußeren Ende nähert.
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Demgemäß ist es, obgleich die Größe jeder Verbindungsleitung 62, 62',
62" . . . in F i g. 2 als gleich dargestellt ist, möglich, stufenweise die Größe
und den Winkel b jeder Verbindungsleitung zu verändern oder ein Ventil in jeder
Verbindungsleitung vorzusehen und dadurch das Volumen und die Richtung der Hilfsluft,
die der Leitung 1 zuzuführen ist, zu steuern. Der Hilfsluftstrom, der in die Hilfsleitung
61 einzuführen ist, kann ein reiner Luftstrom sein oder ein Luftstrom, der als Träger
für Fasergut von einer geeigneten Dichte dient, und der Druck dieses Hilfsluftstroms
kann genau eingestellt werden. Der Einführungswinkel des Hilfsluftstroms von jeder
Verbindungsleitung kann wie gewünscht ausgebildet sein. Dadurch wird es möglich,
bequem die Menge an Fasergut, welches in jeder Abzweigung 3 verbleibt, zu vergleichmäßigen,
und zwar entsprechend dem Luftvolumen, welches in die Leitung 1 eingeführt wird
und/oder der Art des Fasermaterials.
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Vier weitere unterschiedliche Ausführungsbeispiele der Erfindung werden
jetzt in bezug auf die F i g. 3 bis 6 erläutert. Die Einrichtungen nach den F i
g. 3 bis 6 unterscheiden sich von denjenigen nach den F i g. 1 und 2 dadurch, daß
hier die Strömungsrichtung der Luft innerhalb der Leitung 1, die als Träger für
das Fasermaterial dient, frontal auf das perforierte endlose Band 5 stößt.
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Jede dieser Einrichtungen gemäß F i g. 3 bis 6 ist wie oben ausgebildet.
Das eine Ende 5' eines perforierten endlosen Bandes 5 erstreckt sich in jede Abzweigung
3 hinein, wobei die Abzweigungen in Abständen längs der Längsrichtung der Leitung
1 angeordnet sind, wodurch erreicht wird, daß das Fasergut, welches der in der Leitung
1 strömende Luftstrom trägt, an dem endlosen Band hängenbleibt.
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Zu erwähnen ist noch, daß die Einrichtungen nach den F i g. 3 bis
6 zusätzlich eine zeichnerisch nicht dargestellte Hilfsleitung 61 parallel zur Leitung
1 aufweisen und die Zufuhr von Hilfsluft durch Verbindungsleitungen 62, 62' . .
. in die Leitung 1 erfolgt.
Die Einrichtung gemäß F i g. 3 ist derart
ausgebildet, daß die Öffnung 2 der- Abzweigung 3 der -Leitung 1 weiter ist als -die
untere Öffnung 4 der Abzweigung 3 und das perforierte endlose Band 5 .sich in die
Leitung 1 durch die Abzweigung 3 hindurch hinein erstreckt, wozu dieser eine Abschnitt
5' des Bandes etwas höher angeordnet sein kann als der untere Teil der Leitung 1.
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Bei einer solchen Ausbildung der Einrichtung gemäß F i g. 3 kann die
Luft, die das Fasergut, welches irmerhalb der Leitung 1 fließt, trägt, sich an der
Öffnung 2 der Abzweigung 3 gemäß der Neigung der Frontplatte 83 der Abzweigung 3
ausdehnen und stößt auf den oberen Abschnitt des perforierten endlosen Bandes 5,
welches sich innerhalb der Abzweigung 3 erstreckt und läßt das Fasergut daran hängen.
Das hängengebliebene Fasergut wird aus der Abzweigung 3 vermöge des Umlaufs des
Bandes 5 ausgetragen und dem Zuführtisch der nicht dargestellten Karde von dem anderen
Abschnitt des Bandes aus zugeführt. Es sei noch erwähnt, daß es bei der Einrichtung
gemäß F i g. 8 möglich ist, die Neigung der vorderen Wand 83 der Abzweigung 3 durch
ein Gelenk 82 zu ändern und den sich bildenden Raum und die an dem oberen Teil des
Bandes 5 abgesetzte Menge an Fasergut mit Hilfe eines Luftabsperrschiebers 81, der
innerhalb des perforierten endlosen Bandes 5 angeordnet ist; einzustellen.
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Die Einrichtung gemäß F i g. 4 gleicht grundsätzlich im Aufbau der
Einrichtung gemäß F i g. 3 mit der Ausnahme, daß die rückwärtige Platte 92 der Abzweigung
3 den oberen Abschnitt 5' des perforierten endlosen Bandes 5 abdeckt, welches sich
in die Abzweigung 3 hinein erstreckt, ferner, daß eine Druckrolle 93 am unteren
Ende der Frontplatte 83 der Abzweigung 3 sitzt und ein einstellbarer Luftabsperrschieber
91 im Inneren des Bandes 5 vorgesehen ist. Weiterhin weist die Einrichtung gemäß
F i g. 4 zusätzlich eine Rückwand 94 unter der Rückplatte 92 auf.
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Bei der Einrichtung nach F i g. 4 ist der Luftdruck in dem Raum zwischen
dem perforierten endlosen Band und der Frontplatte 83 der Abzweigung 3 größer als
in dem Raum, der durch die Rückseite des Bandes, der Rückplatte 92 der Abzweigung
3 und der Rückwand 94 eingenommen wird. Demgemäß dringt die Luft der Leitung 1 durch
den vorspringenden Teil des perforierten endlosen Bandes 5 in der Abzweigung 3 noch
leichter hindurch als bei der Einrichtung gemäß F i g. 3 mit der Wirkung, daß das
Fasergut, welches von dieser Luft getragen wird, an der Oberfläche des perforierten
endlosen Bandes 5 leichter hängenbleibt und die hängengebliebenen Fasern ein Faserband
bilden, welches durch Umlauf des Bandes in Zusammenwirkung mit der Druckrolle 93
zum anderen Ende des Bandes ausgetragen wird.
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Die Einrichtung gemäß F i g. 5 weist die Besonderheit auf, daß eine
Richtungseinstellschwinge 101 zur Steuerung der Richtung des Luftstroms, der als
Träger für das Fasergut dient, welches innerhalb der Leitung 1 strömt, an der vorderen
Seite des oberen Abschnitts 5' des perforierten endlosen Bandes 5, welches sich
in die Abzweigung 3 hinein erstreckt, angebracht ist, so daß durch Veränderung des
Winkels dieser Richtungseinstellschwinge 101 die gewünschte Menge an Fasergut auf
das Band gegeben werden kann. Bei der Einrichtung gemäß F i g. 5 berührt die Rückwand
94 die Rückseite des perforierten endlosen Bandes 5. In dieser Einrichtung bleibt
das Fasergut in dem im Querschnitt dreieckigen Raum zwischen der Frontplatte 83
der Abzweigung 3 und dem perforierten endlosen Band 5, und mit dem Umlauf des Bandes
wird das Fasergut in ein Faserband umgewandelt und dem Zuführtisch der Karde, die
nicht dargestellt ist, dicht an dem unteren Ende des Bandes zugeführt.
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Die Einrichtung gemäß F i g. 6 ist praktisch im Aufbau gleich derjenigen
gemäß F ig. 3 mit der Ausnahme, daß ein Rotor mit einer Mehrzahl von Schwingen 111
an einer Stelle vorgesehen ist, die derjenigen der Einstellschwinge 101 der Einrichtung
gemäß F i g. 6 entspricht, und daß die Druckrolle 93 an dem unteren Ende der Frontplatte
83 der Abzweigung 3 angeordnet ist. Diese Einrichtung ist derartig ausgebildet,
daß, wenn die Menge an Fasergut, welche in dem Raum, der im Querschnitt dreieckig
ist, verbleibt, einen gewissen Pegel überschreitet, es durch Umdrehung des Rotors
111 in Richtung des Pfeils möglich ist, das überschüssige Fasergut in Richtung
zum äußeren Ende der Leitung 1 wegzublasen und dadurch zwangsweise die verbleibende
Menge an Fasergut in dem Raum, der im Querschnitt dreieckig ist, zu vergleichmäßigen,
und zwar in jeder Zweigleitung 3. Eine Platte 112 ist unmittelbar oberhalb des oberen
Endes des perforierten endlosen Bandes 5 innerhalb der Leitung 1 vorgesehen und
bewegt ihr Ende 112 um ihr Gelenk 112' als Stützpunkt nach oben und
unten und steuert damit das Volumen an Luft, welches durch den perforierten Teil
des Bandes hindurchströmt, was eine Einstellung der Menge an Fasergut erlaubt, welches
in dem Raum jeder Abzweigung 3 verbleibt, der im vertikalen Querschnitt dreieckig
ist.
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Bei den genannten Einrichtungen nach F i g. 4 und 5 fließt ein größerer
Teil der Luft, die durch die Abzweigung 3 tritt, von dort nach außen durch die zahlreichen
Perforationen des perforierten endlosen Bandes 5 hindurch, während bei den Ausführungsbeispielen
nach F i g. 3 und 6, weil dort ein Luftabsperrschieber 81 innerhalb des perforierten
endlosen Bandes 5 angeordnet ist, durch Einstellung dieses Schiebers 81 das Luftvolumen,
welches nach außen durch die Perforationen des Bandes hindurchströmt, eingestellt
werden kann. Selbst wenn jedoch dieser Luftabsperrschieber 81 etwa auf derselben
Höhe als die Bodenöffnung 4 der Abzweigung 3 oder höher als diese angeordnet ist,
fließt Luft, die in die Abzweigung 3 tritt, aus dem Raum zwischen dem Band 5 und
der Frontplatte 83 und gegebenenfalls der Druckrolle 93 sowie dem Raum zwischen
beiden Seitenwänden der Abzweigung 3 (nicht dargestellt) und dem Band 5 aus, und
durch die Strömung dieser strömenden Luft wird von dem Fasergut, welches zusammen
mit dem Luftstrom eintritt, ein kleiner Anteil in dem Raum abgesetzt, der bei vertikalem
Querschnitt dreieckig ist, wodurch erreicht wird, daß die Dichte des Fasergutes,
welches in dem Raum, der bei vertikalem Querschnitt dreieckig ist, abgesetzt wird,
immer gleichmäßig bleibt.
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Da jedoch die Zuliefereinrichtungen gemäß F i g. 3 bis 6, wie zuvor
erwähnt, derartig ausgebildet sind, daß Luft aus der Leitung 1 frontal auf das endlose
Band 5 stößt, muß zu diesem Zeitpunkt die Breite des genannten endlosen Bandes 5
natürlich praktisch gleich derjenigen des Tambours sein, so daß es bei diesen Anlagen
notwendig ist, die Breite
der Leitung 1 im Vergleich zur Breite
bei den Ausführungsbeispielen nach F i g. 1 und 2 zu vergrößern, da bei letzteren
Luft aus der Leitung 1 in Seitenrichtung zum endlosen Band 5 strömt. Wenn daher
diese Einrichtungen verwendet werden, wird der Raum, den die Leitung 1 in einer
Fabrikanlage einnimmt, groß, und die Gebläsemaschine zur Bildung eines Luftstroms
innerhalb der Leitung 1 muß daher sehr vergrößert werden.
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Die Einrichtung gemäß F i g. 7 ist ähnlich aufgebaut wie die Zuführeinrichtung,
die F i g. 5 zeigt mit der Ausnahme, daß eine Saugöffnung 122, die mit dem Saugteil
eines Exhaustors 121 Verbindung hat, innerhalb des perforierten endlosen Bandes
55 unter der Bodenöffnung 4 der Abzweigung 3 vorgesehen ist.
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Die Einrichtung gemäß F i g. 8 ist ähnlich aufgebaut wie die Zuführeinrichtung
gemäß F i g. 5 mit der Ausnahme, daß eine Umkehrrolle des perforierten endlosen
Bandes 5 als perforierte Rolle 131 ausgebildet ist, in welcher sich ein Saugrohr
132, das mit dem Saugteil eines Exhaustors 121 Verbindung hat, öffnet und daß eine
Leitplatte 133 zur Führung angesaugter Luft in die Öffnungsrichtung dieser öffnung
unterhalb der Bodenöffnung 4 der Abzweigung 3 innerhalb des endlosen Bandes 5 vorgesehen
ist.